Guten Abend,
was macht man mit einem alten 6-Volt-Trafo, der von einer kaputten Mikroskoplampe übrig geblieben ist?
Für ein USB-Netzgerät reicht die gleichgerichtete Spannung gerade so aus, wenn man einen LDO-Regler verwendet. Der L4940V5 kommt bei 1,5 A mit max. 900 mV Dropout aus. Um 5,9 V am Eingang auch bei 10 % Netzunterspannung sicherzustellen, müssen ca. 20 mF Glättungskapazität her, und natürlich entsprechend hoch dimensionierte Schottkydioden für den Gleichrichter.
Doch ein USB-Netzgerät sollte es auch verkraften, dass man ein Mobilgerät an den Ausgang ansteckt, ohne dass das Netzgerät am Netz angeschlossen ist. Ohne eine zusätzliche Schutzdiode würde das nun 5 V liefernde USB-Gerät die Glättungselkos durch den Regler rückwärts hindurch aufladen, was ihm sicher nicht gut bekommen würde. Für eine Diode in Reihe ist jedoch nicht genug Spannungsreserve vorhanden.
Deshalb habe ich eine kleine Schaltung hinzugefügt, die ein Relais, dessen Kontakt zwischen USB-Buchse und Regler-Ausgang liegt, nur schließen lässt, wenn am Eingang des Reglers mindestens ca. 5,5 V anliegen.
Soweit funktioniert das ganze auch, nur scheint mir der Aufwand recht hoch zu sein. Zudem „klingelt“ das Relais bei einem Kurzschluss am Ausgang, was ich vorher nicht bedacht hatte. Besser wäre sicher ein MOSFET zwischen GND und USB-V−, der seine Gatespannung von der gleichgerichteten Eingangsspannung bekommt.
Da ich noch ein Steckernetzteil mit 6-V-DC-Ausgang bei 2,1 A Belastbarkeit herumliegen habe, würde ich gern noch eine verbesserte Version (ohne Gleichrichter) aufbauen.
Ich würde mich freuen über Anregungen, u.a. wie man das Problem mit dem Dioden-Ersatz evtl. einfacher lösen könnte, und weiteres Feedback.
Gruß Johannes



