Welche auch Teil der INTEL-SA-00112 Meldung ist?
Der Bug ist zugegebenermaßen schon etwas älter, aber nicht weniger
schlimm als Spectre und Meltdown. Immerhin lässt er sich aus dem
gleichen Subnetz remote ausnutzen und beliebigen Code auf dem eigenen
Rechner ausführen.
https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2018-3628?cpeVersion=2.2
Was mich hier aber besonders ärgert ist, dass ich bis heute für diese
Sicherheitslücke kein Firmware Update von ASUS für mein Mainboard
angeboten bekam, obwohl Intel selbst noch Updates für nicht alle, aber
zumindest einige ältere Prozessoren an die Mainboardhersteller
herausgab, die deutlich älter sind als mein Mainboard.
https://www.intel.com/content/www/us/en/security-center/advisory/intel-sa-00112.html
Zudem bekam ich für Spectre und Meltdown noch ein BIOS Update, was
sicherlich dem Aufschrei in den Medien geschuldet ist, aber da dieser
Bug gerade einmal 7 Monate später als Spectre und Meltdown publik
wurde, hätte hier ASUS durchaus auch noch ein Update herausbringen
können.
Wie sieht es bei euren Rechnern aus, habt ihr einen Fix für die
CVE-2018-3628 Sicherheitslücke für euer Mainboard erhalten?
Für den HP Compaq 6200 von 2011 gab es 2017 einen ME-Fix für den
Vorgängerbug INTEL-SA-00075 / CVE-2017-5689. Das letzte BIOS ist von
2019 für Microcode.
Auch beim HP EliteBook 8440p von 2010 wurde der 2017-er ME-Bug noch
behoben.
Die Prozessorliste in Intels Notiz zum 2018-er Bug legt nahe, dass diese
gut abgehangenen Geräte gegen den 2018-er Bug immun sind, also keinen
Fix brauchen. ;-)
Einfach die Onboard-Netzwerkkarte abschalten und eine USB-Karte
anhängen..
Beim Linux kann man die Management Module blockieren/entfernen.
Der Zugang zum PCI-Bus muss verhindert werden.
Das könnte dann erklären, dass es kein BIOS Update gibt, da es in dem
Fall dann nicht nötig wäre. Aber halt nur, wenn sich der Bug nur mit AMT
ausnutzen lässt.
Danke für den Hinweis da mal nachzuschauen.
Bei meinem NAS müsste ich noch schauen, dessen Mainboard hat einen C236
Chipsatz.
betroffen schrieb:> Beim Linux kann man die Management Module blockieren/entfernen.> Der Zugang zum PCI-Bus muss verhindert werden.
Das würde meines Wissens nach nichts bringen, da die Management Engine
ja auf einer eigenen CPU außerhalb des Blickfelds des
Hostbetriebssystems ist.
Die Modultreiber sind meines Wissens nach nur dazu da, auf die
Management Engine vom Hostsystem aus zum Steuern und Auslesen
zuzugreifen, ausschalten oder deaktiveren kann man die ME damit nicht
und obiger Angriff würde ohnehin vom Netz kommen.
> Einfach die Onboard-Netzwerkkarte abschalten und eine USB-Karte> anhängen..
Ja, da wäre eine machbare Lösung.
Geht's auch mit PCIe Netzwerkkarten ohne Intel Chipsatz?
Was meinst Du, warum die Hersteller von anständigen Serverboards niemals
den im Chipsatz enthaltenen MAC (wird als i219LM bezeichnet, aber das
ist eigentlich nur der externe PHY) verwendet wird, sondern immer
i210/i211 oder i350AM2/AM4 oder so? Der ME-Prozessor braucht ja einen
Kanal, um irgendwie nach Hause telefonieren zu können, und das kann er
nur über den Chipsatz-MAC. Wenn Du eine (auch-Intel) PCIe-Karte
verwendest, bist Du aus der Nummer raus.
fchk
Wobei anständige Serverboards über ein Management-System vergleichbar zu
ME verfügen, das nicht immer nur über einen separaten Ethernet-Anschluss
angesprochen werden kann, sondern optional auch in-band über Mitnutzung
des Mainboard-Ethernets. Einen Seitenkanalausgang haben also offenbar
auch diese separaten Ethernet-Adapter.
Wie es um die Sicherheit solcher BMC/DRAC/LOM/RSA/IMM/... Managements
bestellt ist, wissen die Götter. Jedenfalls gibts dafür recht oft
Updates, die aber glücklicherweise oft warm durchgeführt werden können.
