Spannungsregler

Gast #396196
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Hi,

ich habe in einer kleinen Schaltung einen Low Drop Spannungsregler LT
1086-5 verbaut, der wie man wissen sollte, wenn man das Datenblatt
gruendlich gelesen haette, nur eine Eingangspannung von 20 V vertraegt.
Bei mir haengt er aber an 24 V und ab 22 V geht die Spannung am Ausgang
auf 3.5  V zurueck.

Nun habe ich 2 Ansaetze fuer meine 5 Platinen:
* Regler austauschen gegen "normalen" TO 220, nur habe ich da das
Problem, dass die PINs nicht passen.
TO Input GND    Output
LT GND   Output Input
Faellt euch spontan ein Regler ein der von den Pins her passt. Ich habe
jetzt 2 Stunden gesucht ...

* Vorwiderstand, der die Eingangspannung reduziert.
Unfug?

Freue mich auf Eure Tipps

Sebastian
Gast #396197
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Hallo,

was sind die Eckdaten des benötigten Reglers? Spannung, Strom ...

Also wenn Du extra einen LDO Regler nimmst, dann brauchst Du mit
Vorwiderständen und ähnlichem nicht anzufangen. ZUmal der
Spannungsabfall an einem Widerstand noch Stromabhängig ist.

Wenn Du die Eingangsspannung reduzieren willst, dann mit Dioden. Dort
ist der Spannungsabfall einigermaßen Stromunabhängig. Blos dann hätte
es auch kein LDO gebraucht.

Gruß

Wolfgang
--
www.ibweinmann.de
Brushless Development Kit
Gast #396198
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Der Spannungsabfall am Vorwiderstand ist halt vom Strom abhaengig. Wenn
groessere Stroeme fliessen muss der Widerstand entsprechend
Leistungsfaehig sein und die enstehende Waerme vertragen. Bei
konstanter Strombelastung ist der Vorwiderstand ok, ansonsten lass
lieber die Finger davon. Eine Loesung waehre ein 7812 davor zu
schalten, der kann immerhin bis zu 35V vertragen, oder gleich einen
7805 zu benutzen. Der hat dann auch das richtige Pin-out. Kuehlkoerper
nicht vergessen.
#396199
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Ich denke mal, du solltest nen 7805 nehmen. Den drehste dann um, sodass
Input schonmal auf Input passt.

Und dann musste halt die Leiterbahnen aufkratzen. Für ne erste Platine
ist das, in meinen studentischen Augen, normal. Irgendwie hat man immer
ein paar Böcke drauf. Und vielleicht musst du ja sogar nooch was
verbessern. Dann musste eh auf dem Ding rumbraten.
Gast #396200
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Danke fuer Eure Hinweise,

natuerlich wird die Verwendung von LDO hoechst zweifelhaft, wenn man
nun noch mit irgendwelchen Vorwiderstaenden rumfrickelt ... aber mein
Problem ist, dass ich eben das Datenblatt nicht richtig gelesen und nun
5 Platinen vor mir zu liegen habe, die ich nicht mehr neu machen lassen
kann ...

* Wolfgang
Mache mich gleich mal auf um zu schauen, was ich an Dioden da hab ...

* The Daz
Die 78** Reihe sind nicht kompatibel zu meinem - GND Output Input -
Muster, das ich vom LT auf meinen Platinen habe oder gucke ich falsch?
Angehängte Dateien:
#396203
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Richtig! Den 7805 musst du nur umdrehen. laut deiner Beschriebung,
poasst dann zumindest der Out Pin. Dann Leiterbahn aufkratzen und 2
Drähte rein. Fertig! :D

