Hallo allerseits,
Ich habe eine Frage zum AD-Wandler im Mega168. Und zwar habe ich eine
"Poti-Schalung", die mir 0-10V ausgibt. Diese möchte ich an meinem AVR
über einen Spannungsteiler anschließen. Nur der Haken bei der Sache ist,
dass Poti und AVR ca. 100m voneinander getrennt sind. Was muss ich da
beachten (Spannungsabfall, Rauschen, galv. Trennung...).
Außerdem kommt noch hinzu, dass das Poti nicht nur an einen AVR sondern
vielleicht an mehreren AVRs angeschlossen wird. Dieses AVRs sind dann
auch einige Meter voneinander entfernt. Somit könnte es doch passieren,
dass die AVRs (bedingt durch Spannungsabfälle) versch. Spannungen am ADC
erhalten (sollte nicht sein), oder?
Könntet ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben!
Besten Dank!!
mfg
Andy
Was für eine Leitung überbrückt diese 100m ?
Und einfacher wäre es wohl, die Spannung direkt am Poti zu messen und
das Ergebnis über die Leitung zu den anderen Controllern zu schicken.
So gibt es keine unterschiedlichen Messwerte.
Ansonsten kann es einen unterschiedlichen Spannungsabfall geben und je
nachdem was bei dir an Storquellen vorhanden ist, noch ganz andere
Messfehler. Ne Schutzbeschaltung / galvanische Trennung würde ich
vornehmen. Geh aber auch am einfachsten, bei digitalen Werten.
OK, danke erstmal!
Die Leitung ist noch nicht bekannt - wird aber wahrscheinlich ein 1mm²
Draht sein (Schaltung wird im Elektro-Installationsbereich verwendet).
Direkt am Poti kann ich nicht abgreifen, da die 0-10V aus einem Dimmer
kommen, der fix-fertig geliefert wird. Brauche also einen
Spannungsteiler.
Zur galv. Trennung: Was kann ich da nehmen, einen Optokoppler, oder.
Oder reicht ein Filter davor (LC oder sowas)?
mfg
Mach mal ´n Schaltplan, wenn möglich auch vom Dimmer. Mit einem
Optokoppler analoge Spannungen zu übertragen, ist ziemlicher Sackstand
wegen der Nichtlinearitäten und Exemplarstreuungen, da ist
digitalisieren an Ort und Stelle und Übertragung der Daten über einen
Draht gegenüber Masse einfacher. Die digitalen Bits kann man ohne
weiteres über Optokoppler schicken.
Und zu den Schaltplänen vllt noch einen Hinweis, wo du den Dimmer
einbaust...
Platz für einen kleinen Controller+Spannungsteiler+LT3437+ADuM1201 o.ä.
wird da doch wohl sein. (hey..haut mich nicht für die Bauteilwahl..aber
die liegen hier grad bei mir ;) )
Naja, Schaltplan ist leider nicht vorhanden (vom Dimmer). Es ist ein
handelsüblicher Dimmer zum Dimmen von Steuergeräte für Leuchten (nur
dass er halt 0-10V ausgibt). Eine direkte Digitalisierung scheidet
leider auch aus, da kein Platz in der Installationsdose für eine
Schaltung ist. Ich muss also das analoge Signal verbreiten.
Andreas Posch wrote:
> Könntet ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben!
Direkt am Poti nen ATtiny13 dranpappen und dann digital weiter senden
(kurz = 0, lang = 1-Bit).
Dann ist ein Optokoppler auch kein Problem.
Peter
Bei mir in den Dosen ist immer genug Platz...
Hat mein Dad wohl extra Rücksicht auf die Zukunft genommen und Platz
gelassen.
Dose größer machen? Schönes Loch rein...die paar Bauteile sidn recht
klein.
Sonst ein IL300 (linearer Optokopller) vllt noch mit Dioden (BAS40-04)
Überspannungen abfangen...und das ganze an einer Stelle dann umwandeln
und von dort den Messwert an die andern Controller senden.
