Hallo,
Hat jemand Erfahrung wie man eine alte ISA Karte in einem PCI Rechner
rein bekommen kann?
Der neue Rechner ist ein mini ITX System mit Riser Karte.
Die ISA Karte will ich nicht entsorgen!
Habe zwar schon einiges gefunden aber nie etwas was passen würde.
Jens
Jens schrieb:> Habe zwar schon einiges gefunden
Zeig mal, was du gefunden hast.
ISA ist nicht nur ein anderer Stecker, sondern eine völlig andere
Schnittstelle. Kann mir nicht vorstellen, daß es da "Adapter" oder sowas
gibt. Aber ich lasse mich gern belehren...
Ich bezweifel, dass es klappen wird. PCI ist inkompatibel zu ISA. Du
brauchst also irgendwo her einen ISA Anschluss. Auf Mainboards ist der
noch in Form des LPC (Low Pin Count) zu finden, aber nur in Form von
Leiterbahnen, nicht als Steckplatz.
Und wenn du einen Adapter PCI->ISA findest, stellt sich die Frage, passt
das alles noch in ein Mini-ITX System?
Sebastian Hepp schrieb:> Und wenn du einen Adapter PCI->ISA findest, stellt sich die Frage, passt> das alles noch in ein Mini-ITX System?
Und wenn es reinpaßt, ist immer noch die Frage, ob die Karte von der
Software ansprechbar ist. Selbst so simple Dinge, wie Legacy-Emulationen
auf PCI-LPT-Karten sind nicht ganz unproblematisch. Was ist denn das für
eine sagenhafte ISA-Karte?
Gardena auf Isa? Abgesehnen von mechanischen und Laufzeitproblemen würde
ich die ISA wegwerfen, wenn nicht eine 100000€-Maschine danach verlangt.
Dann gibt/gab es jedoch Boards mit einem ISA-Slot.
Jens schrieb:> Hat jemand Erfahrung wie man eine alte ISA Karte in einem PCI Rechner> rein bekommen kann?>> Der neue Rechner ist ein mini ITX System mit Riser Karte.> Die ISA Karte will ich nicht entsorgen!
Wenn Du so etwas selber bauen willst: Es gibt PCI-ISA Bridges, zB
http://www.ite.com.tw/EN/products_more.aspx?CategoryID=3&ID=5,76http://www.plxtech.com/products/io/pci9052http://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/47757/WINBOND/W83628F.htmlhttp://www.alldatasheet.com/view.jsp?Searchword=PC87200
Einen solchen Chip bräuchtest Du - dazu eine passende Leiterplatte (4
Layer) entwerfen, und das ganze sollte funktionieren.
Dieser Aufwand lohnt sich nur in wirklichen Spezialfällen. Derartige
Produkte kosten 200€ und mehr, wegen der geringen Stückzahlen.
Eventuell sind auch noch Treiberanpassungen notwendig, damit die
Zugriffe auf die PCI-Bridge geroutet werden.
Benutzt Deine ISA-Karte Busmaster-DMA? Wenn ja, brauchst Du einen
Bridge-Chip, der das kann. Die meisten Chips können das nicht, weil das
kaum gebraucht wird.
fchk
http://www.adek.com/ATX-motherboards.html ist das Einzige, was mir da
einfällt. Aber du kennst ja den Spruch, wenn's um Preise geht: if you
have to ask, you can't afford it.
Icke ®. schrieb:> OK, ein paar Mal falten, dann paßt es auch in einen Mini-ITX Rechner.
Man kann nicht alles haben. Wenn man unbedingt eine ISA-Karte benutzen
muss, kann es eben kein Mini-ITX sein. Man kann froh darüber sein, dass
das überhaupt noch geht.
Ich merke schon das wird ein schwer lösbares Problem.
Dann muss ich wohl einen alten Rechner aus dem Keller holen.
Ist zwar schade der ITX war so schön klein.
Jens schrieb:> Ich merke schon das wird ein schwer lösbares Problem.>> Dann muss ich wohl einen alten Rechner aus dem Keller holen.> Ist zwar schade der ITX war so schön klein.
Hallo Jens,
die Frage ist weiter oben schon mal gestellt worden. Was ist das denn
für eine Karte, daß du sie unbedingt weiterbetreiben möchtest? Das muß
schon was extrem ausgefallenes sein, daß sich der ganze Aufwand lohnt...
Jens schrieb:> Ich merke schon das wird ein schwer lösbares Problem.
Nein, es ist ein teuer lösbares Problem. Du bekommst sogar noch
Industrie-PCs mit wenigstens einem ISA-Steckplatz, aber das Preisniveau
ist natürlich ganz anders als bei Home-PCs. Und ob deine alte,
wahrscheinlich DOS-Software auf einem aktuellen System noch läuft ist
noch eine ganz andere Frage.
Bei einem Hesteller von ISA-Adaptern war die klare Aussage zu lesen,
dass die Adapter nur für Hersteller von ISA-Karten geeignet sind, die
ihre Software entsprechend ändern können und wollen, es sei
unwahrscheinlich, dass man vorhandene Sofware ohne Anpassung (Adressen,
IRQs, DMAs) einfach weiterverwenden könne. Das ist wenigenstens eine
ehrliche Ansage.
Gruss Reinhard
Jens schrieb:> wie man eine alte ISA Karte in einem PCI Rechner> rein bekommen kann?
Hallo schrieb im Beitrag #3518265:
> Rechner auf, Karte rein, Rechner zu!
Richtig!
