Seltsame IC's

Gast #3053716
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Hallo allerseits,

ich habe aus einer Platine diese IC's ausgelötet, siehe angehängtes 
Bild.
Die Bezeichnungen sind:

43-VD-31-03

43-VD-31-05

566110 16

Leider war meine googlei bis jetzt erfolglos.
Kann mir jemand da helfen?
Angehängte Dateien:
#3053739
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Das sind kundenspezifische Hersteller Angaben.
Groessere Geraetehersteller lassen sich von den IC Hersteller ihre 
eigene Typennummer aufdrucken. Das koennen durchaus normale 74xx Ic 
sein.
HP z.B hat immer eine 8 stellige  Nummer auf ihren IC aufgedruckt was 
normale Ic waren. Von welchem Hersteller ist das Board wo du die 
abgloetet hast denn?
Gast #3053779
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> Dann google doch mal nach "7143", "7149" und "7209".

Wozu, Herstellerdatum, klar gab es die 43/49. Woche 1971 und 9. 1972.

> 7143A programmierbarer Controller für Touch-Sensoren
> 7149A Farb-Demodulator

Herr wirf Hirn.

> Das sind kundenspezifische Hersteller Angaben

So isses.
#3053910
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Lothar Miller schrieb:
> Den Fertigungsort?

Nach allem, was ich über die date codes gefunden habe, steht der bei 
früheren TI Chips im Klartext drauf.

http://datamath.org/Datecodes.htm
"The origin of the IC is written in plain words."

http://www.antiquetech.com/identification/TI_chip_markings.htm
"The numbers are often found on the underside with the country of 
manufacture."

Irgendwelche custom chips leuchtet mir noch am ehesten ein. Man könnte 
die Dinger ja mal auf logische Funktionen analysieren. Aber ob das 
lohnt...
#3054461
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Möglicherweise handelt es sich bei den beiden 566110 -16
ja um GI-Clones der legendären 25120 WOM-Speicherchips,
die einst von Signetics erfunden wurden.

WOM bedeutet Write-Only-Memory

http://de.wikipedia.org/wiki/Write-Only-Memory

Es ist auch heute noch erbaulich,
mal einen Blick in das Datenblatt zu werfen:
(ist übrigens von 1972)
http://portal.national.com/rap/files/datasheet.pdf
(2,4MB, die sich lohnen)

Wie es sich für mil- und aerospace- Anwendungen gehört,
gibt es ein Diagramm über die Anzahl der Steckzyklen
vs der dann noch verbliebenen Anschlusspins.

Interessant ist auch das Diagramm über den Verkaufspreis
vs Ausfallrate und Zahlungsmoral des Kunden.

Sogar an einen Heizfaden hat man gedacht:
Vff = 6,3V AC bei 2,5A
Daher braucht der chip auch einen recht grossen Ventilator
(siehe DB unter "COOLING")

Ob es sich bei den beiden GI 566110 -16
nun tatsächlich um WOMs handelt,
kann man leicht selbst herausfinden:

Einfach schrieb:
> In den Nullkraftsockel des IC-Tester/Prommer hinein und sich überraschen
> lassen was der dazu sagt. So geht er wenigstens nicht kaputt.

Und dann einfach einmal ein paar Daten einspeichern
und danach versuchen, sie wieder auszulesen.

Sollte dies nicht gelingen, ist die Sache klar:
WOMS !

;-)

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