Hallo,
ich habe ein Problem mit einem Instrumentenverstärker, ich habe einen
solchen mit einem Lt1014 aufgebaut(G=200). Jetzt habe ich das Problem,
das sobald ich die Masse(Gehäuse) berühre es zu einem Sprung im
verstärketen Signal kommt (ca. 30mV). Ich habe die Schaltung nur mit
einer positiven Spannung versorgt, könnte das der Grund sein?
Weiterhin schwingt das Siganl so um 10mV. Die Auswertung erfolgt über
einen Mega16.
Hat jemand eine Idee wie ich das lösen kann?
Vielen Dank für Eure Hilfe.
Timo
Das Ganze sollte nastuerlich schon so aufgebaut sein, das das nicht
passiert. Ein schema alleine genuegt da nicht. Das ist auch eine Sache
der Anordnung.
Hallo,
danke für die Antworten, ich habe mal die Schaltung dür den
Instrumentenverstärker angehängt, vielleicht reicht das.
Ich kann auch die komplette Schaltung anhängen, ist jedoch sehr
durcheinander. Vielleicht eher die .brd Datei (Eagle)?
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, das das ein schwieriges Thema
ist. An deiner Stelle, so mal als Tip, baue das Ding mit einem fertigen
Instrumentenverstärker-IC auf, z.b. sind die OPA-typen sind da
wesentlich einfacher in der Handhabung und sind intern so aufgebaut, wie
du gemalt hast und sind ebenfalls vom Verstärkungsfaktor frei
einstellbar oder fest eingestellt. Aber damit ist das Thema einfacher zu
handlen.
Probier z.B. mal die Gleichtaktunterdrückung aus. Beide Eingänge direkt
verbinden und dann Spannung draufgeben, mal positiv, mal negativ und am
Ausgang messen. Tut sich da was? Ideal wäre, wenn sich nix tut. Für 80db
Gleichtaktunterdrückung brauchst du Widerstände, deren Verhältnis aus
100k/100k||500k (Wid. am Minus-Eing. des Ausgangs-OP) und
100k/(100k||330k+Poti) nicht mehr als 0.000133 auseinander liegt. Das
ist sehr wenig! Außerdem solltest du überlegen, ob kleinere
Widerstandswerte (alles unterhalb 100k) besser wären bzgl.
Fremdeinstreuung. Große Widerstandswerte machen die Geschichte
störempfindlich.
Dann ist da noch das Thema Zuleitung. Diese wird normalerweise
abgeschirmt und auf die Abschirmung wird vom Instrumentenverstärker ein
Signal gegeben. Geht den so: An den Ausgängen der 2 Eingangs-OPs, also
zw. den 47k und 100k Widerständen jeweils ein R von 22k bis 47k
zusätzlich dran, beide R an einen weiteren OP am +-Eingang dranbringen.
Den Minus-Eingang an den Ausgang des zusätzlichen OPs (nicht inv.
verstärker, ß=1) und den Ausgang auf die Abschirmung geben und die
Abschirmung nirgends an Gehäusemasse verbinden. Nee, ich mal das jetzt
nicht auf, vielleicht mal später.
- Hegy
Hallo Hegy,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich habe eine Schaltung (AD620) gefunden, im Datenblatt sind zwei
Schaltungen aufgebaut, meinst Du die wären tauglich für meine Anwendung?
Kann ich die beiden angegeben OP(ad 705/ad548) durch lt1014 oder lm324
ersetzten? Worauf müßte ich da achten?
Was ist mit negativer Versorgung, der Sensor soll nur auf Druck
reagieren, also nur positiver Spannungsabfall. Ist die Störanfälligkeit
geringer mit neg. Versorgung?
Kann ich die mit einem negativen Festspannungsregler erzeugen, oder muß
eine Ladungspumpe her?
An den AD Wandler soll noch ein externer Poti ran, benötigt der einen
eigenen Shield Driver, oder darf der am gleichen wie der DMS betrieben
werden?
Tut mir leid, daß ich Dich mit Fragen bombadiere, aber es gibt leider
nicht viele Leute, die sich in dieser Materie auskennen.
Danke nochmal.
Timo
... nun ja, aus moagen mal eben kukken is nix geworden, sitz eben nicht
jeden tag vorm pezeh. brauchstes noch oder ist's schon erledigt?
Ich vräg lieber vorher, bevor ich mich sinnlos krumm mache.
Ich bin immer noch interessiert. Habe schon versuche mit dem ad620
unternommen sieht bis jetzt ganz gut aus, nur der Shield Driver funzt
noch net. Wenn ich den zwischen Rg anlege geht das Ausgangssignal in den
Keller.
Was ist die einfachste Möglk. eine negative Spannungsversorgung
herzustellen? Kennst Du den ad8555, ist der besser als ad620?
Wieder viele Fragen! Sorry.
