Hallo Forum,
seit neuestem habe ich ein Carport mit PV-Modulen belegt. Jetzt habe ich ein Problem mit dem Regenwasserablauf gesehen und bislang nichts passendes gefunden.
An der Vorderkante soll das Regenwasser in eine Regenrinne abtropfen. Aber leider hat die Kante des Moduls keine dafür geeignete Geometrie. Das führt dazu, dass manchmal ein Wasserschwall überschießt, meistens jedoch kleben die Tropfen durch die Oberflächenspannung am Aluminiumrahmen und machen den Holzbalken dahinter nass.
Gibt es hier eigendeine Abtropfkante, die man an die Stirnseite ankleben oder anschrauben kann? Im Profil müsste die etwa so aussehen, wie meine rote Zeichnung. Diese Kante sollte wenns geht nicht oben auf liegen, damit sich dahinter kein zusätzliches Wasser und Schmutz sammeln kann.
Kleb/schraub/niet einfach ein Flach auf die Stirnseite des U-Profils. Natürlich muss das Flach weiter nach unten gehen als das U-Profil. Da brauchts nix kompliziertes dafür.
Sollen dies Dinger nicht das oben stehende Wasser ablaufen lassen? Oder
wie soll das funktionieren?
Der Clip 'saugt' kapilar das Wasser an der Stelle an und leitet es über einen integrierten "Kanal" ab. Weil das nur mit wenig Wasser und nur an der Stelle funktioniert braucht man mehrere, irgendwas ist es verdreckt und es funktioniert nicht mehr. Regnet es heftig ist das Ding überflüssig und das Problem der Ursprungsposters bleibt immer noch bestehen.
Passende L-Profil und den Blaken damit abdecken. Wenn es passt reicht schon eines aus Kunststoff, die kann man selber mit einer Gartenscheere ablängen und halten recht lange. Habe ähnliche für Zäune verwendet sind nach 10 Jahren immer noch wie neu, sind nicht mal vergilbt oder brüchig.
Aus dem Kontext würd ich es mit "Flacheisen" versuchen.
Flachalu,Flachplastik.
Rohr hätte er verstanden, Winkel auch, U hab ich extra schon ausgeschrieben in der Hoffnung, dass dann der Schritt zum Flach nicht gar so groß ist.
Ich glaub eher, der TO braucht ein Schwallblech, kein Tropfprofil.
Siehe Bild. Achte darauf, dass es im Winter Schnee gibt, also etwas solider befestigen.
Am besten sind 10 mm starke Edelstahlplatten die mit M10 Edelstahlschrauben und Muttern an den Solarzellen befestigt werden! Die CrNi-Platten müssen tief in die Dachrinne reinragen, damit auch aus der Dachrinne heraus kein Spritzwasser mehr zurück ans Holz dranspritzen kann!
Wenn das Flach bündig auf dem U befestigt wird, dann schwappt es immer noch ab und zu vom Panel über die Dachrinne hinweg. Das ist wohl das Problem des TO, wie ich aus seiner Zeichnung schliesse.
10 mm ist in der heutigen Zeit noch gar nichts! Die Schneebälle sind manchmal 10 cm groß und man ist für die Klimakatastrophe gewappnet.
Falls die Konstruktion trotzdem noch zu wuchtig erscheint, könnte man auch einfach nur 3 mm dünne Aluminiumbleche verwenden und mit selbstschneidenden Schrauben ein Gewinde in die Solarzelle reinschneiden und so die Aluleisten ohne Mutter befestigen.
schwappt es immer noch ab und zu vom Panel über die Dachrinne hinweg.
Das ist wohl das Problem des TO, wie ich aus seiner Zeichnung schliesse.
Das ist aus meiner Sicht das geringste Problem. Wenn man das auch noch in den Griff bekommen möchte, dann müsste man alle Nase lang (alle 30 cm) eine Gießnase an die Solarzelle anbringen, das ist deutlich zu viel Aufwand!
Wichtig ist in erster Linie nur, dass das Holz nicht moderig wird!
Wenn das Flach bündig auf dem U befestigt wird, dann schwappt es immer
noch ab und zu vom Panel über die Dachrinne hinweg. Das ist wohl das
Problem des TO, wie ich aus seiner Zeichnung schliesse.
Das überschwappen mag auch ab und zu ein Problem sein, das eigentliche Problem ist aber:
meistens jedoch kleben die Tropfen durch die Oberflächenspannung am
Aluminiumrahmen und machen den Holzbalken dahinter nass.