So haben alle den gleichen Wert.
Das Problem der Verfälschung auf der Leitung und ein analoges Signal zu
entkoppeln bleibt natürlich. Bzw. geht auch. Kostet nur mehr. Oder irre
ich?
Hi,
man schickt doch keine Spannung 100 m weit !
Wenn es ueberhaupt analog sein soll .... dann zumindest 4 - 20 mA
(konstant)Stromschleife.
Mit Spannungen (und Optokopplern ??!!!??)kommt da nur Murks raus.
Das mit der Wandlung direkt am Dimmer geht auch aus Kostengründen nicht!
Vielleicht geht das Ding in Serie, dann ist nur eine Wandlung 100m
abseits möglich! Auch muss das analoge Signal zu ALLEN AVRs gehen - d.h.
die können untereinander nicht kommunizieren.
mfg
Andy
Kosten sind weitaus höher, wenn du das an jedem Controller erst
aufbereiten und umwandeln musst.
Und (genau kenn ich mich nicht aus, mag also irren) wirst du vermutlich
wirklich nicht an jedem Controller die selbe Spannung messen...und wenn
es genau sein soll, musst du also an jedem Controller die Schaltung für
die Aufbereitung oder die Software anpassen, um es anzugleichen.
Wieder großer Aufwand. Und ich will garnicht wissen, was passiert, wenn
sich mal eine Gegebenheit ändert und man wieder alles anpassen muss.
Eine kleien Schaltung am Dimmer wäre einfach das günstigste und
einfachste.
Gibts keine Möglichkeit dein Design zu ändern? Magst du uns vielleicht
mal mehr dazu erzählen?
Noch ist mir nicht klar, warum man es unbedingt so machen muss ;)
Ansonsten wie gehabt. Es gibt Optokopller für analoge Signale. Aber du
holst dir damit nur noch mehr Kosten und Messfehler ins Boot.
> Vielleicht geht das Ding in Serie
Na dann viel Spass bei der Produktion/Installation. Du musst jeden
einzelnen Knoten an die vorhandenen Leitungen zu deinem "Poti"
angleichen. Wieviel Strom kannst du denn für die Messung entnehmen?
Ausserdem musst du selbst bei gut geschirmten Leitungen u.U. mit
Stör-Spitzen rechnen welche deinen Messwert stark verfälschen. Im
Extremfall kann eine Störung sogar deinen Messeingang zerstören, wenn
dieser nicht mit entsprechender Schutzbeschaltung versehen ist.
Kann man nicht vielleicht doch irgendwie einen Controller in die Dose
oder eventuell direkt am Dimmer reinquetschen? Das Teil ist grad mal
3x3mm groß und läuft (fast) ohne Randbeschaltung...
Der Dimmer gibt bis zu 50mA auf der "0-10V"-Leitung her.
Genau wegen der Gefahr der Zerstörung des ADC (durch Spitzen ...) fragte
ich nach einer galv. Trennung oder zumindest nach einem sinnvollen
Filter.
Ich werd mal sehen, viel. gibts noch die Möglichkeit einen kleinen Tiny
davorzuschalten.
Aber wie machen es dann die "Großen"? Die verwenden doch den Dimmer mit
dieser Steuerspannung doch auch, um Leuchten zu dimmen. Und bei denen
muss doch die Spannung auch gewandelt werden, oder?
du koenntest einen Spannungs /Frequenzwandler bauen (LM331)
Frequenzen 0 - 10 KHz sind praktisch, Optokoppler kein Problem und jeder
banale MC kann das (ohne Abgleich) lesen.
Andreas Posch wrote:
> Das mit der Wandlung direkt am Dimmer geht auch aus Kostengründen nicht!
Digital ist immer billiger.
> Vielleicht geht das Ding in Serie,
Dann lohnt sich digital umso mehr.
> Auch muss das analoge Signal zu ALLEN AVRs gehen
Digitale Signale kann man an mehrere Empfänger verteilen.
