Gast
#4695986
Hallo, ich möchte mir für Car-Hifi Zwecke ein SMPS von 12V auf ca +/- 45V bauen, das ca 200 Watt Leistung dauerhaft übertragen kann. Nachdem ich mir ein paar Dokumente von mag-inc durchgelesen habe, habe ich mich für folgenden Toroid entschieden. http://de.farnell.com/fair-rite/5977006401/ferrite-core-toroid-77/dp/1781254 Habe eine kleine Java-App geschrieben, um mir Windungszahl, ohmscher Widerstand etc. auszurechnen bei 20, 50 und 100 kHz. Die Java App spuckt mir folgendes aus: Toroid Dimensions (in cm): Outer Dia:2.54 Inner Dia:1.55 Height:1.27 Flux Density for calculation in gauss 20kHz:1500.0 50kHz:1300.0 100kHz:900.0 Windings prim 20kHz 16 = 755200.0 nH Windings prim 50kHz 7 = 144550.0 nH Windings prim 100kHz 5 = 73750.0 nH Parallel Windings primary: 5.0 Res prim 20kHz: 0.024329846153846157 Res prim 50kHz: 0.010644307692307692 Res prim 100khz: 0.007603076923076923 N2/N1 = 5.0 Windings sec 20kHz 81 = 1.935495E7 nH Windings sec 50kHz 38 = 4259800.0 nH Windings sec 100kHz 27 = 2150550.0 nH Parallel Windings sec: 2.0 Res sec 20kHz: 0.30792461538461535 Res sec 50kHz: 0.14445846153846154 Res sec 100khz: 0.10264153846153845 Schlussendlich habe ich mich jetzt für 50 kHz entschieden, also Primärseitig pro Wicklung also 144 uH für diesen Kern und 10,6 mOhm ohmscher Widerstand. Sekundärseitig dann 4,3 mH und 144 mOhm. In Spice habe ich versucht diesen Toroid-Transformator mithilfe gekoppelter Induktivitäten nachzubilden. Ist das in Ordnung so oder gibt es da bessere Möglichkeiten als nur die Induktivität und die ohmschen Verluste zu betrachten? Welchen Kopplungsfaktor soll ich für einen selbstgewickelten Trafo annehmen? So weiter: Als PWM-Controller habe ich den LT3721 im Einsatz, rückgekoppelt wird über ein LT1431 und einem Optokoppler. Grundsätzlich geht die Schaltung, wenn man die sekundärseitigen Puffer-Kondensatoren sehr klein macht, z.B. 10 uF und eine konstante Last dran hängt. In der Praxis will ich ja aber große Pufferelkos haben. Jetzt zu meinem Problem: In der Startphase schließen die Kondensatoren ja sekundärseitig im prinzip kurz, das heißt der Trafo überträgt so viel Leistung wie nur möglich um die Elkos zu laden. Es hat schlussendlich zur Folge, dass die zwei Mosfets extrem hohe Ströme pulsen bis zu 250 Ampere und der CurrentSense schlussendlich dann die On-Periode abbricht und einen Neustart macht. Der R1 glättet den Eingangsstrom etwas, da kann man sehen dass der Irms in der Startphase bei ca 20A schwankt, was heißen würde er übertragt ca 240 Watt, was eigentlich in Ordnung wäre. Sobald die sekundärseitigen Elkos dann mal voll sind, läuft das SMPS so wie ich es mir eigentlich vorstelle. Was ist faul an der Simulation so hohe Ströme können doch nicht gesund sein oder? Danke an alle die mir einen Tipp geben und meinen etwas kryptisch geschriebenen Text lesen :-) Grüße Markus