TODSÜNDEN der ELEKTRONIK?

OP #1959945
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Hallo,
Ich muss für die Schule verschiedene Fotos von Todsünden
machen. Es sollten 4-5 Todsünden sein, unterschiedlich ausgeleuchtet
und stimmungsvoll. Meine Ideen bis jetzt waren:
- Kurzschluss
- Schlecht isoliertes Kabel mit Hochspannung ( Dazu nehme ich meine 
Blitzmaschine)
- Wasser und Elektronik

Mehr kommt mir leider nicht in den Sinn.
Ich wäre sehr froh für hilfreiche Ideen und Tipps zur Umsetzung.

Gruss
#1959980
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- Flexible Leitungen ohne Aderendhülse montieren. Alternativ die Enden 
verlöten.

- Zu niedrige Querschnitte bei Stromleitungen

- Klassische Nullung, aber Stromnetz schön mit angeblichen extra 
Schutzleiter erweitern.

- 230V Teil einer µC Schaltung unmittelbar angrenzend, oder vermischt 
mit µC Teil
Gast #1959985
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@A. F.
NICHT gefährlich?!?

Was sind das für komische Aufgaben die Schüler heutzutage bekommen. Wozu 
soll das gut sein?

@Thomas Eckmann
Das Bild geistert seit längerer Zeit durchs Netz, teilweise wird 
behauptet es ist echt, teilweise gefälscht.
Gast #1959992
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Was mal einer meiner Mit-Azubis gemacht hat:
Verlängerungskabel um 220V bei Bedarf vom Keller ins Gartenhäuschen zu 
legen. Da er in beiden Räumlichkeiten nur SteckDOSEN gesetzt hatte, 
musste das Kabel dementspechend beidseitig mit Steckern ausgestattet 
werden.

Der Ausbilder wollte verrückt werden :-)
#1959995
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>Das Bild geistert seit längerer Zeit durchs Netz, teilweise wird
>behauptet es ist echt, teilweise gefälscht.

Natürlich ist das Bild echt. Das haben Fotos so an sich. Natürlich 
grillen die da nicht wirklich. Die sind doch nicht bescheuert. Wer hätte 
das Bild denn danach veröffentlichen sollen?

mfg.
#1959999
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Verwunderter schrieb:
> @A. F.
> NICHT gefährlich?!?
>
> Was sind das für komische Aufgaben die Schüler heutzutage bekommen. Wozu
> soll das gut sein?


Ist offenbar eine Kursus über Fotografie

Siehe Aufgabenbeschreibung aus dem anderen Thread

(Genehmigung zum Reposten vom TO stillschweigend vorausgesetzt)
#1960045
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- 230V am klingeldraht (und knopf)
- erdleiter (grün/gelb) als phase genutzt weil keine andere ader frei
- erst kurzschließen und danach freischalten
- sicherung mit alufolie umwickeln oder mit stahlbolzen ersetzen
- 63 ampere durch 0,75mm² kabel schicken
- 200 watt glühlampe in 25 watt lampe (am besten an der holzdecke)
- stecker-auf-stecker-kabel (selbstmörderkabel)
- innenraumsteckdosen und -schalter im außenbereich montiert
- 380kV freileitung mit einem kran berühren
- ungeprüftes messgerät zur feststellung der spannungslosigkeit 
verwenden
- 400V phasenprüfer an 20kV erdkabel verwenden
- elektrische einrichtungen im brandfall mit wasser löschen

da gibts echt vieles womit man sich seinen darwin-award verdienen kann. 
wenn mir noch was auf die schnelle einfällt erweitere ich die liste...
#1960520
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Ben _ schrieb:
> - 230V am klingeldraht (und knopf)
funktioniert :-)
> - erdleiter (grün/gelb) als phase genutzt weil keine andere ader frei
funktioniert :-)
> - erst kurzschließen und danach freischalten
> - sicherung mit alufolie umwickeln oder mit stahlbolzen ersetzen
funktioniert:-)
> - 63 ampere durch 0,75mm² kabel schicken
funktioniert nur kurz :-)
> - 200 watt glühlampe in 25 watt lampe (am besten an der holzdecke)
funktioniert ziemlich lange:-)
> - stecker-auf-stecker-kabel (selbstmörderkabel)
funktioniert, mitunter ganz praktisch :-)
> - innenraumsteckdosen und -schalter im außenbereich montiert
funktioniert und wird oft gemacht, insbesonders von Baumarktkäufern
> - 380kV freileitung mit einem kran berühren
> - ungeprüftes messgerät zur feststellung der spannungslosigkeit
> verwenden
das ist schon Standard :-)
> - 400V phasenprüfer an 20kV erdkabel verwenden
> - elektrische einrichtungen im brandfall mit wasser löschen
>
Gast #1961241
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@Hans Lüthi:

