NFC-Jukebox auf Basis einer bestehenden Bluetooth-Box

OP #8087696
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Hallo zusammen!

ich baue gerade eine kleine, autarke NFC-Jukebox auf Basis einer bestehenden Bluetooth-Box.

Grundidee

Möglichst einfache Bedienung ohne Display und ohne viele Tasten:

  • NFC-Tag auflegen → bestimmter Track startet
  • Mechanischer Drehregler für die Lautstärke
  • Taste mit LED zum Einschalten
  • Langes Drücken der Taste → Einschalten
  • Der gewählte Track wird z. B. 3× abgespielt
  • Danach geht die Anlage automatisch in den Sleep-Modus

Was bereits funktioniert:

  • Wemos D1 Mini (ESP8266)
  • PN532 über I²C
  • NFC-Tags werden zuverlässig gelesen
  • DFPlayer Mini + microSD
  • MP3-Wiedergabe funktioniert
  • Die Software-Logik (NFC → bestimmter Track → Wiederholungen → Sleep) ist praktisch fertig
  • XY-MOS ist bereits angeschlossen und schaltet den Wemos D1 Mini ein/aus
  • Die Software-Seite und die Einschaltsteuerung funktionieren also schon.

Aktuelle Herausforderung:
Ursprünglich wollte ich die fertige Elektronik der Bluetooth-Box weiterverwenden. Die ist allerdings defekt. Deshalb brauche ich jetzt einen separaten Verstärker. Zusätzlich muss die Stromversorgung der gesamten Anlage sauber gelöst werden.

Aktuelle Situation:

  • Akku: 7,2 V (2S Li-Ion)
  • Wemos, PN532 und DFPlayer benötigen 5 V
  • Der in Frage kommende Verstärker braucht ca. 12–24 V
  • Der XY-MOS schaltet bereits den Wemos

Meine Hauptfragen zur Stromversorgung:
Wie baue ich am besten die Stromversorgung von 7,2 V auf, sodass ich gleichzeitig stabile 5 V für die digitale Seite und 12–24 V für den Verstärker bekomme?

Wie organisiere ich die Versorgung von Verstärker und Digitalteil so, dass im Sleep-Modus des Wemos wirklich nur minimaler Ruhestrom fließt?

Zusätzliche Frage zur energieeffizienten Ein-/Ausschaltung:
Wie kann ich das Ein- und Ausschalten der gesamten Anlage (Verstärker + Digitalteil) möglichst stromsparend realisieren?

Mein Ziel ist ein sehr geringer Ruhestrom, wenn die Jukebox im Sleep-Modus ist bzw. komplett ausgeschaltet wurde.

Ideen, die ich bisher habe:

  • Der XY-MOS schaltet bereits den Wemos.
  • Der Verstärker und die DC-DC-Wandler sollten möglichst komplett vom Akku getrennt werden, wenn die Anlage „aus“ ist.
  • Eventuell ein weiterer MOSFET oder ein Load-Switch, der vom Wemos gesteuert wird und den Verstärker + Boost-Wandler freischaltet.
  • Oder ein einzelner High-Side-Switch, der die komplette Last (5 V + Verstärker) steuert.

Was wäre hier die sauberste und energieeffizienteste Lösung?

Ich freue mich über Tipps zu:

  • geeigneten Verstärkern (klein, effizient)
  • DC-DC-Wandlern (Buck/Boost)
  • einer sinnvollen Gesamtschaltung der Stromversorgung
  • und besonders zur stromsparenden Ein-/Ausschaltlogik

Vielen Dank im Voraus!

[Mod: Formatierung an Markdown angepasst]

: Bearbeitet durch Moderator
#8087795
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Alex K. schrieb:

Wie baue ich am besten die Stromversorgung von 7,2 V

Das von 2P auf 1P umzubauen wäre keine Option? Macht das Aufladen einfacher, DFPlayer geht bis ca. 3V runter, der ESP ist auch 3.3V, der PNY m.W. auch. Low-Drop-Regler von 4.2V…3.3V -> 3.3V könnte reichen, und wie weit unter 3.3V das noch funktioniert wäre zu testen, aber viel Kapazität geht "da unten" nicht verloren.

Für den Verstärker: Wieviel Leistung willst du, was sind die Eckdaten der Lautsprecher? 4Ω? 8Ω?

OP #8087808
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danke für deinen Vorschlag.

Zum Akku: Ich habe bereits einen fertigen Buck-Wandler von 7,2 V auf 5 V. Damit ist die Versorgung der digitalen Seite (Wemos, PN532, DFPlayer) unproblematisch.

Die Lautsprecher in der Box sind 2 × 14 W, vermutlich 4 Ω. Deshalb brauche ich eher einen Verstärker, der mit mindestens 12 V (besser 15–19 V) arbeitet, um vernünftige Lautstärke und Leistung zu bekommen.

Ein reiner 1S-Betrieb (3,7 V) wäre für den Verstärker daher eher ungünstig, weil der Boost-Wandler dann einen sehr hohen Übersetzungsverhältnis hätte und der Wirkungsgrad schlechter wäre.

Aktuell tendiere ich deshalb eher dazu, bei 2S (7,2 V) zu bleiben und folgende Struktur zu nutzen:

  • 7,2 V → Buck → 5 V (für die digitale Seite) – habe ich schon
  • 7,2 V → Boost → 12–19 V (für den Verstärker)
  • Beide Wandler werden über MOSFETs komplett abgeschaltet, wenn die Anlage im Sleep ist bzw. ausgeschaltet wird

Gibt es aus deiner Sicht bessere Alternativen (z. B. spezielle Class-D-Verstärker, die schon ab 7–8 V gut laufen und trotzdem genug Leistung bringen)?

