Netzteil Reparatur Analyse

OP #7502040
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Grüße,

Folgendes, ich versuche meine Subwoofer zu Reparieren. Da sind Letzens einige Elkos mit ach und krach detoniert. Im Zuge dessen habe ich als erstes die Kondensatoren ausgetauscht die es betraf. Daraufhin habe ich den Sub angeschlossen, um zu sehen, ob die Reparatur geklappt hat. Worauf mir ein weiterer Elko in die Luft flog. Mein armen Ohren sage ich da nur. ;( Ich entschied dann alle Elos auszutauschen. Leider musste ich heute feststellen, dass das leider nicht so einfach geht. Ich habe den Sub getestet und musste feststellen, dass einer der neuen Elkos explodierte.(Diesmal aus sicherer Entfernung. :D) Zum glück nur einer. Der Elko, der explodierte, sitzt auf der Spannungsversorgung des Subs. Da ich ziemlich darauf geachtet habe, dass die Elkos möglichst die selben Werte haben, wie die zuvor verbauten, muss noch was anderes im Busch sein. Leider fehlt es mir diesbezüglich an Erfahrung und ich hoffe ihr könnt mir da beratend zu Seite erstehen.

Im Anhang befinden sich die Bilder des Netzteils, welches ich versuche zu Reparieren. Auf dem Bild, wo die Rückseite abgebildet ist, ist rot Markiert, wo der explodierte Elko sitzt und Pink wo die 220V Spannungsversorgung sitzt. Das ist übrigens der Selbe Elko, welcher zuvor beim ersten Test in die Luft flog.

Der Elko hat, wie sein Nachbar auch, den Wert 220uF 50V. Ich besitze leider kein Schaltplan von der Platine und verlasse mich auf die werte, welche auf den Bauteilen selbst stehen.

Ich hoffe ihr könnt mir hilfreiche Tipps geben, um dem Problem auf die Spur zu kommen.

Mfg

Angehängte Dateien:
#7502076
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Du hast vermutlich den neuen explodierten Elko verpolt eingebaut. Die Unterseite sieht so aus, als ob die beiden Elkos in der gleichen Ausrichtung eingebaut werden müssen. Auf dem Oberseitenbild ist aber einer um 180 Grad gedreht. Der goldene Strich an der Seite zeigt üblicherweise den Minuspol an. Also den explodierten jetzt mit gleicher Ausrichtung des Strichs wie der andere ersetzen.

#7502078
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Bitte immer alle Angaben als Text dazuschreiben: KEL11080901 V1.2 V1.3 KB-6645A

An die Verpolung dachte ich zuerst auch, aber es handelt sich um ein symmetrisches Netzteil ca. +-40VDC. Also kann für das Explodieren nur eine zu hohe Spannung verantwortlich sein. Messen! Mit einem Regeltrafo die Netzspannung langsam hochdrehen. Vermutlich ist die Regelung defekt, so wie es aussieht, geschieht diese nur auf der Primärseite, da kein Optokoppler zwischen Primär- und Sekundärseite sichtbar. Was aber auch sein kann: eine der dicken Dioden (D16 und D18?) hat einen Kurzschluss und der C wird mit Wechselspannung versorgt. Dioden messen!

OP #7502090
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Andreas H. schrieb:

Du hast vermutlich den neuen explodierten Elko verpolt eingebaut. Die Unterseite sieht so aus, als ob die beiden Elkos in der gleichen Ausrichtung eingebaut werden müssen. Auf dem Oberseitenbild ist aber einer um 180 Grad gedreht. Der goldene Strich an der Seite zeigt üblicherweise den Minuspol an. Also den explodierten jetzt mit gleicher Ausrichtung des Strichs wie der andere ersetzen.

Grüße,

Ja aber Nein, auf der Platine (unter dem Elko) wird der Minus-Pol so angezeichnet. Ich fand das auch merkwürdig. Leider konnte ich vom originalen Bauteil dies nicht mehr ableiten, da dieses regerecht zerfetz wurde. ich kann Test weise den Elko umgedreht ein bauen, so bald ich wider einen habe, aber nach der Markierung zu folge sollte es richtig sein.

Mfg

#7502097
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ich kann Test weise den Elko umgedreht ein bauen,

Und messen ist keine Option?

Mal abgesehen davon, wenn man mal etwas scharf auf das Layout schaut und seinen Verstand einschaltet dann sollte man schon sehen wo die Sekundaerelkos an GND haengen und bei den Primaerelko kann man ja mal schauen wie denn der Gleichrichter/Diode arbeitet.

Solche Netzteile koennen einen umbringen, man sollte da also nicht dran rumfummeln wenn man komplett ahnunglos ist.

Vanye

#7502104
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Nick schrieb:

Da sind Letzens einige Elkos mit ach und krach detoniert. ... Worauf mir ein weiterer Elko in die Luft flog. ... Ich habe den Sub getestet und musste feststellen, dass einer der neuen Elkos explodierte.

Meine Güte, das habe ich in Jahrzehnten so noch nie erlebt. Kannst Du mal Fotos anhängen?

Torsten B. schrieb:

Mit einem Regeltrafo die Netzspannung langsam hochdrehen.

Ja, habe ich aus genau diesem Grunde jüngst angeschafft.