Gruß
Timo
Habe mal in meiner Datenversammlung nachgekukkt, was ich damals so
gemacht habe. Ersma, die Anschlußleitugen zum Meßverstärker waren kurz,
nur ein paar cm. Ich wollte damals den Strom über einen Shunt (0,1 Ohm)
messen, nur das der Strom im mA Bereich lag bzw. auch mal runter bis 50
µA ging. Dann wollen 5µV verstärkt werden, und dazu brauchte ich einen
Verstärker, der exakt mit den Faktor 1000 verstärkt. Dazu habe ich mir
mal die programmierbaren Meßverstärker angekukkt, wie PGA204 und PGA104.
vorteil von diesen Teilen ist, daß die mit einfacher Versorgung
auskommen, also nix mit +Vs und -Vs und GND, sondern nur +Vs und GND und
der Shield Driver kann auch relativ simpel aufgebaut werden, kuxdu
Anhang. Und noch Vorteil ist, daß du den Verstärkungsfaktor von 1 in
10er Potenzen digital! bis 1000 hochschrauben kannst (PGA204). Der PGA
hat Verstärkungsfaktoren im 2er Potenzbereich, also 1, 2, 4, und 8, auch
digital einstellbar. Generell kukk dir mal die PGA-Serie an. PGA =
Programmable Gain Amplifier.
Für den Faktor 200 könntest du Faktor 100 einstellen und nach dem PGA
nochmal fest um den Faktor 2 verstärken, evtl. wegen Störungen nochmal
einen Tiefpaß reinbringen und, falls die Verstärkung nicht passen
sollte, mit dem ATmega automatisch, eben voll digital, den
Verstärkungsfaktor des PGA anpassen. Oder ne Feinmessung dranhängen.
Der AD620, weswegen wohl die Spannung zusammenbricht, braucht definitiv
eine duale Spannungsversorgung. Alternativ, ohne dual Vs sind z.B.
AD8220, AD8230, AD8555!!!! (digitally programmable gain (span) and
output offset voltage), AD8556, sofern du umbedingt auf AD rumreiten
willst. Allerdings kenne ich deine Specs nicht, keine Ahnung
1
a) wie lang die Leitung von/zur der Wiege-Waage ist
2
b) die Höhe der Spannung des Wägemechanismusses ist
3
c) wie hoch die Störungen durch die Umgebung sind
4
d) wie genau es sein soll
5
e) vom Offsetverhalten
6
f) vom Temperaturbereich
Der Vorteil vom AD8556 ist, daß der gegenüber dem AD8555 an den
Eingangspins ein EMI-Filter eingebaut hat, könnte ja wichtig sein.
An deiner Stelle würde ich mir mal den AD8555 und den AD8556 mal genauer
ankukken (PDF durchstudiern) und dann den Typ mal probieren.
Empfehlung: den ersten Verstärker / Wandler direkt neben den DMS
anbringen.
Evtl. genügt es auch, einen empfindlichen 24bit-AD zu nehmen (z.B.
ADS1252 & Co), ohne Verstärker.
Es gibt auch den MSC1210 (8051 mit eingebautem 24bit-SigmaDelta und
Thermometer, kann gleich die TempKompensation übernehmen).
suche auch nach SBAA092B Application Report
Wichtig ist das (digitale) Filtern!
Wenn Du 50Hz Signal messen willst, wirst Du Probleme mit dem Netzbrumm
bekommen.
Hallo,
vielen dank für die Antworten. Also ich habe jetzt mit dem AD620 weiter
probiert, da ich den nun schon da habe. Der Shielddriver funzt, jedoch
kann ich über seine wirksamkeit wenig aussagen, die Funkmaus an meinem
PC stört das Signal trotzdem, aber vielleicht wirds besser wenn das Ding
im Gehäuse ist.
Ich habe den Ad620 wie im Datenblatt angeschlossen(s. post oben), nur
das ich nur mit 0-5V Spannungsversorgung benutze. Es geht soweit, ich
habe eine Vertärkung von G=500 und das Signal schwankt so +- 500µV also
weit unterhalb der AD-Messschwelle(2,56V/1024=2.5mV).
Das Kabel ist ca. 1 Meter lang, vom Sensor werden max 5mV ausgegeben,
d.h 5µV/N. Ideal wäre eine Auflösung von 1N aber 10N tun es zur Not
auch.
Das einzige Problem ist, das ich den AGND nicht an meinen
Mikrocontroller anschließen kann, da der Mega16 nur ein gemeinsames GND
hat. Aber ich habe noch einen ltc1286 eingebaut und ich kann ja agnd auf
den ADC2 legen und dann auf Differnez messen.
Ich muß jetzt nur noch die Platine fertig stellen und dann hoffen das
alles so geht.
Den Ad8555 habe ich auch da, jedoch scheue ich mich noch vor dem
Programmieraufwand.
Vielen Dank für Deine Hilfe, ich melde mich wenn die Platine so weit
ist.
Gruß Timo
> Hallo ich brauche bitte sofort eine schaltung für einen> Instrumentenverstärker mit einer 4-leiter schaltung!!!!!!!!!!!!!!111
Und ich brauche sofort einen Lottogewinn. Nun rate mal, wer von uns
beiden grössere Chancen hat?
