Hallo Community,
ich bin mit meinen ersten Projekten langsam fertig und würde nun gerne
meine erste Schaltung auf eine Lochrasterplatine bringen - ich möchte
damit meine alte, "vollkommen analoge" (es gibt nur einen
Ein-/Aus-Kippschalter!) Espressomaschine mit einem Display und einem
Knopf ausstatten und gleichzeitig die Möglichkeit offenlassen, das Gerät
extern ansteuern zu können.
Die Schaltung auf dem Breadboard und das Programm habe ich fertig, ich
habe sie auf Basis eines Arduino Uno gefertigt.
Jetzt stellen sich für mich noch ein paar Fragen.
Brauche ich einen externen Oszillator wie diesen hier?
http://octopart.com/hc49us16.000mabj-ub-citizen+finetech+miyota-315335
Ich sehe dass ein ähnliches Bauteil auch auf dem Arduino verbaut ist,
ich dachte, dass der µC eigentlich einen internen Kristall besitzt. Im
Internet wurde ich da nicht wirklich schlau draus. Wenn ja, reicht das
an "Zusatz" schon aus? Ich habe ein bisschen durch Youtube gestöbert,
manche haben nur den Kristall, manche noch einen Kondensator (wenn ich
das richtig sehe) an die Schaltung gehängt.
Nun komme ich zu meiner Hauptfrage. Wenn ich die Maschine einschalte,
leuchtet eine LED im Schalter. Mein Plan wär es jetzt gewesen, den
Versorgungsstrom für den µC aus eben jener Leitung zu ziehen, ich weiß
noch nicht, welche Spannung oder welcher Strom da anliegt, das werde ich
noch messen.
Angenommen, die Leitung liefert genug Strom und eine ausreichende
Spannung. Was darf am Chip anliegen? Ich hab im Internet gelesen, dass
man eine Versorgungsspannung von 1.8-5.5V anlegen darf, ich weiß nicht,
wie stabil die Leitung an besagter LED ist, aber da kann man ja sicher
mit einem Spannungsregler was basteln. Aber welcher Strom darf in den
Chip fließen?
Ich bin in Sachen Mikroelektronik noch ein Anfänger und hoffe, dass ihr
mir ein paar Hinweise und Tipps geben könnt! Man lernt ja mit jedem
Projekt ;)
Liebe Grüße,
Daniel
Hi
>Nun komme ich zu meiner Hauptfrage. Wenn ich die Maschine einschalte,>leuchtet eine LED im Schalter.
Was macht dich so sicher, das das eine Led ist?
MfG Spess
> was gibt es bei externer Stromversorgung zu beachten?
Und du willst nicht die interne benutzen ? ;-)
Ne mal echt : FINGER WEG VON GERÄTEN DIE IN DIE STECKDOSE KOMMEN WENN
MAN NICHT VOM FACH IST !
VOR ALLEM von Geräten die auch noch andere Menschen benutzen UND IN
DENEN WASSER drin ist.
spess53 schrieb:> Hi>>>Nun komme ich zu meiner Hauptfrage. Wenn ich die Maschine einschalte,>>leuchtet eine LED im Schalter.>> Was macht dich so sicher, das das eine Led ist?>> MfG Spess
Das ist ne gute Frage und bei genauerer Betrachtung weiß ichs nicht ^^
ich hab die Maschine noch nicht aufgeschraubt.
Ich weiß nur, dass es jedensfalls kein Starkstrom ist, ich werde mir die
Tage mal das Multimeter von einem Freund leihen und die betreffenden
Kabel mal auslesen.
Was die Bedenken bez. Fachkenntnisse betrifft, das stimmt, ich bin nicht
vom Fach und die einzigen Elektronikkenntisse stammen aus amateurhaftem
Anlesen von Literatur, einer Elektrostatik- und einer
Elektrodynamikvorlesung in meinem Studium sowie viel Spielen mit
Elektronikkästen in meiner Kindheit (kennt jemand noch KOSMOS? ;) ).
Finger weg von elektrischen Geräten, da stimme ich grundsätzlich zu, ich
erkenne dir deine Fürsorge und Besorgnis auch an, ich hoffe, dir reicht
es oder beruhigt dich ein bisschen, wenn ich etwas aufpasse. Wie gesagt,
ganz keine Ahnung hab ich nicht und lebensmüde bin ich auch nicht. Es
wäre schade, wenn ich jetzt keine Hilfe mehr bekomme!
