Hallo Leute,
ich möchte gerne einen Bandpassfilter in "Coupled Edge" ausführung
entwickeln.
Als Datei anhang könnt ihr die Schaltung, das Eagle layout(nicht ganz
massgenau, nur als Bsp) und die Werte der einzelnen Leitungen ansehen.
nun ist meine Frage, on man:
1. Die Anordnung ändern kann,so dass es in ein kleiners Gehäuse passen
würde und
2. Die 2te Abstufung sein soll,oder ob es keinen Übergang zwischen der
2te und 3ten "edge" geben sollte, also eine ca 50mm lange "leitung" auf
die platine geätzt wird.
danke für eure Hilfe
so kann man Dir nicht antworten:
1) substrat ? er, substratdicke, tan-delta gold/siber/cu etc.
2) es fehlen Ankoppelleitungen in Deinem Design
3) was ist das rote Element?
emu
Okay, also hier die Daten.
1.Es handelt sich um FR4. Er =4.4; tan Delta =0.035.
2.Ankoppelleitungen? Du meinst für z.B. BNC Buchsen?Sollten eigentlich
die etwas dickeren vor den eigentlichen "Filter Leitungen" sein.Diese
50OHM.
3.Das rote Elemnet im Bild "Filter Design", oder welches meinst du?
das ist ein Element aus dem Programm Ansoft Designer.
ich habe es angeklickt, weil ich mir da nicht sicher war, ob dort auch
eine Abstufung sein soll, oder ob diese Leitung einfach an die andere
"gehänkt" wird.
Beim Simulieren schauts so aus wie angefügt aus.
Wie genau muss denn die Frequenz stimmen? FR-4 hat ziemliche Variationen
in den Parametern, selbst bei Bestellungen vom selben Hersteller. tan
Delta ist uebrigens typischerweise eher um die 0.2, nicht 0.35.
Fuer Er macht es einen deutlichen Unterschied, ob die Leiterbahn gerade
oberhalb einer Glasfaser verlaeuft oder nicht, und das ist schwer im
vorhinein festzulegen. Das kann das effektive Er gleich mal um ein paar
Zehntel verschieben. Eventuell die Bahnen in 45-Grad ueber das Gewebe
laufen lassen, dann hat man garantiert immer den Mittelwert.
2.4 GHz wird auch schon ein bisschen knapp bezueglich Verlusten in FR-4.
Wenn's gleich beim ersten mal genau klappen soll und reproduzierbar sein
muss, dann solltest Du eventuell ein besseres, enger spezifiziertes
Traegermaterial ins Auge fassen (z.B. Rogers 4350 oder Rogers 4003).
Wolfgang
Zum FR4 ist ja schon alles gesagt, Deine Struktur geht nur bei <0.5mm
Substratdicke, die Durchlassdämpfung wird dann schon so 3-5dB
-- kleineres Gehäuse
Du kannst aus dem Filter durch Falten ein Hairpinfilter machen, dabei
tauscht Du Länge gegen Breite
-- Abstufung
gleich breite Bahnen kannst Du aneinander hängen
aber Du brauchst jeweils noch ein Abstufung von den 50Ohm
Anschlussleitungen an die Filter-Ein/Ausgänge
Die gezeigte Simulation scheint verlustfrei gerechnet und wird deshalb
später der gemessen der Realität nicht entsprechen
Emu
hallo und vielen ddank für die hilfe.
Das FR4 nicht das beste HF Material ist, weiß ich.
Ist aber kein anderes da, zumindest kann ich auf 0.5mm FR4
zurückgreifen.
Eine Dämpfung von 3dB-5dB ist nicht schlimm, der LNA Verstärkt um 23dB.
Die mittenfrequenz sollte natürlich möglichst genau getroffen werden.
ich habe jetzt einen Hairpin Filter entworfen.(vgl. Anhang)
was mir nicht ganz gefällt, sind die Kanten. Da wären doch 45° Kanten
besser(Wie Wolfgang schon sagte.)
Weiß jemand, wie man die mit Eagle geschickt erstellt?
Was meinst ihr sonst zu Layout?zuleitung sind 50 Ohm.
gruß
Thore
>Eine Dämpfung von 3dB-5dB ist nicht schlimm, der LNA Verstärkt um 23dB
Ist das Filter vor dem LNA? Dann ruinierst Du Dir die guten Rauschwerte
des LNA
>Die mittenfrequenz sollte natürlich möglichst genau getroffen werden.
Da wirst Du mit FR4 Probleme haben! => Nimm Rogers 4xxx oder was
vergleichbares.