7805 mit aufgekratzten Bahnen sieht besser aus, als ein paar Dioden
künstlich draufgebraten. Die Bahnen sieht man nur von unten.
Gast #396204
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Sorry, du hast natuerlich recht : das Standard-Pinout passt nicht zu
deiner Platine. Ich wuerde, wie Karl-Heinz vorgeschlagen hat, einfach
mit Draht das Problem loesen und nen 78S05 einsetzen. Ist die
einfachste und billigste Loesung.
Persönliche Seite #396207
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Sorry, mit davor_ meine ich _vor Deinen LDR schalten, z.B. auf der
Leiterbahnseite, oder an den Beinchen des LDR, ohne Leiterbahnen
unterbrechen zu müssen. Dass die Stabilisierung etwas nachlässt kann
ich mir bei einem solch hohen Sprung kaum vorstellen, aber ein Regler
sollte damit klarkommen (an sonsten hätte es kein Regler werden dürfen
:-)
Gast #396214
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Marc, das kommt ganz auf die minimal und maximal benoetigte Stromstaerke
an. Bei sehr kleinen Stroemen braucht man einen hohen Vorwiderstand, der
dann bei hohen Stroemen die Eingangsspannung unter das Mindestmass
absenkt. Ergo : nur bei mehr oder weniger kontanter Stromstaerke ist
ein Vorwiderstand sinnvoll einsetzbar.
Gast #396215
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Hallo zusammen,

ich habe ein wenig im Datenblatt der 4001 geblaettert - Der
Spannungsabfall betraegt bei geringen Stroemen nur 0.6 V. Ich braeuchte
eine Spannungsabfall um 2 V. Gibts Dioden die den mir noch in den Ohren
liegenden Wert von etwas ueber einem Volt Durchschaltspannung bereits
bei geringerem Strom erreichen?
Ich hoffe mir reisst jetzt niemand den Kopf ab, weil das physikalisch
gar nicht moeglich ist oder so ...

Sebastian
Gast #396217
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Bau dir doch einen Längsregler aus Z-Diode und Bipolar-Transistor
davor.
Die Z-Diode könnte IMHO 15V haben, dann wird der Großteil der Leistung
schon am Bipotransistor verbraten.

Sind die Platinen selber geätzt/gefräst? Dann würde ich den Schaltplan
und das Layout noch mal überarbeiten (sofern das die Zeit zulässt...)
#396218
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Konterkarieren

So isses richtig. Mir fällt spontan kein Bauteil ein, was dir mal eben
bisschen Spannung vernichtet.

Aber was stört dich daran, den 7805 zu nehmen? Zuviel Strom und
dementsprechend zuviel Wärme oder wie?

Ich kenne dein Board nicht. Vielleicht ist es sinnvoll mal ein Pic
reinzustellen. Ansonsten finde ich die Idee mit dem 7805 und zwei
neunen Leiterbahnen echt gut?!
Gast #396219
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Also den Schaltplan zu posten mmmh lass ich lieber ... dann haettet Ihr
sicher eine Menge zum Schmunzeln ...

Das ganze ist die Stromversorgung fuer einen Atmel und zwei
Motorencoder auf einer Treiberplatine. Die Motorencoder nehmen bei 5 V
etwa 50 mA der Atmel mit der Perepherie CAN, RS232 vermute ich mal in
aehnlichen Dimensionen. Nun habe ich beim Testen gemerkt, dass wenn ich
meine 24 V anlege und nur einen der Motorkontroller anstecke auch
wirklich 5 V ankommen, fuer weitere Verbraucher bricht die Spannung
ein. Ich habe die Schaltung dann mal nicht mit der 24 V Batterie
betrieben sondern an einem Netzteil - bis 22.8 V tat die Schaltung und
der Spannungsregler was er soll. Wurde die Spannung weiter erhoeht
brach die Ausgangsspannung des Regelers auf einen Wert von 3.2 V ein.
Im Datenblatt steht, der Regler kann mit einer Eingangspannung von 30
V, empfohlen sind aber maximal 20 ... haette ich das nur vor 2 Tagen
gelesen!

Um mit Draht und Wegkratzen zu arbeiten ist die Schaltung zu eng
belegt, daher wuerde ich die Diodenloesung vorziehen.
#396224
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Wenn nachlesen, dann RICHTIG nachlesen!!!

