Bin selbst über ein Leihunternehmen bei einem Kunden tätig, der sagen
wir dem öffentlichen Dienst angehört.
Sozusagen ein Tochterunternehmen (400 - 900 MA) eines wiederum
bundeseigenen Unternehmens (1.200 -2.300 MA).
Bei der Arbeitseffektivität sehe ich sagen wir mal gewisse
Ungereimtheiten die sich mir gar nicht erschließen.
Selbst bin ich auch erst nach einem Jahr (weil total branchenfremd) in
eine gewisse Effektivität reingekommen.
Die Frage ist:
Wie stelle ich mich als Externer bei der Effektivität auf? Nehme ich das
interne Leistungsniveau als Maßstab liege ich da etwa bei 1.200 Prozent.
Nehme ich die Externen Ingenieure liege ich etwa bei 300 Prozent.
Ich habe den Eindruck, dass ich da spätestens im Spätherbst/Winter
draußen sein werde als unerwünschte Person. Fehler lassen sich nämlich
leicht finden, insbesondere bei denen die zu klar outperformen.
Warum sollte der Arbeitgeber einen Streber mit 1200% feuern?
Weil der Rest, der es sich bequem gemacht hat, sich vorgeführt
fühlt? Passe dich an, kann ich dir nur sagen. 200% reichen völlig.;-b
Danilo schrieb:> Die Frage ist:> Wie stelle ich mich als Externer bei der Effektivität auf?
Na, einer muss die Arbeit ja machen,
das bist du, als mies bezahlter Zeitarbeitssklave,
die anderen bekommen dafür den guten Lohn und lesen Zeitung.
Einer muss im Leben der Dumme sein. Heute heisst der Danilo.
Cerberus schrieb:> Warum sollte der Arbeitgeber einen Streber mit 1200% feuern?
Weil ihn der Rest rausmobbt, die Gefahr, dass er als Messlatte dient ist
zu groß.
genervt schrieb:> Cerberus schrieb:>> Warum sollte der Arbeitgeber einen Streber mit 1200% feuern?>> Weil ihn der Rest rausmobbt, die Gefahr, dass er als Messlatte dient ist> zu groß.
Genau so klar sehe ich das auch. Also muss ich nun auf 300 % runter
sonst war es das für mich. Ich glaube die Seilschaften sind in solchen
"Firmen" lange gewachsen und sehr gut ausgebildet.
Das deckt sich übrigens mit den Erfahrungen eines nahen Bekannten der
als Rentner wieder in seine alte Firma (Maschinenbau/ Schweißer)
zurückging und offen gesagt bekommen hat:
"Weißt Du was, Du machst uns die Sollzeiten kaputt, Du bist viel zu
schnell, gehe doch bitte wieder nach Hause!"
Zur Erläuterung: Das ist kein öffentlicher Dienst, das sind normale
Angestellte in der Fa. Die machen das da aber so schon 15-25 Jahre! Die
kriegt keiner mehr in Wallung, niemals. Und Gelder für die Abfindungen
sind auch nicht da.
ich arbeite selbst im ÖD.
pass dich an die umgebung an, ansonsten reibst du dich nur selbst auf.
in relation zu den anderen 200% zu geben ist ein guter vorschlag und
nicht schwer zu erreichen.
piss keinem auf die schuhe, und achte darauf das jeder wisch auf jedem
schreibtisch landed wo er nach vorschrift landen muss. übergehe
niemanden.
verwaltungsangestellte kennen nur schriftliche vorgaben, keine logik.
und sie mögen es garnicht, gezeigt zu bekommen wie überflüssig sie sind,
also - im übertragenen sinn - ersetze sie nicht "durch ein kleines shell
script".
db77932c5e8fe777b6da25cada5e16d7 schrieb:> pass dich an die umgebung an, ansonsten reibst du dich nur selbst auf.> in relation zu den anderen 200% zu geben ist ein guter vorschlag und> nicht schwer zu erreichen.> piss keinem auf die schuhe, und achte darauf das jeder wisch auf jedem> schreibtisch landed wo er nach vorschrift landen muss. übergehe> niemanden.
