Gast
#6501801
Hallo! Ich habe ja unlängst nach Leuchtpulver gefragt, welches auf Elektronen reagiert. Auf aliexpress habe ich dann entsprechendes gekauft. Ziel war es, eine Elektronenbeugungsröhre komplett selbst zu basteln. Da ich aber nur Zugang zu einer doppelstufigen Drehschieberpumpe habe (Enddruck ca. 1 Pa) und dadurch die freie Weglänge der Elektronen erst im mm-Bereich liegt, habe ich mich entgegen meinen Gewohnheiten doch auf die Suche nach einer kommerziellen Beugungsröhre gemacht. Glücklicherweise bin ich letzte Woche auf ebay-kleinanzeigen auf eine solche gestoßen. Ich konnte die nette Verkäuferin noch auf 120 Euro runterhandeln. Es handelt sich um das Modell Leybold 555 17. Die maximale Beschleunigungsspannung beträgt 5kV, der maximale Anodenstrom 200µA und der Heizstrom 0.3A. Diesen Teil des Aufbaus setze ich aber selbst um. Zum Einsatz kommt für die Heizspannung ein 6V/3VA Trafo mit einem 10Ohm-3W-Potentiometer zum Einstellen des Heizstroms. Die Hochspannung liefert wie so oft in meinen Projekten ein CCFL-Inverter + Hochspannungskaskade. Dieser wird über einen LM317 mit einer variablen Spannung von 1-10V versorgt, sodass sich eine Ausgangsspannung von rund 1kV-6kV ergibt. Die Hochspannung messe ich mit einem digitalen 2kV-Voltmeter (https://de.aliexpress.com/item/32991127482.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.3f0a4c4dMfgcfk), welches zwecks 1:10-Teilung einen 180 MOhm-Vorwiderstand verpasst bekommen hat. Wie man an den Bildern sieht, stimmt die Ausgabe recht gut mit der tatsächlichen Spannung überein. Jetzt warte ich auf die Elektronenbeugungsröhre (= mein Weihnachtsgeschenk von mir an mich selbst ;-)) und die analogen Panelmeter, dann kann es weitergehen.
































