Gefälschte Halogen-Fahrradbirnen?

OP #1342040
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Jetzt ist mir bereits die zweite Halogenbirne am Radl nach ca 650 km 
Nachtfahrt verreckt - das entspricht einer Standzeit von nichteinmal 40 
Stunden.

Beschriftung:

   Philips HPR60
   HS3 6V / 2,4 W
   ~~~~ K76442
              G3
   Germany <><

Zu Beginn leuchteten sie schön hell, was aber bald rapide Nachließ und 
dann als trübe Funzel plötzlich und natürlich immer im unpassendsten 
Moment mit Totalausfall endete.

Gemeinsames Merkmal: Beide Birnen haben den bekannten schwarzen Flecken 
über der Glühwendel im Kolben.

Der Saft kommt aus einem Nabendynamo und hinten ist ein Dioden-Rücklicht 
mit Standlichtunktion. Die Spannungsverhältnisse in der Lichtanlage habe 
ich zwar nicht nachgemessen, aber es spricht absolut nichts dafür, daß 
sich da im verganenen halben Jahr irgendwas in Rüchtung höhere Spannung 
verschoben hat.

Ich tippe, es sind keine Halogenbirnen, sondern entweder Ausschuß, oder 
gar Plagiate.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Gast #1342091
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Wenn ich mich so erinnere, glaube ich irgendwo was von Z-Dioden in der 
Lampe gelesen zu haben. Ob die auch in Deiner eingebaut sind, weiß ich 
nicht. Eine Messung könnte Licht ins Dunkel bringen.

In Fahrrad-Foren sollte auch was zu finden sein.
OP #1342096
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oszi40 schrieb:
> Wenn ich mich so erinnere, glaube ich irgendwo was von Z-Dioden in der
> Lampe gelesen zu haben.

Das halte ich für ein Gerücht. Wenn da irgendwo Z-Dioden sind, dann in 
der Elektronik der Lampe.

Aber da werde ich doch mal messen müssen...
Gast #1342109
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Vll. waren die mit mehr Spannung spezifiziert? Weniger Spannung ist den 
Halogenlampen hinsichtlich der Lebensdauer egal. Aber (Daumenregel) 5% 
weniger Spannung geben 10% weniger Lichtausbeute :-)
Gast #1342111
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Vll. waren die mit mehr Spannung spezifiziert? Weniger Spannung ist den 
Halogenlampen hinsichtlich der Lebensdauer egal. Aber (Daumenregel) 5% 
weniger Spannung geben 10% weniger Lichtausbeute :-)

Und noch weniger ist wieder blöd, denn dann kommt der Halogenprozess 
nicht in die Gänge, was wiederum auf die Lebensdauer geht.


Oh, ups, ist zweimal durchgelaufen :-/
Persönliche Seite #1342122
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Vielleicht ist die Spannungsstabilisierung in der Lampe verreckt? Die 
besteht AFAIK aus zwei antiparallel geschalteten Zenerdioden, und ist 
seit den 80er Jahren in praktisch jeder Fahrradfrontlampe verbaut.

Gerade bei einem Nabendynamo ist diese Spannungsstabilisierung (bzw. 
Begrenzung) für das Überleben der Glühbirnen (jaja, Obst!) sehr wichtig.

Ohne eine solche Begrenzung erzeugt ein Nabendynamo auch locker 
belastbare 12V -- ich habe probeweise mal eine 12V/5W-Birne an meinem 
Nabendynamo betrieben, was bei meiner Fahrweise problemlos funktioniert.
Gast #1342131
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genau aus solchen gründen verwende ich eine handelsübliche, 
bateriebetriebe lampe als "polizeitaugliche" beleuchtung und bei bedarf 
(nachtfahrten im gelände, ...) zusätzliche eine gute stirnlampe (mammut 
ludico)
#1342212
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bastler schrieb:
> sind Batterielampen den nicht unzulässig laut STvZO - zumindest vorne
> sind sie glaub verboten?

Jain:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradbeleuchtung
1
Folgende Ausnahmen gelten für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt:
2

3
    * anstelle der Lichtmaschine dürfen Batterien für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlussleuchte genutzt werden
Gast #1342220
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habs gerade mal durchgelesen - aber wenn Du kein Rennrad fährst ist ein 
Dynamo pflicht! entsprechend muss die Beleuchtung durch den Dynamo 
gespeist werden - Batterielicht allein sind ich Deutschland also 
unzulässig!!
(mit Ausnahme eines Rennrads das nicht als Fortbewegungsmittel sondern 
als Sportgerät definiert wird)
Gast #1342225
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Wobei man sich da nicht ins Hemd machen sollte- die meisten Polizisten 
sind froh, wenn man überhaupt ein (funktionsfähiges) Licht dran hat.
Die Buße ist afaik auch nur 10€ oder so, also keine Panik...
OP #1342286
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So, jetzt habe ich mit meinem Billig-DVM die Spannung an den Klemmen des 
Scheinwerfers mit neuer Birne gemessen (Meßbereich 200 V~, weniger kann 
das Teil nicht).

