Hello, dies ist mein zweites Projekt rund um das Retro Mischpult Eminent 200 von Dynacord (mein Exemplar wurde 1981 produziert). Dieses reizte mich primär wegen des integrierten Bandechos, jedoch lernte ich auch den Sound des Pultes gerade im Sättigungsbereich schätzen. Es gibt ja einige Retro Kleinmixer, die gerne so oder ähnlich eingesetzt werden (Boss KM60, Boss BX,...).
Leider fiel mir schnell auf, dass das Pult insgesamt schwer mit Line-Pegel zurechtkommt - am Direct Out meines Mackie Pultes ist dessen Dynamikbereich z.B. kaum zu nutzen - bei korrekt ausgesteuertem Pegel am Mackie Eingang bekomme ich den Fader vor dem Direct Out vll bis zur -40dB Marke um den Dynacord Kanal nicht in die Zerre zu schicken.
Ich möchte das Teil nun gerne für Line-Pegel anpassen und dabei die 8 Kanalzüge des Dynacords so anzapfen, dass ich sie einzeln als Insert-Effekte für die Kanalzüge des Mackie Pults nutzen kann - das Dynacord im Grunde zur 'Performance' (~LP/HP EQ, Overdrive, Abzweigung zum Bandecho) und das Mackie um Gain/EQ/Routing etc.zu machen.
Praktisch soll das heißen, dass ich die geeigenten Punkte in der Schaltung finden möchte, um Signale auf Line-Pegel im Kanal einzuspeisen und wieder abzugreifen. Ich hätte hierzu je einen Spannungsfolger zur Impedanzanpassung am jewieligen Abgriffs/Einspeisepunkt platziert.
Jeder Kanal besteht aus aus drei Doppel-BPT Stufen (Input-[Fader]-EQ Lo+Hi/-Final-[Echo Send]). Anbei der Schaltplan und die LT Spice Datei. Die Kanalzüge sind nach dem Echo Fader und dem Kanal-Output alle mit langen starren Drahtbahnen verbunden (nicht isoliert) und führen zur Master Mittelstufe (siehe Bild).
Mein Plan wäre nun, diese Verbindung zu entfernen, die Kanäle einzeln abzugreifen und anschließend wieder zur Summe zusammenzuführen (falls man das Teil doch mal wieder 'Standalone' nutzen möchte). Die jetztige Echo Summe würde ich genauso ersetzen -ohne extra Abgriff).
Ich habe das Experiment schonmal gewagt und das den zugehörigen OpAmp (LM324 zum unkomplizierten Test) über einen LM317 Spannungsregler von der 33V Versorgungsschiene im Pult versorgt. Funktionierte soweit, jedoch brachte ich 'kaum Pegel (ohne Übersteuerung) rein' und beim Abgriff vor der letzten Transistorstufe (isoliert von der Einstreung der anderen Kanäle) kam auch nur ein sehr schwacher Pegel zurück - wie zu erwarten.
Da ich ja sowieso die Opamps eingeplant und versorgt habe, könnte ich mit diesen natürlich entsprechend verstärken bzw. kontrolliert am Input abschwächen. Über die beste Lösung bin ich mir aber überhaupt nicht sicher,d eshalb wäre ich sehr dankbar für Tips (/Dos/Donts).
Ich hätte verschiedene Ansätze für den Eingang im Sinn:
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erste Transistorstufe umgehen, Line Pegel direkt auf Fader anlegen, im Original-Schaltplan sind dort 1V Signalspannung vermerkt, d.h. die original-Dimensionierung dort entspricht wenigsten ungefähr (Pro) Line-Pegel .
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Original Eingang mit höherem Emitter-R (R104 im Bild) ,z.B. 13kOhm statt 3k - funktioniert auf LT Spice aber scheint etwas unkonverntionell und bringt die ganze restliche Dimensionierung wohl durcheinander....
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Spannugnsteiler vor Eingang - scheint mir irgendwie 'schmutzig' da ich erst meinen Pegel kaputt mache um ihn dann wieder zu verstärken (oder ist das der 'Charakter' ....)
Beim Ausgang bin ich mir noch unsicher, aber ein Nicht/Invertierender Verstärker mit kleinem Poti nach der letzten Stufe dürfte ja einige Möglichkeitne offen halten? Wie kann ich den OpAmp sinnvoll in/hinter die BPT Schaltung klemmen? Nach diesem würde ich abgreifen (Line-Pegel) und dann wieder zur Summe mischen .
Einen der Kanalzüge habe ich zum Probieren mal ausgebaut und Tisch-tauglich gemacht.
Die Spice Datei anbei zeigt die Spannungsregelung, den Kanalzug (gelabelt wie im Schaltplan) und die einfachen Spannungsfolger mit Koppel-C. Würde mich sehr über Vorschläge/Anmerkungen freuen. Grüße










