Hi.
Ist LED die Beleuchtung der Zukunft oder ist das im Moment nur "Modern"?
"Normale" Hängelampen sind Out, findet man kaum noch. Und wenn, dann
meißtens nicht mehr mit E27, sondern irgendwas anderem (z.B. GU10, G9).
Diese Lampen sind dann auch ehr für Esstischbeleuchtung oder sowas.
Im normalen Wohnumfeld sind momentan ehr diese Spotlampen modern, oder
auch Wannenleuchten. Oder eben sogenannte "Lichtobjekte"
Von der technischen Seite her haben LEDs ja schon einige Vorteile.
-Glühlampen verbrauchen viel Strom, erzeugen viel Hitze und sind
aufgrund aktueller Gesetzgebung vom Aussterben bedroht. Die Lebenslauder
ist bis auf Ausnamen ehr gering.
-Leuchtstofflampen (v.A. ESL) enthalten Quecksilber, sehen nicht gut aus
und machen kein schönes Licht. Schaltfest sind die meißten auch nicht,
und es dauert eine Weile, bis sie voll Licht machen.
LEDs haben diese Probleme normalerweise Prinzipbedingt nicht. Und sie
ermöglichen viele, nie dagewesene Beleuchtungsmöglichkeiten. Viele
Variationen in Form und Farbe.
Sie setzen sich auch immer mehr in Bereichen durch, die bislang anderen
Leuchtmitteln vorbehalten waren.
Sicher gibt es auch noch Anwendungen, wo die klassischen Leuchtmittel
unersetzbar sind oder immer noch enorm im Vorteil sind, aber die LEDs
gewinnen immer mehr Marktanteile.
Wenn Ihr eine Wohnung sanieren würdet, würdet ihr euch schon
weitestgehend LEDs (in Form von massenweise GU10 Spots oder LED
Wannenleuchten) einbauen, oder würdet ihr es noch "klassisch"
installieren?
Viele Grüße
Ich habe auf fast allen E14/E27/GU10 Steckplätzen schon umgerüstet,
lediglich zwei weitere Energiesparlampen, die schön hell sind, wollen
einfach nicht kaputtgehen... Es bleibt aber weiterhin eine ziemliche
Sucherei, eine haltbare LED Lampe zum günstigen Preis, der passenden
Lichtfärbung, mit möglichst vielen Lumen und einer Energieeffizienz von
nahe 100 Lumen/Watt bzw. besser zu finden.
Sven schrieb:> Wenn Ihr eine Wohnung sanieren würdet
momentan würde ich zu halogen leuchtmitteln greifen.
die sind vom verbot ja ausgeschlossen.
hab gu10/50w halogener im einsatz und bin zufrieden.
led erst wenn die oled leuchtmittel preislich atraktiv werden.
z.zt. sind mir led leuchtmittel zu teuer und irgendwie werd ich das
gefühl nicht los das der endkunde als versuchskanienchen missbraucht
wird...
da bleib ich beim bewährtem.
mfg
Ich finde "die Mischung macht'". Beispielsweise bei der
Treppenbeleuchtung find ich LEDs super, die in der Wand am Boden nahe
der Stufen eingebaut werden.
Im Wohn- und Arbeitszimmer sowohl eine ansehnliche LED-Beleuchtung, als
auch 230V-Energiesparlampen. Die haben einfach die breitere
Abstrahlcharakteristik und kann man zuschalten, wenn man es richtig hell
haben möchte. Alles mit Glühfaden mag ich nicht, weil es auch aus dem
Augenwinkel heraus so störend blended. Das machen die LEDs zwar auch,
aber die kann man ja für indirekte Beleuchtung nehmen, oder eben in der
Decke versenken, so dass sie fast senkrecht nach unten Strahlen. Aber an
irgendeinem Gehänge schräg nach unten geht gar nicht...