Denn der Holzbalken fault dann mit der Zeit.
Lösungen hatte ich oben zwei aufgezeigt. Die Technologie dahinter ist Spenglern seit Jahrhunderten bekannt, dazu haben sie früher oft Blei-, Kupfer- oder Zinkblech benutzt, heute nimmt man meist Titanzink oder wenns edler werden soll Kupfer- oder auch mal Alublech.
Ich habe noch keinen Spengler getroffen, der dazu ein "Flach" oder 10mm starke Edelstahlplatten benutzt, aber das Forum überrascht einen doch immer wieder mal :-)
Und ich eine. Deine 1. Lösung widerspricht leider den Regeln des technischen Bautenschutzes. Dein Blech liegt auf dem Balken auf. Genau das darf es auf keinen Fall.
Dein Blech liegt auf dem Balken auf. Genau das darf es auf keinen Fall.
Seltsam, Bei den Dächern, die ich Spengler und Zimmerleute habe abdichten sehen, liegen die Bleche immer auf Balken auf. Egal ob das Kehlbleche, Traufbleche oder was auch immer waren.
Aber ich lerne gerne dazu, erkläre doch bitte warum, und wie man die sonst befestigt.
meistens jedoch kleben die Tropfen durch die Oberflächenspannung am
Aluminiumrahmen und machen den Holzbalken dahinter nass.
Nach Deinem Bild (also Kante deutlich vor dem Balken und keine direkte Verbindung) sollte sich Menge und Häufigkeit der Feuchtigkeit in Grenzen halten. Vermutlich ist das zurückspritzen aus der Dachrinne eher der, den Dir auch eine Tropfkante löst.
Die erste Frage wäre für mich, ob der Aufwand größer ist als in 30 Jahren oder so den Balken zu tauschen.
Die zweite Frage, wie das im Original vorgesehen war. Ist die Dachrinne z.B. deutlich tiefer oder gingen die originalen Platten weiter raus?
Wenn der Balken tatsächlich in Gefahr ist und Du an die Dachrinne gut drankommst, würde ich statt Blech ein dichtes Gitter nehmen, das zwischen Rahmen und linker Seite der Dachrinne liegt. Hilft effektiv gegen Spritzer und erlaubt ungehindertes Abtrocknen.
Wenn der Balken tatsächlich in Gefahr ist und Du an die Dachrinne gut
drankommst, würde ich statt Blech ein dichtes Gitter nehmen, das
zwischen Rahmen und linker Seite der Dachrinne liegt.
Warum versuchen hier eigentlich so viele für bewährte Lösungen wie sie seit über hundert Jahren eingesetzt werden, eigene Lösungen zu erfinden.
Leute das gibt es schon:
https://blechshop24.com/dachbleche/traufblech/
Warum versuchen hier eigentlich so viele für bewährte Lösungen wie sie
seit über hundert Jahren eingesetzt werden, eigene Lösungen zu erfinden.
Leute das gibt es schon:
https://blechshop24.com/dachbleche/traufblech/
Weil die Dachrinne für ein übliches Traufenblech ungünstig montiert ist. Man müsste sie quasi weiter nach vorne verlegen.
Nö, die erste Antwort. Ich hatte nur eine dünne Stiftstärke für die Skizzierung eines passenden Blechs genommen, deshalb sieht man das in der verkleinerten Grafik nicht.
Seltsam, Bei den Dächern, die ich Spengler und Zimmerleute habe abdichten
sehen, liegen die Bleche immer auf Balken auf.
Keine Ahnung was du siehst, nicht siehst oder übersiehst.
Jedenfalls gibt es Kondensation und die ist entsprechend zu vermeiden, bzw. das Wasser zu blockieren. Stichwort "stehende Nässe".
Evtl. hilft dir ja die KI weiter. Versuch es mal mit "dachdecker blech auf holz"
also da an der Kante was befestigen, aber nicht oben drauf. Ich kann da nur GROBE Anregungen geben, weil ich habe meinen Großonkel gefragt, aus Marseille. Er hat vor Ewigkeiten die Griffe für Opinel Messer geschnitzt.
Für Fenster/Türen gibt es das Prinzip als Begriff "Wetterschenkel", extra mit Tropfnase. Von gross bis klein,Kunstoff oder Alu, wie "ws 25" . Müsstest Du dann eins aussuchen, welches man befestigen könnte? Im Anhang ist eins (zum Aufklipsen auf Schrauben??)
