Sperrwandler ok?

#1137070
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Michael Kuehn wrote:
> Hab den Snubber neu angepasst: Cs=2,2uF und Rs=10 Ohm, und siehe da nur
> noch 85V

Der Wirkungsgrad dürfte aber sehr bescheiden sein, da über den 10 Ohm 
Widerstand eine Menge Energie verbraten wird. Wenn du sagst 85V, dann 
dürfte ein Strom von etwa 7A durch den 10 Ohm Widerstand fließen.

> Die Schaltfrequenz betraegt 10kHz, die magn. Kopplung =1, L1=15uH
> (Primaerinduktivitaet), L2=2mH (Sekundaerinduktivitaet)

Bei diesen Daten bräuchtest du theoretisch garkeinen Snubber, denn der 
Spike ensteht wenn die Kopplung schlecht (also <1 ist).
#1137318
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Möchtest du das ganze auch aufbauen oder nur simulieren?
Bei >40A Spitzenstrom wird der Aufbau nämlich alles andere als einfach. 
Meist verwendet man dann einen Durchfluss oder Gegentakwandler.

Vergrößer mal einen Ausschnitt von Drainspannung/Strom, damit man 1-2 
Perioden gut erkennen kann.
Gast #1137386
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So wie du das im Moment simulierst wird das in Realität nicht 
funktionieren.
Lad dir mal LT-Spice und versuch dich mal an der Sperrwandlerschaltung 
mit dem LT1244 (=UC3843 Standardchip in vielen SNTs) von Linear T.

Noch was zum Snubber:
Das Problem mit dem Ding ist, das man entweder ein gut funktionierendes 
Snubber und einen schlechten Wirkungsgrad, oder ein schlecht 
funktionierendes Snubber und einen guten Wirkungsgrad hat. Beides ist 
nicht optimal. Aber man muss einen Kompromiss finden.

Achja und etwas zu den Spikes:
Benedikt hat da schon recht die Spitzen entstehen durch die 
Streuinduktivität. Diese sollte aber bei einem idealen Trafo (k=1) Null 
sein.
ABER!
Der Sperrwandlertrafo ist ein Speichertrafo. Es gibt als zwei 
Betriebszustände.

Beim Laden ist der Sekundärstrom Null (die Diode sperrt).
Die Kopplung ist also theoretisch zu diesem Zeitpunkt auch Null (k=0).

Beim Entladen (Mosfet aus) wird dann die Energie in den Elko 
umgespeichert.
Dabei bleibt aber oft Energie im Magnetkreis übrig und die schlägt auf 
den Mosfet zurück.

Man könnte auch sagen der Sperrwandler ist eigentlich ein 
Step-Up-Wandler mit einen Trafo als Speicherdrossel. Und deshalb ähnelt 
die Funktion auch eher dem Step-Up-Wandler.
Die reale Kopplung (Primär-Sekundär) ist sehr gering. Deswegen braucht 
man eigentlich auch immer eine Regelung, da sonst die Sekundär-Spannung 
theoretisch unendlich hoch werden kann. Obgleich der Innenwiderstand 
recht hoch ist (die Spannung also bei Belastung schnell einbricht).

Wenn man einen Wandler ohne Regelung möchte sollte man sich mehr in 
Richtung Durchflusswandler bewegen, wie Benedikt schon sagte.
Denn da kann man die Sekundärspannung viel besser über die Trafokopplung 
beherrschen.

Fazit:
Datenblätter von UC3843 ansehen und die Application Notes lesen.

Die Beispielschaltung des UC3843 Datenblattes mal simulieren.
(Deine bisherige Simulation ist absolut unbrauchbar)

Regelverfahren Currentmode und Voltagemode verstehen und am besten auch 
einsetzen. Sperrwandler ohne Regelung ist nicht üblich oder wenn nur 
schwer zu beherrschen.

Gruß

Mandrake
OP #1137481
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Hi,
danke erstmal, es soll auch nur theoretisch funktionieren... Das mit der 
Regelung habe ich nicht simuliert, sondern nur theoretisch bedacht...
Ich werde die voltage mode Methode verwenden. Ich hab die Aufgabe 
bekommen so ein Geraet zu bauen, mit den oben genannten Eigensschaften 
bis zum Prototyp...

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