Sandisk Ultra cruzer stick defekt

OP #3644158
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ich habe hier einen Sandik cruzer Ultra USB Stick, der defekt ist.

http://www.amazon.de/SanDisk-Cruzer-Ultra-32GB-USB-Stick/dp/B004IYJKRI

Es ist nachweislich der USB-Stecker "locker", weil der Besitzer den 
Stick imemr im Notebook lässt, das Notebook durch die Gegend schleppt 
und dann den Stick mechanisch stresst.

Frage: Hat jemand schon mal so einen Stick aufgemacht? Momentan weiß ich 
icht wie ich da reinkommen soll ...
Gast #3644184
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Vermutlich ist im hinteren Teil an den Seiten so eine Art Widerhaken, 
der das Herausschieben nach hinten verhindert. Wenn man den überwindet, 
ist die Elektronik frei.
Vielleicht sperrt auch nur der rote 'Nippel' das Herausschieben nach 
hinten.

Du könntest also versuchen, von hinten die beiden Wangen seitlich etwas 
auseinander zu biegen und gleichzeitig den Elektronikteil nach hinten 
schieben. Eventuell reicht schon kräftiges Weiterscheiben nach hinten.

Ob man das zerstörungsfrei schaffen wird, kann ich nicht sagen. Meinen 
kürzlich defekt gegangenen Verbatim habe auch nicht zerstörungsfrei 
auseinander bekommen. Da er sowieso defekt war, habe ich mich aber auch 
nicht sonderlich angestrengt.
#3644222
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Wie man deinen Stick zerlegt kann ich dir zwar nicht sagen aber der 
Stecker ist wahrscheinlich nicht nur locker sondern intern abgerissen.

Ich hatte auch schon den Fall wo das reparieren, also flicken der 
Leiterbahnen nichts geholfen hat. Für eine Kollegin habe ich dann die 
Daten gerettet indem ich einen identischen Stick besorgt habe und den 
Flash umgelötet habe. Direkt lesen kann man den Stick dann nicht aber 
mit einem Recovery Tool kommt man dann wieder an die Daten.
#3644243
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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> Es ist nachweislich der USB-Stecker "locker", weil der Besitzer den
> Stick imemr im Notebook lässt, das Notebook durch die Gegend schleppt
> und dann den Stick mechanisch stresst.

Mit diesen kleinen mini-USB-Sticks kann man das so machen, das sie quasi 
nur aus einem Stecker bestehen.
32GB - 13,56 Euro
www.ebay.de/itm/Waterproof-Mini-tiny-Model-4GB-8GB-32GB-USB-2-0-Memory-S 
tick-Flash-Drive-KM201-/171314211925

Bei dem defekten Stick wird so ein Widerhaken im schwarzen Gehäuse sein 
den du vorher lösen musst, vielleicht kann man etwas flaches (Messer, 
Federstahlblechstreifen) in die schwarze Hülle schieben und den Haken so 
lösen.
Wenn nicht wird der Stick einfach an der Seite aufgeschnitten.
#3644275
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Klaus R. schrieb:
> ...in den minidingern stecken übrigens oft einfach micro-sd´s :)

Sowas gibt es auch, da muss man sich aber die mikro-SD-Karte extra dazu 
kaufen.
... für 73 Cent, kann bis zu 32GByte große SD-Karten aufnehmen.
http://www.ebay.de/itm/New-Mini-T-Flash-TF-Micro-SD-SDHC-Memory-Card-Reader-USB-2-0-1-1-For-PC-Laptop-/131162505572


Die mini-USB-Sticks gibt es auch in einer abgerundeten Form.
16,58 Euro (gibt scheinbar nur rote)
http://www.ebay.de/itm/Wholesale-RED-MINI-Beans-Genuine-USB-2-0-Flash-Memory-Pen-Drive-Stick-4-32GB-/141108207438
Gast #3644516
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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> Ursache der nicht-mehr-Funktion ist tatsächlich eine abbe Leiterbahn.
> Der Stecker ist mechanisch nur ungenügend befestigt, da ist eine Bahn
> abgerissen.
>
> Morgen mach ich Fotos dazu.

Braucht keine Fotos!
Das repariert man einfach mit etwas Kupferlackdraht (den Lack brennt man 
mit dem Lötkolben und Lötzinn bei etwa 350Grad in etwa 5s ab) oder einem 
kleinen isolierten Draht. Dort wo die Leiterbahn anfängt oder an der der 
Unterbrechung nächsten Durchkontaktierung anlöten (notfalls Lötstop an 
der Duko abkratzen), das gleiche am Ziel. Fettich.

rgds
OP #3644539
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6A66 schrieb:
>> Morgen mach ich Fotos dazu.
>
> Braucht keine Fotos!

ich wollte weniger Fotos meiner Lötkünste einstellen, sondern eher ein 
Foto der mechanischen Sperre des Gehäuses, falls noch mal jemand den 
selben Stick ohne Skalpell öffnen möchte ....