Ist genau wie:
Frage: Wie kriegt man einen Elefanten in einen Kühlschrank?
Antwort: Die Tür öffnen und den Elefanten hineinstecken und die Tür
wieder schließen.
Frage: Wie kriegt man eine Giraffe in den Kühlschrank?
Antwort: Die Tür öffnen, den Elefanten herausnehmen und die Giraffe
hinein stecken.
Was das für eine Messkarte ist ist doch egal.
Ich kann mir auch eine neue PCI Karte oder eine USB Lösung kaufen.
Der Lieferant lebt noch und die Treiber gibt es auch noch (XP).
Die Karten kosten halt so um die 400-1000 Euro je nach Ausstattung.
Ich habe mir einen älteren Rechner aus dem Keller geholt.
Die Karte ist da nun drin und alles läuft jetzt.
Ist halt leider ein Big-Tower und kein kleines ITX Gehäuse.
Schaue mir gleich noch die letzten Tipps an, vielleicht ist ja doch noch
was dabei.
Danke,
Jens
Jens schrieb:> Was das für eine Messkarte ist ist doch egal.
Ah, eine Messkarte also. Die Leute interessieren sich nur dafür, ob es
wirklich eine Karte ist, die so einen hohen Aufwand rechtfertigt.
Offenbar ist sie das nicht.
> Ich kann mir auch eine neue PCI Karte oder eine USB Lösung kaufen.> Der Lieferant lebt noch und die Treiber gibt es auch noch (XP).> Die Karten kosten halt so um die 400-1000 Euro je nach Ausstattung.
Dann entweder:
> Ich habe mir einen älteren Rechner aus dem Keller geholt.
Oder halt eine neue Karte kaufen. Die alte in einen neuen Rechner
lauffähig reinzubekommen wird teurer.
> Die alte in einen neuen Rechner> lauffähig reinzubekommen wird teurer.
Ob Dein neues Betriebssystem sie überhaupt unterstützt??? Fehlende
Treiber und Laufzeitprobleme ... Klimmzüge über Klimmzüge.
Rolf Magnus schrieb:> Oder halt eine neue Karte kaufen. Die alte in einen neuen Rechner> lauffähig reinzubekommen wird teurer.
ISA ist ja nun schon lange out. Das interessante Spiel beginnt in Kürze.
Wenn's keine Updates für XP mehr gibt haben auch viele ältere PCI-Karten
ein Problem. Ich habe auch ein paar hier deren Neupreis auch im
4stelligen Bereich lag. z.B. die gesamte Creamware Pulsar/Scope Serie.
Die Karten sind teilweise mehr als 10 Jahre alt und ein Treiberupdate
soll ca. 250€ kosten. Da ist die Versuchung wirklich groß XP weiter zu
betreiben. Auch die ganzen älteren auch nicht geraden billigen
RME-Karten hören bei XP auf und nicht mal für Geld gibt es ein Update.
Irgendwie scheinen sich die Hardwarehersteller schon zu freuen, dass
viele Kunden genötigt werden funktionierende Hardware wegzuschmeißen....
Dann nimmt man halt den XP-Rechner mit den Messkarten aus dem Internet
und dann ist es doch egal, ob es Updates gibt, oder etwa nicht? Mein
LeCroy WaveRunner mit XP hat noch nie ein Update gesehen, der hängt nur
im lokalen Netz für die Automatisierung.
old man schrieb:> dass> viele Kunden genötigt werden funktionierende Hardware wegzuschmeißen.
du kannst doch deinen Mess-PC weiterhin mit XP betreiben. ich würd ihn
nur vom Internet fernhalten (also kein Gateway eintragen und eventuell
im Router blocken). Im lokalen Netz hätt ich jetzt auch nicht so die
Bedenken. Drauf Arbeiten kann man ja per Remotezugriff, so dass man auf
dem Arbeitsrechner trotzdem ein modernes Windows mit Internet hat.
Bis gestern war die Karte noch in einem P1 120MHz, nur der hatte
angefangen Probleme zu machen darum überhaupt der Aufstand.
Das mir guten aber sehr alten Karten ist schon blöd für uns Kunden.
Ich habe noch 4 richtig hübsche ISA Karten die nur mit DOS laufen.
Dos ist heute ja nicht mehr so verbreitet, aber was aktuelleres gibt es
nicht. Kann sein das jemand so was als PCI oder USB nach gebaut hat aber
da kommen wir dann immer in Preissregionen rein die mir keinen Spass
mehr machen.
Meine alte PDP11 könnte ich auch ersetzen aber warum?
Läuft doch noch.
Natürlich. Wenn man nicht ans Internet muß und Virengefahr nicht
besteht, spricht ja nichts dagegen, alte Systeme weiter zu nutzen und zu
warten, auch in Produktivumgebungen. Und es ist noch soviel
ISA-taugliche Hardware im Umlauf oder eingelagert, daß die
Ersatzteilversorgung wahrscheinlich für die nächsten zehn oder zwanzig
Jahre kein Problem ist, wenn nötig.
Allerdings: Wenn es nicht gerade um Nischenanwendungen geht, versorgen
uns inzwischen die Chinesen mit einer Menge billiger Hardware, an die
früher nicht zu denken gewesen wäre.
Sebastian schrieb:> Ersatzteilversorgung wahrscheinlich für die nächsten zehn oder zwanzig> Jahre kein Problem ist, wenn nötig.
Dann lagert bitte auch die nötigen Datenträger mit System usw. mehrfach
ein. Meine alten 3,5" Marken-Disketten haben jetzt schon viele Fehler.