Angezeigt hat es 5,5 V bei 20 km/h - also werden die Begrenzerdioden ja 
wohl tun, was sie sollen...
Persönliche Seite #1342339
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> > besteht AFAIK aus zwei antiparallel geschalteten Zenerdioden ...
>
> Glaube ich nicht, denn damit würde die Spannung auf untaugliche +- 0,7V
> begrenzt.

Da hast Du natürlich auch wieder irgendwie recht.

Wie sie auch immer aufgebaut sein mag, eine Spannungsbegrenzung ist 
seit Mitte der 80er Jahre in praktisch jedem Fahrradscheinwerfer 
eingebaut, eben seitdem die Verwendung von Halogenbirnchen üblich ist.


> So, jetzt habe ich mit meinem Billig-DVM die Spannung an
> den Klemmen des Scheinwerfers mit neuer Birne gemessen

Danke. Das bringt die Angelegenheit erheblich weiter.

> Angezeigt hat es 5,5 V bei 20 km/h - also werden die
> Begrenzerdioden ja wohl tun, was sie sollen...

Nun, das kann man jetzt annehmen. Wenn Du Deine Messung auch noch bei 15 
km/h und 25 km/h (oder mehr) wiederholen könntest, bestünde Gewissheit.

Ein gutes Licht wirft das jedenfalls nicht auf Deine Lämpchen.
Persönliche Seite #1342370
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Bei allen Fahrrädern, bei denen ich mir das bislang angesehen habe, 
enthält der Dynamo keinerlei Begrenzung. Unbelastet erzeugt der ganz 
erstaunliche Spannungen. In der Lampe hingegen erkennt man i.d.R. das 
zur Spannungsbegrenzung verwendete Bauteil (was auch immer das sein 
mag).

Und ich schrieb ja schon

> Ohne eine solche Begrenzung erzeugt ein Nabendynamo auch
> locker belastbare 12V -- ich habe probeweise mal eine 12V/5W-
> Birne an meinem Nabendynamo betrieben, was bei meiner Fahrweise
> problemlos funktioniert.

was die These der im Dynamo verbauten Spannungsbegrenzung recht 
eindeutig widerlegt. Eine 12V-Birne an 6V ist eindeutig zu funzelig, als 
daß man damit etwas anfangen könnte.

[Nachtrag]
Interessant ist das hier:

http://enhydralutris.de/Fahrrad//Beleuchtung/node102.html
#1342374
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Rufus t. Firefly schrieb:
>> > besteht AFAIK aus zwei antiparallel geschalteten Zenerdioden ...
>>
>> Glaube ich nicht, denn damit würde die Spannung auf untaugliche +- 0,7V
>> begrenzt.
>
> Da hast Du natürlich auch wieder irgendwie recht.

Dann einfach antiseriell, dann hat man eine Begrenzung auf die 
Zenerspannung + 0,7V.

>> Angezeigt hat es 5,5 V bei 20 km/h - also werden die
>> Begrenzerdioden ja wohl tun, was sie sollen...
>
> Nun, das kann man jetzt annehmen. Wenn Du Deine Messung auch noch bei 15
> km/h und 25 km/h (oder mehr) wiederholen könntest, bestünde Gewissheit.

Nicht wirklich: Denn wie schon gesagt, verhält sich ein Dynamo 
näherungsweise wie eine Stromquelle. Das heißt, selbst ohne die 
Begrenzungsdioden, ist die Spannung nahezu unabhängig von der 
Geschwindigkeit, solange die Last vorhanden ist.
Schön beschrieben ist das bei dem Link auf dieser Seite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrraddynamo
Nur im Falle eines Ausfalls des Scheinwerfers, würde die Spannung ohne 
Begrenzung stark ansteigen. Diesen Fall müsste man dann nachstellen 
(also alle Leuchtmittel aus den Lampen entfernen) und die Spannung 
nachmessen.
Gast #1342384
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Du hast recht Rufus!

Hab gerade mal beim Rose Versand nachgeschaut (das ist ein onlineshop 
für Fahrradzubehör)

Die Lampen (egal ob für vorne oder hinten) haben alle einen 
Übersannungsschutz!

http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=2501
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=2502
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=3510

Wobei die Dynamos auch allen einen Übersannungsschutz haben!?
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=2529
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=2524


Also ist "Überall" ein Überspannungsschutz drinne =)
Persönliche Seite #1342389
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> Nicht wirklich: Denn wie schon gesagt, verhält sich ein Dynamo
> näherungsweise wie eine Stromquelle. Das heißt, selbst ohne die
> Begrenzungsdioden, ist die Spannung nahezu unabhängig von der
> Geschwindigkeit, solange die Last vorhanden ist.

Das trifft auf die klassischen minderwertigen Seitenquetschläufer zu, 
deren Wirkungsgrad ist so gering, daß eine nicht-Halogen-Birne auch ohne 
zusätzliche Spannungsbegrenzung recht langlebig ist.

