Hallo,
ich habe hier einen Ringkerntrafo mit Primär 220V und folgenden
Wicklungen 36V/ 12,7A
2x 15V/ 0,7 A und 15V/0,07A.
Kann ich daraus ein Labornetzteil bauen, welches eine einstellbare
Spannung von 0-25V (besser 30V) und eine einstellbare Stromstärke von
etwa 5-10A sowie 12V und 5V als Festspannung liefern kann?
Kennt ihr evtl einen guten Schaltplan den ich dafür verwenden kann?
Habe bisher nur Schaltpläne gefunden bei denen 2 Sekundär Wicklungen von
je 15-30V nötig wären.
Vielen Dank
Gruß snipor
36V* 12,7A=457W
ergeben bei KLEINER Ausgangsspannung eine Menge Wärme wenn's kein
Schaltnetzteil werden soll...
Es gibt auch fertige Geräte, die dann evtl. so aussehen:
http://www.statron.de/produkte/gleichspannungsregler
Die Abwärme wird wohl ein größeres Problem werden. Um die genannten 450W
abzuführen, ist ein gewaltiger Kühlkörper (<0,15K/W) nötig. Alternativ
kann man auch 4 CPU-Kühler nehmen (kommt wohl billiger). Auf alle Fälle
brauchst du mehrere Leistungstransistoren parallel (ich würde sagen so 8
Stück vom Typ 2N3773).
Ansonsten kannst du auch mal auf der Conrad-Website zu den
Voltcraft-Netzgeräten schauen. Da gibt's bei den meisten einen Link zu
den Schaltplänen. Diese Schaltungen dürften wohl funktionieren.
Noch was zu den CPU-Kühlern (habe ich vergessen): Es müssen wirklich
starke CPU-Kühler sein. Bei 4 Kühlern muss immer noch jeder fast 115W
abführen! Du solltest also Kühler nehmen, die auch einen Intel Core2Quad
oder einen AMD Phenom X4 kühlen könnten (gibt's in Online-PC-Shops für
<7€/Stück), und nicht irgendeinen Gammel aus Alt-PCs...
Ja, der gute alte LM723 mal wieder...
In diesem Schaltplan ist aber keine Strombegrenzung vorgesehen, oder
täusche ich mich? Das ließe sich aber auch noch einbauen (habe jetzt
aber leider keinen Schaltplan parat).
>In diesem Schaltplan ist aber keine Strombegrenzung vorgesehen, oder>täusche ich mich?
Doch. Der NE555 ist als Monoflop geschaltet und wird getriggert, wenn
die Versorgungsspannung einbricht. Dann schaltet der den LM723 für ein
Weilchen auf 0V. Besteht der Kurzschluss danach weiter, geht das
Spielchen von vorne los.
Und dieses Ding soll allen Ernstes in der Lage sein, 24VAC rein 1VDC
raus bei 3A zu verdauen? Allein schon das dargestellte Kühlkörperchen
scheint mir da leicht überfordert zu sein.
Und 72W (24VAC*3A) in 90W (30VDC*3A) umzuwandeln, ist, wenn's sauber
funktioniert, eines Nobelpreises würdig.
>Und 72W (24VAC*3A) in 90W (30VDC*3A) umzuwandeln, ist, wenn's sauber>funktioniert, eines Nobelpreises würdig.
Wenns funktioniert gibts mehr als nur einen Nobelpreis, dann gibts die
Unsterblichkeit und man steht mit Aristoteles, Newton, Einstein und Co.
auf einer Stufe wenn man zwei Absätze runter geht ;)
Ich habe den Conrad Bausatz mit dem LM723. Wenn du noch einen dritten
Leistungstransistor parallel schalteset, dann vertfägt die Schaltung
10A. Die Wärme bekommst du mit einem CPU Kühlkörper ganz gut weg. Die
cpu Kühlkörper werden ja im PC nur ca 55°C warm (Delta T=30K). Wenn dir
eine Kühlkörpertemperatur im worst case von 85-100°C nichts ausmacht,
dann reicht wahrscheinlich sogar einer aus.
Hallo,
die Potis sind keine Spezialbauteile !!
Das Poti für die Spannungsregelung kann zwischen 5k und 50k liegen.
Das Poti für die Stromregelung genau so, die Widerstände in Reihe mit
dem Poti sollte man jedoch im gleichen verhältnis anpassen.
Den Leistungstransistor habe ich verdoppelt und auf einen alten
CPU-Kühlkörper gesetzt, der Lüfter wird ab 50°C eingeschaltet.
In den CPU-Kühlkörper bohrt man dazu ein Loch mit 2,4mm und schneidet
dann ein Gewinde M3.
Janosch
Wie man TO-220 und dessen grössere einseitige Brüder rankriegt ist klar,
aber die Frage bezog sich auf TO-3. Auf die "Topf mit Deckel" Bauform
vom 2N3055, Beine unten und Deckel oben. Ein klassischer CPU-Kühler hat
aber nur eine zugängliche Fläche.
Hi,
ich habe vom 3055 gesprochen, muss aber noch etwas ergänzen:
Ich habe kurze M4-Schrauben benutzt.
Für B und E habe ich passende Löcher gebohrt (das waren 3mm) und
versetzt, neben dem Gehäuse des 3055 in der gleichen Lamelle nochmals
Löcher für die Rückführung der Zuleitung.
Das Ganze wurde dann mit 10mm Stelzen an der Rückwand eines Gerätes
befestigt.
Janosch
muss noch was ergänzen:
An B und E habe ich vor der Montage Kabel angelötet und mit
Schrumpfschlauch überzogen.
So gabs keine Kontaktprobleme mit dem Kühlkörper.
Janosch
Hallo,
auch wenns jetzt schon ne Weile her ist. Hätte jemand einen Schaltplan
oder eine Seite oder ähnliches wo ersichtlich ist, wie ich eine
Umschaltung von Sekundärwicklungen mittels Relais in abhängigkeit der
eingestellten Ausgangsspannung realisieren kann.
Danke
Dietmar F. schrieb:
> Hallo,> auch wenns jetzt schon ne Weile her ist. Hätte jemand einen Schaltplan> oder eine Seite oder ähnliches wo ersichtlich ist, wie ich eine> Umschaltung von Sekundärwicklungen mittels Relais in abhängigkeit der> eingestellten Ausgangsspannung realisieren kann.>> Danke
Such mal hier im Forum nach: FS 12/73.
Solides Labornetzteil inkl. detaillierter Beschreibung, Schaltplänen,
Platinenplänen und mit Umschaltung der Sekundärwicklung(en).
Bei dem fetten Trafo würde ich zu einer
Sekundär-Schaltnetzteil-Topologie raten. Einen dicken MOSFET, Diode,
Drossel als Buck-Konverter schalten und eine digitale Regelung mit IC
oder Controller dranpappen. Ein L/C-Filter am Ausgang sorgt für niedrige
Welligkeit. Und das Wärmeproblem kannste vergessen.
Hallo, danke für euro Antworten. Eins würde mich jetzt noch
interessieren.
In diesem und anderen Schaltplänen habe ich nach den
Leistungstransistoren immer Widerstände im Bereich bis 1 Ohm gefunden.
Hier in diesem Schaltplan sind es 0,22Ohm
http://pitts-electronics-home.de/electron/schaltpl/stromver/nt40315.gif
Könnt Ihr mir erklären welchen Zweck diese Widerstände haben?
Vielen Dank