Und bevor ich mir ein Netzteil hole, das evtl die gleiche Spannung
liefert wie das Lämpchenkabel, das gut sichtbar an der Unterseite der
Maschine verläuft, wollte ich es erstmal so probieren. Das ist denke ich
die elegantere Lösung, sonst muss ja immer ein zweites Kabel
angeschlossen werden.. So Sachen wie Lötstellen an Kabeln (möglichst
dicht..) überschrumpfen und ähnliche Maßnahmen sind mir bekannt, also
ich bin jetzt kein Bombenschrauber sondern arbeite schon einigermaßen
sorgsam.
Über eventuelle Sicherheitshinweise beschwer ich mich natürlich trotzdem
nicht und was alles unter Spannung passieren kann, weiß ich auch - ich
bin Rettungssanitäter und hab schon genug strominduzierte Notfälle
gesehen ;)
Die Maschine ist eine Espressomaschine, die mit einem Druckkessel
funktioniert, dass die sich jetzt willkürlich unter Wasser setzt halte
ich für sehr unwahrscheinlich.
Zum Quarz, das Programm an sich ist nicht sehr komplex, mittlerweile ist
es knappe 5kb groß und kommuniziert vorerst mit nichts direkt, außer
vielleicht ein Signalpin - aber es tauscht effektiv keine Daten aus. Die
Genauigkeit von dem Quarz ist also beinahe egal, ich denke der interne
reicht damit aus?
An sich steht das 'Löten an die Maschine' ja noch in weiterer Zukunft,
die entgültige Platine ist noch nicht geplant, eine entgültige
Materialliste steht noch nicht (Ob ich zB jetzt noch Kondensatoren oder
ähnliches brauche), momentan steht die Schaltung auf meinem Breadboard
mit Steckkabeln.
Ich habe gestern mal versucht, das ganze ohne das arduino-Board laufen
zu lassen - sprich den µC entfernt, auf das Breadboard gesetzt, mir die
Pinbelegung herausgesucht und dann gemäß des Plans verbunden. Als
Spannungsversurgung bin ich von dem 'leeren' arduino-Board mit 5V und
GND in die Betreffenden Pins 7 und 8 gegangen, sowie eben auf die
Stromversorgung für den rest der Schaltung. Allerdings kam hier nichts,
die erste Zeile des Displays war schwarz, im Internet stand, dass das
bedeutet, dass sich das Display initialisiert (es handelt sich hier um
ein normales 16x2 Zeilendisplay mit einem HD44780 - Controller), jedoch
hat die Schaltung auf keine Eingaben reagiert (ich habe extra vorher
noch einen seperaten Pin programmiert, bei dem in kurzen Abständen ein
Pin leuchten soll, um sicherzugehen, dass auch wirklich das Programm
läuft), daher kam ja meine Vermutung, dass eventuell ein externer
Resonator nötig ist - aber dem scheint ja nicht so zu sein, wenn man
nicht wirklich getimedte Kommunikation braucht.
Wie sieht das denn mit dem RESET-Pin aus? Muss der mit Erdung oder
ähnlichem kurzgeschlossen werden? Das wäre noch meine andere Vermutung
gewesen. In den Arduinoforen werden solche Fragen nicht gestellt, weils
scheinbar wenige Leute machen und hier werden solche Fragen auch nicht
gestellt, weil solche Fragen wohl zu trivial scheinen, weswegen ich mir
auch ein wenig blöd vorkomme ^^
Aber danke für das Tutorial, das eine kannte ich schon, das andere ist
echt sehr hilfreich! ;)
Nachtrag - zumindest zu der RESET-Pin-Geschichte habe ich glaube gerade
die Antwort in der Checkliste gefunden. Also ein Widerstand nach VCC wie
es aussieht.
Schonmal einen Schritt weiter :)
>Ne mal echt : FINGER WEG VON GERÄTEN DIE IN DIE STECKDOSE KOMMEN WENN>MAN NICHT VOM FACH IST !
Typisches Gutmenschengejaule. Anstatt zu sagen worauf es ankommt sofort
die Keule rausholen. Mit solchen Typen kann man keinen Staat machen;
wenns nach denen ginge würde es bis heute keine Flugzeuge geben.
Wie sagte schon Nutnfancy: Don't fear dangerous devices. Conquer them.
You are the master and not the machine.
Beobachter schrieb:>>Ne mal echt : FINGER WEG VON GERÄTEN DIE IN DIE STECKDOSE KOMMEN WENN>>MAN NICHT VOM FACH IST !> Typisches Gutmenschengejaule. Anstatt zu sagen worauf es ankommt sofort> die Keule rausholen. Mit solchen Typen kann man keinen Staat machen;> wenns nach denen ginge würde es bis heute keine Flugzeuge geben.>> Wie sagte schon Nutnfancy: Don't fear dangerous devices. Conquer them.> You are the master and not the machine.