Jedoch hat sich das anscheinend bei Nabendynamos geändert, anders kann 
ich mir die Betriebsfähigkeit meines Dynamos mit 12V/5W-Birne nicht 
erklären.
#1342396
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Rufus t. Firefly schrieb:

> Jedoch hat sich das anscheinend bei Nabendynamos geändert, anders kann
> ich mir die Betriebsfähigkeit meines Dynamos mit 12V/5W-Birne nicht
> erklären.

Wieso? Ein Dynamo hat 6V 3W -> 0,5A.
Deine 5W Birne hat 12V 0,42A. Passt doch wunderbar zu einer 0,5A 
Stromquelle.
Irgendwo gibts auch eine Seite die zeigt, dass ein Nabendynamo locker 
>20V bei hohen Drehzahlen erzeugt, also auch eine Stromquelle ist.
Edit: Hier ist sie:
http://www.nabendynamo.de/produkte/dynamodetails.html
Persönliche Seite #1342439
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@Fährt immer ohne Licht

> rufus, was für einen nabendynamo hast du?

Den Test habe ich mit einem etwas älteren (und recht billigen) 
Shimano-Dynamo durchgeführt; am aktuellen Rad ist wohl ein HB-NX30 
verbaut, den aber ich noch nicht getestet habe.

Müsste mal nachsehen, welche Modelle das jetzt genau sind.

Den Testdynamo habe ich vermutlich 2004 oder 2005 angeschafft, das 
aktuelle Rad (und also auch dessen Dynamo) ist von 2006.
Gast #1342645
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Uhus brauchen gewöhnlich keine Halogenlampen weil
die im Dunkeln sehr gut sehen können.
Wenn die Lampen so häufig Ihren Geist aufgeben kann
das auch am Fahrstil liegen.
Ansonsten hilft vielleicht ein Spannungsregler und ein Akku.
OP #1342699
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Schwups... schrieb:
> Uhus brauchen gewöhnlich keine Halogenlampen weil
> die im Dunkeln sehr gut sehen können.

Das ist auch nicht das Problem. Wenn man nachts in Wäldern unterwegs 
ist, ist es immer eine gute Idee, Licht dabei zu haben - sonst hält 
einen am Ende irgend so ein Grünrock für eine Wildsau.

> Wenn die Lampen so häufig Ihren Geist aufgeben kann
> das auch am Fahrstil liegen.

Nö.

> Ansonsten hilft vielleicht ein Spannungsregler und ein Akku.

Unsinn. Die Fahrradlichtanlagen sind so konstruiert, daß das nicht 
notwendig ist.
Gast #1342706
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Ey Ihr habt doch alle keine Ahnung!
Ich dachte immer, aus dem Dynamo kann prinzipbedingt nur ein begrenzter 
Strom herauskommen, vorrausgesetzt der Erregerfluss ist konstant.
D.h. Bei permanent erregten Wechselstrommaschinen ist nur ein Begrenztes 
Drehmoment respektive im Generatorbetrieb nur ein begrenzter Strom 
moeglich.
Durch den Stromfluss in den Spulen wird ja gerade ein magnetisches 
Gegenfeld erzeugt, so dass sich ab einem gewissen Stromfluss der 
Magnetische Fluss nicht mehr aendert, trotz der Tatsache, dass sich der 
Anker weiterdreht. dPhi/dt=0 Thats the way!
Das wiederum bedeutet: keine Erhoehung des Stromes mehr. Einzig die 
Verlustleistung innerhalb des Dynamos steigt weiter

Oder kann mir jemand erklaeren wie es sich tatsaechlich verhaelt?

viele Gruesse euer Bastelkollega!
#1343502
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Rechts im Bild ist die Zenerdiode zu sehen, leider vergossen, entweder 
eine bidirktionale ("Transzorb" oder ähnlich) oder zwei in Serie 
gegeneinander, das habe ich in einem anderen Scheinwerfer schon mal 
gesehen. Es soll speziell für Halogenbirnen aber auch ungünstig sein, 
mit Unterspannung zu fahren, da dann der Halogen-Kreisprozeß nicht 
richtig abläuft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Halogengl%C3%BChlampe#Halogengl.C3.BChlampen_.28Wolfram-Halogen-Kreisprozess.29
Angehängte Dateien:
#1343615
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Das darf heute alles nichts mehr kosten - dafür braucht es aber auch 
nichts zu taugen. Fahrräder werden vorzugsweise auf Dachgepäckträgern 
spazierengefahren, da braucht es keine Beleuchtung.
Mein Nabendynamo war praktisch von Anfang an defekt, hat auch im 
ausgeschalteten Zusatnd geleuchtet. Die tolle Standlichtelektronik 
arbeitet nicht etwa mit einem Goldcap, sondern mit einer CR2032 
Knopfzelle.
Gast #1344360
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Bei der Prüfung der Kontaktierung zahlreicher Fahrradscheinwerfer und 
Rücklichter scheint der TÜV Urlaub gehabt zu haben?

Eigentlich sollte man den Herstellern die Ohren lang ziehen, wenn sie 
Geld für solchen Müll zu verlangen.

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