Michael B. schrieb:
Thomas R. schrieb:
verschiedenen Schichten mit Dämmung innendrin (Passivhaus).
Wer da ein Loch durchbohrt, kann das Haus auch gleich ganz abreissen.
Grundsätzlich hast du ja Recht, aber: ich bin Passivhausplaner und dieses Haus gehört mir. Da gibt es keine Folien in den Wänden wie bei den Billigheimern. Die luftdichte Ebene besteht aus 22mm OSB Platten, die kann man bedenkenlos durchbohren weil man hinterher darin gescheit abdichten kann.
Die Beschädigung der Dampfsperren führt zur Taupunktunterschreitung, die
Dämmung durchfeuchtet, die Dämmwirkung bricht zusammen und schimmelt.
Grundsätzlich richtig, aber: das Loch ist ja nicht ohne Grund ein 44mm (in der Außenwandschicht 55mm). Da paßt das 40er HT Rohr rein und kann mit seiner Muffe (55mm) in der Wand auf der OSB aufsetzen, natürlich mit einem winddichten Kleber versehen. Von der anderen Seite kommt ein weiteres 40er Rohr und sitzt dann sauber in der Muffe. Mitten in der Wand, aber alles dicht.
Die klassische Lochsäge bohrt gut durch OSB, Dämmung, Folie und leidlich
durch Rigips
https://www.hornbach.de/shop/Lochsaege-Wolfcraft-Bi-Metall-45-mm/7416287/artikel.html
Da sie hinten keinen Kragen hat, bohrt sie auch tiefer als sie lang ist.
Ein normales Bohrfutter ist auf jeden Fall kleiner als 45mm, denn es
muss durch die 42mm Bohrmaschinenaufnahme des Bohrständers passen.
Wenn einem lange Lochsägen zu teuer sind, schweisst man an eine Kurze
eben eine Stange an, die man dann ins Bohrfutter spannen kann.
https://www.saegeblatt-shop.de/p/bim-tiefschnitt-lochsaege-44-mm
Niemand muss also ein Bohrfutter verlängern, krude Idee.
Mit einer solchen Konstruktion bohre ich nicht blind in einer Wand herum. Da könnten Teile abfallen und drin bleiben. Also kommen nur geschlossene Bohrkronen (RUKO) in Betracht die fest im Futter sitzen. Muß man halt immer wieder mal aus dem Loch holen und frei machen. Das Innere der Wand besteht aus Dämmung (Mineral/Holzfasergemisch), da muß gar nichts gebohrt werden.
Aber: nach dem Loch ist vor der Abdichtung. Ich wusste nicht, wie man
die Folien luftdicht ans HT Rohr klebt, oder die Dämmung dicht ums Rohr
stopft, oder OSB und Rigips so dran bekommt, dass es der
Taupunktberechnung entspricht. Und durchs innere des Rohrs darf auch
keine kalte Luft ziehen, also auch ausstopfen, das geht ja wenigstens
noch.
Überlegt euch eine andere Lösung.
Siehe oben. Das hat schon beim Neubau so geklappt und der Blower Door Test war 0,59/h bei knapp 700m³ umbautem Raum.
Damals waren allerdings beide Seiten der Wände zugänglich und man mußte nicht mit einem langen Bohrer hantieren.
Tatsächlich gibt es aber (danke für den Hinweis an vlm) Verlängerungen, die direkt an die 11mm Aufnahme der Bohrkrone passen und sich in 300mm Schritten "stapeln" lassen. Die müssen dann nur fest miteinander verbunden werden, Splint o.ä.
Ein Schlangenbohrer wäre natürlich besser, scheint es aber nur bis zu 40mm zu geben (danke an Michael)