Du magst sicher nur spektakuläre Fälle:

OK. Eine Todsünde war es, an einem kilometerlangen TK-Erdkabel 
(Niederspannung) die Muffe (Erdkabelmantel) nicht mit einem Erdungsband 
zu überbrücken, wenn man sie öffnen mußte, um daran zu arbeiten. Und das 
Kabel parallel zu einer fahrenden E-Lok und Bahnnetz liegt. Da sind 
manche Kollegen an einem plötzlich entfachten Lichtbogen und 
Hochspannung durch Induktion gestorben. Obwohl oder gerade weil das 
Kabel an Hauptpunkten geerdet ist. Versorgungstechnisch werden manchmal 
Straßen und alle Versorgungsleitungen parallel zu Bahngeländen verlegt.

Das Erdungsband an der Kabelmuffe kann man etwa so verstehen, wie auch 
Gleisarbeiter zu ihrem Schutz die Oberleitung mit einer in die Schiene 
eingehängten Metallstange kurz schließen. Das merkt eine 
Überwachungsschaltung in der Bahnstromversorgung.

Das ist kein Scherz, und das waren auch Themen zur Unfallverhütung. Man 
muß nicht unbedingt an der Überlandleitung oder in der Energieversorgung 
arbeiten, um ähnlichen Gefahren ausgesetzt zu sein.
#1961297
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na mit induktion hat das aber recht wenig zu tun wenn das kabel an 
beiden punkten geerdet ist! das ist eine unterbrechung eines (von 
vielen) rückleitern, der besser leitet als das ihn umgebende erdreich.

gefährliche spannungen durch induktion und kapazitive einkopplungen 
treten eigentlich nur bei hochspannungs-freileitungen auf. die müssen 
daher geerdet werden bevor dran gearbeitet werden kann (in beiden 
umspannstationen und zusätzlich am mast an dem gearbeitet wird). kannst 
ja mal einen LKW mit großer metallfläche unter einer 
hochspannungsleitung parken (am besten 380kv) und dann einen geerdeten 
draht dicht dran halten. ich weiß nicht obs gefährlich ist, aber der 
dabei entstehende lichtbogen ist beeindruckend. könnte ein guter 
diebstahlschutz sein! oder stell dich nachts mal mit einer 
leuchtstoffröhre drunter, aber nicht in die höhe halten - die glimmt 
auch so schon genug!
#1961351
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ben _ schrieb:
>
>>na mit induktion hat das aber recht wenig zu tun
>
> Warst du schon mal Erdkabellöter im TK-Bereich, oder noch nicht? Sonst
> müssen wir das doch hier nicht weiter diskutieren!

Rückleiter sollte doch eigentlich im Wesentlichen das Gleis als bester 
Leiter sein - sehe ich das richtig?

Dann dürften sich ohne Induktion doch keine Spannungen auf dem 
Erdkabelmantel aufbauen, die einen Lichtbogen produzieren können.
Gast #1961358
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Rückleiter sollte doch eigentlich im Wesentlichen das
>Gleis als bester Leiter sein - sehe ich das richtig?

Das Gleis leitet den selben Strom wie auch die Oberleitung.

>Dann dürften sich ohne Induktion doch keine Spannungen
>auf dem Erdkabelmantel aufbauen, die einen Lichtbogen
>produzieren können.

Wir sprachen nicht von "ohne Induktion".
Moderator Persönliche Seite #1961452
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Uhu Uhuhu schrieb:

> Gehts auch etwas Inhaltsreicher?

Meinst du, ich würde den Inhalt von 14 Doppelstunden noch aus dem
Effeff herbeten können?  Sorry, nein.  Gut, die Hälfte davon bezog
sich auf Probleme mit Gleichstrombahnen (die ganz andere sind als
bei Wechselstrom), aber es bleibt trotzdem noch genügend übrig, dass
man damit einen kleinen Hefter füllen kann.

Aus gleichem Grunde werden auch alle metallischen Teile in der Nähe
einer Bahnanlage (Geländer etc.) untereinander verbunden.
Gast #1961476
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Frank P. schrieb:

>Skizziere mal ganz grob, wie Du Dein Szenario
>fotografisch darstellen würdest. Würde mich
>echt interessieren.

Da gibt es nichts groß zu skizzieren. Ich könnte es auch nicht, da ich 
nie Netzplaner war. Verschiedene Unternehmen haben ohne Absprachen 
untereinander mal ihre Netze gelegt. Und verschiedene Erdungspunkte 
vorgesehen, oder auch nicht. Der eine legte sein TK-Netz, und der andere 
sein Bahnnetz, der dritte sein Energienetz. Der Rest ist ganz normale 
Physik. Mehr nicht. Wie es aus dem Mittelalter heraus und der 
Industrialisierung einfach so gewachsen ist.