So eine Art Standard-" Z-Traufblech" ist zu groß? Z ist eher speziell
Rein optisch - falls Dich das interessiert - passen solche Sachen wie im Anhang zu Deiner Zeichnung. Ist alles keine Empfehlung!! Vielleicht willst du eher Anregungen? Eine mini Gummi-Regenrinne "J Profil" , aber umgedreht, und ein Einfassprofil
Weil man am Carport so einen großen Temperaturgradient von innen nach
aussen hat und zusätzlich unter dem Carportdach eine so viel höhere
Luftfeuchte?
Ah, also gibt es eine Ausnahmeregelung für Carports. Verstehe (evtl.) Die handwerklichen Regeln gelten bei Carports also nicht.
Im Umkehrscluss ist das also falsch:
Seltsam, Bei den Dächern, die ich Spengler und Zimmerleute habe
abdichten sehen, liegen die Bleche immer auf Balken auf. Egal ob das
Kehlbleche, Traufbleche oder was auch immer waren.
Gibts dann Deine zusammengedichtete Ausnahme auch für Schleppdächer, Geräteschuppen, ... ?
Sorry für die späte Antwort, ich hatte recht viel Stress diese Woche.
Hier ist jetzt ein Foto.
Ja, das mit dem Traufblech hatte ich erst gedacht, aber die Montage ist tricky.
Ich denke ich werde die nächsten Tage mal nach so einem Winkelprofil ausschau halten und die Idee mit den Klammern macht es einfach für einen Versuch.
Es gibt im Netz Tropfkanten in verschiedenen Abmessungen zu kaufen. Vor allem auch in Anthrazit oder schwarz beschichtet, was aufgrund des Fotos doch gut passen würde und einen guten Eindruck macht, wenn der Balken und der PV-Unterbau und die Dachrinnenhalter damit nach vorne abgedeckt sind.
Falls der in die Tropfkante eingearbeitete Falz die Tropfkante zu weit nach vorne bringt, könnte man die Dachrinnenhalter (die scheinen direkt auf den Balken geschraubt, so daß die Innenkante der Dachrinne am Balken anliegt) auf kleine rechteckige Holzklötze schrauben. Das gefällt dem Balken auch nochmal besser, wenn zwischen Dachrinne und Balken Luft durchkommt.
Die Tropfkante würde ich mit vielen kleinen Blechschrauben direkt am der Stirnseite der PV-Modula anschrauben. Das Glas und die Zellen sind ja nur an der Oberseite, wenn Du mit den Schrauben auf halber Höhe der schwarzen Alu-Einfassung reingehst, kann da doch nichts mehr passieren.
Abdichtung: Damit auch ganz sicher kein Wasser hinter die Tropfkante kriecht und doch wieder vom hinteren Rand der Alu-Einfassung auf den Balken tropft, würde ich die Tropfkante zusätzlich kleben.
Mit Kleben meine ich sowas wie Silikon oder Acryl - also nicht Kleben zum Befestigen, sondern zum Abdichten. Denn wenn Du nur einen "trockenen" Dichtstreifen wie Kompriband verwendest, der über den Andruck der angeschraubten Tropfkante dichtet, wird das nicht gut genug funktionieren - das Blech ist ja dünn, wölbt sch und erzeugt nicht überall gleichen Andruck. Da kann das Wasser trotzdem dahinterkriechen. Bei einer klebenden Masse ist das besser.
Ideal wäre etwas butylbasiertes, zum Beispiel Dekaseal.
Bilden die PV-Module eine komplett geschlossene, wasserdichte zweite Fläche über dem Carport?
Oder sind die wie üblich mit Klammern von oben auf die Profile gesetzt? So daß durchaus Regen auch auf die darunterliegende Blechfläche des Carports kommen und nach vorne ablaufen kann? Dann sieht das tatsächlich etwas ungünstig aus. Da ist der Überstand der Blechhaut auf dem Balken viel zu wenig, keine gescheite Abtropfkante. Dann solltest Du zusätzlich auch dafür sorgen, daß dieses Wasser auch von einer unter den schmalen Blechrand des Deckblechs vom Balken geschobenen Tropfleiste in die Regenrinne geleitet wird. Schade ist, daß der Balken von dieser Tropfkante so ein bißchen eingehüllt wird und weniger Luft abbekommt.