Bin längst angepasst. Es wird aber wenn man sich nicht ganz unwillig
anstellt doch mal was fertig. Im übrigen brauche ich dieses
Erfolgs-Gefühl auch für die eigene Gesundheit
Das mit dem schriftlichen ist da auch anders:
Mails mag keiner, E-Mails bleiben zu 90 % unbeantwortet.
Ansonsten Palaver über Palaver und fast nix wird zu Papier gebracht, das
mag keiner. Die werden fast eklig wenn Du Mails schickst!
Die meisten halten sich tagsüber an der Maus fest damit sie nicht vom
Stuhl runterkippen.
Mündlicher Zuruf vom Betrieb:
Plan mal diese Lüftungsanlage um mit paar Brandschutzklappen und div.
Ansteuerung der Löschanlagen (inkl. Verifizierung der Leitungswege). Die
Löschklappen wären nicht so wichtig, die würden von selber zufallen wenn
es brennt!
Frage:
Wie viele BS-Klappen sind da denn drin?
Antwort: Man weiss es nicht genau, die Doku ist ein bisschen alt. LOL
Soso,
du bist also genaus so gut wie 12 Mann gleichzeitig?
In 5 Minuten erreichst du genau den selben Output wie jeder andere
Mitarbeiter innerhalb einer Stunde?
In 40 Minuten hast du denselben Output erreicht, den andere innerhalb
des gesamten Arbeitstages geschafft haben?
Bei einem Arbeitsbeginn Montag morgens um 8:00 Uhr erreichst du
pünktlich um 11:20 Uhr noch vor dem Mittag genau den selben Output,
deine Kollegen Freitag um 16:45 Uhr erreichen werden?
Ich sage dir eines:
Du arbeitest schlampig und leidest gleichzeitig unter
Selbstüberschätzung!
Outperform schrieb:> In 5 Minuten erreichst du genau den selben Output wie jeder andere> Mitarbeiter innerhalb einer Stunde?
Nein, wie man aus dem Titel des Threads entnehmen kann: Öffentlicher
Dienst, seine Kollegen brauchen 12 Stunden für eine Tätigkeit, die man
auch binnen einer Stunde machen kann.
genervt schrieb:> seine Kollegen brauchen 12 Stunden für eine Tätigkeit, die man> auch binnen einer Stunde machen kann
Dafür baut er vielleicht in der gleichen Zeit 12x so viel Sch....
Bei manchen ist es doch am Besten, wenn sie gar nichts tun.
Im Ernst, ich nehm' den nicht ernst ;-)
Volker S. schrieb:> Dafür baut er vielleicht in der gleichen Zeit 12x so viel Sch....> Bei manchen ist es doch am Besten, wenn sie gar nichts tun.> Im Ernst, ich nehm' den nicht ernst ;-)
Nö, dort wird während der Arbeitszeit eben nicht immer gearbeitet und
der Rest erklärt sich durch mangelnde Fach- und Methodenkompetenz.
Mach dort mal eine Umfrage, wer die Tastenkombination für kopieren und
einfügen kennt...
genervt schrieb:> Mach dort mal eine Umfrage,
Hört sich an, als hättest du schon im ÖD gearbeitet, weil du so gut
Bescheid weißt. Wie kann man so blöd sein da weg zu gehen?
(Um den Trollthread noch ein bisschen am Leben zu halten... ;-)
Volker S. schrieb:> Hört sich an, als hättest du schon im ÖD gearbeitet, weil du so gut> Bescheid weißt. Wie kann man so blöd sein da weg zu gehen?
Die Mythen und Legenden, die man von dort zu hören bekommt sind dermaßen
abschreckend, dass man da freiwillig keinen Fuß rein setzt.
