Servus,
ich hab mir das Atmel STK 500 zugelegt... was kann ich denn zur
Spannungsversorgung nehmen, könnt ihr was empfehlen? Für den
Hausgebrauch zum basteln steht mit kein Labornetzgerät oder ähnliches
zur Verfügung...
Das Ding hat Spannungsregler und Gleichrichter am Eingang, also ein
DC-Steckernetzteil das mindestens 9V und 300mA bringt, Polarität des
Steckers egal. War da kein Netzteil dabei??
Nen handelsübliches Steckernetzteil (aka Wandwarze) mit nen Spannung
zwischen 10 und 15V genügt. Der Strombedarf liegt bei etwa 250mA (Alle
LEDs an), nimm ruhig ein wenig mehr. 12V/500mA dürften auf alle Fälle
reichen.
Laut Handbuch 10V bis 15V ....
Habe das Netzteil meines EPROM Brenners genommen, gabs beim Reichelt für
5€ ....
12V (auch andere Spannungen möglich) / 500mA
Und nein, beim STK500 ist kein Netzteil dabei, es steht auch nirgends,
welcher Strom benötigt wird ....
Es liegt lediglich ein 2pol Versorgungsstecker dabei, das auf einer
Seite offen ist (wo eigentlich das NT dran sein sollte).
Stabilisiertes Netzteil, gute Wahl! Normale Wandwarzen laufen bei
Leerlauf weit über 12V. Ein Kollege hat hier auf Arbeit auf die Weise
mal die oben erwähnte Transildiode gebraten. Auf dem Netzeil stand 12V,
500mA, raus kamen ohne Last 17.8V, die Transildiode hat die Spannung
noch eine Zeit lang "stabilisiert" und sich dann mit entsprechendem
Geruch ausgelötet.
>Und nein, beim STK500 ist kein Netzteil dabei
Die werden auch immer knickriger! :(
Als ichmeins gekauft habe (laaaange her) war ein umschaltbares
300mA-Teil dabei. Das steht auf 9V, in Wirklichkeit sind es aber ca.
12V.
Man fühlt es auch am Spannungsregler wenn die Spannung zu hoch wird. ;)
Hallo,
ich habe dasselbe Problem. Ich habe bei der AVR-aktion (STK500+DRAGON)
zugeschlagen. Leider ist da kein Netzteil dabei.
Das Handbuch läßt sich leider nicht sehr über das Netzteil aus. Nirgends
steht ob die Spannung stabilitiert sein muss, bzw. wieviel Strom zur
verfügung gestellt werden muss.
Also musste der Schaltplan her. Laut dem müßte auch ein AC-Netzteil
funktionieren (Ich hab ein passendes AC Netzteil herumliegen). Hat da
jemand Erfahrung mit der Stabilisierung?
Ich möchte ehrlich gesagt nicht mit den AVR's anfangen und gleichzeitig
ein Problem in der Spannungsversorgnung haben.
Gruß
Mario
Naja, der Elko da drauf hat gerade mal 100 µF, den würde ich nicht als
Siebelko benutzen wollen.
Ein STK500 allein (ohne Huckepack-Boards) braucht so (120...130) mA.
Rechnen wir mal nach: in einer Halbwelle (10 ms) wären das dann etwa
1,3 mAs an Ladung. 100 µF sind 0,1 mAs/V, der Elko würde also in
einer Halbwelle (mal der Einfachheit eine lineare Entladung
angenommen) um 13 V entladen werden. Die Minimalspannung zum Betrieb
des LM317 ist 3 V über der Ausgangsspannung, also bei 5 V braucht er
wenigstens 8 V. Um die 13 V Spannungshub auszugleichen, muss er also
bis 21 V geladen werden. Das ist die Spitzenspannung, der zugehörige
Effektivwert wäre etwa 15 V. Die Transil-Diode begrenzt jedoch die
Spitzen auf 18 V.