PS: Löten kann ich übrigens, aber dennoch vielen Dank für die 
detaillierten Hinweise. Vielleicht nutzen diese ja jemand anderen, der 
diesen Diskussionsfaden liest.

PS2: Ohne stabile(re) Befestigung des Steckers an der Platine nutzt 
übrigens auch die drangelötete Leiterbahn nix, denn dann geht #2..#4 
auch ganz schnell ab, so wie der Stecker da rumschlabbert. NEIN, ich 
brauche von dir KEINE weiteren Befestigungstips für den mechanischen 
Teil ;-)
Gast #3644593
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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> ich wollte weniger Fotos meiner Lötkünste einstellen, sondern eher ein
> Foto der mechanischen Sperre des Gehäuses,

War nicht erkennbar :)

Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> PS2: Ohne stabile(re) Befestigung des Steckers an der Platine nutzt
> übrigens auch die drangelötete Leiterbahn nix, denn dann geht #2..#4
> auch ganz schnell ab, so wie der Stecker da rumschlabbert.

Yep - Ack!

Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> PS: Löten kann ich übrigens, aber dennoch vielen Dank für die
> detaillierten Hinweise.

Super - nicht jeder im Forum kann das und die Frage kommt doch immer 
wieder.

rgds
#3644694
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6A66 schrieb:
> (den Lack brennt man
> mit dem Lötkolben und Lötzinn bei etwa 350Grad in etwa 5s ab)

Besserer Weg: Ein paar cm des üblichen PVC-isolierten Schaltdrahts 
abisolieren. Der besteht innen aus mehreren dünnen Einzeldrähten. Einen 
davon nehmen: bereits abisoliert, bereits galvanisch verzinnt und gut 
lötbar.
OP #3645668
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so, hier mal die Fotos und der Bericht zum Stick.

Also, Der Stick besteht aus dem festen schwarzen Außenteil, und dem 
beweglichen (veschiebbaren) Innenteil (bestehend aus Unterteil oberteil 
und dazwischen geklemmter Platine). Die auf dem Boden des roten 
Unterteils längs angeordneten 2 sichtbaren "Gleit-Kufen" konnte ich 
ertasten, und ebenso 1 in der Innenseite des schwarzen Teils 
korrespondierende Kufe.

Ich hatte angenommen, daß auch diese Kufen irgendein Rastmechanismus 
haben, haben sie aber nicht. Die einzigen rastenden Teile sind die auf 
dem roten Unterteil angeordneten 2 "Flügelchen", welche sich ziemlich 
tief in dem schwarzen Außenteil festsezten.

Geöffnet bekam ich das Teil, indem ich in der Seite links und rechts 2 
dünne Kunststoff-Streifen einführte (zurechtgeschnibbelt und geknickt, 
ursprünglich ein "Heftstreifen"  für Blätter). Irgendwann kam ich wohl 
über die Flügelchen drüber hinweg, und dann konnte man das rote Teil 
komplett aus dem schwarzen Außenteil rausschieben.

Zur Bemessung, wie tief man dei Streifen einführen muß, könnten die 
Fotos ggf. hilfreich sein.
Angehängte Dateien:
OP #3657900
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Seppi schrieb:
> Den Pin mit Fädeldraht festlöten und dann alle Daten runterkopieren.

Danke für deine Anteilnahme.
Den defekt konnte ich  auch ohne Fädeldraht reparieren.

> Stick wandert danach in die Tonne.

Und warum sollte der Stick danach in die Tonne? Die miese Verbindung 
zwischen Stecker-Hülse und Platine schiebe ich mal auf bleifreies Lot, 
und/oder unzureichende Erwärmung der Lötstelle.

Nachdem ich alles umfangreich mit ausreichend Wärme und mit bleihaltigem 
Lötzinn einbalsamiert habe, funktioniert alles wieder prima.

Daß diese mechanische Grundkonstruktion nicht optimal designed ist, sehe 
ich auch, aber schmeißt du deswegen alles weg, was sich ohne Probleme 
reparieren läßt oder lies? Auto hat Auspuff kaputt -> ab in die Tonne?

> Wenn nicht: Selber schuld. -> Nächster Forumeintrag: "USB Stick trotz
> Fädeldraht defekt"

Ich hatte kurz überlegt, den gesamten Kontaktbereich mit 2K-Kleber 
"vollzumachen", um eine bessere Stabilität zu erreichen. Wenn dann aber 
wieder was ab wäre, hätte ich nie wieder eine Chance, da noch mal was 
anzulöten.

So hab ich es gegenüber dem Besitzer bei einem strengen Nutzungshinweis 
belassen, den Besitzer auf regelmäßige Datensicherung eingeschworen, und 
er mag den Stick so lange nutzen bis dieser auseinander fällt.

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