Die Installation der Dachrinne sieht recht ungeschickt aus :-(
Man müßte das vor Ort ansehen können, um zu erkennen, ob zuvor nicht an anderen Stellen geschraubt werden müßte. Dennoch viel Erfolg!
Sorry für die späte Antwort, ich hatte recht viel Stress diese Woche.
Hier ist jetzt ein Foto.
Sag mal, auf dem Bild sind doch schon auf der Oberseite der Holzkonstruktion Bleche. Nur ist deren Tropfkante zu nah am Holz und grenzwertig kurz.
Wahrscheinlich würde es reichen, wenn du ein Blechstreifen der unten ca. 30° abgewinkelt ist hinter diese Bleche soweit wie möglich nach oben schiebst und am Holz anschraubst.
Der Blechstreifen so breit, dass die Unterkante etwas in die Dachrinne ragt
Zum Schrauben Spenglerschrauben mit EPDM Dichtscheiben benutzen.
Uuh là là ouh là là, mein Großonkel war traurig und triste und war echauffiert, hat angerufen mit der Frage, warum in er denn 2 Minus bekommen hatte?
Und warum der vor Spott triefende Beitrag darunter 4+
passen solche Sachen wie im Anhang zu Deiner Zeichnung
Aber dann musste ich die gesamte Schuld auf mich nehmen, denn ich hatte nicht spezifiziert, auf welche Zeichnung sich mein Onkel bezogen hatte. Natürlich auf das Bild des Op mit dem conception expérimentale, das rechte Bild
Und der Rest meines Beitrags ist ja komplett Standard, Z-Traufblech (in verschiedenen Varianten erhältlich) und Wetterschenkel mit Tropfnase(in verschiedenen Varianten erhältlich)
Ich bleib für immer und ewig und mein Großonkel aus Marseille, der für uns den Musette in Holzschuhen tanzt, auch
Bilden die PV-Module eine komplett geschlossene, wasserdichte zweite
Fläche über dem Carport?
Ja, die Module sind dicht dazwischen.
Das "Brett" im Bild ist ein tragender Balken 10cm stark, kann man an den Schrauben erkennen. Oben drauf ist Alublech als Wetterschutz obwohl das hier nicht wirklich gebraucht wird weil die Module es schützen. Mehr Überstand nach vorne war nicht möglich, sonst hätte es hinten nicht gereicht. Deshalb ist auch die Rinne nah am Balken mit Stirnbretthaltern befestigt.
Als ehemaliger PV-Projektingenieur (i.R.) kann ich nur sagen - PV-Module falsch montiert. Nach allgemein gültiger Montageempfehlung sollen allseitig immer mindestens 20cm Platz bleiben. Ansonsten kann es bei ungünstigen Windverhältnissen vorkommen, dass die gesamte Konstruktion einfach vom Dach gerissen wird. Habe ich in meiner vieljährigen Berufspraxis alles schon erlebt ...
Wenn die PV-Module >20cm von der Dachrinne entfernt sind, kann auch das vom TO skizzierte Problem nicht auftreten.
Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden,
für Erhalt und Förderung eigener Intelligenz, sowie ein
liberalisiertes Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden,
für Erhalt und Förderung eigener Intelligenz,
sowie ein liberalisiertes Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
Also die Solarmodule bilden die dichte Dachhaut, auf der sämtliches Wasser gesammelt und bis zur vorderen Tropfkante geleitet wird. Ok.
Dann würde ich halt einfach, wie von mir beschrieben, noch eine zweifach gewinkelte Blech-Tropfkante an die Stirnseite der PV-Module schrauben. Dünnes Blech, gerne auch anthrazit oder schwarz wie der Alu-Rahmen der PV-Module.
Damit kein Wasser drunterschlüpft und doch wieder nach hinten kriecht, klebende Dichtmasse dazwischen, und lieber mit vielen kleinen Schrauben als nur wenigen großen.
Ist dann die Tropfkante zu weit vorn, Dachrinne auf Klötzchen weiter nach vorne bringen.
Das mit dem Wind, ja... klar haben die PV-Module große Fläche gegenüber einer recht schwachen Befestigung. Eine satte Bretterlage, vielfach mit der Balkenkonstruktion verschraubt, und darauf Blech, das ist vertrauenswürdiger bei Sturm. Aber ist halt ein Pokerspiel: Leichten Sturm halten die PV-Module auch. Ganz starken Sturm hält vielleicht der ganze Carport nicht aus.