Fazit: wenn man die Transil-Diode auslötet, könnte man gerade so mit
15 V ~ das reine STK500 betreiben, aber ohne Zusatzgeräte. Besser ist
es aber, ein Netzgerät mit (9...12) V = zu benutzen. Das muss nicht
sonderlich stabilisiert sein (der STK hat ja seine eigenen
Spannungsregler für alles), aber es sollte halt den Siebelko
wenigstens mal enthalten.
Es ist ja ein Gleichrichter und ein 5V Spannungsregler onboard, den
würde ich selbst aber am liebsten nur mit max. 9V betreiben. Dann ist ja
noch ein SMD-LM317 dran welcher warscheinlich auf 12V regeln soll und
zusätzlich noch ein Mini-SMD-LM317 und ein OP LM358 auf dem Board was
für die regelbare VREF sein soll die man aus dem Studio verstellen kann.
In einem Beitrag wo ich auch ein paar Fragen dazu hatte, wurde sogar
gesagt das da eine Ladungspumpe für die 12V onboard ist so das es reicht
auch mit 10V zu arbeiten
Ich betreibe das Teil mit einem Umschaltbaren 300mA-Steckernetzteil,
eingestellt auf 9V. Auf dieser Stellung läuft es prima und der
onboard-Spannungsregler wird nicht besonders warm. Auf 12V gestellt
heizt er schon ganz anständig. Habe die Spannung nicht nachgemessen, bin
nur nach der Temperatur gegangen. ;)
Vorsicht:
Eine ~9V/240mA Wandwarze hatte ich auch mal dran.
ISP und das Demo-Proggi auf dem beigelegten '8515 welches die Led's
blinken läßt funktionierten einwandfrei.
Nur HV-Programmierung ging sehr unzuverläßig oder gar nicht. Eine
Ewigkeit habe ich in alle Richtungen probiert bis ich auf das schwache
Netzteil gekommen bin.
Nun läuft alles wie geschmiert. Mit einer stärkeren Spannungsversorgung
natürlich...
Torsten
Siehe oben, eine Wechselspannungsversorgung ist mit diesem kleinen
100-µF-Elko wirklich nicht zu empfehlen.
Ja, eine Ladungspumpe für die 12 V fürs HV-Programmieren ist wohl
drauf. Hab' noch nicht im Schaltplan nachgesehen, welche Bauteile
dafür da sind, aber wir betreiben die STK500 immer nur mit 8...9 V
am Labornetzteil, trotzdem geht die HV-Programmierung, wenn man sie
braucht.
Die drei Spannungsregler sind:
. 7805 für die Programmiermimik des STK500 selbst
. LM317 für Vtarget
. Mini-LM317 für Varef
Ich hatte ein DC-Netzteil dran. Habe mal nachgemessen: bringt in
9V-Stellung ca. 10.5V mit µC drauf, ohne weitere Last.
Der Gleichrichter ist wohl auch nur als Verpolungsschutz drauf, also
egal wie 'rum angeschlossen wird. Der Elko dient zur Glättung der
Restwelligkeit der Wandwarzen.
Ansonsten ist die Versorgung nicht für AC vorgesehen, auch wenn's
funktionieren sollte.
Thilo M. wrote:
> Der Gleichrichter ist wohl auch nur als Verpolungsschutz drauf, also> egal wie 'rum angeschlossen wird.
So ist es. Wenn man mehrere STK500 an einem Computer betreiben will,
sollte man übrigens den Minuspol an den Mittelstift legen, ansonsten
schaltet der Schalter des ersten STK500 alle angeschlossenen STKs
auf einmal ein.
Danke für die Tipps!
Ich habe mir mittlerweile in DC-Netzteil mit 9V@500mA DC besorgt. Von
einem alten Modem. Den Minus-Pol muss ich noch nachmessen, damit er
entsprechend Jörg's Tip (steht auch was dazu im Handbuch) angeschlossen
ist und gegebenenfalls tauschen.
Grüße
Mario