Note 1: Although the device’s maximum operating voltage is limited,
(18V
for a 2.85V device, 20V for a 5V device, and 25V for adjustable and
12V devices) the devices are guaranteed to withstand transient input
voltages up to 30V. For input voltages greater than the maximum
operating
input voltage some degradation of specifications will occur. For fixed
voltage devices operating at input/output voltage differentials greater
than
15V, a minimum external load of 5mA is required to maintain
regulation.

Nimmst du also den LT1086-5 darfst du wieder max 20V reinblasen.

Nimmst du ein Teil, was man adjusten kann (Ich vermute LT1086 - ohne
Endung) kannst du bis 30V reingehen. Da wäre ich aber vorsichtig. Dann
anscheinend hast du das Ding ja. Und wenn du den auf 5V adjustest,
kannst du ihn evtl wieder nur mit 20V In fahren. Gehüpft wie gesprungen
also.

Vielleicht hättest du in der ganzen Zeit der Überlegerei auch schon die
7805 verbaut. ;)
Oder ein paar Dioden in Reihe verbaut(die meiner Meinung nach mehr
Platz verbrauchen).
Gast #396225
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Ok dann stelle ich noch mal klar, ich habe bisher den LT 1086-5
verwendet. Dessen Datenblatt habe ich weiteroben im Thread auch
angefuegt. Dieser ist offenbar mit den 24 V ueberfordert.

Nun hab ich von crazy horse den Tipp bekommen, den LM 1086 zu verwenden
der laut Datenblatt eine Differenz zwischen EIngang und Ausgang von 25 V
zulaesst ... sollte doch mein Ding sein, oder?
Angehängte Dateien:
Gast #396227
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Mmmm ... auf Seite 11 oben links ist so ein Applikationsbildchen wo nur
noch 2 Kondensatoren dabei sind ... eine Referenzspannung muss ich also
nicht erst ueber zwei Widerstaende zusammenbauen?

Sebastian
Gast #396231
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Japp auch gerade gelesen.

Aber nun stellt sich ein neues Problem:
Laut Datenblatt laesst der LM eine Differenz zwischen EIngang und
Ausgang von 25 V zu. Ein Stueck weiter unter wird aber vorgegeben das
Vi zwischen 6 und 20 V liegen muss ....

Ich mache mich jetzt an die Diodenbastelei

Danke fuer Eure Hilfe
Gast #396232
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Warum denn mit mehreren Dioden rumpfuschen?

Mach doch einfach eine serielle Z-Diode mit so ca. 5 Volt oder so in
Sperrrichtung vor den Spannungsregler und dem Eingangselko. Einfacher
geht es wohl nicht.

Du musst nur auf die maximale Verlustleistung aufpassen. Aber zum
Stromverbrauch willst Du ja nix schreiben.
#396233
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@Unbekannter
Die Motorencoder nehmen bei 5 V
etwa 50 mA der Atmel mit der Perepherie CAN, RS232 vermute ich mal in
aehnlichen Dimensionen

Ansonsten sehr gute Idee. Mit ner 5.1V Z-Diode 1.3W (Reichelt), kannst
dann ca 250mA entnehmen. Kannst ja mal ausprobieren, ob das geht.
Sollte eigentlich.
#396235
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Hast du den Regler stehend oder liegend eingebaut?

Wenn liegend:
> Um mit Draht und Wegkratzen zu arbeiten ist die Schaltung zu eng
> belegt,

Du musst an den Leiterbahnen überhaupt nichts ändern:
2 Beinchen des 7805 hängen in der Luft und mit Draht
schliesst du die beiden Beinchen überkreuz an die Platine
an. Du verpasst dem 7805 quasi 'flexible Anschlusspins'.
Der 7805 wird auf die Platine geklebt (wenn er nicht sowieso
verschraubt wird) und fertig. Die Modifikation dauert keine
3 Minuten.

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