Wo sich aber meiner Meinung nach eine 12V Deckenbeleuchtung mit LEDs auf
jeden Fall lohnt ist im Flur, der Küche, im Bad und Schlafzimmer. Die
werden einfach so oft an- und ausgeschaltet und sollen schnell hell
sein. Wenn man da schon LEDs verbaut, kann man von vornherein die Plätze
enger setzen. So unverschämt teuer finde ich auch die Leuchtmittel nicht
mehr. Ein 3er-Pack mit je 3x1W PowerLED hat der OBI schon für 18€, das
ist meiner Meinung nach OK. Wenn man experimentierfreudig ist, kann man
auch in der Bucht zuschlagen.
> Ein 3er-Pack mit je 3x1W PowerLED hat der OBI schon für 18€,
Bis sich das über die Energiekosten amortisiert hat, dauert aber viele
Jahre, wenn die Leuchtmittel überhaupt so lange leben. Ob jetzt die LED
selber oder die Elektronik kaputt geht, ist aus Sicht des Verbrauchers
gleich.
Als vor Jahren die Energiesparlampen aufkamen, hat man dem Verbraucher
auch Lebenszeiten versprochen, die dann nicht gehalten wurden.
Die "normale" Beleuchtung habe ich in verschiedenen Zimmern durch LEDs
ergänzt. Gerade als Nachtbeleuchtung in Flur und Bad und als
Schlummer-/Fernsehlicht (RGB) in Schlaf-/Wohnzimmer ist das m.M.n. ganz
praktisch. Also überall dort, wo nicht immer die volle Helligkeit einer
normalen Halogen- oder ESL nötig ist. Diese werden jetzt alle durch
mehrere 12V Wandwarzen (max. 1A) versorgt. Jetzt überlege ich mir, die
vielen kleinen Netzteile durch ein großes NT zu ersetzen und eine
12V-Versorgungsleitung durch die Wohnung zu legen. Da könnte ich endlich
auch in der Küche eine kräftige LED-Leiste als Arbeitsplatzbeleuchtung
installieren.
Hat da jemand schon Erfahrungen damit? Was gilt es da alles zu beachten?
Viele Grüße Jens
René B. schrieb:> Ein 3er-Pack mit je 3x1W PowerLED hat der OBI schon für 18€
Und was fängst Du mit 200 lm an, das sind 25W Glühlampe. Da kann man
höchstens Halogenspots mit ersetzen, und ne 25W 12V Halogen mit Spiegel
gibts für 50ct.
Meine letzte Durchsicht im Baumarkt: Keine LED-Lampe, die mehr als
50lm/W bringt. Die höherwattigen (9W) LEDs mit Kühlkörper werden übelst
heiss, wenn da noch eine ungünstige Einbaulage dazukommt, hält die LED
auch nicht länger als eine Halogenlampe.
Hab weisse LED-Streifen unter dem Hängeschrank in der Küche angebracht,
mit 6W das gleiche Licht wie 60W Halogenleiste, etwas "weisser", obwohl
als Warmweiss angegeben. Akzeptabel als Arbeitsbeleuchtung.
Die LED-Streifen bekommen mehr lm/W hin, weil die keine Probleme mit der
Kühlung haben.
Die OLEDs haben momentan noch eine miese Lichtausbeute, ich glaub bei
40lm/W ist man inzwischen. Wenn sich da nicht kräftig was tut, wird das
nichts. Abwarten.
René B. schrieb:> Ein 3er-Pack mit je 3x1W PowerLED hat der OBI schon für 18€, das> ist meiner Meinung nach OK.
1. Überteuert
2. Billigstmüll (nicht auf den Preis bezogen), wo gern die LEDs an den
Grenzen der Spezifikationen betrieben werden, um aus schwachen Emittern
möglichst viel herauszuholen
Günstige Markenprodukte fangen bei ~15€ pro Stück an. Dafür halten sie
eben auch, was sie versprechen, und können Halogenspots auch wirklich
ersetzen.
