Controller PLL TBB146

#8087524
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Helmut -. schrieb:

TBB146! Das ist eine PLL von Siemens gewesen

Wurde z.B. von Bosch in den Betriebsfunkgeräten der Serie KFxx4 und HFGxx4 eingesetzt, zusammen mit einem extrem exotischen NMOS-Eprom (aus der Erinnerung: CDP18U42). Der "Vorgänger" im Siemens-Sortiment war der PLL-IC S187, der die Teilereinstellungen aus einer (one time) programmierbaren Diodenmatrix (Bezeichnung weiß ich leider nicht mehr) las. Die man sehr gut durch einen Sockel DIP-28 mit 1N4148 ersetzen konnte.

Bevor jemand fragt: Ich habe alles, inkl. Doku, schon vor 25 Jahren weiter gegeben und habe nichts mehr dazu. Sorry!

#8087530
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Stefan W. schrieb:

(one time) programmierbaren Diodenmatrix (Bezeichnung weiß ich leider nicht mehr)

Siemens S353, in 10 (Zeilen) x 16 (Spalten = Ausgänge) organisiert. Die Diodenorientierung war "Kathode an den Zeileneingängen. Zusammen mit dem S187 ergab das dann 10 schaltbare Frequenzen. Für ein "high" am Teilereingang wurde die Diode "durchgebrannt" (Eingang offen), blieb sie intakt, ergab das "low".

#8087792
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https://bitsavers.org/components/siemens/1987_Siemens_Consumer_IC_Data_Book.pdf#page=66

da stehen nur die Diodenmatrix-Teile S353 S1353 S2353, dazu Mixer TBB042, PLL TBB200 und Empfänger TBB469/1469/2469

https://bitsavers.org/components/siemens/1988_Siemens_Linear_and_Digital_Integrated_Circuits.pdf nur zwei Typen, TBB 042 und TBB 200.

In meinen Siemens-Datenbüchern tauchen solche Teile unter "ICs für professionelle Funkgeräte" auf. Aber der TBB 146 ist nirgends zu sehen. Dem Datum auf dem Foto nach ist es von 1985.

Stefan W. schrieb:

Betriebsfunkgeräten der Serie KFxx4 und HFGxx4

https://www.manualslib.de/manual/1583380/Bosch-Hfg-84.html#manual leider keine Schaltpläne

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#8087861
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Von Hagenuk findet man hier ausführliche Unterlagen eines belgischen SWL: https://manualmachine.com/hagenuk/rx1001/7762821-user-manual/

Autor: PETER DE CONINCK HAGENUK RX 1001MVB RECEIVER ONL4234 SERIAL N° 5820-310-6162 BELGIAN SWL

Auf Seite 4-276 ist auch "IC B TBB 146 Siemens" gezeigt, im elften "User Manual 18 Pages 493.26Kb" in der Auswahlliste. Leider ist ausgerechnet der Plan in schlechter Qualität.

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#8087880
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Stefan W. schrieb:

Wurde z.B. von Bosch in den Betriebsfunkgeräten der Serie KFxx4 und HFGxx4 eingesetzt, zusammen mit einem extrem exotischen NMOS-Eprom (aus der Erinnerung: CDP18U42).

CDP18U42 ist für die KF4 Korrekt... Aber das der PLL ein TBB146 war bezweifle ich.

Das Teilerwort für die Frequenzeinstellung besteht bei den KF4 aus einem 16Bit Wort das immer 4 Bit weise eingelesen wird. Dazu gibt es ein 4 Bit Config Wort. Bei den KF4 war es so das ein Frequenzwort aus insgesamt 4 Adressen (a 8 Bit bestand) das obere Nibble war jeweils bei allen vier Adressen identisch belegt, das untere bildete dann den Teilerwert. Dazu gibt der PLL Baustein zwei Adressleitungen aus die festlegen welchen Teil des Frequenzwortes er lesen will, diese wurden auf die LSB der Eprom Adressleitungen gelegt.

Dies passt so nicht zu dem Blockschaltbild des PLLs in der "Funktechnik" und auch nicht zu den Daten des MC145146. Dort sind DREI Leitungen für die Wahl des Latches in dem das jeweilige Programmwort gehört gezeigt, die zudem Eingänge und nicht wie bei den KF4/HFG4/KF3-DIGX Ausgänge sind.

