Hallo,
muss ich wenn ich den ADXL330 (Drei-Achsen Beschleunigungssensor von
Analog Devices) an die Analog Eingänge des Atmega8 hängen möchte, die
unterschiedlichen Ausgans- , Eingangswiderstände mittels einer
Impendanzwandlerschaltung anpassen?
Wenn ja, ich benutze den UA741CN, wäre dann die nachfolgend aufgelistete
Beschaltung richtig?
Pin 1 (Offset Null 1) --> Bleibt Frei?
Pin 2 (Invertierender Eingang) --> Wird mit dem Ausgang verbunden, (Pin
6)
Pin 3 (Nicht-Invertierender Eingang) --> An den Ausgang des
Beschleunigungssensors
Pin 4 (Masse) --> Mit Masse verbinden
Pin 5 (Offset Null 1) --> Bleibt Frei?
Pin 6 (Ausgang) --> Mit Pin 2 verbunden
Pin 7 (VersorungsSpg.) --> An 5V bzw. 3V.
Pin 8 --> NC
Im großen und ganzen stelle ich mir die Frage wie die Offset Eingänge
Beschaltet werden?
Die Offseteingäng können im Normalbetrieb offen gelassen werden. Wenn du
allerdings hohe Anforderungen an einen geringen Offset hast (ich kenne
die Beschleunigungssensoren nicht), z.B. bei hoher DC-Verstärkung, dann
nimm ein 10k Poti an die beiden Pins und schließe den Abgriff auf die
negative Versorgungsspannung an.
So zumindest im 741-Datenblatt von National gesehen.
Allerdings ist der 741 der denkbar schlechtste OPAmp für diese
Anwendung:
- 3V oder 5V Versorgung gehen beim 741 nicht! Minimum liegt so bei 8-10V
single supply, weil die Ausgäng nur bis etwa 2-3V an die VCC- und VCC+
aussteuerbar sind.
- Sensor liefert Spannungen 0V - 3V - in dem Bereich kann der 741 noch
nichts damit anfangen.
Such mal bei Maxim nach Operationsverstärkern, die mit 3 oder 5V
betrieben werden können und die auch komplett zwischen 0 und VCC an den
Eingängen arbeiten.
Hallo
das ist schon ein Drama. Da arbeiten die Leut mit High-Tech
MEMS-Beschleunigungssesnoren und Microcontrollern, aber bei analog
Signalen wird das alte Museumzeug rausgekramt. Ich kann nur, wie HildeK
schon geschrieben hat, auf aktuelle OP'S verweisen. Ich verwende gerne
den LM358 (ist auch schon alt, aber doch schon um einiges moderner) oder
wenns genau sein soll, einen LMC6482.
Gerhard
Ok, erst mal danke für die schnellen Antworten, dann werde ich mir wohl
mal nen neuen Satz Op's kaufen müssen, dachte mir ich könnte die alten
nehmen, da ich da noch ein paar von runfliegen hatte, das mit dem von
euch angesprochenen alten Op's verstehe ich nicht ganz, was soll denn
neuere von alten unterscheiden vom Funktionsprinzip sind diese doch
gleich oder Irre ich mich?
Nicht ganz, aktuell sind heutzutage Rail-to-Rail OPs (z.B. der TS912).
Das heißt, wenn Du den mit 5V betreibst, kannst Du auch die vollen 5V
benutzen - die älteren OPS brauchen ein paar Volt Abstand zur
Versorgungsspannung (wurde ja oben schonmal angesprochen).
Wenn du den 741 mit mindestens +/-5V versorgst, dann kannst du ihn
nehmen. Aber dein Ansatz waren 5V oder gar 3V einseitig - da
funktioniert der nicht mehr.
warum eigentlich noch opv ??
in den schaltungen die ich bisher gesehen hatte
mit nem acc am mega, war am ad-eingang ein 100nf stützkondensator.
(wegen interner sh)
der adxl330 hat doch schon opv-ausgänge ??
Ja, deswegen frage ich ja kann man den Beschleunigungssensor auch direkt
an den Mikrocontroller anschließen, ich denke schon weil ich es bis
jetzt so mache, allerdings wird in vielen Application Notes (z.b.
http://www.analog.com/library/analogdialogue/archives/39-11/hdd.html)
der einsatz mit zusätzlichen OP's beschrieben.
Durch die unterschiedlichen Eingangswiderstände wird aber denke ich eine
Anpassung nötig sein, habe aber auch schon viele Schaltungen gesehen,
die keine zusätzlichen Op's hatten.
Jürgen du hast Recht in den Sensor ist schon für jede Achse ein Op
eingebaut!