Und wenn du mal mit denen mal zu tun hat... omg!!
genervt schrieb:> Nein, wie man aus dem Titel des Threads entnehmen kann: Öffentlicher> Dienst, seine Kollegen brauchen 12 Stunden für eine Tätigkeit, die man> auch binnen einer Stunde machen kann.
Ich wusste, dass das kaum einer glaubt aber es ist so.
Was kann ich dafür wenn andere damit zufrieden sind, sich den ganzen Tag
an der Maus festzuhalten?
Ich war früher schon mal im ÖD, sowas wie Bundesamt für Verständigung
und Harmonie.
Da hat der GL meistens nur emsig an der Kundenbetreuung gearbeitet was
das Versicherungswesen war. Da haben die Drähte geglüht das kann ich
Euch sagen.
Und der oben genannte Beispielkollege fängt gar nicht erst an weil:
"Dafür haben wir doch die Externen!"
Michael B. schrieb:> Danilo schrieb:>> Ich wusste, dass das kaum einer glaubt>> So ist das halt, wenn man Märchen postet, als dummer Troll.
Ich habe es immer schon gewusst, die Ingenieure halten perfekt zusammen.
Das ist vorbildlich, vielen Dank.
Mensch es reicht doch wenn uns die Controller, BWL'er usw.. den Dreck
unter den Fingernägeln nicht gönnen und sich die Großkohle in den Bunker
schieben.
Danilo schrieb:> Mensch es reicht doch wenn uns die Controller, BWL'er usw.. den Dreck> unter den Fingernägeln nicht gönnen und sich die Großkohle in den Bunker> schieben.
Dieses Feindbild kann ich nicht bestätigen, das sind nette Kollegen und
sie verdienen bei uns im Schnitt auch nicht besser oder schlechter als
die Ingenieure in der Entwicklung.
Ich hab meinen Job im ÖD auch gekündigt (war Angestellter, nicht
Beamter), ich will was Arbeiten und dann die Früchte ernten. Im Öd ist
oft der jenige, der arbeitet, der Depp und nur durch Beziehungen, kann
man Früchte ernten. Ich kann zwar dieses Spiel auch Spielen, aber es
wiederspricht meiner Natur und Nagt ein wenig an der Psyche. Bin halt
nicht durch eine Beamtenfamilie sozialisiert worden. Mich nerven halt
solche sachen wie "Passierschein A38" tierisch und möchte sowas
Optimieren, geht aber nicht, weil sich einige an "wichtigen" Positionen
eingenistet haben, wo sie Falsch sind und alles blockieren. Und die
Angepassten sagen einfach, es ist halt so, kann man nichts machen, gehen
wir Kaffetrinken.
ex ödler schrieb:> Im Öd ist> oft der jenige, der arbeitet, der Depp und nur durch Beziehungen, kann> man Früchte ernten.
Nennt man dann wohl soft-skills
> weil sich einige an "wichtigen" Positionen> eingenistet haben, wo sie Falsch sind und alles blockieren.
Und die bekommt man leider nicht weg - vor allem, weil man damit dem
nächsthöheren automatisch ans Bein pissen würde - der hat die Flasche
nicht erkannt u. ist seiner Aufgabe somit ebenfalls nicht nachgekommen.
> Und die Angepassten sagen einfach, es ist halt so, kann man nichts machen,> gehen wir Kaffetrinken.
Im ÖD hat mal einer gesagt: "Man kann seinem Betrieb (im ÖD) nicht mehr
sparen, als wenn man sich in eine Ecke sitzt u. den ganzen Tag nix tut."
Inzwischen weiß ich, er hat damit sogar recht.
Es werden unnütze Dinge entschieden, Gelder verschwendet u. im Endeffekt
kommt nix rum - billiger wäre es gewesen, die Hände in den Schoß zu
legen.
Wer nie im ÖD tätig war, kann sich das im Grunde nicht wirklich
vorstellen, wie hirnverbrannt es da zugeht.