Oder hättest du Empfehlungen für kompakte und effiziente Boost-Module 7,2 V → 12/15/19 V?

Danke!

OP #8087817
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Zusätzlich habe ich noch eine Powerbank auf Basis von 21700-Zellen (5000 mAh) als mögliche Stromquelle.

Das würde das Thema Laden deutlich vereinfachen, da die Powerbank bereits ein fertiges Ladesystem hat.

Allerdings gibt sie nur 5 V bei maximal 1,5 A aus.

Für die digitale Seite (Wemos, PN532, DFPlayer) würde das theoretisch reichen, aber für einen Verstärker mit 12 V und mehr Leistung ist der Strom zu gering und die Spannung zu niedrig.

Deshalb stellt sich die Frage, ob man von dieser Powerbank noch zusätzlich boostet, oder ob es sinnvoller ist, bei dem 7,2-V-Akku (2S) zu bleiben.

OP #8087881
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Hallo zusammen,

ich habe die Konzeption des Projekts etwas geändert.

Ursprünglich wollte ich eine komplett eigenständige Lösung mit separatem Verstärker und DC-DC-Wandlern aus dem 7,2-V-Akku bauen. Nach einer Kostenkalkulation habe ich festgestellt, dass das nicht wirtschaftlich ist.

Deshalb vereinfache ich jetzt:

  • Ich kaufe eine fertige Bluetooth-Box für ca. 20 €
  • Die Stromversorgung hole ich von ihrem Akku / ihrer Elektronik
  • Das Audiosignal gebe ich über AUX IN ein
  • Meine eigene Elektronik (Wemos D1 Mini + PN532 + DFPlayer) bleibt bestehen

Die zentrale Frage ist jetzt:
Wie organisiere ich das Ein- und Ausschalten der gesamten Anlage so, dass der Ruhestrom minimal ist?

Aktuell habe ich:

  • Einen Taster mit LED
  • Einen XY-MOS, der bereits die Versorgung des Wemos schalten kann

Gewünschtes Verhalten:

  1. Beim Drücken des Tasters schaltet sich die gesamte Elektronik (Wemos + DFPlayer + PN532) ein
  2. Nach Ende der Tracks geht das System selbstständig in den Deep-Sleep bzw. schaltet sich komplett ab
  3. Im ausgeschalteten Zustand soll der Stromverbrauch so nah wie möglich bei null liegen

Hat jemand gute Tipps für eine möglichst sparsame Power-Management-Lösung in dieser Konstellation? Insbesondere: Sollte man auch die Box selbst komplett abschalten, oder reicht es, nur den digitalen Teil zu trennen?

#8087911
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Ich würde ja versuchen, das ganze rein per Sleep-Mode etc. zu lösen, ohne Taste, aber da ist der PN532 leider nicht ganz der richtige Chip (Hat zwar ensprechende Stromspar-Modi, aber keinen der durch's anhalten eines Tags zum Wakeup führt)

Option wäre da z.B. einen PN5180 zu verwenden, der hat Low Power Card Detection (LPCD), und könnte deinen µC aufwecken, sobald ein Tag erkannt wird. Braucht dann so 200 - 500µA im Schnitt (kurze 60µS Peaks mit 7.5mA alle paar 100ms)

aber wenn du mit der extra Wakeup-Taste fein bist, und der "Stromverbrauch so nah wie möglich bei null liegen" soll, kannst du überlegen ob der "Hard Power Down"-Modus vom PN532 noch akzeptabel ist, oder ob du lieber den Strom ganz abdrehst.

Auch den Querstrom von mglw. auf den China-Breakout-Boards verbauten LDO berücksichtigen.

#8087913
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Auch wenn du das Konzept zwischendurch geändert hast, vielleicht sucht ja noch jemand danach..

Alex K. schrieb:

Die Lautsprecher in der Box sind 2 × 14 W, vermutlich 4 Ω. Deshalb brauche ich eher einen Verstärker, der mit mindestens 12 V (besser 15–19 V) arbeitet, um vernünftige Lautstärke und Leistung zu bekommen.

Es gibt spezielle Class-D-Verstärker-ICs mit integriertem Step-Up, extra für Bluetooth-Boxen...

Such mal nach (Heroic Technology) HT81696 (2×25W bei 7.2V Eingangsspannung oder 2×10W bei 3.7V)

Oder (Elite Semiconductor) AD52067 (2×15W, Versorgung 2.9V bis 12V)

Aber: Ob du diese ICs im "Langnasen-Land" irgendwo kriegen kannst?

Eher westlich:

Renesas DA7202: Mono, nur 9 Watt, läuft von 4.5 bis 9V

Von TI gibt's sicher auch was, hab aber am ersten Blick nur Verstärker mit I²S-Input gefunden, TAS5760LD z.B.

OP #8087920
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Danke für die Antwort!

Den PN5180 werde ich nicht nehmen – er kostet auf Amazon ungefähr die Hälfte einer fertigen Bluetooth-Box, und aus China bestellen lohnt sich mit den neuen Regelungen aktuell nicht.

Zum Stromverbrauch:
Am liebsten hätte ich, dass die gesamte Elektronik (Wemos + PN532 + DFPlayer) komplett abgeschaltet wird, damit der Ruhestrom möglichst nahe null liegt.
Falls das zu kompliziert wird, wäre ein guter Sleep-Modus auch in Ordnung.

Aktueller Stand: Der Wemos ist momentan dauerhaft mit Strom versorgt.
Er empfängt das Signal von der Taste und schaltet darüber den XY-MOS ein (der dann die weiteren Verbraucher versorgt).

Ich möchte das so umbauen, dass der Wemos selbst auch abgeschaltet werden kann, damit im Ruhezustand wirklich fast kein Strom fließt.

Wie würdest du das am sinnvollsten lösen?

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