Hallo,
meine Frage zu den Lötpasten Kartuschen, siehe Bild Anhang, gibt es
dafür passende Werkzeuge um die Paste zu dosieren.
Ich meine jetzt nicht die Geräte mit Pneumatischen Vorschub, die sind
mir zu teuer.
Ich suche mehr so was Vergleichbares wie Kartuschenpressen wie man Sie
für die Silikon Dichtmassen aus dem Sanitärbereich kennt.
Was gibt es da? Bitte um Link zu Anbietern.
Horst schrieb:> Muehldorf schrieb:>> Ich meine jetzt nicht die Geräte mit Pneumatischen Vorschub, die sind>> mir zu teuer.>> wenn es billig sein soll, füttere Deinen 3D-Drucker mit> https://www.thingiverse.com/thing:3148234
Sowas gibt es auch aus Alu vom freundlichen Chinesen [0]. Funktioniert
meiner Erfahrung nach sehr gut, ist allerdings etwas unhandlich da der
Schwerpunkt der Spritze nach oben verlagert wird. Mit etwas Gewöhnung
klappt das aber sehr gut.
[0] https://www.aliexpress.com/item/4000406856356.html
Hallo
Tany schrieb:> Wie max. darf's billig sein?
Ich hätte jetzt (ernsthaft, keine Ironie) 30,- bis höchsten 35,- Euro
geschrieben - gerade im Vergleich mit Kartuschenpressen für Silikon und
Co.
Wow - da bin ich, wenn auch nur als interessierter Mitleser, aber heftig
geerdet worden - geht es noch? So ne' blöde dann auch noch billig
aufgebaute Presse ?!
Wenn die aus Edelstahl wäre und eine feine gut funktionierende
Untersetzung (für wenig aber gut dosierende Kraftaufwendung) hätte -
dann ja, aber so...
Vor allem wenn man sich mal YT Videos zu viele der "Handpressen"
anschaut - so perfekt kommt auch mit einen Dosierwerkzeug die Paste
nicht raus bzw. haften gerne dort wo es eben nicht sein soll.
Praktiker
Tany schrieb:> Wie max. darf's billig sein?
Ich dachte so an 80 Euro für ein gebrauchtes Dosiergerät.
Da führt aber kein Weg hin, gibt es immer wieder bei Ebay, aber der
Zustand!
Habe Leihweise mal eins gehabt, wäre schon eine Feine Sache, vor allem
mit dem Fußschalter, nur die Kosten über 600 Euro.
Für die wenigen Bestückungen ist mir das zu teuer.
Ntldr -. schrieb:> Sowas gibt es auch aus Alu vom freundlichen Chinesen [0]. Funktioniert> meiner Erfahrung nach sehr gut, ist allerdings etwas unhandlich da der> Schwerpunkt der Spritze nach oben verlagert wird. Mit etwas Gewöhnung> klappt das aber sehr gut.
Das gefällt mir, werde ich mal testeten.
Kann mir vorstellen, wenn das Gewinde keine zu Große Steigung hat, es
mit der Dosierbarkeit gut funktioniert.
Praktiker schrieb:> Vor allem wenn man sich mal YT Videos zu viele der "Handpressen"> anschaut - so perfekt kommt auch mit einen Dosierwerkzeug die Paste> nicht raus bzw. haften gerne dort wo es eben nicht sein soll.
Es hängt auch viel davon ab, in welchen Zustand die Paste ist.
Ich habe selbst schon Paste gehabt, die gut zu dosieren war und dann
plötzlich nur noch so Wässriges Zeug raus kam. Im nächsten Moment kam
fast gar nichts mehr durch die Nadel durch.
Vermutlich war die Paste überlagert.
Es gibt Aufsätze mit ner Art Bajonettverschluss, die so wie der Drücker
einer normalen Spritze aussehen. Oder halt mit Umfüllen, Umfüllstutzen
mit beidseitig Luerloc gibts auf Bestellung in der Apotheke, Preis
irgendwo zwischen 1 und 3€
Ich hab neulich aus Zufall dieses Teil hier entdeckt, das arbeitet mit
den ganz gewöhnlichen 1ml Spritzen.
https://www.avdweb.nl/tech-tips/solder-paste-dispenser Die schreiben
aber dazu, dass das nur mit Type 4 bzw 5 funktioniert und die normale
zum Rakeln gedachte Lötpaste zu dickflüssig dafür ist.
Wegen der Nadeln, man kann sich natürlich auch normale Kanülen aus der
Apotheke einfach abschneiden, besser zum dosieren sollen aber die
konischen aus Plastik sein. Einfach weil die keinen so grossen
Widerstand auf die Länge haben.
Muehldorf schrieb:> vor allem mit dem Fußschalter, nur die Kosten über 600 Euro
Deshalb habe ich nachgefragt.
600 Euro ist definitiv (zu)teuer. Ich habe mal ein Dingsbums YDL-983A
für knapp 70 Euro gekauft. Natürlich muss noch ein (leiser) Kompressor
für knapp 150 Euro her. Insgesamt unter 200 Euro und bin zufrieden.
