Hallo Zoltan,
eigentlich hast du recht, auf den ersten Blick ist ein p FET
angebrachter, aber auch mit einem pFet wird es Ärger gegeben.
Zunächst was macht der n-FET:
Angenommen er braucht eine Gate Source Spannung von 3 V um
durchzuschalten (hab im Moment keine Ahnung wieviel er braucht, aber
soviel wird es wohl schon sein), dann erreicht deine Motorspannung
maximal 9 V, da das treibende IC mit 12 V versorgt wird. Ist die
notwendige Gate Sourcespannung höher wird die Motorspannung
entsprechend kleiner. Die oberen FETs arbeiten als Sourcefolger, d.h.
die Spannung am Source folgt der des Gate nur eben um die Gate Source
Spannung kleiner.
Mit einem p-Kanal FET würde es nur dann funktionieren, wenn du den
Sourceanschluss an + legen würdest. Aber das ist noch nicht alles. Dein
Treiber IC wird mit 12 V versorgt. Die maximale Gate Spannung ist also
12 V. Wenn die Betriebsspannung auch 12 V beträgt (dann hast du
allerdings hinterm Regler keine 12 V, aber mal egal) dann sperrt der
FET, was gwünscht ist. Schaltet das IC seinen Ausgang auf 0V, dann hast
du -12 V Gate-Sourcespannung und der p-Kanal Fet wird leitend. Alles
bestens. Aber, wenn deine Betriebsspannung z.B. 18V beträgt und der
Treiber an seinem Ausgang 12 V bringt, sieht der FET -6V Gate
Sourcespannung und wird leitend und das möchtest du ja eingentlich
nicht.
Was kann man dagegen machen:
Für die oberen FETs keinen IC-Treiber verwenden, sondern den
Kollektorwiderstand des Optokoppler direkt an die Versorgungsspannung
der FET-Sutfe hängen und vom Kollektor des Opto Koppler auf das Gate
des oberen Transistor fahren. Wenn du langsam schaltest wird as
funktionieren. Wenn es schneller gehen soll (PWM) sind die
Aufladevorgänge der Gate-Sourcekapazität nicht mehr zu vernachlässigen.
Hier soltest du dann eine Treiberstufe z.B. mit Transistoren
dazwischenschalten.
Gruß
Simon