Ein "frischer" aus dem freien Markt braucht nicht viel, um die
"Leistungslatte" locker zu überschreiten - jedoch wird er irgendwann
erkennen, dass er nicht wirklich was bewegen konnte. Da ist es leichter
Wackelpudding an die Wand zu nageln.
G. L. schrieb:> Es werden unnütze Dinge entschieden, Gelder verschwendet u. im Endeffekt> kommt nix rum - billiger wäre es gewesen, die Hände in den Schoß zu> legen.
Leider, oder besser gesagt gottseidank gibt es Regeln im öffentlichen
Dienst die manch einer nicht verstehen mag oder kann. Bestes Beispiel
sind Ausschreibung / Auftragsvergabe nach VOB.
Dort ist genau gereregelt wie und zu welchen Bedingungen Ausschreibungen
zu laufen haben. Oftmals sogar mit externen Fachplanern + externer
Projektsteuerung obwohl eigentlich die eingenen Leute spielend in der
Lage sind das in Eigenregie zu erledigen. Grund dafür ist aber
witzigerweise die Privatwirtschaft. Denn geanu die sind es die sofort
Mauschelei und Betrug rufen.
Beispiel: man würde angenommen 3 Firmen anfragen für die Erneuerung von
Straßenbeleuchtung. Ergebnis wären 3 Angebote sagen wir mal 100000€
110000€ und 115000€. Alle 3 Angebote sind schlüssig, von den Firmen
entsprechen geplant mit allem drum und dran, und man nimmt sagen wir mal
das günstigste. Man vergibt den Auftrag und eine Firma X bekommt Wind
davon und äußert sich mit der Meldung ich hätte das für 95000€
hinbekommen. Spätestens da schreit der Steuerzahler Verschwendung.
Nimmst du einen Fachplaner der nach HOAI einen entsprechenden
Prozentsatz der Auftragssumme bekommt sagen wir mal 10%
Der würde dann mit ner entsprechenden Ausschreibung vieleicht auch die
Firma finden die das für 95000€ macht allerdings kommen dann die
Planerkosten mit 9500€ dazu und schon ist man teuerer als ohne
Ausschreibung... 104500€ und schon beißt sich die Katze in den Schwanz
jetzt kann zwar keine Firma mehr klagen aber der nächste Troll schreit
Verschwendung da hätte man ja den Auftrag auch gleich für 100000€
vergeben können.
Und nun überlege man mal wenn das Auftragsvolumen in die Milliarden geht
und da sieht man schon mal die Ausschreibung europaweit vor.
Würde man hier so effizient vorgehen wollen wie es sich der TO wünscht
würde egal wer den Auftrag bekommt sofort ein Geschrei nach
Vetternwirtschaft und was nich noch alles losgehen, und zwar von denen
die nicht zum Zuge gekommen sind. Zumal, und das habe ich schon sehr oft
erleben dürfen, Auftragnehmer öffentlicher Ausschreibungen sehr gerne
recht knapp kalkulieren und versuchen sich ihren Gewinn über Nachträge
zu holen. Sowas bekommt man nur in den Griff wenn die Planung eines
Auftrags von einem Fachplaner oder innerhalb bestimmter Preisgrenzen von
Leuten aus den ÖD erledigt wird. Die Grenze ab wann extern geplant
werden muss legt übrigens nicht nur das Verwaltungsrecht an sich sondern
auch ofmals noch jede Gemeinde Kommune Bundesland eigens fest.
Sicherlich gibt es in den Amtstuben auch Leute die nur da sind damit sie
da sind. Das ist aber kein reines Problem des ÖD auch in der freien
Wirtscshaft gibt es Konzernbeamte dieser Art. Die meisten Leute im ÖD
sind wohl aber eher damit beschäftigt dafür zu sorgen das öffentliche
Aufträge nach Recht und Gesetz vergeben und erledigt werden. Über die
Spitzfindigkeit mancher Auftragnehmer kann man sich oft nur wundern.
