Hallo,
ich möchte gerne meine Jalousien per Mikrocontroller steuern. Dabei soll
es aber möglich sein die Jalousien auch noch zu fahren wenn der
Controller mal den den Geist auf gibt oder einen Fehler hat. Die
Schalter in den Räumen haben also immer Vorang. Wenn die Schalter in den
Räumen nicht in der mitten position sind, kann der Controller diese
nicht schalten (durch Relais verhindert).
Jetzt aber zu meinem eigentlichen Problem. Beim Bau des Hauses habe ich
nur ein 5 Adriges NYM Kabel von jeder Schalterdose zu meiner Zentralen
Steuerung (wo sie zukünftig sein soll) gelegt. Da ich ich mich
einigermaßen an die Regeln halten möchte fallen der PE und der N als
Schaltdraht definitiv raus. Also bleiben nur noch drei Adern. Wenn ich
nun hoch/runter zum controller und hoch/runter wieder zurück führen
möchte benötige ich aber normalerweise 4 Adern. Deshalb habe ich mir
überlegt Dioden an den Jalousieschalter zu bauen, die bei Stellung hoch
nur die positive Halbwelle durchlassen und bei runter nur die negative.
In meiner Steuerung habe ich mir die angehängte Schaltung überlegt um
die beiden Stellungen zu erkennen und die entsprechenden Relais zu
schalten. Kann das so funktionieren? Die Kondensatoren sind
Spannungsfestigkeitsmäßig übertrieben oder? Es kann ja eigentlich nicht
mehr Spannung vorhanden sein als über der Optokoppler LED abfällt. Somit
müsste ich auch mit einem 16V Elko klar kommen, da der deutlich kleiner
und günstiger ist. Die Diode parallel zur Optokoppler LED müsste ja
jeweils die andere Halbwelle blocken. Somit würde immer nur ein
Optokoppler aktiv sein (je nach Stellung des Jalousieschalters). Ich
hoffe ich habe das so richtig bedacht.
Grüße
Sven
So eine schnelle Antwort.
Ich hatte die Kondensatoren auf die linke Seite gesetzt damit der
Optokoppler nicht ständig Schaltet. Also dann lieber rechts zum glätten
der Schaltimpulse?
Die 200k hatte ich irgendwo aus einer Beispielschaltung. Je
niederohmiger man die macht um so mehr Leistung wird darüber verbraten.
So kann ich mit den zwei Widerständen in Reihe und bei 1206 Baugröße
0,5W verbraten. Derzeit habe ich in der Konfiguration 0,27W also noch
ein wenig Reserve.
PeterL schrieb:> 200k erscheint mir auch zu hoch, abhängig vom Optokoppler eher um die> 50k
Wenn er die OPs direkt per Netzspannung treibt, müssten 200k
(entspricht ca. 1mA)reichen. Die pulldown ausgangsseitig müssten dann
aber mindestens doppelt so gross sein und man sollte OKs mit >100%
Übertragungsfaktor nehmen.
Gruss
Harald
Bisher schaltest du beide Optokoppler bei der positiven Halbwelle durch,
bei der negativen passiert gar nichts.
Und dir fehlen die Freilaufdioden an den Relais. Und die MOSFETs werden
mit 5V nicht durchschalten, das sind N-Channel Fets, die solltest du
sowieso LowSide schalten. Und funktionieren die Relais auch wirklich mit
5V? :)
Gruß Christian
@ Harald
Evtl reichen da meine Kenntnisse mit Optokopplern nicht aus, aber was
hat der Eingangskreis mit dem Ausgangskreis zu tun? Sobal die LED
leuchtet Schaltet doch der Transistor durch oder? Damit liegen die 5V
auf dem Gate des FETs.
@ Christian
Kannst du mir erklären, warum beide Optokoppler bei der positive
Halbwelle durchschalten? Die Dioden sind doch entgegengesetzt
verschaltet. Die selbe Schaltung mit den FETs und den Relais habe ich
auch für die Mikrocontrollerseite. Dort schalten die FETs mit 5V am Gate
und die Relais schalten auch. Sind Finder 6VDC Typen die aber auch schon
bei 0,7 x Unenn arbeiten.
Sven schrieb:> @ Harald>> Evtl reichen da meine Kenntnisse mit Optokopplern nicht aus, aber was> hat der Eingangskreis mit dem Ausgangskreis zu tun? Sobal die LED> leuchtet Schaltet doch der Transistor durch oder? Damit liegen die 5V> auf dem Gate des FETs.
