Hallo,
ich suche nach einer einfachen, eleganten Spannungsreglerschaltung um
einen entfernten Sensor mit 5V zu versorgen. Der Sensor hat dazu zwei
Senseleitungen um den Spannungsabfall auf den Zuleitungen ausregeln zu
können, also eine Art Vierleiter Anschluss. Mir fehlen jetzt die
richtigen Suchbegriffe...
Gibt es vielleicht integrierte Lösungen?
Dirk
Ist nicht so ganz das was ich mir vorgestellt habe.
Ich denke mal ich brauche da einen Differenzverstärker an den beiden
Senseleitungen mit den ich dann irgendwie einen einstellbaren
Spannungsregler beeinflusse...
Die Kabellängen können 10m erreichen. Ich kann mir vorstellen dass es da
eventuell mit den Leitungskapazitäten schwierig wird damit die ganze
Regelung nicht aufschwingt. Hat jemand von euch sowas schonmal gemacht?
Übrigens die Stromaufnahme des Sensors liegt um die 100mA bei 5V
Versorgungsspannung.
Dirk
Für industrielle Anwendungen findest Du z.B. von Kniel und Schroff sehr
schöne Netzteile mit Sense-Eingängen. Letztere sind auch das von Dir
gesuchte Stichwort...
@No Way
Noch besser im Sensor ==> Das Frage ich mich auch.
Die Sensoren sind fertig mit Kabel und Stecker konfektioniert.
Klar, dazubasteln kann man das natürlich immer ist dann aber keine
serientaugliche Lösung mehr.
@Johannes Raschke
Mir schwebt schon eher eine Schaltung vor, die ich mit auf meine
Leiterplatte integrieren kann. DC/DC-Wandler mit galvanische Trennung
sind ebenfalls nicht nötig. Preisgünstig sollte das ganze schon
werden... und auf ein paar Quadratzentimeter Platinenfläche passen.
Meine Eingangsspannung liegt bei 8V lineare Regelung bietet sich damit
wohl auf jeden Fall an.
Dirk
@Dirk
Du solltest auch unbedingt daran denken, dass durch den Spannungsverlust
auf der Bezugsleitung ein (analoges) Signal um diesen Betrag verfälscht
wird.
Wenn Versorgungsmasse und Messmasse eigene Adern im Kabel haben ist auf
der nachgeschalteten (Auswerte-)Elektronik ein Differenzeingang
erforderlich um richtig messen zu können.
Kannst du das Ding (Sensor-Schaltung) mal aufmalen?
Irgendwie kann ich mir darunter nichts vorstellen.
Für den LM317 habe ich mal eine recht einfache Schaltung gesehen:
Dort wurde der ADJ-Pin (beim 7805 der Masse-Pin) nicht direkt auf der
Platine an Masse gelegt, sondern über das Kabel geführt.
Somit ist die Leitung (sogar zweimal wegen Hin- und Rückweg) noch als
weiterer Widerstand zwischen ADJ-Pin und Masse, was zu einer grösser
Spannung am Ausgang des Reglers und am Eingang der Leitung führt...
Am Sensor sollte dann eigentlich die gewünschte Spannung anliegen.
@ Dieter Werner
die Signale werden vom Sensor als Differenzsignal geliefert (1Vpp).
Die Auswertung erfolgt bei mir bereits mit einem Differenzverstärker.
@ Peter Dannegger
mag sein...
Im Datenblatt des Sensors steht als Toleranz -+5%. Zudem kann ich ja bei
den Spannungsreglern nicht sicher sein, dass die immer im oberen
Toleranzbereich liegen. Ich möchte das schon ordentlich machen.
Ich habe mir jetzt mal selber was entworfen da keine fertigen Vorschläge
zu finden waren.
Kann da bitte mal jemand (natürlich auch mehrere) mit Sachverstand
seinen Senf dazugeben...
Dirk
Von der Funktion her sollte das in Ordnung gehen. Die Toleranz hängt
natürlich von der Z-Diode ab.
Wahrscheinlich muss der obere OP noch mit einem C vom Ausgang zum -
Eingang "beruhigt" werden sonst besteht über die "lange" Gegenkopplung
vermutlich Schwingneigung.
Es macht sich bestimmt auch gut, wenn die Sense-Leitungen mit z.B. 1kOhm
mit der zugehörigen Speiseleitung verbunden werden. Dadurch bleibt die
Schaltung auch am arbeiten wenn eine Sense unterbrochen wird. Die
Kompensation des Leitungswiderstandes ist dann zwar ausser Betrieb, aber
sonst läuft u.U. die Spannung bis Maximum hoch.
Dieter
@alfsch
<da haste auch schutz mit drin...>
Was meinst du damit?
Wenn ich die untere Senseleitung verliere wird doch voll durchgesteuert.
@ Dieter Werner
Gute Idee, werde ich wohl vorsehen.
Unschön an meiner ersten Lösung finde ich die Geschichte mit der Z-Diode
in Bezug auf Temperaturgang und Toleranzen.
