Wir haben einige MetraHit 28S in Gebrauch, ich muss sagen dass ich
überhaupt nicht damit zufrieden bin.
- Batteriewechsel jedesmal durch Öffnen des Gehäuses (2xAA)
- Messwerte pegeln sich sehr langsam ein
- viele undurchsichtige Funktionen, selbst mit Bedienungsanleitung
kaum verständlich
- Auto-Abschaltung nur bei ruhigem Messwert, wenn das Gerät mit offenen
eingesteckten Strippen dasteht, bleibt es an bis die Batterie alle
ist.
Die Genauigkeit ist OK, über den Preis kann ich leider nichts sagen.
Vielleicht gewöhnt man sich ja daran, wenn man ausschließlich mit diesem
Teil arbeitet. Da wir viele unterschiedliche Geräte benutzen fällt
dieses DMM jedesmal negativ auf.
Die Geräte waren dafür berüchtigt, dass sie mit zunehmendem Alter
fehlerhaft wurden. Sowohl die Tasten, als auch das Display werden
unzuverlässig. Für die Reparaturkosten die GMC verschlagt bekommt man 2
Neue. Interessant nicht noch funktionstüchtige Geräte der xxS Klasse für
Leute die die Datenübertragungsaufsätze in Benutzung haben. Die Geräte
sind an sich nicht schlecht, besonders hoch würde ich ihren Wert
allerdings nicht ansetzen, weil sie mit Neugeräten verglichen werden,
die mit PC-Schnittstelle usw neu, für 70 Euro zu haben sind dafür aber
kalibriert sind. Benutze es und erfreu Dich daran, so lange es geht.
Wenn es kaputt ist, schicke es mit einem langen Beschwerdebrief nach
Nürnberg.
>- Batteriewechsel jedesmal durch Öffnen des Gehäuses (2xAA)
Ich kenne kein Multimeter wo das anders ist.
>- viele undurchsichtige Funktionen, selbst mit Bedienungsanleitung> kaum verständlich
Da gebe ich dir recht, aber ich glaube man kann das aber auch kaum
anders machen bei der beschränkten Anzeige.
Als Kritikpunkt würde ich noch die empfindliche IR Weckfunktion
aufführen. Wenn das Multimeter nicht in der Schutzhülle ist, schaltet es
sich bei Beleuchtung durch Glühbirne o.ä. recht schnell an.
Ich bin aber alles in allem zufrieden mit meinem Metrahit 26S.
Die Tatsache, dass das Gerät noch unter der Bezeichnung ABB Metrahit
läuft, Metrawatt aber schon seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr zu ABB
gehört, würde mich zumindest davon abhalten, dieses Gerät heutzutage
noch einzusetzen. Da sollte was aktuelleres her.
Sepo wrote:
> Ok, das hört sich danach an als ob die 70 Euro, die ich dafür> hingeblättert habe, zu viel waren.
Für ein mehr als 15 Jahre altes Gerät: Definitiv JA. Im Prinzip bin ich
mit den Metrawatt-Geräten zwar auch eher zufrieden, aber die ältesten,
die ich im Einsatz habe, sind ca. 10 Jahre alt (GOSSEN Metrawatt
Metrahit 18 / S), und selbst für die Dinger würde ich wahrscheinlich
keine 70 € mehr hinlegen, wenn ich es nicht unbedingt brauche. Wenn man
sich allerdings den Neupreis ansieht (Metrawatt rangiert da durchaus im
oberen Pressegment, und das zumindest nicht ganz zu Unrecht), muss man
damit rechnen, dass man auch für gebrauchte Geräte noch durchaus stolze
Preise zahlen muss.
Jörg S. wrote:
>>- Batteriewechsel jedesmal durch Öffnen des Gehäuses (2xAA)> Ich kenne kein Multimeter wo das anders ist.
Und das hat ja auch seinen guten Grund. Bei billig-Geräten sieht man das
allerdings sehr oft, dass da ein Batteriefach mit Schnappdeckel drin
ist, was aber bei Geräten ab Überspannungskategorie I afaik nicht
zulässig ist. Normalerweise darf die Spannungsquelle nur zugänglich
sein, wenn die Messleitungen entfernt sind. Und nur dann lässt sich das
Gehäuse auch öffnen.