Filigran ist das sicher, aber vergleiche einfach mal, wie gross ist so
eine 30ml Kartusche und dann die kleine 1ml Spritze. mit der Minispritze
kannst du ganz einfach einen Lötpunkt ner Kugel von unter nem mm
hinmachen, Ich hab grosse Zweifel, dass du das mit der 30ml Kartusche
hinbringst. Noch dazu mit dem Rändelradl. Im übrigen sind die Dinger mit
Pressluft aus China gar nicht so wahnsinnig teuer, ich hab da Preise im
Bereich 60-80€ in Erinnerung, ist aber schon einige Monate her, dass ich
da mal gesucht habe. Wobei ich da auch meine Zweifel hab, ob das
tatsächlich so einfach wie beschrieben funktioniert.
Schliesslich wird da die Zeit eingestellt und der Punkt ist einfach
immer gleich gross, wenigstens sollte ers sein, aber ob das tatsächlich
erreicht wird?
Das hier ist auch interessant:
https://www.youtube.com/watch?v=OUwQYAkBQWk
Wenn jemand die Möglichkeit hat die Mechanik am Motor zu bauen,
könnte man das recht Preiswert realisieren.
So was ähnliches will ich mal mit nem Minigetriebemotor machen. Aber
halt mit den 1ml Spritzen, man braucht ja nur minimale Mengen, ich hab
meine Zweifel, dass man das mit ner 10 oder mehr ml Spritze hinbringt.
z.B. hat man ein Volumen von 0,1mm³ Bei ner Kolbenfläche von 28mm²
braucht man also grob 0,0036 mm um das zu dosieren. Bei ner 1mm Spindel
also grob ne Drehung um 3/4°. Bei ner 30ml Spritze wird man dagegen rund
das 10 fache an Fläche also 1/10 des Wegs brauchen um dieselbe Menge zu
dosieren. Wie will man eine Bewegung um 1/13° mit so nem Rändelring
zustandebringen. Für 1 Bauteil mit 0,75*1,5mm braucht man ja keinen
Tropfen von nem mm Durchmesser, der wär ja fast so gross wie das ganze
Bauteil.
Uli S. schrieb:> Bei ner 30ml Spritze wird man dagegen rund> das 10 fache an Fläche also 1/10 des Wegs brauchen um dieselbe Menge zu> dosieren. Wie will man eine Bewegung um 1/13° mit so nem Rändelring> zustandebringen.
Da liegen Theorie und Praxis schon etwas auseinander.
Es wird auch niemand an der Rändelmutter um 1/13° drehen, es geht hier
darum mit dem Daumen einen gewissen Druck (Drehung) auszuüben, was einem
Drehmoment an der Mutter entspricht. Wenn genügend Paste ausgetreten
ist, lässt man den Druck nach. Es wird somit nicht ein Vorgegebener Weg
an der Gewindespindel zurückgelegt, sondern ein gewisser Druck auf den
Kolben der Kartusche ausgeführt. Das macht im Prinzip ein Pneumatischer
Dosierer auch so.
Durch den Luftdruck wirkt eine Kraft auf den Kolben. Die Menge die hier
her ausgedrückt wird, hängt von der Zeit ab wie Lange der Druck
ausgeführt wird.
Wie Gut das mit einem Schrittmotor funktioniert, weis ich nicht, aber in
den Videos scheint das gut zu funktionieren.
Der Schrittmotor macht nichts anderes, als einen Gewissen Hub
auszuführen.
Abhängig von der Steigung der Gewindespindel und der Schrittweite,
Drehwinkel, des Motors.
Muehldorf schrieb:> Wie Gut das mit einem Schrittmotor funktioniert, weis ich nicht, aber in> den Videos scheint das gut zu funktionieren.> Der Schrittmotor macht nichts anderes, als einen Gewissen Hub> auszuführen.
Habe mir die Videos angeschaut, wäre wirklich Interessant wie das mit
dem Schrittmotor funktioniert.
Wer hat das so schon mal gemacht.
Muehldorf schrieb:> Es hängt auch viel davon ab, in welchen Zustand die Paste ist.
Hier gilt was der Hersteller empfiehlt, Lagerung bei Raumtemperatur,
andere Hersteller schreiben die Lagerung im Kühlschrank vor.
Die Paste hat auch nur eine begrenzte Verwendbarkeitsdauer.
Das Problem sind die Plastikdosen, die sind immer etwas durchlässig für
Luft, Lösungsmittel, wenn man die in Blechdosen ausliefern würde, dann
sollte sich
die Paste fast endlos halten. Mann muss den Inhalt halt vor Anwendung
mal aufrühren, wie mans von Farbe je ebenso gewohnt ist.
Der Holländer schreibt, dass die Paste die mit Kanülen aufgebracht
werden soll,
deutlich dünnflüssiger sein muss, wie die für Schablonen. Dazu empfiehlt
er wenigstens Sorte 4. Irgendwo hiess es, es müssten wenigstens 7
Körner, auf den Durchmesser bezogen, durchpassen. Also bei ner Bohrung
von 0,2 darf 1 Korn bloss 28µm haben.