Gast
#6119246
Mich beschäftigt gerade folgende Frage, zu der ich (wahrscheinlich mangels geeigneter Suchbegriffe) keine Antwort finde. Bei Kühlkörper habe ich eine Aussage für eine ähnliche Situation gefunden (JA und über die Pins), aber leider nichts für diesen Fall: Ich habe einen LM317 von ST im TO-220 Gehäuse, an dem ~1 W Verlustleistung anfällt. Bei einem Wärmewiderstand JA von 50 K/W ist das (zumindest beim Versuchsaufbau auf meinem Schreibtisch) die Größenordnung, die noch nicht unbedingt einen Kühlkörper braucht, aber verkehrt wäre es sicher auch nicht. Nun verwende ich einen winzigen Kühlkörper (Reichelt V PR5/15-M3), kaum größer als der LM317, mit 36 K/W. Dazu kommt dann noch der Wärmewiderstand JC (5 K/W) und der Widerstand beim Übergang auf den Kühlkörper noch einmal in der gleichen Größenordnung. Insgesamt sind das auf diesem Weg also vielleicht 45 K/W. Meine Frage: Wirkt der thermische Widerstand JA weiterhin, obwohl ein Kühlkörper montiert ist? Konkreter für diesen Fall: Bringt der Kühlkörper nur eine marginale Verbesserung (45 statt 50 K/W), weil er die direkte Wärmeabgabe an die Umgebung ersetzt, oder eine erhebliche Verbesserung um rund die Hälfte, weil er parallel zu Rth,JA wirkt? Auch wenn es irgendwie naheliegend ist, dass selbst der kleine Kühlkörper die Situation verbessert, widerstrebt es mir doch, weiterhin den vollen Rth,JA anzusetzen. Immerhin "belegt" der Kühlkörper rund die Hälfte der Oberfläche des Gehäuses, die ansonsten direkt der umgebenden Luft ausgesetzt wäre. Gibt es dazu geeignete Literatur? Irgendwas von den Herstellern? Mich interessiert eher die theoretische Seite. Dass man in der Praxis mit einem etwas größeren Kühlkörper bereits Werte erzielt, bei denen es ziemlich egal ist, ob das Gehäuse auch noch direkt Wärme abstrahlt, ist mir bewusst. Schon einmal herzlichen Dank für Denkanstöße!