OKs haben ein sog. Übertragungsverhälnis. Es gibt an, wieviel
Prozent des Eingangsstroms der Ausgangsstrom beträgt. Dieser
Wert steht im Datenblatt, ist aber mit grossen Toleranzen
behaftet. Man muss sich also am Mindestwert orientieren.
Gruss
Harald
Ach so @ Christian
Ich habe mich bei meiner Verschaltung an dem Datenblatt orientiert. Dort
wird auch mit positiver Gatespannung gearbeitet. Von daher müsste das
doch richtig sein.
Super Harald, damit kann ich was anfangen. Danke Dir. Dann werde ich mal
schauen. Dann mache ich wohl die Pulldowns größer, da das für die FETs
trotzdem reichen sollte
Grüße
Sven schrieb:> Damit liegen die 5V auf dem Gate des FETs.
Ja, aber sobald der FET durchschaltet, rutscht Source ebenfalls auf +5V
und dadurch bricht U_GS zusammen.
Sven schrieb:> Ach so @ Christian>> Ich habe mich bei meiner Verschaltung an dem Datenblatt orientiert. Dort> wird auch mit positiver Gatespannung gearbeitet. Von daher müsste das> doch richtig sein.
Schau Dir mal beide Schaltpläne an. Die Last gehört nach oben
(an Plus) und nicht nach unten (an Masse).
Gruss
Harald
Mensch klar habe ich zwei mal die selbe Schaltung. Irgendwie bin ich
durch das Spiegeln durcheinander gekommen. Das ist der Grund warum ich
hier nochmal gefragt habe. Wird geändert.
Also wenn ich Source vom FET auf Masse lege, die Relaisspule an +5V und
Drain anklemme, dann sollte es doch mit den +5V am Gate gehen oder?
Irgendwie hab ich den Eindruck, dass sich dein Problem einfacher lösen
läßt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich deine bestehende
Verkabelung richtig verstanden hab.
Der Schalter ist also ein Taster(SPDT), wobei die Ruhestellung(R) nicht
zugänglich ist?
Es gibt auch keinen zweiten Kontakt (DPDT)?
Ist noch Platz ist in der Dose - z.B. für ein Relais?
Die Endschalter sind direkt am Motor, müssen also nicht berücksichtigt
werden?
Müssen die beiden Steueranschlüsse gegenseitig verriegelt werden, oder
macht das schon die Motorsteuerung(fehlt auch in der derzeit angedachten
Schaltung)?
d.h. er wäre hilfreich die genauen Typen der Motoren/Schalter zu kennen.
Der Schalter ist ein Drehtaster mit Rastfunktion. Es kann also sein,
dass ein Schalter fest in oben oder unten eingerastet wird. Dieses soll
auch so sein, damit die Steuerung erkennt, wenn auf manuell gestellt
ist. Außerdem wird dadurch die Gegenrichtung über ein Relais gesperrt.
Insgesamt verwende ich 4Stk 2xUM Relais um die Richtungen gegeneinander
zu sperren und um den Raumschaltern den Vorang zu geben. Selbst wenn die
Steuerung eine Jalousie fährt, kann man am Schalter dieses umkehren. Der
Schaltplan ist nur ein Auszug. Einen "Neutralstellungskontakt" gibt es
nicht. Verkabelung ist Seriell also Zentrale - NYM5 - Schalterdose -
NYM5 - Jalousie. Relais in den Schalterdosen oder Intelligenz wollte ich
nicht so gerne, gerade auch weil es in einigen Dosen sehr eng werden
könnte. Endschalter sind in der Jalousie.
Grüße
C1 und C2 auf die andere Seite wie schon gesagt.
R1 und R11 raus.
D1 und D2 raus.
unteren OK anstelle D2 antiparallel zu oberen OK schalten.
Darlington-OKs nehmen, die sind zwar langsamer, aber das ist hier egal.
Eventuell einen R 10k parallel zu den OK-Eingängen gegen Kriechströme.
Auf der anderen Seite statt der Mosfets einfach NPN-Transen nehmen,
BC337 oder sowas. Relais nach +5V, Freilaufdiode.
Wenn du sowieso vier Relais eingeplant hast, würde ich folgende
Schaltung vorschlagen.
