Suche analog einstellbaren, temperaturkompensierten LED-Konstantstrom-Regler IC bis 1 A

Gast #3727119
Lesenswert?
• ▲
▼
Für meine Anwendung benötige ich einen LED-Treiber-IC, der eine 
möglichst konstante Helligkeit einstellt.
Außerdem sollte er einen Konstantstrom liefern; PWM möchte ich vermeiden 
-> Steuereingang also analog.

PAM2861 ( http://diodes.com/datasheets/PAM2861.pdf ) hat meinen 
schnellen Messungen zufolge leider einen Temperaturkoeffizienten von ca. 
-1.4 mA/K (das Datenblatt enthält keine Angaben zum I/T o.Ä.)

Externe Kompensation würde Temperaturmessung des ICs oder einen 
Helligkeitssensor erfordern. Auf den entstehenden Mehraufwand würde ich 
auch gerne verzichten.

Evtl. ist das Problem der integrierte Schalter, der den IC aufheizt 
(70°C)?
Durch räumliche Trennung ließe sich auch die Temperaturmessung einfacher 
gestalten.

Treiber mit integrierter Temperaturkompensation habe ich bislang leider 
nur für kleine Ströme gefunden.

Aber das Einfachste wäre ein ähnlicher, temperaturstabiler Regler - 
kennt jemand soetwas?
Gast #3727145
Lesenswert?
• ▲
▼
Möchtest Du die Temperatur der LED zusätzlich messen und in die Regelung 
mit ein beziehen, oder reicht es dir, wenn nur die Umgebungstemperatur 
im allgemeinen gemessen wird?
Soll die Helligkeit oder der Strom konstant gehalten werden?
#3727160
Lesenswert?
• ▲
▼
Info schrieb:

> PAM2861 ( http://diodes.com/datasheets/PAM2861.pdf ) hat meinen
> schnellen Messungen zufolge leider einen Temperaturkoeffizienten von ca.
> -1.4 mA/K (das Datenblatt enthält keine Angaben zum I/T o.Ä.)
> ...
>
>
> Evtl. ist das Problem der integrierte Schalter, der den IC aufheizt
> (70°C)?

==Längstransistor?

>
> Aber das Einfachste wäre ein ähnlicher, temperaturstabiler Regler -
> kennt jemand soetwas?


Du mußt halt die Wärmequelle (== das LEistungsbauleemnt) von der 
Regelung wegbringen.
Machbar Z.B. in dem Du eine simple analoge KSQ diskret aufbaust (OPV, 
Shunt, Transistor/FET auf Kühlkörper).
Gast #3727199
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,

sorry: es geht um Schaltregler. Der o.g. arbeitet bei 1 MHz. Es könnte 
sein, dass die Komponenten meines Prototyps nicht optimal sind, und er 
daher etwas mehr Verlustwärme erzeugt.

Zielgröße ist die Helligkeit, aber ich hatte zunächst vor, die 
Temperatur der LED und den Einfluss auf die Helligkeit zu 
vernachlässigen. Einigen Graphen aus dem Internet zufolge ist der 
Einfluss bei dT von ca. 15 K unter 1 %, das ist akzeptabel. Damit wäre 
es einfacher, nur den Strom zu regeln.
Gast #3727624
Lesenswert?
• ▲
▼
CAT4101 von On Semiconductor. Problemlos 10 Stück als Samples über 
Homepage zu bekommen, Kosten glaub $15 für Versand, dafür aber auch 
flott. Zeitauflösung ungefähr 5µs (falls PWM) sonst über 
Widerstand/Digipoti einstellbar. Temperaturkoeffizienten etc spielen 
hier weniger eine Rolle, daher kann ich dir das spontan nicht sagen, 
aber vllt ist das Datenblatt ja für dich mal einen Blick wert ;-)
Gast #3727828
Lesenswert?
• ▲
▼
Info schrieb:
> Außerdem sollte er einen Konstantstrom liefern; PWM möchte ich vermeiden
> -> Steuereingang also analog.

damit kann man sicher die Helligkeit der LED so regeln, dass sie über 
einen Temperaturbereich stabil bleibt. Nur hierbei verschiebt sich auch 
die Farbtemperatur.
Wenn das nicht stört kann man das machen, wenn doch bleibt nur PWM 
Ansteuerung.
Gast #3727922
Lesenswert?
• ▲
▼
Info schrieb:
> Für meine Anwendung benötige ich einen LED-Treiber-IC, der eine
> möglichst konstante Helligkeit einstellt.