Sollte es anders sein und die daten in der "Funktechnik" falsch sein,von den KF4 habe ich noch eine Palette hier stehen... Ich könnte mal schauen was in den KF7 drin ist, aber das war glaube ich schon ein TBB200

Pietro Paolo M. schrieb:

Falls mir jemand jemanden nennen könnte, der mir 2 PLL TBB146 verkaufen würde, wäre ich sehr dankbar.

Ist wohl leider ein Baustein der wenig Verbreitung gefunden hat. Falls du zufällig ein Betriebsfunkgerät kennst wo die Verbaut waren, dann kann ich mal schauen ob ich da noch was im Bastelkeller habe wo man den ziehen kann.

Gruß Carsten

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OP #8087900
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Sehr geehrter Herr Carsten S., Ihr Beitrag war sowohl fachlich als auch menschlich sehr bereichernd. Vielen Dank für Ihre Zeit. Ich betreibe dieses Hobby seit 75 Jahren (meine jetzigen Lebensjahre sind länger). Seit etwa drei Monaten arbeite ich für einen Freund, der sich den RX1001M zugelegt hat. Der praktische Teil der Lösung der verschiedenen Hardwareprobleme war im Vergleich zum Hardware-/Software-Teil minimal. Letzterer führte mich auf unzählige, oft falsche Wege, bevor ich mich schließlich auf den TBB146 konzentrierte. Bei meinen Recherchen stieß ich auf Berichte, die behaupteten, dass die TBB146 in den AEG Teleport T9-Geräten verbaut seien. Nach Prüfung und Konsultation der Schaltpläne stellte ich jedoch fest, dass dies nicht stimmte (sie wurden mit dem MC145146 PLL entwickelt und gebaut). Dann kamen die Projekte Bosch KF146 und HFG164 hinzu. Über das erste weiß ich nichts, über das zweite habe ich einige Zweifel. Das ist der aktuelle Stand. Ich warte auf das Ende der Sommerferien, um meine Recherchen fortzusetzen.

Vielen Dank nochmals für Ihren Beitrag. Paolo (letztes Rufzeichen: IZ2ZFX)

OP #8087977
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Die Pinbelegung der beiden Chips ist identisch, ebenso die Kommunikationsprotokolle. Der Motorola-Chip bietet mit einem 12-Bit-Referenzteiler (R) und flexiblen N- und A-Teilerzählern für die Verwendung mit Dual-Modulus-Vorteilern enorme Flexibilität. Der TBB146 verarbeitet Frequenzschritte auf interner Registerebene etwas anders, weshalb für die Konfiguration derselben Kanäle eine andere Mikrocontroller-Firmware-Programmierung erforderlich ist. Im MC145146 ist der Referenzteiler (R) 12 Bit groß (programmierbarer Teilerfaktor von 1 bis 4095). Er empfängt die Frequenz des externen Quarzkristalls zur Generierung des Syntheseschritts (die Schrittvergleichsfrequenz). Der Hauptteiler (N) ist 10 Bit groß (Teilerwerte von 3 bis 1023). Der Hilfsteiler (A) ist 7 Bit groß (Werte von 0 bis 127). Es arbeitet mit dem N-Teiler zusammen, um die Steuerung des externen Dual-Modulus-Vorteilers zu übernehmen (im Hagenuk ist es der MC12018 128/129). Da im Hagenuk der Wert des R-Teilers naturgemäß 1000 betragen muss, während der Wert des N-Teilers um 3950 liegen sollte, ist dieser Wert nicht erreichbar. Der TBB verfügt ebenfalls über den zweithöchsten Teilerwert von 3950, der bei Bedarf angepasst werden kann. Zusammenfassend lässt sich sagen:

#8088022
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Woher stammt diese Zeichnung? Es sieht aus wie aus der Zeitschrift "Elo" des Franzis-Verlags, vielleicht auch aus der "Funkschau". Die Bildersuche findet leider nichts, aber die Google-KI sagt dazu:

Übersicht mit KI: Dieses Blockschaltbild zeigt den internen Aufbau des integrierten PLL-Frequenzsynthesizers TBB 146. Es verdeutlicht, wie die Steuersignale, Referenzfrequenzen und internen Teiler zusammenarbeiten, um eine stabile Ausgangsfrequenz zu erzeugen. Hauptkomponenten und Funktionsbereiche