1
+------+-----------+-----L(Ab)
2
| | |
3
| o |
4
| | K2/NC |
5
| | |
6
| o |
7
| | |
8
[ K1 ] o o
9
| / K3/NO / S2a/NO
10
| / /
11
| o o
12
| | |
13
N--+ +-----------+-----L
14
15
+------+-----------+-----L(Auf)
16
| | |
17
| o |
18
| | K1/NC |
19
| | |
20
| o |
21
| | |
22
[ K2 ] o o
23
| / K4/NO / S2b/NO
24
| / /
25
| o o
26
| | |
27
N--+ +-----------+-----L
28
29
S1a S1b K3 K4 L(Ab) L(Auf)
30
0 0 0 0 0 0 OK
31
1 0 X X 1 0 OK
32
0 1 X X 0 1 OK
33
1 1 (X) (X) (1) (1) Nicht möglich (Drehtaster)
34
35
0 0 1 X 1 0 OK
36
0 0 X 1 0 1 OK
37
0 0 1 1 0/1 1/0 Je nachdem, welcher zuerst schaltet OK
38
39
40
S1a/b=Drehtaster
41
K1/2=Relais 230V
42
K3/4=Relais 5V
Ob du zusätzlich noch den Status der geschalteten Leitungen auswertest,
ist für die Funktion belanglos.
Eventuell wäre es sinnvoller K3/K4 so zu verschalten, das K3=AUS/EIN und
K4=AB/AUF bedeutet - dann ist es auch nicht mehr dem Zufall überlassen,
welcher Zustand sich einstellt, sollten beide Relais gleichzeitig aktiv
sein.
Sven, es ist erlaubt, und sogar gängige Praxis, das der blaue Draht als
Schaltdraht verwendet wird. Denn, wenn ich mir das so überlege, frage
ich mich woher du für den Drehschalter die Phase holst? Ich gehe davon
aus, vom Lichtschalter? und warum der N-Leiter nicht auch vom
Lichtschalter? so hättest du deinen 4. Draht..
Dann noch was zu deiner Vorrangschaltung Drehschalter. Wenn ich bei
Kunden bin, und mir die Schalterstellung der Rolladen/ Jalousien
anschaue, dann stell ich fest: Sie sind eingeschaltet auf hoch/runter.
Selten wird nach dem hochfahren oder runterfahren die Schalter wieder
zurückgestellt auf "aus".
Folgendes Szenario könnte ich mir vorstellen: Du hast drei Kinder mit 3
Kinderzimmer, dort schalten deine Kinder. Am Abend geht ihr zusammen
aus. Du schaltest den Zentralschalter. Draussen vor dem Haus stellst du
fest, dass in den Kinderzimmer die Jalousien noch oben sind. Deine
Kinder haben vergessen, den Drehschalter zurück zu schalten. Also läufst
du erst wieder rum, um die Schalter auf "aus" zu stellen.
Aus diesem Grund machen es die Schalterhersteller es anders herum. Schau
dir doch mal die Jalousie Management deren an. Wenn Zentral gefahren
wird, kann man das am einzeltaster abbrechen, und wieder auffahren...
Hallo an alle fleißigen Tippgeber,
vielen Dank für die ganzen Hinweise. Ich denke ich habe mir aus den
ganzen Tipps jetzt das rausgesucht, was mir am besten gefällt. Ich werde
bei der Halbwellenauswertung über eine Ader bleiben. Selbst wenn es
zugelassen ist den blauen als Schaltdraht zu verwenden. Notfalls habe
ich dann später noch mal einen Draht als Reserve.
Die Bauteile sind bestellt. Nächste Woche werde ich dann den Lötkolben
schwingen und schauen ob alles so funktioniert wie es soll.
@ Hubert
Ist denn auch gewährleistet, dass wenn die Zentrale ausfällt die
Jalousien immernoch von Hand zu fahren sind? Das ist bei mir
Grundvoraussetzung. Ich weiß ja wie das abläuft. Ich bin nicht zu Hause
und die Steuerung macht nicht das was sie soll. Meine Frau ruft mich an
und ich kann mir das gemecker anhören. So kann sie dann notfalls alle
Jalousien manuell fahren. Es gibt also zwei unabhängige Systeme wovon
manuell den Vorang hat. Was natürlich richtig ist, ist die Sache das die
Schalter auch konsequent wieder auf neutral geschaltet werden müssen.
Anbei die neue Revision von der Schaltung.
Grüße
Sven
Anscheinend verstehe ich deine Schaltung immer noch nicht.