Guten Abend miteinander,
ich habe da auch ein recht kompliziertes Problem.
Ich messe an ziemlich EMV-Versuchten Gegenden (es wird Strom in
Mega-Watt-Bereich erzeugt) und habe das Messsystem soweit, dass ich
prinzipiell sehr kleines Rauschen habe, auch während der Stromerzeugung.
Nun habe ich über einen längeren Zeitraum trotzdem Offsetsprünge, ohne
erkennbaren Grund oder dazu passenden Störeinfluss, wie z.B. schalten
eines Schützes oder ähnliches. So ein Offsetsprung kommt über einen
längeren Zeitraum z.B. Monate(also kein erkennbares Kriechen) bis der
nächste Offsetprung kommt der auch in die entgegengesetzte Richtung
gehen kann. Das dynamische Signal (z.B. die Amplituden) ändert sich
nicht, also DMS kleben alle noch.
Ich arbeite mit einen System: Vollbrücke auf CANNSAS müB1 Modul (imc),
dann per CAN-Bus zum Cronos und vom Cronos zum Mess-PC (Abtastrate
200Hz). Die Verbindung Vollbrücke zum Modul ist als Sechsleitertechnik
ausgelegt. Die Module werden über ein Galvanisch getrenntes Netzteil mit
24V betrieben. Die Brücken sind mit normalen 4&6 Adrigen geschirmten
Kabel verschaltet (sehr lange Strecken, ca. 4m), der Schirm liegt für
das ganze System auf einen Potential.
Meiner Meinung nach kann ich mir diese Sprünge nur in der
Brückenschaltung einfangen, da der Rest CAN-Bus ist. Doch arbeiten
Brücken ja mit einer Vergleichsspannung, also ist so ein dauerhafter
Offsetsprung durch Einstrahlung doch eher unlogisch,oder? Also die
Vermutung: Potentialverschiebung, doch dagegen sprechen die Galvanisch
getrennten Netzteile.
Hat irgend jemand Erfahrung was solch einen Offsetsprung verursachen
kann oder welche Testmessungen ich machen kann?
Vielen Dank im Voraus!
Guten Abend!
Warum nicht eine kleine Sensor-Messauswertung direkt an den DMS ->
Vorverstärkung + U/F-Umsetzer + Optokoppler und dann zu einer weiteren
Auswerteeinheit. Hat man schon seit Ewigkeiten (z.B.: in Schiffen bei
sehr hohen Potentilverschiebungen bis zu 100 V gemacht).
Wär auch nicht so viel Aufwand.
mfg
Vorschlag: schließ mal den Verstärkereingang kurz und schau ob das
Offsetproblem noch immer auftritt.Wenn nicht, sind DMS bzw. deren
Montage zu hinterfragen. Sonst mußt du wohl im Siggnalweg suchen.
Grüße
Vielen Dank für die Tipps!
Habe beschlossen die Versorgungsspannung mit zu messen, evtl. lassen
sich da auch Rückschlüsse ziehen. Das mit den Verstärkereingängen
kurzschließen werde ich auch machen.
Des weiteren habe ich mir Gedanken gemacht eine USV in Reihe
anzuschließen und das Messsystem quasi von Batterie zu betreiben mit der
Hoffnung so eine Stärkere Netzdämpfung zu erhalten, hat da jemand
Erfahrung ob das was bringt?
Hallo,
> Vielen Dank für die Tipps!> Habe beschlossen die Versorgungsspannung mit zu messen, evtl. lassen> sich da auch Rückschlüsse ziehen. Das mit den Verstärkereingängen> kurzschließen werde ich auch machen.> Des weiteren habe ich mir Gedanken gemacht eine USV in Reihe> anzuschließen und das Messsystem quasi von Batterie zu betreiben mit der> Hoffnung so eine Stärkere Netzdämpfung zu erhalten, hat da jemand> Erfahrung ob das was bringt?
_Elektrische Checkliste:_
- Verwendest Du auf der Leiterplatte einen Linearregler wie einen 7805
(empfehlenswert, weil er eine saubere Versorgungsspannung erzeugt)
- Betreibst Du den Linearregler eingangsseitig und ausgangsseitig mit
100µF (Elko) ||100nF (Keramik). (empfehlenswert, damit er nicht
schwingt)
- Entstörst Du jede Versorgungsspannung an jedem IC mit 100nF gegen
Masse. (solltest Du, damit die Spannung in Ordnung ist)
- Vermeidest Du Masseschleifen?
- Verdrillst Du die Anschlußleitungen (solltest Du), oder verwendest Du
Koaxialkabel (geht auch).
- Verwendest Du zur Messung ein ratiometrisches Verfahren, bei dem die
Brückenspannung zur Versorgungsspannung ins Verhältnis gesetzt wird (wie
beispielsweise im ADS1232 von TI integriert).
Gruß,
Michael