Aber wie ein Draht in einer parallelen Leitung Induktion erzeugt, ist 
doch klar, oder?
#1961508
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Da gibt es nichts groß zu skizzieren. Ich könnte es auch nicht, da ich
> nie Netzplaner war.

Ich wollte eigentlich auf den ersten Post aufmerksam machen:

Hans Lüthi schrieb:
> Ich muss für die Schule verschiedene Fotos von Todsünden
> machen. Es sollten 4-5 Todsünden sein, unterschiedlich ausgeleuchtet
> und stimmungsvoll.

Wie soll das mit Deinem komplexen Szenario funktionieren? Wie soll der 
TO das fotografisch darstellen?

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Aber wie ein Draht in einer parallelen Leitung Induktion erzeugt, ist
> doch klar, oder?

Ja, aber selbst dieser einfache Aspekt ist fotografisch nur sehr schwer 
bis garnicht zu veranschaulichen. Darum meine Bitte, zu beschreiben wie 
Du Dein Szenario fotografieren würdest.
frank
Gast #1962701
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Frank P. schrieb:

>Darum meine Bitte, zu beschreiben wie
>Du Dein Szenario fotografieren würdest.

OK, Frank, du hast natürlich Recht. Ich arbeite noch daran. Im Internet 
habe ich bisher noch nichts brauchbares gefunden, außer den Link zu 
Google Bilder, unter dem Begriff "Störlichtbogen". Es handelt sich aber 
dort eher um Dinge aus dem Energienetz. Der Begriff Störlichtbogen steht 
dabei für einen nicht beabsichtigten Lichtbogen. Z.B., wenn man eine 
aktive Leitung abschaltet. Auch suchte ich nach Common Mode Spannungen 
auf Doppeladern, das gehört mit zum Phänomen.

Eine offene Kabelmuffe zu fotografieren, sowas sollte möglich sein, wenn 
man mal z.B. bei der Telekom nach aktuellen Erdkabelarbeiten fragt. Wenn 
sich nicht doch noch was im Internet findet.

Ich suche noch ein wenig weiter...
#1964808
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Geht es hier um Fotokunst, oder um wirkliche Probleme? Also was sicher 
auch eine Todsünde ist und was man hübsch als Fotograph (im Sinne von 
Kunst) inszenieren kann, ist eine Steckdose mit einer Büroklammr 
drinnen.

Passiert leider zu oft bei kleinen Kinder, aber zurück zur Kunst, Weisse 
Platte nehmen, eine Steckdose aus dem Baumarkt reinschrauebn, 
Büroklammer stylisch reinsetzten, so dass sie Verbindung hat, Blitzwolle 
oder evtl. auch feine Stahlwolle nehmen und damit den Stromkreis 
schließen. Auf der Rückseite dann einen Trafo dran, Licht aus, Blitz mit 
Softbox auf die Kamera, Blitzen und oder Lange Belichtungszeit, da muss 
man experimentieren.

Was auch eindrucksvoll ist, sind Lichtbögen, aber da weiss ich nicht, ob 
du das Equipment hast. Klasse für gestelltes Stilleben ist auch 
Playmobil oder Legofigur mit Schirm in der Hand, Baum daneben und dann 
den Schirm irgendwie so präperieren, dass oben ein Blitz einschlagen 
kann. Wobei das nur in gewisser Weise was mit Todsünde zu tun hat.

Ansonsten halt der Klassiker, wie Föhn oder Kabel im Wasser, 
Lautsprecherkabel als Leitung, ...

Was auch geil ist gg ... ne Explosion zu fotographieren, wenn sie 
entsteht ... da hab ich mal jemanden gesehen, der sowas gemacht hat, hat 
dazu wieder Lego genommen, einen Schalter und das in einem oben offenen 
Aquarium gestellt, Bärläppsamen eingestäubt und am Schalter einen Blitz 
erzeugt und mit einer extrem kurzen Belictungszeit fotographiert.

Naja, nur ein paar Anregungen.
#1968688
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Noch ein schönes Motiv und eine für jeden erkennbare Todsünde wäre eine 
Steckdosen-Orgie:

Kram dein Lager nach möglichst vielen Verteilern für die Steckdose ab 
und stecke den ersten in die Wandsteckdose. Alle Steckplätze im 
Verteiler belegst Du mit weiteren Steckdosen-Verteilern. Das ganze 
verzweigst du so weit, bis ein beachtlicher Steckdosen-Baum entsteht.
Das alles schmeißt Du schön auf einen Haufen und stellst noch ein paar 
Hochleistungsgeräte (Kochplatte, Staubsauger, Musikanlage) in die Nähe.

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