DOWN_HI, UP_HI, 230V, N, UP/DOWN_HI sind schon 5 Leitungen - PE ist
wurscht?
Ganz abgesehen davon, dass du mit zwei Kontakten des selben Relais
einmal 230V und einmal 5V schaltest.
Meiner Meinung nach solltest du das ganze nochmals überdenken.
@ jsw
DOWN_HI geht zum Motor zum runter fahren
UP_Hi geht zum Motor zum hoch fahren
230V kommt aus dem darüber liegenden Verteilerkasten als
Versorgung
N kommt aus dem darüber liegenden Verteilerkasten
UP/DOWN_HI sind die beiden Halbwellen vom Schalter
N als Durchverdrahtung oder unbelegt
also drei Adern über das NYM Kabel vom Schalter zur Zentrale. PE ist
wurscht, genau. Liegt ja schon in der Schalterdose und notfalls auch im
Verteilerkasten darüber. Das mit dem Schalten von 5V und 230V über das
selbe Relais ist gewollt für das gegenseitige sperren und der
Vorangschaltung.
Klingt also im Moment alles recht logisch für mich. Hauptsächlich ging
es ja auch darum, wie ich die Optokoppler richtig verschalte um die
Halbwellen zu erkennen.
Grüße
Nils
Die Erklärung, dass die Versorgung über die Schalterdose eingespeist
wird, hätte ich erwartet, als ich nachfragte. Aber egal.
Ich hoffe nur, dass an deiner Zentrale und am Schalter genau der selbe
Stromkreis anliegt. Ansonsten ist das unzulässig. Sicherer ist es auf
jeden Fall, den dort anliegenden L (und N) zu den Relais der Zentrale zu
führen.
Was ich nicht verstehe, ist dieser Aufwand mit den Dioden im Schalter.
Du könntest diese genau so gut auf deine Platine setzen - zusammenfassen
und wieder auseinanderdividieren ist irgendwie sinnfrei, da DOWN_HI und
UP_HI 1:1 auch an der Zentrale anliegen müssen. Oder ist der Schalter
doch etwas anders aufgebaut?
Wenn du schon die 230V-Relais einsparen willst, dann hänge DOWN_HI und
UP_HI an die Optokoppler und verhindere damit die Ansteuerung des
entsprechenden 5V-Relais. Die Methode K3=AUS/AN und K4=DOWN/UP hilft
dabei, ungewolltes gleichzeitiges Schalten beider Leitungen zu vermeiden
ohne da etwas verriegeln zu müssen. Mit diesen Relais werden dann
ausschließlich 230V geschaltet.
Damit ist die Schaltung zwar immer noch fehleranfälliger als mein
Vorschlag, aber wenigstens kein sicherheitsrelevanter, grober Unfug, da
z.B. die entsprechenden Isolationsabstände sicher eingehalten werden
können - zumindest, wenn dein übriges Layout das zulässt.
p.s.: Die Relais mit einpoligem Umschalter sind nicht nur billiger,
sondern halten auch etwas mehr Last aus, was der Lebensdauer zugute
kommt.
40.52.9.006.0000 -> AC1=2000VA, AC15=400VA, AC3=300W 2,62 € (Reichelt)
40.61.9.006.0000 -> AC1=4000VA, AC15=750VA, AC3=550W 2,17 €
> die Kondensatoren am Eingang sind unnötig,> die gehören auf die rechte Seite,
Siehst du, was du angerichtet hast:
> Jalousie_matrix_rev1.png
Nun zerstören C1 und C2 die MOSFETs.
> Beim Bau des Hauses habe ich nur ein 5 Adriges NYM Kabel> von jeder Schalterdose zu meiner Zentralen Steuerung gelegt.
Reicht doch:
+--------+
PE---------------| |
N----------------| |----(M)--+
Zentrale L----------------| | | |
hoch-------------| |-----+ |
runter-----------| |---------+
+--------+
| | |
| o |
| \ |
+-o o-+
Die Kiste ist ein handelsübliches Zentralsteuerrelais.
Sven schrieb:> @ Hubert> Ist denn auch gewährleistet, dass wenn die Zentrale ausfällt die> Jalousien immernoch von Hand zu fahren sind?
Ja, das ist Gewährleistet. Es ist sogar so, dass man den Lichtstromkreis
für die Jalousien nehmen kann, und eine kompett andere Phase für die
Zentralsteuerung. Schau doch mal bei Jung und deren Jalousiemanagement
an.