A. K. schrieb:> Wie es um die Sicherheit solcher BMC/DRAC/LOM/RSA/IMM/... Managements> bestellt ist, wissen die Götter. Jedenfalls gibts dafür recht oft> Updates, die aber glücklicherweise oft warm durchgeführt werden können.
Das Mainboard meines NAS hat für IPMI und dessen BMC einen separaten
Ethernetanschluss. Das finde ich noch okay, da ich das in einem
separaten LAN abtrennen kann und auch so handhabe.
Nano schrieb:> Das Mainboard meines NAS hat für IPMI und dessen BMC einen separaten> Ethernetanschluss.
Einen separaten Anschluss dafür zu haben bedeutet nicht
notwendigerweise, dass es nur darüber möglich ist. Gerade IMPI
funktioniert oft auch über den Hauptanschluss. Ggf wählbar.
Ein separater Anschluss ist natürlich klar besser, da man das
Management-Netz dann abtrennen kann, was der Sicherheit sehr förderlich
ist. Aber eine bestehende in-band Option bedeutet, dass zumindest
technisch ein Kanal zwischen Hauptanschluss und BMC besteht.
>Gerade IMPI>funktioniert oft auch über den Hauptanschluss. Ggf wählbar
Die Management Engine kann kein IPv6 (zu gross). IPv4 ist sowieso ein
Relikt. Mit der Firewall kann man da schon was machen.
IPMI kann man über die Treiber blockieren auch unter Windows10.
Der Angreifer braucht physikalischen Zugriff, sonst geht es nicht, also
Malware.
betroffener schrieb:> Die Management Engine kann kein IPv6 (zu gross). IPv4 ist sowieso ein> Relikt.
Ein Relikt, mit dem man im internen Netz in diesem Zusammenhang sehr gut
leben kann. Wer bitteschön benötigt solches Management per IPv6?
> Mit der Firewall kann man da schon was machen.
Aber nicht mit der im Gerät selbst, denn die kriegt das nicht mit, weil
unterhalb ihrer Wahrnehmungsschwelle. Und jedem Server einen eigenen
Port einer separaten Firewall zu spendieren, damit sich die nicht
gegenseitig kapern können, ist nur sinnvoll machbar, wenn eine
Virtualisierungsplattform diese Firewall stellt.
> IPMI kann man über die Treiber blockieren auch unter Windows10.
Man kann in-band Management komplett abschalten. Aber dann gibts halt
auch kein in-band Remote-Management mehr. Bei Servern ist das aber kein
Problem, weil man das separate Management-Interface nutzt, statt
in-band. Bei PCs hätte man in manchen Enterprise-Umgebungen aber schon
gerne in-band AMT.
> Der Angreifer braucht physikalischen Zugriff, sonst geht es nicht, also> Malware.
Zugriff auf jenes interne Netz, in dem Management ansprechbar ist. Ohne
interne Segmentierung ist das bei in-band Management das gesamte interne
Netz. Out-of-band kann man immerhin das Management-Netz relativ einfach
abtrennen. Aber eben nicht bei den PCs.
Die traditionelle Vorstellung vom sicheren internen und unsicheren
externen Netz ist nicht mehr ganz aktuell. Auch interne Netze sind nicht
a priori sicher, egal wie gut die Perimeter-Firewall ist.
A. K. schrieb:
Danke. Ich fühle mich verstanden.
> Ein Relikt, mit dem man im internen Netz in diesem Zusammenhang sehr gut> leben kann. Wer bitteschön benötigt solches Management per IPv6?
Irgendwann wird es kein IPv4 mehr geben. Das hat auch Altlasten.
Die Verwendung eines IPv6 Tunnels sperrt momentan noch die bösen Jungs
definitiv aus. Sie können auch nicht schnorcheln.
IPv6 ist total easy. Keine Netzklassen, kein ARP, keine Dienste keine
Buffer Overflows.
Über Port-Knocking so wird es bei Modems und auch bei der IME gemacht.
Das könnte man sichtbar machen.
Oder direkt einen BO auf die Treiber der Gigabit Schnittstellen. Dafür
braucht man dann keine IME mehr. So ist es hier.
Die sozialen Problemgruppen mit kaputtem Elternhaus
machen genau das was sie auch schon immer gemacht haben
also auch schon vor 1000 Jahren:
In ihrer unendlichen Freizeit andere Leute ausspionieren und ausrauben,
selbstverständlich ohne dabei jemals auf einen grünen Zweig zu kommen.
>Zugriff auf jenes interne Netz, in dem Management ansprechbar ist. Ohne>interne Segmentierung ist das bei in-band Management das gesamte interne>Netz. Out-of-band kann man immerhin das Management-Netz relativ einfach>abtrennen. Aber eben nicht bei den PCs.
