Potentiometer mit 4 Anschlüssen

Gast #991911
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Hallo,
ich will eine Lautstärkepotentiometer eines älteren Verstärker ersetzen. 
Allerdings hat der Potentiometer, der momentan eingebaut ist 4 
Anschlüsse. Ich habe zur Zeit leider nur ein normeles mir 3 Anschlüssen. 
Benötigt man diesen 4 Anschluss unbedingt? Der Anschluss am 
Potentiometer ist so ungefair in der Mitte der Kohlebahn. Am Verstärker 
geht dieser Anschluss zum Contour Schalter. Hat jemand eine Ahnung was 
es mit diesen 4. Anschluss auf sich hat und ob man auf ihn verzichten 
kann?
Gruß
Peter
Gast #991919
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Vorname Nachname wrote:
> So kann dir das sicher niemand sagen...

Wie kommst Du darauf, das das niemand wissen könnte?

Wurde früher gern so gemacht. Hat den gleichen Zweck, wie die "Loudness" 
Taste, die man manchmal findet. Bei leisen Lautstärken wird ein anderer 
Frequenzgang des Verstärkers gefahren.
Heute bei Dolby xyz und AC3 usw. wird das sicher eher digital gelöst.

@peter
Wenn man also den Mittelabgriff nicht beschaltet, hat der 
Contourschalter eben keine Wirkung. Wenn Dich das nicht stört, kannst Du 
den Mittelabgriff auch weglassen.

Gruß
Axelr.
edith: zuspät ;-)
Gast #991974
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Ein Pot mit 4 Anschlüssen hat es in alten Radios geben.
Der Grund ist, dass Veränderung des Abschgwächungsfaktors der 
Fequenzgang ungewollt verändert wird. Mit ein paar Kondensatoren an 
diesen Anschlüssen kann das  verbesser werden.
#992149
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Hallo,

@adam: die Version Loudness (gehörrichtige Lautstärkereglung) wurde 
schon ganz richtig als Zweck der Anzapfung genannt. Bessere Geräte 
hattten Potis mit 3 Anzapfungen. Es wurden bei kleinen Lautstärken die 
Tiefen und etwas die Höhen angehoben, damit der Klang möglichst 
unabhängig von der Lautstärke subjektiv gleich bleibt.
Bei kleinen Lautstärken hört der Mensch tiefe und teilweise auch hohe 
Töne schlechter und der Klang wirkt flach und dumpf.

@Peter: mal Dir mal das Schaltbild auf und überlege die 
Spannungsverhältnisse an der Anzapfung a) wenn der Schleifer in der 
oberen Hälfte, b) wenn er in der unteren Hälfte steht...

Ansonsten: die Potis hatten oft auch eine Kennlinie, die einen 
gleichmäßigen Lautstärkeverlauf mit der Beschaltung erzeugt. Die 
Kennlinie ar also weder linear noch logarithmisch, sie hatte oft einen 
ausgeprägten Knich an der Stelle der Anzapfung. Wenn nur ein R-C-Gleid 
von der Anzapfung nach Masse geht, kannst Du sie komplett weglassen und 
ein loarithmisches Poti nehmen.
Wenn es eine komplexere Beschaltung ist, mußt Du vermutlich die Teile 
komplett auslöten, sonst ist der Frequenzgang zeimlich verbogen.

Gruß aus Berlin
Michael

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