@ Sven (Gast)
>Ist LED die Beleuchtung der Zukunft oder ist das im Moment nur "Modern"?
IMO beides. Im Moment ist es vor allem ein politisch untermauerter Hype,
siehe Glühlampenverbot. Ja, LEDs bieten gewaltige neue Möglichkeiten,
aber sie sind nicht ansatzweise das Allheilmittel, als das sie verkauft
werden. Eine WIKLICH objektive Betrachtung ALLER Kosten wird
systematisch unterdrückt.
LEDs haben Probleme mit Kühlung, die muss nämlich immer per Wärmeleitung
erfolgen, was in eingen, alten Lampenfassungen bisweilen problematisch
ist. Und auch nicht kostenlos.
LEDs werden besser werden und mehr Marktanteil ergattern, allein schon
wegen der politisch forcierten Glühlampenabschaffung.
Sven schrieb:> Hi.>> Ist LED die Beleuchtung der Zukunft oder ist das im Moment nur "Modern"?
Solange es die nicht schaffen ein ordentliches Lichtspektrum zu erzeugen
kommt mir solcher Rotzmist nie wieder ins Haus. Meinetwegen kann eine
LED-Lampe 100% Strom sparen, ist mir egal, ich kaufe den Müll nicht.
Nachdem aber immer mehr vollverblödetes Konsumvieh allen möglichen und
unmöglichen Mist kauft wird aus diesem Hipp & Modern die Realität werden
bzw. die wenigen Leute, die wissen wie gutes Licht auszusehen hat, sind
zukünftig keinerlei rentable Zielgruppe mehr.
Sven schrieb:> -Glühlampen verbrauchen viel Strom, erzeugen viel Hitze
Das ist relativ.
In unseren Breitengraden ist die Heizperiode relativ lange. Das heisst,
während dieser Zeit muss man eh heizen. Wenn nun die Beleuchtung bzw.
Glühlampen heizen, wird diese Leistung dafür nicht von der Heizung
abgegeben. Daher ist es ziemlich unerheblich.
Nur im Sommer ist es relevant, aber da braucht man eh nur wenig Licht,
weil die Sonne rel. lange scheint.
Sven schrieb:> Wenn Ihr eine Wohnung sanieren würdet, würdet ihr euch schon> weitestgehend LEDs (in Form von massenweise GU10 Spots oder LED> Wannenleuchten) einbauen, oder würdet ihr es noch "klassisch"> installieren?
Ich persönlich würde derzeit noch auf eine Kombination von Glühlampen
und ESL setzen.
Die Inverstitionen sind sehr gering und man kann noch zuwarten, bis sich
wirklich was durchsetzt. Es könnte gut sein, dass OLED's bald die
"normalen" LED's verdrängen in der Beleuchtungstechnik.
Oder man kriegt es hin, dass die Hochdrucklampen schneller "aufstarten",
dann wären die auch gut für zu Hause.
Johnny B. schrieb:> In unseren Breitengraden ist die Heizperiode relativ lange. Das heisst,> während dieser Zeit muss man eh heizen. Wenn nun die Beleuchtung bzw.> Glühlampen heizen, wird diese Leistung dafür nicht von der Heizung> abgegeben. Daher ist es ziemlich unerheblich.> Nur im Sommer ist es relevant, aber da braucht man eh nur wenig Licht,> weil die Sonne rel. lange scheint.
Ich habe vor langer Zeit mal irgendwo gelesen, dass in einem
durchschnittlichen Haushalt nur 2% der elektrischen Energie für
Beleuchtung "verbraucht" werden. Kennt da jemand verlässliche Zahlen
dazu?
Wenn das nur ansatzweise stimmt ist der ganze Stromsparlampenhype
einfach nur geistiger Dünnpfiff, ganz egal ob Winter oder Sommer.
Apropos Winter/Sommer: Die EU-Bürokraten sollen lieber mal die
Winterzeit abschaffen.
