Da kommt mir wieder die Galle hoch: Heute kam im ZDF eine Reportage u.a.
über die Arbeitsagenturen und den Fachkräftemangel. Zur Sprache kam auch
die Situation der Firmen in Biberach, wo sich die Arm Agentur Beine
ausreissen muss, um fremdwärtige Ingenieure in die Region zu holen.
Was mich dabei so ankotzt: Ich habe mich erst vor 2 Monaten dort bei 2
Elektrofirmen beworben, da ich aus persönlichen Gründen in die REgion
ziehen werde und nach anfänglich guten Gesprächen ("das Fachliche ist
bei Ihnen ja geradezu ideal" von beiden zu hören bekommen, daß sie mich
wohl einstellen würden aber die Gehaltsforderungen zu hoch seien.
Tatsache ist, daß ich dasselbe haben wollte, wie ich schon habe. Das ist
zwar nicht wenig, aber ich arbeite in einer Region, die nach der
allgemeinen Auffassung im Vergleich zum süden eher weniger bezahlt.
Wie kann das sein?
Suchen die nur Billigkräfte oder geht es hier auch nur wieder darum, die
allgemeine Hetze bezüglich des nichtexistenten Fachkräftemangels
anzuheizen?
Natürlich gibt es Fachkräftemangel.
Besonders hier, in Berlin / Brandenburg.
Allerdings nur für die 5,30 Euro/Std. Fachkräfte.
Von den teuren hama viel zu viele (in unserer Region).
Siehe Statistisches Bundesamt.
Könnte man zu dieser Behauptung saeriöse Zahlen der Untermauerung
bekommen?
Ich wäre auch an einem Beweis der Gegenthes interessiert, denn ich
vermag mir immer weniger ein Bild zu machen: Einerseits jammert man um
mehr Fachkräfte, doch wenn man sich als (älterer) Ingenieur bewirbt,
sind keine Stellen offen. Nach den Vorstellungen der deutschen
Industriebosse sollen Ingeunieure künftig wohl nur noch zwischen 25 und
35 arbeiten, da sie mit 40 zu alt sind. Ich bin 45 und sehe nicht, was
ich die nächsten 20 Jahre machen soll.
Die Schwaben sind halt sparsam.
Deshalb läuft es dort auch so gut und es sollen Ingenieure eingestellt
werden. In Biberach ist doch der Lebensunterhalt nicht so teuer.
> Ich bin 45 und sehe nicht, was> ich die nächsten 20 Jahre machen soll.
Industrieboss. Die sind selten zwischen 25 und 35 und finden auch mit 50
oft einen neuen Job, sogar wenn sie den letzten versemmelt haben.
Hallo,
klar gibt es Fachkräftemangel in Deutschland ...und wie!!!!
Der Fachkräftemangel besteht hauptsächlich in den Einstellabteilungen,
wo auch sonst?
Die Heinis in den Einstellbüros suchen immer Fachkräfte, sind selber
aber keine sonst könnten sie nicht solchen Blödsinn reden und
verbreiten.
Was sind in den deren Augen Fachkräfte?
Es sind Leute, die genau das Fachgebiet seit "Jahrzehnte" schon ausgeübt
haben als ob sie schon immer in dieser Firma gearbeitet hätten und
höchstens 25 Jahre alt sind.
Fachkräfte gibt es z.B. im Bankensektor massenweise.
Fragt Ackermann, wie es geht.
Der entlässt seine hochqualifizierten Leute einfach so, obwohl er sie
braucht.
Und nun kommt der geniale Trick:
Er stellt sie über seine eigene Zeitarbeitsfirma wieder zu geringeren
Gehältern ein!!!!!
Seine Spezis Schröder und Hartz haben ihm das ja so ermöglicht.
Wer HartzIV-Bezüge bekommt muss jede angebotene Arbeit annehmen und das
ist spätestens nach 12 Monaten der Fall.
Solange kann Ackermann warten, müssen die anderen halt in der Zeit
unbezahlte Überstunden machen ...wo ist das Problem???
Was hat das alles mit den fehlenden Fachkräften in der Industrie zu tun?
Vieles!!!
Die Schwachmaten in der Industrie haben vergessen ihre Ings nach der Uni
fürs Arbeitsleben weiter auszubilden und liessen sie lieber Taxi fahren
und haben nur halbherzig aufgepasst wie Ackermann das macht.
Nun können sie halt keine Fachkräfte (nicht Uniabgänger) einstellen,
denn es gibt ja keine die man vorher ausgebildet und entlassen hat und
jetzt als ausgebildete Fachkräfte dem Markt zur Verfügung stehen.
Ackermann war da schon schlauer...ist halt blöd wenn man sich in der
Industrie nur auf BWLer mit markigen Sprüchen verlassen hat, oder?
Wenn jemand mal als Antwort beim Eistellungsgespräch bekommt, er hätte
zu wenig Berufserfahrung für den Job, fragt ruhig dem Einstellmenschen,
wo er denn seine Qualifikation erhalten hat.
Hat er seine Berufserfahrung gleich bei der Geburt erhalten?
Oder fragt ihn, wo er die Chance gehabt hat seine berufliche
Qualifikation zu erlangen ...man wolle sich dort auch bewerben um mal
als Fachkraft zu gelten.