Im Serverbereich ist es doch auch notwendig. Wie will man sonst ein
abgestürztes System retten, Dateien verändern, Neustarten. IPv4 erfüllt
doch seinen Zweck.
Ja es sind PCs.
Damit habe ich es zu tun und mit Idioten in meinem Umfeld. Die halbe
Familie sitzt im Knast, die männlichen. Sie können Daten direkt in den
Impulstransformator der Gigabit-Netzwerkkarte funken. Backspace in die
Tastatur funken. Unglaublich. Aber wenn man Zeit hat und nix im Kopf...
Für die Allgemeinheit sind sie eine Bedrohung. Sie können nur Schaden
anrichten. Der Compi ist ihre Waffe.
Diese asozialen Deppen bin ich mit einem IPv6 Tunnel definitiv
losgeworden. IPv4 gibt es virtuell. Auf dem Smartphone gibt es auch nur
noch IPv6 und AFWall, damit sind alle Googler im Arsch.
IME nutzen die aber nicht sondern illegales SDR.
Ben B. schrieb:>> Irgendwann wird es kein IPv4 mehr geben. Das hat auch Altlasten.> Boooo... irgendwann wird es auch kein IPv6 mehr geben... :)
Ja sicher, wenn man an die Dinos denkt...
Ja schau genau das ist die Macke des Psychos. Er reagiert mit "Naid".
Naidhardt aus dem Reuenthal, der eine Maus benaidet, weil sie so schönes
Fell hat.
Wenn einer was weiss, dann ist er weisser als Du. Und das macht ihm
Aua'- Dann wirft er Dir Sand in die Augen im Kindergarden. Und hinterher
mit seinem dicke Kopp, kickt er die Colabüchse übern Platz:
"we will rock you"
Mach einfach eine zweite Netzwerkarte ran und dann iss gut.
betroffener schrieb:> Ja schau genau das ist die Macke des Psychos. Er reagiert mit "Naid".> Naidhardt aus dem Reuenthal, der eine Maus benaidet, weil sie so schönes> Fell hat.> Wenn einer was weiss, dann ist er weisser als Du. Und das macht ihm> Aua'- Dann wirft er Dir Sand in die Augen im Kindergarden. Und hinterher> mit seinem dicke Kopp, kickt er die Colabüchse übern Platz:
Noch alle Latten am Zaun oder hat dich das SARS-CoV-2 erwischt?
Wassa schrieb:>> Wenn einer was weiss, dann ist er weisser als Du. Und das macht ihm>> Aua'- Dann wirft er Dir Sand in die Augen im Kindergarden. Und hinterher>> mit seinem dicke Kopp, kickt er die Colabüchse übern Platz:>> Noch alle Latten am Zaun oder hat dich das SARS-CoV-2 erwischt?
SARS hab ich schon hinter mir. Man kann es aber öfter kriegen so wie
Grippe.
Mir ist es wurscht aber die Gesellschaft krankt am Psychoheini.
Wenn man was Praktisches macht, dann geht es weg - wenn man in die Luft
glotzt wird es schlimmer.
Neid ist ein Geständnis: Ich bin blöde!
Vn N. schrieb:> Tja, der Moment, wo auf deinem Intel-Mainboard einfach noch ein> Microcontroller mit eigenem OS sitzt, der sogar HTTP spricht.
Der Tod eines strikten Sicherheitskonzept auf der OS Ebene die auf der
Festplatte läuft.
Was bringt es wenn ich mein OS maximal abhärte, wenn auf dem Mainboard
weitere komplexe netzwerkfähige Programme laufen, auf die ich
normalerweise keinen Zugang habe?
Für den gewöhnlichen PC Nutzer mag es wenig relevant sein. Aber wenn ich
kritische Netzwerke schützen will, würde ich definitiv keine
gewöhnlichen Mainboards einsetzen bzw. man kommt nicht drum herum das
Netzwerk vollständig vom Internet abzuschotten.
Fehlt noch dass auf dem Mainboard jenseits der Kontrolle des Users
irgendwelche Funkmodule arbeiten.
Dann muss ich die kritischen Bereiche vermutlich noch mit einem
faradayschen Käfig schützen :D
Anderseits könnte ich nicht mit reinem Gewissen sagen dass das Netzwerk
sicher ist.
Hugi1 schrieb:> In Zukunft muss man einen sicheren Computer vom Internet trennen und es> mit Alufolie umwickeln :D
Es wird wohl reichen, den Computer damit zu umwickeln, nicht das
Internet.