Analoge Signale können durch die Belastung verfälscht werden, digitale
dagegen nicht!
> die können untereinander nicht kommunizieren.
Das hat auch keiner verlangt.
Peter
Andreas Posch wrote:
> Aber wie machen es dann die "Großen"? Die verwenden doch den Dimmer mit> dieser Steuerspannung doch auch, um Leuchten zu dimmen. Und bei denen> muss doch die Spannung auch gewandelt werden, oder?
Heutzutage nimmt man dafür DMX, dann sind 100m kein Problem mehr.
Analoge Steuerspannungen bei Dimmern sind genau so out wie Ringelsocken,
nur im Gegensatz zu denen wird es nicht wieder modern irgendwann ;-) DMX
ist auch nicht mehr ganz neu. Funk-"DMX" ist im Kommen.
Hallo Allerseits,
Sorry, dass ich dieses Thema wieder hochhole, aber es hat sich was getan
bei uns. Und zwar sind wir jetzt fest davon überzeugt, dass wir dieses
Dimm-System (1..10V) in unsere Lösung übernehmen. Auch weiß ich jetzt,
wie das Prinzip dieses Dimmings genau funktioniert. Und zwar muss auf
jedem Teilnehmer (der gedimmt werden soll) eine Konstantspannungsquelle
platziert werden. Diese wird dann über den Dimmer (Poti) "kontrolliert
kurzgeschlossen" - d.h. es stellen sich Spannungen von 1...10V ein, die
direkt (über einen Spannungsteiler) am AD-Pin anliegen und
weiterverarbeitet werden können.
Mal eine kleine Skizze:
______ 10V R langes Kabel
o-----| LM.. |-------|===|-- ......... -------o
-------- |
|
24V V
über Spg. Teiler Dimmer (erzeugt
Kurzschluss)
zum ADC
o--------------------------- ......... -------o
Skizze bitte nur als Prinzipskizze ansehen. Der Strom, der beim
Kurzschließen fließt, ist auf wenige mA begrenzt.
So, nun aber zu meiner eigentlichen Frage. Ich habe nach dem
Spannungsteiler (zum AD-Pin hin) ein bisschen Rauschen auf der Leitung,
dass bei geringer Helligkeitsstufe zum Flackern der Lichtquellen führt.
Zwar habe ich das durch mehrere Messungen und daraus den Mittelwert
bilden behoben, aber trotzdem gefällt mir das nicht so gut. Ich würde
diese Störungen gerne hardwaretechnisch beseitigen. Außerdem möchte ich
mögliche Spikes o.Ä. abfangen.
Hat irgendjemand einen Tipp für mich, wie ich das bewerkstelligen kann.
Gibt es dafür schon fertige Bausteine oder kann ich das mit wenigen
Bauteilen diskret aufbauen??
Vielen Dank für eure Hilfe!!
mfg
Andy
Hi,
ihr habt euch also doch fuer eingepraegten Strom entschieden.
beim Industriestandard 4-20 mA hat man noch 10% mehr Reserve fuer das
was du Rauschen nennst. Kannst ja einen kleinen Elko an deinen
Spannungsteiler am ADC Eingang schalten. Koennte schon was bringen...
Jetzt lass dich bloss nicht durch die obigen Posts verrückt machen.
Ich vermute mal, dass du nicht soo eine hohe Auflösung des Analogsignal
brauchtst.
Also nimm deine obere Variante, wobei der obere Widerstand (ca. 250 Ohm,
1/4 Watt) und der Enststörkondensator (ca. 100nF) direkt am ADC angebaut
werden, der untere Widerstand stellt dann dein Poti (ca. 250 Ohm) dar.
Dadurch bist du relativ niederohmig und somit relativ resistent gegen
eingefangene Störungen. Spannungsteiler an stabiliesierte 5 Volt,
Referenzspannung ADC 2,56 Volt wählen.
Ich würde das auf jeden Fall erst mal probieren, bevor ich mit Kanonen
auf Spatzen schiesse.
Viel Erfolg.