Gast
#87807
Mit dem MSP430 soll mit dem eingebauten 12 Bit ADC die Temperatur-Änderung erfasst werden. Die Justierung auf die Absoluttemperatur ist vorerst nicht nötig. Der Sensor muß aber trotzdem ziemlich linear arbeiten, da die Temperaturänderungen in definierten Zeitabständen mit 12 Bit Genauigkeit erfaßt werden müssen. Als Sensor wurde der KTY84-130 ausgewählt. a)Philips schlägt für den KTY84 einen Konstantstrom von 2mA vor. Im genutzten Temperaturbereich liegt dessen Widerstand zwischen 359 und 2166 Ohm. Damit ergibt sich der Spannungsfall am Sensor zu 0.71 bis 4.332V. Um analoges Rauschen möglichst zu vermeiden wollte ich den MSP430 mit Vref- = 0V arbeiten lassen. Ich habe mir jetzt gedacht, die 2mA Stromquelle gegen Plus zu schalten und den Sensor gegen eine negative Vorspannung von -0.71V arbeiten zu lassen. Am Knotenpunkt zwischen Sensor und Stromquelle hätte ich dann 0 -> 2.15 die ich durch Erhöhung des Konstantstromes auf einen Bereich von 0 -> 3.6V erweitern könnte. Ist die negative Vorspannung hier sinnvoll oder gibt es elegantere Lösungen? b)Für den Widerstand in Abhängigkeit von der Temperatur in Grad Celsius habe ich die Parabel y=0.011x^2+3.91x+498.45 aufgestellt. Diese stimmt bis auf etwa 1.4 Kelvin mit der Kennlinie de KTY84 überein. Diese Parabel müsste ich dann nochmals für die 12 Bit- Digitalwerte des ADC berechnen. Der konstante Anteil würde dann aber schon durch die negative Vorspannung des Temperatursensors ausgeglichen werden. Zur Korrektur müsste ich im Prozessor dann nur noch mit guter Genauigkeit den quadratischen Korrekturfaktor berechnen und vom ADC Wert abziehen. Dabei sehe ich ein Problem: im Bereich der hohen Widerstände beträgt der Korrekturfaktor etwa 35 Prozent des Absolutwertes. Wenn ich den Absolutwert mit 12 Bit einlese und dann 35 Prozent abziehe, verringere ich doch meine effektive Auflösung deutlich. Gibt es hier eine bessere Lösung? c)Kann man die Parabel analog entzerren?