Gruß Der ÖDler
Der Kündigungsschutz im öffentlichen Dienst ist ein sehr hohes Gut.
Jedoch wurde er mit dem TVÖD ziemlich "aufgeweicht". Ich bin nun seit 12
Jahren im öD (jedoch Beamter) und habe bisher nur eine Kündigung wegen
eines Strafdeliktes mitbekommen.
128dsge schrieb:> Der Kündigungsschutz im öffentlichen Dienst ist ein sehr hohes Gut.> Jedoch wurde er mit dem TVÖD ziemlich "aufgeweicht". Ich bin nun seit 12> Jahren im öD (jedoch Beamter) und habe bisher nur eine Kündigung wegen> eines Strafdeliktes mitbekommen.
Das ist richtig der Kündigungsschutz ist eine gute Sache.
Man kann jedoch auch mit leichtem Druck zu einem Aufhebungsvertrag
"auffordern". Gut den sitzen die Leute dann auch noch 10 Jahre aus, das
können sie ja. Das ist haltbar und bewährt. Die kriegt keiner mehr in
Wallung.
Der ÖDler schrieb:> Leider, oder besser gesagt gottseidank gibt es Regeln im öffentlichen> Dienst die manch einer nicht verstehen mag oder kann. Bestes Beispiel> sind Ausschreibung / Auftragsvergabe nach VOB.
...
> Spitzfindigkeit mancher Auftragnehmer kann man sich oft nur wundern.>> Gruß Der ÖDler
Bei der Auftragsvergabe kann man auch gewaltig tricksen (muss doch noch
mal ein Buch schreiben), und es interessiert niemanden, oder besser um
so höher eingrupiert der Entscheider ist, um so mehr Vetternwirtschaft,
und sich Denkmäler setzen. Im Baubereich, wenn sich die Firmen mit der
VOL auskennen, ist es nicht ganz so einfach, da läuft es dann eher so
wie du es beschrieben hast, aber es gibt in den hohen Etagen zwischen
Amtsstuben und Regierung viel Spetzlwirtschafft, und manchmal frage ich
mich wo die Presse bleibt, ist vieles eigentlich oft öffentlich, aber es
wird nicht darüber gesprochen, bzw. in 3 Wochen ist wieder alles
vergessen, und das neue baufällige Denkaml kann renoviert werden.
Aber Gottseidank gibt es noch genug Leute im Verein, die anständige
Arbeit leisten, aber leider durch die Motivationsbedingungen
"ausgebremst" werden.
Der ÖDler schrieb:> G. L. schrieb:>> Es werden unnütze Dinge entschieden, Gelder verschwendet u. im Endeffekt>> kommt nix rum - billiger wäre es gewesen, die Hände in den Schoß zu>> legen.>> Grund dafür ist aber> witzigerweise die Privatwirtschaft. Denn geanu die sind es die sofort> Mauschelei und Betrug rufen.>> Beispiel: man würde angenommen 3 Firmen anfragen für die Erneuerung von> Straßenbeleuchtung. Ergebnis wären 3 Angebote sagen wir mal 100000€> 110000€ und 115000€. Alle 3 Angebote sind schlüssig, von den Firmen> entsprechen geplant mit allem drum und dran, und man nimmt sagen wir mal> das günstigste. Man vergibt den Auftrag und eine Firma X bekommt Wind> davon und äußert sich mit der Meldung ich hätte das für 95000€> hinbekommen. Spätestens da schreit der Steuerzahler Verschwendung.> Nimmst du einen Fachplaner der nach HOAI einen entsprechenden> Prozentsatz der Auftragssumme bekommt sagen wir mal 10%>
Du "vergisst dabei aber zu erwähnen, dass (zumindestens in manchen
Gemeinden) bei öffentlichen Ausschreibungen der billigste Anbieter
genommen werden MUSS, d.h. Firma X kann den Auftrag einklagen!