Also ich finde das irgendwie vom Arbeits- und Geldaufwand attraktiv und elegant, daß man nicht zwei Dächer übereinander baut, sondern die PV-Module gleich als Dachhaut verwendet. Hab's bei meinem Fahrrad-Port auch so gemacht.
@Tom H. (toemchen)
Seit wann bilden PV-Module eine dichte Dachhaut? Da regnet es immer durch an den Stoßstellen der Module, die ja schon wegen der Wärmeausdehnung insbesondere des Alu-Rahmens auch immer mit einigen mm Spalt verlegt werden müssen. Das kommt schon durch die Klammer-Konstruktionen zustande, mit denen die Module auf die Unterkonstruktion geschraubt sind.
Wer bei der PV-Montage "pokert" kann auch ganz schnell vorm Kadi landen, wenn nämlich einzelne Module oder gar die gesamte Anlage vom Dach geflogen ist und Sach- oder gar Personschaden die Folge war ...
Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! - Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! - Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! - Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden, für Erhalt und Förderung eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
@Tom H. (toemchen)
Seit wann bilden PV-Module eine dichte Dachhaut?
Bei mir seit 2 Jahren auf einem Fahrrad-Unterstand.
Das sind ältere Module 145x58cm, mit dem bis heute üblichen umlaufenden Alu-U-Profil 30x30mm. Die Module sind, mit einer Wurst aus butylbasiertem dauerlastischem klebendem Dekaseal dazwischen, eng aneinandergerückt und von unten mit selbstgebauten Klammern an die typischen Befestigungsprofile geschraubt. Für ein solches Dach hält das wunderbar dicht, kein einziger Tropfen verirrt sich auf einen Fahrradsattel. Für einen Carport geht das auch.
Ok, bei einem Wohnraum drunter hätte ich nicht genug Vertrauen in die Dauerhaltbarkeit.
Der Fahrradunterstand steht in München. Bitte halte Dich am besten von Bayern fern, nicht daß Dich eines der umherfliegenden Solarmodule trifft!!!111!
Bilden die PV-Module eine komplett geschlossene, wasserdichte zweite
Fläche über dem Carport?
Ja, die Module sind dicht dazwischen.
Das "Brett" im Bild ist ein tragender Balken 10cm stark, kann man an den
Schrauben erkennen. Oben drauf ist Alublech als Wetterschutz obwohl das
hier nicht wirklich gebraucht wird weil die Module es schützen. Mehr
Überstand nach vorne war nicht möglich, sonst hätte es hinten nicht
gereicht. Deshalb ist auch die Rinne nah am Balken mit Stirnbretthaltern
befestigt.
Beim Carport von Rangi J. ist es laut Nachfrage und Antwort offenbar genauso. Ich habe kommentiert, daß mir das gefällt. Aber Peter S. gefällt es offenbar nicht. Er schreibt mit Ausrufezeichen.
Die Module sollten ursprünglich mit einem Gummi-Profil abgedichtet werden.
Aber leider stellte sich heraus, dass die Kanten des Moduls nicht gerade sind. Genau genommen sind sie konkav, bis zu 5mm, was dazu führte, dass die Gummiprofile in der Mitte einfach nicht hielten und auch nicht dicht wurden.
Deshalb musste ich das dann mit dauerelastischem Füllstoff (Polymer STP-Dichtstoff) verkleben. Der Abstand an den Ecken ist ca. 4 bis 5 mm Ausgleichsfuge, in der Mitte deutlich mehr.
Die Klebung und die Elastizität hab ich getestet bei -18°C im Frost und mit kochendem Wasser auf Alu. Die Werte sind wie im Datenblatt sehr vielversprechend. Die Zeit wird zeigen, wann man da wieder dran müsste.
Zurück zum Thema: ich habe mir für einen Versuch im Baumarkt ein ganz einfaches Winkelprofil 30x30mm gekauft. Und gleich daneben lag so ein Klammerprofil wie Udo es in grün gemalt hat, nur eben 2m lang. Das lässt sich recht einfach von hinten auf den Alurahmen stecken und presst das Winkelprofil recht fest an.
Leider hatte ich noch keine Zeit mal den Schlauch auszurollen und es auszuprobieren.
Die Zeit wird zeigen, wann man da wieder dran müsste.
Wenn, dann solltest Du in Vorbereitung dieser Aktion T-Profil besorgen , damit das dann in die Zwischenräume eingeklebt werden kann. Das hält die Sonne von oben auch noch ab.