Und schon vor diesem, wer auch immer das ist, sagte Kant - habe Mut,
dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Auch wenn Mut hier wirklich
wörtlich zu nehmen ist.
Wie gesagt, lassen wir das außen vor, ich bin mir der eventuellen
Risiken bewusst.
Ich freu mich auf Antworten!
Um welchen Kontroller handelt es sich, den Du mit dem Arduino
programmiert hast? Arduinos gibts einige.
So wie ich es verstehe, ist der Kontroller auf seinem Ardu-board
programmiert worden und läuft darauf. Jetzt soll der Kontroller seinen
Arbeit auf einem breadboard machen.
Auf dem Ardu-board benutzt er einen Quarz bzw. einen keramischen
Schwinger, es muss auf dem breadboard dabei bleiben.
Ein Tipp: Sobald man vom Ardo-board weggeht, lohnt es sich, nochmals,
ganz von vorne her, den AVR kennenzulernen und dabei den Arduino nur als
Programmiergerät zu benutzen.
In Deinem Falle dürfte aber auch der Eingriff in das 230V-Gerät eine
hohe Hürde darstellen. Der Übergang von den 5V-Steuersignalen zu den
230V ist nicht einfach.
In Deinem Fall wäre es aussichtsreicher beim Ardu- board, meinetwegen
einem China-Klon zu bleiben und ein Relais-shield zu verwenden, das
imstande ist, 230V zu schalten.
Der Arduino hat dem Anwender so viele Problem erspart, man kann auch
sagen, ihn von so vielen Details ferngehalten, dass der Wechsel auf die
blanke Hardware AVR ein großes Stück Arbeit bedeutet.
Daniel B. schrieb:> ich bin mir der eventuellen> Risiken bewusst.
Mal angenommen es ist wirklich eine LED und die wird mit einer für dich
verwertbaren Spannung versorgt... dann bedenke zum Thema Risiko bitte,
dass X Volt an dieser Stelle 230-X Volt zur Erde unter deinen Füssen
haben können, je nachdem wie rum du den Netgstecker der Maschine drehst.
Ohne ganz genau zu wissen was du tust und wo dein nächster Besuch die
Maschine anfasst, sorge bitte für eine galvanisch getrennte
Spannungsversorgung.
Davon abgesehen wirst du es im Falle einer LED mit einer simplen
Versorgung zu tun haben, die dir eher nichts verwertbares liefert.
Hatte der Controller auf dem Arduino-Board einen externen Quarz oder
Oszillator, sind auch die Fuses entsprechend. Also gleiche Beschaltung
oder Fuses auf internen RC-Oszillator (das ist kein Quarz!) setzen. S.
Tutorial.
Viel Erfolg!
Daniel B. schrieb:> ich dachte, dass der µC eigentlich einen internen Kristall besitzt
Dafür ist in dem Chip-Gehäuse gar kein Platz. Außerdem ist das eine
völlig andere Technik als Si-Halbleiter. Der Prozesseor hat einen - im
Vergleich zu einem Schwingquarz - recht ungenauen RC-Oszillator.
Inbesondere bei Temperaturänderungen macht sich das bemerkbar. Im
Datenblatt steht mehr dazu.
Ach ja, das meinte ich ja. Also einen internen Oszillator. Der reicht
hier doch aus? Ich vermute, dass das Arduinoboard einen besitzt, damit
die Kommunikation wirklich getimed ist, da hier ja eine serielle
Kommunikation stattfindet.. Liege ich da richtig?
Ich habe gelesen, dass die ATmega mit aktiviertem internen Oszillator
ausgeliefert werden (Im Wiki-Eintrag zu Fuses), was hat der XTAL dann
auf dem Board zu suchen? Oder gehört der zu dem anderen Controller, der
glaube ich für die serielle Verbindung verantwortlich ist? Oder sind das
dann doch schon 'spezielle' ATmegas ^^ Ist ja nicht die Welt, so ein
Kristall kostet vielleicht 70c...
Ich hab mir gedacht, da es die ja mit entsprechendem Bootloader schon
für 4 € gibt, dass man sich da direkt mal noch 2-3 weitere bestellen
kann für weitere Projekte. Ich hoffe dass deren Fuses (wenn ich das
Thema richtig verstanden hab) dann auch auf einen externen Oszillator
gestellt sind.