Habe daher nochmal einen Entwurf gemacht. Diesmal aber nur mit einer
Senseleitung.
Wenn die Übergangs- und Leitungswiderstände im Versorgungs- und
Massepfad identisch sind könnte das auch funktionieren, oder?
Der OP arbeitet nahe am GND Potential. Bekomme ich dort Schwirigkeiten?
Dirk
mit meiner 317 schaltung gehts wohl besser :-)
und einfacher
schutz: überstrom + temp.
+ wg sense verlust: machste beim 317 zb je 20 - 100 ohm zwischen "saft"
+ "sense", wenn dann sense wegfällt, passiert nix
Als "Z-Diode" für 5 V bietet sich eine LM385 oder ein ähnliches 2-Draht
Referenzelement an. Kostet zwar etwas mehr, ist aber wesentlich besser.
Jetzt muss nur noch ein passender OP gefunden werden, von wegen
Aussteuerbereich Eingänge und Ausgang. Vielleicht tut es schon ein
LM358.
Sensorversorgung2 ist natürlich auch 'ne Alternative, da ist auch gleich
ein Überlast- und Kurzschlussschutz enthalten.
Dieter
>Sensorversorgung2 ist natürlich auch 'ne Alternative, da ist auch gleich>ein Überlast- und Kurzschlussschutz enthalten.
Hat mehr Bauteile als die Schaltung von Alfsch, erfüllt aber die gleiche
Funktion...
@ fieser, klugscheissender Rahul
seltsamen Namen hast du.
Von "gleiche Funktion" kann nach meiner Meinung nach keine Rede sein.
Bei Unterbrechung der Senseleitung liefert meine Schaltung mit Dieters
Erweiterung geregelte 5V an den Klemmen; der Sensor ist dadurch nicht in
Gefahr.
Die Sparschaltung mit dem 317er kann dagegen voll durchsteuern...
Ich weiss nicht wie ich das ohne OP verhindern kann. Ich kann natürlich
wenigstens eine Diode von Sense- nach Masse legen damit dann die
Klemmenspannung nicht über 5.7V steigen kann. Schön ist das alles nicht.
Ich frage mich wie so etwas profesionell gemacht wird...
Dirk
Also gut ich wede das mal ausprobieren.
Da nach Datenblatt ein Strom von mindestes 5mA durch den Spannungsteiler
(und somit auch durch meine Senseleitungen) fliessen muss müssen wohl
auch die "Schutzwiderstände" gegen Senseverlusst eher niederohmig sein.
Es sollten Leitungs- und Kontaktwiderstände von zusammen 3 Ohm
kompensiert werden können.
Ganz sauber wird das Ganze dadurch sicher nicht werden da sich die
Senseströme an diesen Knoten entsprechend aufteilen werden.
Aber vielleicht reicht mir das ja.
Dirk
So, ich habe die Variante von alfsch mal ausprobiert.
Der Spannungsteiler muss nach Datenblatt relativ niederohmig ausgeführt
sein.
Den oberen Widerstand habe ich zu 150 Ohm und den unteren zu 450 Ohm
gewählt.
Sie haben damit ein Verhältnis von 1:3.
Die Leitungswiderstände der beiden Senseleitungen haben natürlich nicht
dieses Widerstandsverhältniss (sie sind ja anähernd gleich) und
verstimmen mir den Teiler nicht unerheblich. Das Ergebnis merkt man dann
an der wirklich nicht überzeugenden Leitungskompensation. Zudem macht es
einen erheblichen Unterschied in der Ausgangsspannung welche der beiden
Senseleitungen man im Fehlerfall verliert. Meine Schutzwiderstände gegen
Senseverlusst habe ich zu 12 Ohm gewählt. Günstiger währe es
möglicherweise sie auch im 1:3 Verhältnis zu wählen.
Schwingungsprobleme hatte ich bei meinem Aufbau allerdings keine, der
LM317 ist diesbezüglich anscheinend recht anspruchslos.
Meine Eingangsfrage nach einer einfachen, eleganten
Spannungsreglerschaltung wurde zwar beantwortet erfüllt aber meine
Erwartungen in der Genauigkeit bisher nicht. Ich gestehe ich habe bisher
auch keine Angaben dazu gemacht.
Meine aktuellen Anforderungen:
-- als Spannungstoleranz stelle ich mir +-2% an Sensor vor
-- Leitungs- und Kontaktwiderstände einer Verbindung sollen bis 3 Ohm
kompensiert werden können
-- Bei Verlusst einer oder beider Senseleitungen sollen vom
Spannungsregler 5.25V +-2% geliefert werden
-- nach wie vor sollte es möglichst einfach gehalten sein
Bei der probierten LM317-Schaltung stosse ich an die Grenzen, da der
Spannungsteiler leider nicht hochohmig genug ausgeführt werden kann.
Möglicherweise hilft es je einen OP als Impedanzwandler
dazwischenzuschalten. Was meint ihr dazu?
Dirk