1
Digitale Steuerschnittstelle (oben):
2
    Pins ST, A1, A0, A2, D3, D2, D1, D0: Daten- und Adresseingänge zur Programmierung des Bausteins.
3
    Latch Control Logik: Verarbeitet die Steuersignale und leitet die Daten an die entsprechenden Speicherregister (Latches) weiter.
4
    Latches (0 bis 1, 5 bis 7, 2 bis 4): Zwischenspeicher für die programmierbaren Teilerfaktoren.
5
Frequenzteiler (Mitte und unten):
6
    Teiler N (12 bit) (Mitte): Teilt das Signal des Referenzoszillators (
7
    ).
8
    Teiler A (7 bit) & Teiler N (12 bit) (unten): Arbeiten zusammen mit der Modulus Control Logik, um eine programmierbare Frequenzteilung des Eingangssignals (Sinus an Pin 3 oder Rechteck
9
    ) zu realisieren (Dual-Modulus-Prinzip).
10
Oszillatoreingänge (links):
11
    /
12
    : Anschlüsse für einen Referenzquarz oder ein externes Referenzsignal.
13
    Sinus /
14
    Rechteck: Eingänge für das frequenzbestimmende Signal, das heruntergeteilt werden soll (z. B. von einem externen VCO).
15
Phasendetektoren & Ausgänge (rechts):
16
    Phasendetektor A & B: Vergleichen die Phase/Frequenz des geteilten Eingangssignals mit der des geteilten Referenzsignals.
17
    (Pin 5): Ausgang des Phasendetektors für die Regelschleife.
18
    /
19
    : Optionale Ausgänge der Phasendetektoren für externe Beschaltungen.
20
    Lock-Detektor (LD, Pin 13): Gibt ein Signal aus, wenn die PLL erfolgreich auf die Zielfrequenz eingerastet ist (Locked).
21
    /
22
    : Kontrollausgänge für die intern heruntergeteilten Frequenzen.
23
Stromversorgung:
24
    (Pin 6) /
25
    (Pin 4): Anschlüsse für die Betriebsspannung und Masse.

KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen

#8088032
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Habe mal in meinen alten Baugruppen gekramt. In einem Wettersatellitenempfänger von DC3NT habe ich einen TBB146 gefunden. Den kann ich aber leider nicht abgeben. Ich muss noch in meinen alten Funkschauen und den UKW-Berichten schauen, ob ich da was finde. Allerdings stehen weitere 40 Jahre Zeitschriften davor. Auf einer Weissblechschachtel steht "Funkschau 11/87" drauf.

: Bearbeitet durch User
#8088041
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Ich finde in der Rufzeichenliste zwar noch DC3NT Rudy Tellert in 97440 Werneck, aber die Bauanleitung für einen Wettersatellitenempfänger muss schon lange her sein. Sein "FM-Handfunkgerät RT 33 für das 2-m-Band" habe ich in UKW-Berichte 4/1975 gefunden.
https://stecker-shop.net/UKW-Berichte-4/1975

Und in UKW-Berichte 3/1980 hat er eine "Anlage zum Empfang und Aufzeichnen von METEOSAT-Bildern - Teil 7" veröffentlicht.

Wo ich schon die Rufzeichenliste aufgerufen hatte, unser Bundeskanzler steht inzwischen ohne Postanschrift drin. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_prominenter_Funkamateure

#8088107
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https://www.mikrocontroller.net/attachment/703391/Funktechnik-1985-12_Datasheet_TBB146.pdf#page=30

Auf Seite 30 des PDF. Die Fundstelle hatte Helmut oben schon genannt. Also nicht vom Franzis-Verlag, sondern von Hüthig.

Helmut -. schrieb:

Wettersatellitenempfänger von DC3NT

Ich finde nur eine große Artikelserie von ihm in den UKW-Berichten Anfang der 80er, aber da gab es noch keinen TBB146. Hier das Gesamtinhaltsverzeichnis und PDFs der einzelnen Hefte der englischen Ausgabe:
https://www.worldradiohistory.com/VHF_Communications_DE.htm 3/1979 bis 4/1981 war darin die Bauanleitung für Meteosat-Empfang und Ausgabe auf einen Fernsehschirm.

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