Und genau DA ist das Problem, da damit jeder windige Anbieter zum Zuge
kommen muss, bei dem von vorne herein klar ist, dass er für den
Dumpingperis entweder nur Murks abliefern kann oder aber über
Budgetspielräume kostendeckend arbeiten kann (also explodierende
Folgekosten nach Auftragserteilung).
Genau deswegen passieren so Dinge wie dass eine dubiose Firma mit Sitz
irgendwo in Polen zum Zuge kommt, um in einer Dorfgemeinde in BaWü
Platten vor dem Rathaus zu legen - und dabei das lokale
Landschaftsbaufamilienunternehmen Z um die Ecke in die Röhre guckt.
Die Privatwirtschaft (zumindestens die seriöse) hat an so einem Irrsinn
keinerlei Interesse. Hier muss man mal diejenigen mit einem gezielten
Tritt in den Hintern ins Abseits schicken, die solche Vorschriften
erlassen.
Klar gibt es auch eine Kehrseite der Medaille, weil halt das
Konkurrenzunternehmen Y aus dem Nachbardorf sofort Mauschelei schreit,
wenn Z den Auftrag bekommt. Aber deswegen das Kinde mit dem Bade
auszuschütten kann auch nicht die Lösung sein. Bei einer Ausschreibung
MUSS auch berücksichtigt werden können und dürfen, ob ein Auftragnehmer
auch ein gutes Preis/Leistungsverhältnis erwarten lässt bzw. ob das
Angebot so realistisch machbar ist.
Verplaner schrieb:> Du "vergisst dabei aber zu erwähnen, dass (zumindestens in manchen> Gemeinden) bei öffentlichen Ausschreibungen der billigste Anbieter> genommen werden MUSS, d.h. Firma X kann den Auftrag einklagen!>> Und genau DA ist das Problem, da damit jeder windige Anbieter zum Zuge> kommen muss, bei dem von vorne herein klar ist, dass er für den> Dumpingperis entweder nur Murks abliefern kann oder aber über> Budgetspielräume kostendeckend arbeiten kann (also explodierende> Folgekosten nach Auftragserteilung).
Genau das meinte ich ja. Oftmals wäre es am Ende preiswerter wenn man
das nachhaltigste Angebot nehmen würde. Das würde auch den zusätzlichen
Overhead verringern weil man dann eben den Aufwand für das Einholen
eines Angebotes verringern könnte. Und wie du richtig sagst das geht in
D nicht und deswegen gibt es die vom TO kritisierte vermeintliche
Ineffizienz nun mal.
Gruß der ÖDler
Der ÖDler schrieb:> Leider, oder besser gesagt gottseidank gibt es Regeln im öffentlichen> Dienst die manch einer nicht verstehen mag oder kann. Bestes Beispiel> sind Ausschreibung / Auftragsvergabe nach VOB.>> Dort ist genau gereregelt wie und zu welchen Bedingungen Ausschreibungen> zu laufen haben. Oftmals sogar mit externen Fachplanern + externer> Projektsteuerung obwohl eigentlich die eingenen Leute spielend in der> Lage sind das in Eigenregie zu erledigen. Grund dafür ist aber> witzigerweise die Privatwirtschaft. Denn geanu die sind es die sofort> Mauschelei und Betrug rufen.
Ist zwar nur ein Auszug, aber.
Dass der öff. Dienst irgendwas organisiert, steuert oder anzettelt, was
nicht für das halbe Geld und viel effektiver gestaltet werden könnte,
glaube ich nicht!
Gut wäre allerdings in die öffentlichen Ausschreibungen Einblick zu
erhalten. Da wäre dann sicher auch ein Heller und ein Batzen drin für
uns Superplaner.
Der ÖDler schrieb:> Beispiel: man würde angenommen 3 Firmen anfragen>> Der würde dann mit ner entsprechenden Ausschreibung vieleicht
Anfragen sind Ausschreibungen. Ohne Ausschreibungen geht wenig im ÖD.
Was für ein Getrolle hier ....