Vorher mit geregelter und langsam immer höherer Gleichspannung bis zum Nennwert die ausgelöteten Elkos formiert. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

#7502142
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Nick schrieb:

Da sind Letzens einige Elkos mit ach und krach detoniert. Im Zuge dessen habe ich als erstes die Kondensatoren ausgetauscht die es betraf. Daraufhin habe ich den Sub angeschlossen, um zu sehen, ob die Reparatur geklappt hat. Worauf mir ein weiterer Elko in die Luft flog

Tja, wenn man nicht die Ursache behebt..

Nick schrieb:

muss noch was anderes im Busch sein.

Defekte Dioden, Elkos mögen keine Wechselspannung. Die angeschlossene Schaltung übrigens auch nicht.

Da der Hersteller aus Geiz statt der beiden vorgesehenen TO220 Doppeldioden auf Kühlkörper lieber 2 direkt parallel geschaltete aber thermisch nicht gekoppelte Dioden eingebaut hat, war die Ursache des Defekts schon beim Kauf angelegt. Ich würde auf 2 ordentliche Dioden auf Kühlkörper umrüsten. Wenn hoffentlich der Rest des Sub noch ok ist.

Verbaut sind wohl 50ns Dioden https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/2644/MOSPEC/HER304.html

U16C20 könnte es tun https://4donline.ihs.com/images/VipMasterIC/IC/MOSP/MOSPS00141/MOSPS00141-1.pdf?hkey=6D3A4C79FDBF58556ACFDE234799DDF0

OP #7502146
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Grüße,

Ich habe die Dioden (z.b. D16 und D18) jetzt mal aus gelötet und habe die mit meinem Multimeter durchgetestet. Die Dioden Sperren noch, werde diese dennoch mal austauschen.

Peter K. schrieb:

das sind doch diese Netzteile, bei denen die Sekundär-Spannung hochläuft, wenn der kleine Elko marode ist

Kann ich nichts zu sagen, habe aber auch diesen ausgetauscht gehabt.

Torsten B. schrieb:

Mit einem Regeltrafo die Netzspannung langsam hochdrehen. Vermutlich ist die Regelung defekt, so wie es aussieht, geschieht diese nur auf der Primärseite, da kein Optokoppler zwischen Primär- und Sekundärseite sichtbar.

Leider bin ich da nicht so gut aufgestellt, ich habe leider kein Regel Trafo. :(

#7502153
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Nick schrieb:

Leider bin ich da nicht so gut aufgestellt, ich habe leider kein Regel Trafo. :(

Hatte ich bisher auch nicht. Aber aber erwähnt, wie ich es bisher gemacht habe, also mit regelbarem Spannungsregler, mit dem ich eine Spannung allmählich hochgefahren habe, z.B. mit einem LM 317.

https://www.reichelt.de/index.html?ACTION=446&LA=446&nbc=1&q=lm317

An vierter Stelle ist dort auch ein kleiner Bausatz von Vellemann.

Diese Methode ist umständlicher, aber auch sanfter. Mit ausgebautem Elko lassen sich die Leckströme messen.

OP #7502154
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Michael B. schrieb:

Nick schrieb:

Da sind Letzens einige Elkos mit ach und krach detoniert. Im Zuge dessen habe ich als erstes die Kondensatoren ausgetauscht die es betraf. Daraufhin habe ich den Sub angeschlossen, um zu sehen, ob die Reparatur geklappt hat. Worauf mir ein weiterer Elko in die Luft flog

Tja, wenn man nicht die Ursache behebt..

Nick schrieb:

muss noch was anderes im Busch sein.

Defekte Dioden, Elkos mögen keine Wechselspannung. Die angeschlossene Schaltung übrigens auch nicht.

Da der Hersteller aus Geiz statt der beiden vorgesehenen TO220 Doppeldioden auf Kühlkörper lieber 2 direkt parallel geschaltete aber thermisch nicht gekoppelte Dioden eingebaut hat, war die Ursache des Defekts schon beim Kauf angelegt. Ich würde auf 2 ordentliche Dioden auf Kühlkörper umrüsten. Wenn hoffentlich der Rest des Sub noch ok ist.

Verbaut sind wohl 50ns Dioden https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/2644/MOSPEC/HER304.html

U16C20 könnte es tun https://4donline.ihs.com/images/VipMasterIC/IC/MOSP/MOSPS00141/MOSPS00141-1.pdf?hkey=6D3A4C79FDBF58556ACFDE234799DDF0

Grüße,

Es sind diese Dioden verbaut : https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/657165/GWSEMI/HER503.html

#7502213
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Nick schrieb:

Ich habe die Dioden (z.b. D16 und D18) jetzt mal aus gelötet und habe die mit meinem Multimeter durchgetestet. Die Dioden Sperren noch,

Hmm, dann kann ein explodierender Sekundär-Elko auch die Folge einer gebrochenen Feedback-Schleife sein, also der Optokoppler der das Netzteil bremst, so dass in Folge die Spannung weit ansteigt.

Auch nicht gut für die Folgeschaltung.

OP #7502940
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Peter K. schrieb:

das sind doch diese Netzteile, bei denen die Sekundär-Spannung hochläuft, wenn der kleine Elko marode ist

Auf dem Bild ist schwer zu erkennen, wischen dem kleinen Elko und dem Großen, ein vertikal aufgestellter keiner SMD Chip. Was ist das für einer, bzw was könnte das sein?

Ich kann mal versuchen davon ein Foto zu machen.

Mfg

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