Wünsche trotzdem allen ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch.
Gerd
hallo !
also diese laber kann ich gar nicht horen, dass diese Fachkraftmangel in
deutschland nicht zubeheben ist.
Auf die nachfrage beim Arbeitsamt, so war die Aussage:
Da ich nicht soviel Erfahrung habe, können nur stellen als
Produktionshelfer mir in betrachtkommen!!!!!!!!!!!
Dann kann ich nur sagen, viel spaß bei der suche nach Fachkräften
Da fragt sich aber auch, welche Qualifikation der "Fallmanager" beim
Arbeitsamt - sorry Arbeitsagentur - hat. Das sind oft HS-Absolventen von
Orchideenfächern oder umqualifizierte Gemüseverkäufer.
Mich fragten sie auch schon, warum ich nicht die Stelle annahm
(Kraftwerksplanung), ich sei doch E-Ing. Mein Argument, daß meine
Studienrichtung Nachrichtentechnik (Mikrorechentechnik) war,
interessierte sie wenig. Ich weigere mich Arbeit aufzunehmen. Das war
schon vor 8 Jahren.
Warte bloß drauf, bis der erste Internist zum Zahnziehen verpflichtet
wird.
Es gibt da einen schönen Text von einem umgeschulten Techniker, der Arzt
der Heilpraktiker geworden ist- finde es aber momanten nicht.
Hartz4 ist Erpessung! Stellt euch mal vor, ihr müsst euch irgendwo
bewerben und jede Arbeit machen: Da stellt Dich einer für 10,- die
Stunde an EAGLE!
"Studenten kriegen 20,-" werden die meisten jetzt wohl sagen, aber
welche Firma kann schon mit einem Dumpinganbieter mithalten, der Sklaven
beschäftigen kann?
....Mich fragten sie auch schon, warum ich nicht die Stelle annahm
(Kraftwerksplanung), ich sei doch E-Ing. Mein Argument, daß meine
Studienrichtung Nachrichtentechnik (Mikrorechentechnik) war,
interessierte sie wenig. Ich weigere mich Arbeit aufzunehmen. ....
faule bande.
@Kersten
von was träumst du nachts? Auch das hundertste Wiederkäuen der falschen
Nachricht macht es nicht besser. Aber da stimmt der Spruch schon "Was
man dem Volk dreimal sagt, hält es für wahr" und es wird immer und immer
wieder unreflektiert nachgeplappert.
Konkret, nenne die Firmen beim Namen, die Hartz4-Leute für 10 EUR die
Stunde (in deinen Augen ein Sklavenlohn, obwohl dieser weit über dem
diskutierten Mindestlohn liegt) ein?
Hartz4 mit Vollbeschäftigung. Sollte eigentlich klar sein, dass dies der
größte Nonsens ist. Es schließt sich gegenseitig aus.
Weiter unten ist noch der Thread Volksverdummung. Ich bin mittlerweile
nicht mehr überrascht, wie gut das funktioniert. Man muss es nur oft
genug wiederholen, irgendwann wird es einfach geglaubt.
Zum Thema Harz4 und Dumping: Hier gibt es vom Arbeitsamt gegründetes
Büro zur Weiterqualifizierung, das sich im Bereich Entsorgung betätigt.
Das AA shcickt die Hatzer dort hin und wenn sie es nicht machen gibt es
eine Rpckmeldung und es droht Kürzung der Bezüge. Das gilt für ALG1 und
ALG2. Der Chef des Unternehmens (GmBH) ist zugleich der Leiter des
Arbeitsamtes. Was sagst man dazu?
Eigentlich sollte es nicht so sein, daß 1-Euro-Leute echte Jobs belegen,
aber faktisch ist dies hier der Fall, da ja anderen Entsorgern die
Aufträge weggenommen werden.
Das ging sogar durch Monitor!
Als Biberacher kann ich nur sagen, dass es hier sicher Firmen gibt die
Ing's suchen (bin selbst Elektr-Ing und bei einer Biberacher Firma
tätig), aber die 100 sind sicher größenteils nicht im
E-Technik/IT-Bereich. Man darf in Biberach den Maschinenbau nicht
vergessen und die große Pharmaindustriefirma, die mehr als
überdurchschnittlich zahlt(!).
Mit den Gehaltsforderungen könnte was dran sein. Wenn man jetzt mal von
dem Pharmakonzern absieht geht es schon recht schwäbisch zu,
insbesondere wenn es nicht direkt Biberach ist (was ich bei den 2
angesprochenen Elektrofirmen mal vermute).
Noch kurz zum Lebensunterhalt: Dieser ist für eine Stadt der Kategorie
30000 Einwohner schon weiter oben. Biberach geht es halt gut. Und dass
hier einige attraktive Firmen sind merkt man spätestens wenn man mal die
Mietpreise im Frühjahr beobachtet... die können locker mit mancher
Großstadt mithalten. Ich hätte z.B. eine (schlechte) Wohnung mit 63qm
für 600Euro kalt! haben können. Im Juni war es dann aber allgemein
wieder günstiger..
Viel Glück bei der Jobsuche