Ich kenne die angepriesenen Lampen nicht, aber:
Überlegung 1:
39 LEDs für 9,99€ (0,26€/LED) oder gar 56 LEDs für 6,98€ (0,12€/LED),
das ist nicht gerade die Sorte von LEDs, von denen man blind wird ;-)
Da reißt auch die große Anzahl nicht viel heraus. Immerhin halten die
Batterien im Vergleich zur Halogenleuchte deutlich länger.
Überlegung 2:
Nach den Angaben des Verkäufers leuchtet die LED-Leuchte aus dem ersten
Link mit 3 AA-Zellen 70 Stunden lang, die Halogenleuchte aus dem dritten
Link mit 4-AA-Zellen 5 Stunden. Stimmen diese Daten verbraucht die
Halogenleuchte also die 4/3*70/5=18,7-fache Leistung. Nach der Tabelle
in
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtausbeute
ist die Lichtausbeute einer Halogenleuchte 16lm/W, die der besten
käuflichen LEDs 92lm/W, was einem Faktor von von nur 5,8 entspricht. Die
Halogenleuchte muss also mindestens um den Faktor 18,7/5,8=3,2 heller
als die LED-leuchte sein. Realistisch betrachtet haben die Billig-LEDs
aber nicht 92lm/W, sondern eher 35lm/W. Damit wäre das Helligkeits-
verhältnis zwischen den beiden Leuchten sogar 8,5.
Ich würde also davon ausgehen, dass die beiden LED-Leuchten im Vergleich
zur Halogenleuchte nur düsteres Glimmen erzeugen.
Gute LED-Leuchten haben meist nur wenige, dafür aber sehr leistungs-
starke und effiziente LEDs eingebaut. Bei solchen Leuchten hält ein Satz
Batterien auch keine 70 Stunden. Generell sind LEDs auf Grund der
höheren Lichtausbeute Halogenlampen vorzuziehen, allerdings ist bei
gleicher Helligkeit (Lichtstrom) der Preis für das Leuchtmittel und
damit auch für die gesamte Leuchte deutlich höher.
Die teureren LED-Lampen haben meist auch mehr oder weniger wirksame
Reflektoren, um das Licht zu bündeln und damit die Lichtstärke zu
erhöhen. Wieviel Bündelung sinnvoll ist, hängt natürlich immer vom
Anwendungsfall ab. Bei einer Stirnlampe kann sie relativ stark sein, da
die Lampe ja immer in Blickrichtung mitgedreht wird. Bei einer
Fahrradlampe ist zuviel Bündelung nicht so gut, weil dadurch der
Straßenrand und Kurven schlecht ausgeleuchtet werden.