Ich besitze übrigens einen Arduino Uno, das hatte ich oben schon
erwähnt.
Peter, ganz genau das ist die Intention hinter dem ganzen - ich möchte
das Konzept wirklich mal kennenlernen und ein wenig verstehen, was da
vor sich geht und den Arduino möglichst nur als Programmer nutzen. Ich
bin dann zwar auf eben die ATmega328 erstmal beschränkt, aber das reicht
ja auch erstmal zum Einstieg. Verallgemeinern kann ich später immer
noch.
Wenn ich das richtig sehe, läuft ein µC mit Gleichstrom. Das heißt ich
sollte mir noch Gedanken machen, ob ich nicht noch einen Gleichrichter
vor das ganze System setze. Danach dann einen Spannungsregler und das
sollte dann reichen oder? Also vorrausgesetzt, da fließt nicht viel mehr
als 12V durch, wovon ich jetzt mal ausgehe. Wird sich ja zeigen dann.
Zu der Sache mit den 230V, das ist mir bewusst, ich hatte da an etwas in
Richtung Optokoppler gedacht. Entsprechende Threads hatte ich hier im
Forum schon gefunden, die schau ich mir beizeiten nochmal an.
Deine Arduino ist kein fabrikneuer AVR. Und es gibt echt welche mit
Bootloader zu kaufen? Was für eine super geile Abzocke, einfach open
source Software drauf flashen und teuer weiter verkaufen.
Ich finds nicht so die Abzocke eigentlich - im Endeffekt müsste ich ja
selbst um die 30€ ausgeben (oder sogar noch mehr?), um nen anderen
Atmega zu brennen. Da sind mir die 1.50 mehr lieber.
Was meinst du damit? Also laufen die dann tatsächlich mit externem
Kristall?
Quarz. Es heißt Quarz im Deutschen. Kristall wäre hier als böser
Anglizismus anzusehen. Auch Controller ist eher üblich als Kontroller.
Wenn schon, dann Mikroprozessor - aber das würde hier heftigst
ausdiskutiert werden.
Auslieferungszustand Atmel AVR: Interner RC-Oszillator (kein Quarz),
meist um 1 MHz.
XTAL als Pin nach außen zu führen ist nicht blöd, dann kann man nämlich
einfach einen Quarzoszillator oder einen Quarz plus Kondensatoren dran
klemmen (entsprechend braucht man nur einen der beiden XTALs oder beide
- und dann müssen die Fuses gesetzt werden; jedoch auch, wenn du auf 8
MHz mit dem internen willst).
Auslieferungszustand Arduino:
Je nach Ausstattung der Version.
Spannungsquelle LED:
Ich kenne einfache Kaffeemaschinen eigentlich nur mit
Kondensatornetzteil für die LEDs. Das ist eine Strom- und keine
Spannungsquelle. Da hast du ganz schlechte Karten.
Mein Tip:
Einfach mal ein Handyladegerät oder ähnliches mit exakt 5 V Output zum
Versorgen nehmen und mal schauen, ob man das, was man vor hat nicht auch
ohne elektrische Verbindung zum bösen Kaffeegenerator hin kriegt.
Stromfluss und Spannung:
Der Mikrocontroller hätte gerne 5 V.
Den Strom holt er sich, wenn die Quelle genug her gibt. Das werden so
2-100 mA, je nachdem, was auf dem Arduino-Board alles drauf ist.
Nicht aufgeben, das wird noch.
Daniel B. schrieb:> Das heißt ich> sollte mir noch Gedanken machen, ob ich nicht noch einen Gleichrichter> vor das ganze System setze. Danach dann einen Spannungsregler und das> sollte dann reichen oder?
Für den Arduino selber reicht ein einfaches ungeregeltes DC
Steckernetzteil, da der ja Spannungsstabilisierung usw. auf der Platine
hat. An die Hohlbuchse (die haben meine Arduino 2009 jedenfalls) kannst
du ein Steckernetzteil der 7,5 -12 Volt Klasse anschliessen, Plus ist
auf dem mittleren Stift.
So was ähnliches machst du auch mit deiner neuen Schaltung. Externes DC
Steckernetzteil, entweder ein schon auf 5Volt stabilisiertes (gibts
öfter mal bei alten Switches oder Hubs) oder ein unstabilisiertes, für
das du auf dem Board noch einen Spannungsregler für 5 Volt addieren
müsstest.
7805 (1A), 78S05 (1,5 oder 2A) oder einen 78L05 (100mA).