Kleine Frage: Was für eine SW benutzt Du um die Filter zu dimensionieren
und zu simmulieren?
eine Frage: Woher kommen die specs von dem Filter? Was willst du damit
machen? Willst du einen Filter bauen um des Bastelns willen oder geths
dir darum ein Gerät zu bauen? Bei 2,4GHz sind Filter fertig erhältlich,
v.a. wenn um die 80MHz ISM-Bandbreite geht. SAWs im Farnell Katalog oder
Helixfilter bei Neosid.
HTH
Randy
Also ich habe berreits einen Filter von Farnell, der mit auf der Platine
des LNAs sitzt.Rauschzahl ist ausreichend klein.
Den jetzigen Filter wollte ich rein Interessehalber noch zusätzlich
bauen.
Das ganze wird eien Semesterarbeit und als kleinen"Bonus" wollte ich mal
testen, wass sich aus Streifenleitung realisieren lässt.
Momentan haben wir kein Rogers o.ä . hier, und da ich meinen LNA (für
433MHz und 2.45GHz) auch auf FR4 Basis habe, wollte ich das mal gerne
probieren.
Als Software benutze ich Ansoft Designer.
Ich werde mal berichten, was draus wird, evtl kaufe ich Privat Rogers
Material, btw. wo am besten kaufen?
gruß
Wenn's also bloss aus Interesse zum Spielen ist, dann reicht FR-4 wohl.
Der Lerneffekt ist derselbe, auch wenn die Frequenz ein bisschen daneben
ist. Ausserdem koenntest Du ja gleich ein paar Versionen des Filters -
mit leicht unterschiedlichen nominellen Passbands - auf dem Board
platzieren, dann ist ziemlich sicher eines dabei, dass die Zielfrequenz
genau genug trifft. Man kann gleich auch ein paar unterschiedliche
Layoutvarianten (z.B. gefaltet und gerade) durchprobieren. Solche
praktische Spielereien sind eine tolle Moeglichkeiten zu lernen - da
wuerde ich gar nicht unbedingt verkrampft versuchen, DAS PERFEKTE Layout
zu machen, sondern eher Varianten durchprobieren um zu sehen, wie sie
die Filtereigenschaften beeinflussen.
Wolfgang
Wolfgang M. schrieb:> da> wuerde ich gar nicht unbedingt verkrampft versuchen, DAS PERFEKTE Layout> zu machen
sag das mal meinen Prof;)
aber wie gesagt, ich wollte das gerne austesten.
Kann es sein, dass es generell zu diesem thema rel. wenig Literatur
gibt?
oder hat jemand eine Buchtip für mich?
Ich habe mir die Literaturstellen nicht alle angesehen, aber wie
wär's, vielleicht zum Thema mal einen Wiki-Artikel hier anzufangen,
damit diese Referenzen für die Nachwelt auch ohne Google-Suche mit
den passenden Stichwörtern erhalten bleiben?
Hallo Leute,
ich wollte euch die ersten Messungen vom Filter vorzeigen.
An sich nicht schlecht. Mittenfrequenz ist nicht ganz genau getroffe, da
muss noch nachgebssert werden.
ganz mies ist die Anpassung.liegt das am platine material, oder was
meint ihr.Breite der Leitung ist an sich schon 50OHM.
Anapassung:
das ist die mech. Höhe des Ankoppelpunktes Deiner 50R-Line an das
Filter, lies einmal eine der Lit. dann findest Du wie man das
simuliert/misst
Emu
Wurde, glaube ich, noch nicht genannt: Das Referenzwerk bezüglich
Filter, u.a. Streifenleitungsfilter, ist:
Matthaei - Microwave Filters, Impedance Matching Networks and Coupling
Structures
Sollte in jeder Uni-Bib zu finden sein.
Randy
So übel ist das gar nicht für einen ersten Wurf (ohne Abgleich).
Mit optimierter Ankoppelungen lassen sich die Kringel in die Mitte
schieben, und wenn die Resonazfrequenzen der Kreise exakt aufeinender
stimmen, erhällst Du ein schönes Chebyshev-Kleeblatt.
Ich vermute die grösste Abweischung kommt daher, dass Du beim designen
und simmulieren die FR-4 Verluste nicht mit einbezogen hast.
Hi Leute,
also ich wollte euch noch die Finale Version zeigen.
Die Dämpfung in "S21" muss noch um 2dB verringert werden,da das
verwendete Kabel um 2dB zusätzlich dämpft.
S11/S22 sind gut bis akzebtabel.
Im großen und ganzen eine nette Sache, son' hairpin-filter
Danke für Tips und Tricks
gruß