"Möglichst konstant" willst du nicht wirklich bezahlen, oder?

Ohne Regelkreis wird das sowieso nichts. Und mit Schalt- und 
Bauteilallergie, i.e. Linearstromquelle mit integriertem Treiber, 
erzeugst du dir, inbesondere bei einstellbarem Strom, eine große 
Temperaturdynamik, die man in solchem Fall eigentlich versucht, 
möglichst zu vermeiden.
#3728197
Lesenswert?
• ▲
▼
> Info schrieb:
> Für meine Anwendung benötige ich einen LED-Treiber-IC, der eine
> möglichst konstante Helligkeit einstellt.
Hallo,
da du die Helligkeit konstant haben willst, bräuchstest du doch gar 
keine KSQ, sondern eine Konstant-Power-Regelung?
Bei Laserdioden ist so was üblich. Die Helligkeit wird da über eine 
Monitordiode erfasst und eben auf Sollwert ausgeregelt.
Gruß Öletronika
Gast #3734654
Lesenswert?
• ▲
▼
U. M. schrieb:
> Konstant-Power-Regelung

Ja, eine Regelung der Helligkeit wäre das Beste, aber ist auch 
aufwendiger.
Daher muss ich die Vorwärtsspannung der LED im Temperaturbereich erstmal 
als einigermaßen konstant betrachten und wollte mit einer zuverlässigen 
Stromquelle anfangen.
#3743613
Lesenswert?
• ▲
▼
> Info schrieb:
> Ja, eine Regelung der Helligkeit wäre das Beste, aber ist auch
> aufwendiger.
Hallo,
wenn du meinst. Ich verstehe deine Intentionen nicht.
Was ist an der Regelung des LED-Stromes nach der Temp. soviel 
komplizierter als nach dem Spannungabfall an einem Messshunt?

Mir scheint, du versuchst ein kompliziertes Konzept auf Krampf einfach 
zu machen, anstatt ein einfaches Konzept zu nutzen.
Gruß Öletronika
#3743921
Lesenswert?
• ▲
▼
U. M. schrieb:

> Mir scheint, du versuchst ein kompliziertes Konzept auf Krampf einfach
> zu machen, anstatt ein einfaches Konzept zu nutzen.

Zumal eine Regelung auf Temperatur den gewünschten Zweck (Erzielung
einer gleichmäßigen Helligkeit)wohl nicht erreichen kann.
Gruss
Harald
PS: Zur Regelung von Halbleiterlasern auf konstante Wellenlänge
wird sowohl der Strom, als auch die Temperatur (mit Peltierele-
menten) geregelt. Aber das ist wohl eher ein Spezialfall, der mit
der Regelung von LEDs nichtvergleichbar ist.
#3744437
Lesenswert?
• ▲
▼
U. M. schrieb:
>> Info schrieb:
>> Ja, eine Regelung der Helligkeit wäre das Beste, aber ist auch
>> aufwendiger.

> wenn du meinst. Ich verstehe deine Intentionen nicht.

Dito.

Wenn die Helligkeit die entscheidende Größe ist, dann muß diese auch 
gemessen und geregelt werden. Punkt. An der Stelle löst sich dann auch 
das "Problem" des TE in Luft auf, weil der Stromregler dann innerhalb 
der Regelschleife liegt.

Konstanter Strom durch eine LED ergibt keine konstante Helligkeit. Da 
stehen der temperaturabhängige Wirkungsgrad genauso im Weg wie 
Alterungseffekte.

Andererseits ist eine temperaturstabile Konstantstromquelle nun wirklich 
kein Hexenwerk, zumal wenn sie analog aufgebaut sein soll. Man braucht 
natürlich einen temperaturstabilen Shunt und dito Referenzspannung und 
einen OPV mit hinreichend kleiner Offsetdrift.


XL

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren