Hallo,
kann mir einer zeigen, wie ich Kondensator und Spule schalten muss, um
eine einfache FM Demodulation hinzubekommen, unabhängig von Werten der
Spule oder des Kondensators? Ich finde im Internet leider nur
Schaltungen, für die AM Demodulation mit Diode.
Danke im Voraus!
der übliche FM-Demodulator war früher der "Ratiodetektor", da er auch
eine AM-Unterdrückung aufweist. Heute wird mit integrierten Mischern
demoduliert, der bekannteste ist der gute alte TBA120.
Es gibt die einfache "Flankendemodulator"-Methode, mit einem normalen
AM-Detektor der auf die Filterflanke also etwas neben der Sollfrequenz
abgestimmt ist. Damit wird die FM in eine AM umgewandelt.
Und schließlich der Laufzeitdemodulator. Das Signal wird aufgeteilt, ein
Teil läuft durch eine Verzögerungsleitung, das kann im einfachsten Fall
ein langes Kabel sein. Am Ende werden beide in einem Mischer wieder
zusammengemischt, über die wechselnde Phasenverschiebung wird auch FM
demoduliert.
Hallo,
das sind alles komplizierte Verfahren, wie ich feststelle.
Also ein FM Sender zu bauen scheint dagegen z.B. eine einfache Sache zu
sein. Ein Transistor ein paar Widerstände, Kondensatoren und eine Spule
das wäre es. Deswegen dachte ich auch das ein Empfänger noch einfacher
sein müsste. Kann mir einer die einfachste Methode nennen?
@Florian:
sehr einfach läßt sich FM auch mit einer PLL demodulieren, z.B. mit
einem CD4046. Was am besten ist, hängt aber, wie so oft, von der genauen
Anwendung ab.
Jörg
Das Verfahren von Andreas ist ein digitaler Laufzeit-Demodulator. Das
XOR kann man als digitalen Mischer betrachten.
Den Zähldiskriminator hatte ich vergessen, dazu gehören auch Verfahren,
die über ein Monoflop die FM in eine PWM umwandeln, z.B. sogenannte
Frequenz-Spannungs-Wandler wie der LM2907.
Hallo,
was willst Du denn überhaupt demodulieren?
Breitband-FM, also üblichen Rundfunk?
Was hast Du zur Verfügung?
Ein passend verstärktes und gefiltertes ZF-Signal, dem nur der
Demodulator fehlt oder einen reinen Tuner-Baustein, der erstmal einen
ZF-Verstärker braucht?
Gruß aus Berlin
Michael
Da ich selber gerade den Bau eines FM-Empfängers ins Auge gefasst habe:
Wie steht es um den TBA120? Ist der Verfügbar? Was erledigt der alles
für mich? Ich weis, ich könnte mir das Datenblatt vornehmen, aber ich
möchte schon etwas "Fingerspitzengefühl" von erfahrenen Anwendern
"lesen".
Gibt es einfachere Ansätze, wenn's möglichst Digital (aber noch ohne
DSP) sein soll?
Hallo,
@Patrick Dohmen:
als Übungsobjekt mit der TBA120 (www.segor.de für 1 Euro gesehen), dazu
ein 10,7MHz-Keramikfilter an den Eingang und 10,7MHz Schwingkreis an den
Phasenschieber des TBA. Von irgendeinem alten Tuner die ZF ran und man
sollte erstmal was hören...
Die Frage ist letztlich, was es werden soll. Für einen High-End
Empfänger würde ich die TBA120 nicht mehr unbedingt nehmen wollen.
Wenn es mehr um die Kombination mit einem AVR geht: alte ISA-Radiokarte
besorgen. Da ist meist LM7000 als PLL und TEA5712 oder Abkömmlinge als
Empfänger drauf. Noch schöner ist der TEA5757, der hat alles im Stück
drin.
Lassen sich alle gut programmieren, serielles Schieberegister als
Interface.
Mit den ICs haben auch etliche Hersteller HiFi-Tuner gebaut. Das ist
dann mehr Sachen des HF-Konzeptes drumrum und das klappt auf Anhieb
vermutlich sowieso nicht. ;)
Aber auch ein Stereo-Radiowecker mit Suchlauf, RDS, Speichertasten usw.
mit einem AVR hat erstmal seinen Reiz. :))
Gruß aus Berlin
Michael
Hallo,
genau genommen will ich ein normales FM Radio (Mono) bauen!
Ich dachte am Anfang, dass könne man so leicht basteln wie ein AM
Empfänger hab ich leider falsch gedacht!
Hallo,
@Florian:
prinzipiell kann man das machen.
Was für einen AM-Empfänger meinst Du?
Einkreiser? Super? Mit ICs oder richtig diskret?
Ist jetzt mehr, um abzuschätzen, womit man dann bei FM die Vergleiche
ziehen kann.
Allerdings ist das ja eigentlich weniger AVR-bezogen. ;)
Schau mal auf
http://electronics-diy.com/schematics.php
unter FM-Receiver, was prinzipeill mit wenig Aufwand geht.
Super-Regenerativ-Empfänger (Pendel-Audion) ohne Vorstufe und guter
Abschirmung sollte man allerdings nicht mehr so unbedingt zum täglichen
Gebrauch benutzen. Die senden dann ein beachtliches Störsignal in die
Gegend... Die Empfangsqualität ist auch nicht berauschend.
Das Prinzip ist aber bei fast allen Funkthermometern u.ä. auch heute
noch im Einsatz.
Gruß aus Berlin
Michael
Hallo,
@Christoph Kessler: wenn man der Philips-Webseite glauben kann, baut
Philips die auch noch fast alle, wenn ein Kunde nur ca. 5000 Stück
bestellt...
Sie tauchen auch in etlichen Taschne-Weltempfängern immer wieder auf.
www.segor.de kann auf Bestellung auch den TEA5757 noch liefern, ideal,
wenn man in Verbindung mit AVR rumspielen will. PLL-Tuner drin,
Stereodekoder drin. Allerdings kein DIL-Gehäuse.
Wird z.B. auch hier benutzt:
http://www.hebel23.de/index.htm?/projekte/radio/radio.htm
Gruß aus Berlin
Michael
@Florian,
für den UKW-Empfang kann man auch ein einfaches Pendelaudion verwenden.
http://www.radio-ghe.com/ukw-zwerg.htm
Die sind zwar ursprünglich für den AM-Empfang gedacht, funktionieren
aber auch bei FM. Einfacher geht´s wirklich nicht. Nachteil ist
allerdings, dass die Oszillatorschwingung leicht abstrahlen kann.
Jörg