Hmmm, fällt mir grad auf:
> Habe ein 14 Jahre altes Multimeter
Wer hat Dir erzählt, dass das Teil erst 14 Jahre alt ist? Der Verkäufer?
ABB hat mit Metrawatt afaik seit spätestens 1992 nix mehr am Hut. Also
wohl eher mindestens 16 Jahre.
> die ältesten, die ich im Einsatz habe, sind ca. 10 Jahre alt (GOSSEN> Metrawatt Metrahit 18 / S), und selbst für die Dinger würde ich> wahrscheinlich keine 70 € mehr hinlegen, wenn ich es nicht unbedingt> brauche.
Ich habe noch irgendwo ein BBC Metravo 1D. Das ist sicher
<kopfkratz><murmel> schon 25 Jahre alt. Eine Werkskalibrierung kostet 70
Euro. Nach heutigen Maßstäben kann es "nichts". Abgesehen vom
Sicherheitsaspekt, da ist es deutlich besser, ist es etwa so gut wie
eine 7 Euro China-Gurke. Daher wird es auch nie wieder eine
Werkskalibrierung sehen.
Norgan wrote:
> Ich habe noch irgendwo ein BBC Metravo 1D. Das ist sicher> <kopfkratz><murmel> schon 25 Jahre alt.
Naja, da BBC 1988 mit ASEA zu ABB fusioniert ist, sind BBC-Produkte
i.d.R. älter als 20 Jahre...
>Ok, das hört sich danach an als ob die 70 Euro, die ich dafür>hingeblättert habe, zu viel waren.
Kommt auf Neupreis und Zustand an. Es sieht ja noch recht neu aus und
Neupreis wird wohl schätzungsweise so bei 200-250€ gelegen haben. Nur
die Messpitzen sind wohl nicht die originalen :)
Dafür das es noch so gut aussieht, war denke ich 70€ schon angemessen.
Norgan wrote:
> Ich habe noch irgendwo ein BBC Metravo 1D. Das ist sicher> <kopfkratz><murmel> schon 25 Jahre alt. Eine Werkskalibrierung kostet 70> Euro. Nach heutigen Maßstäben kann es "nichts". Abgesehen vom> Sicherheitsaspekt, da ist es deutlich besser, ist es etwa so gut wie> eine 7 Euro China-Gurke. Daher wird es auch nie wieder eine> Werkskalibrierung sehen.
Hallo Norgan,
da ich eigentlich ein großer Fan der alten Zeiten bin, in denen die
alt-ehrwürdige "Brown, Boveri und Compagnie" noch unabhängig von diesem
schwedischen Aktiebolaget war, - und ich überdies mit einem schwedischen
Arbeitgeber aus der Möbelbranche zwar nicht unbedingt schlechte, dafür
umso skurriler wirkende Erfahrungen machen dürfte - möchte ich Dich
hiermit fragen, ob Du dein Metravo nicht gerne an einen liebevollen
Platz für ein - und dies ist wichtig, da ich zu drei Vierteln der mir
zur Verfügung stehenden Zeit "Neger" bin - geringes Entgeld abgeben
würdest.
Weiterverkauf ausgeschlossen, guter Bastlerplatz mit dem Gerät würdig
werdenden Einsätzen garantiert.
Iwan
> da ich eigentlich ein großer Fan der alten Zeiten bin, in denen die> alt-ehrwürdige "Brown, Boveri und Compagnie" noch unabhängig von diesem> schwedischen Aktiebolaget war, ... möchte ich Dich hiermit fragen,> ob Du dein Metravo nicht gerne an einen liebevollen> Platz ... abgeben würdest.
Ich bedaure. Nur weil ich es nicht so liebe, dass ich ihm nochmal eine
Werkskalibrierung spendieren möchte, heißt es nicht, dass ich es
verstoßen möchte :-) Witzigerweise habe ich es nach der Diskussion im
November rausgesucht, ihm eine neue 9V Batterie verpasst (was dringend
nötig war, es war eine alte drin die aus lief :-( ) und jetzt liegt es
als Dritt-Multimeter zuhause griffbereit auf meinem Tischmultimeter.
Um die Enttäuschungen nicht zu groß werden zu lassen, technisch ist es
nichts besonderes. Da ist ein ICL A/D-Wandler mit LCD-Interface drin
(ICL7106 oder ähnlich, die genaue Bezeichnung habe ich nicht mehr im
Kopf) und alles ist ganz konservativ aufgebaut.