Andi $nachname schrieb:> Wenn das nur ansatzweise stimmt ist der ganze Stromsparlampenhype> einfach nur geistiger Dünnpfiff, ganz egal ob Winter oder Sommer.
Richtig. Und ausgerechnet in dem Land, wo die EU-Kasper ihren Hauptsitz
haben, wurden noch bis letztes Jahr die Autobahnen nachts durchgehend
beleuchtet. Und zwar taghell. Alle 60-70m steht eine Laterne mit 2 bis 4
Natriumdampflampen, d.h. pro km werden mehr als 4kW verheizt. Insgesamt
335000 Lampen ergeben eine Leistungsaufnahme von >50 Megawatt. Und dann
den Bürgern was von Stromsparen erzählen.
> Die EU-Bürokraten sollen lieber mal die Winterzeit abschaffen.
Dafür bin ich auch, das ganze Jahr Sommerzeit macht Sinn. Vielleicht
nicht energetisch, aber wohlfühltechnisch auf jeden...
Andi $nachname schrieb:> Ich habe vor langer Zeit mal irgendwo gelesen, dass in einem> durchschnittlichen Haushalt nur 2% der elektrischen Energie für> Beleuchtung "verbraucht" werden. Kennt da jemand verlässliche Zahlen> dazu?
Habe was gefunden (siehe Anhang).
Laut dieser Auswertung liegt der Anteil für die Beleuchtung in einem
typischen Haushalt bei ca. 14%.
Sven schrieb:> Ist LED die Beleuchtung der Zukunft?
Sicherlich, aber m.E. nicht eine Beleuchtung der Gegenwart
wegen zu schlechtem Lumen pro Euro Faktor.
Gruss
Harald
Andi $nachname schrieb:> Ich habe vor langer Zeit mal irgendwo gelesen, dass in einem> durchschnittlichen Haushalt nur 2% der elektrischen Energie für> Beleuchtung "verbraucht" werden. Kennt da jemand verlässliche Zahlen> dazu?
Diese Zahl hab ich auch in Erinnerung. Wer also 50% Licht-Strom spart,
spart 1% der Energie - ein völliger Witz.
> Apropos Winter/Sommer: Die EU-Bürokraten sollen lieber mal die> Winterzeit abschaffen.
Da bin ich auch dafür. Ich hasse diese Sommerzeit seit der Einführung.
Als sie das einführten, arbeitete ich in einer Brauerei als
Bierkutscher. Dienstbeginn 5:30, Anfahrt ne knappe Stunde.
Da war also nix mit abends noch hell mal länger draußen sitzen. Sondern
ab in die Kiste, wenn alle anderen zu feiern anfingen...
Sommerzeit? Nein danke!
Harald Wilhelms schrieb:> Sven schrieb:>>> Ist LED die Beleuchtung der Zukunft?>> Sicherlich, aber m.E. nicht eine Beleuchtung der Gegenwart> wegen zu schlechtem Lumen pro Euro Faktor.> Gruss> Harald
Du gibst dir viel Mühe zu sagen das die Dinger teuer sind.
Wie ist das wenn du statt der Leistung den Energieumsatz, sagen wir über
3 Jahre, betrachtest?
bye uwe
Uwe R. schrieb:> Wie ist das wenn du statt der Leistung den Energieumsatz, sagen wir über> 3 Jahre, betrachtest?
Für meinen Hauseingang (ESL startet im Winter nicht richtig,
kältegeeignete ESL auch sehr teuer), Bewegungsmelder, immer nur wenige
Minuten an, habe ich ausgerechnet, dass sich eine ausreichend helle
LED-Lampe in E27 nach 30 Jahren amortisiert, unter Berücksichtigung der
bis dahin geltenden Strompreise vielleicht nach 20 Jahren. Ich glaub
jetzt aber nicht so richtig, dass die auch nur 10 Jahre halten würde.