Nichrom Heizdraht Ø 0,50mm brennt durch

OP #4661581
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Hallo Zusammen,

Habe ein Anliegen. Für ein RC-Modell (Flammenwerfer Panzer- keine Angst 
wirklich nur ein kleines Scale Modell 1:16 das wie sein Original Flammen 
werfen soll- Feuerlöscher immer dabei- "Gefährliche" Teile sitzen in 
Metallumhausung) habe ich eine Schaltung mit einer Pumpe und Heizdraht 
entworfen. Naja im Endeffekt nur jeweils ein Kanal der Spannung auf die 
Pumpe und den Heizdraht gibt. Als Heizdraht habe ich diesen hier:
https://www.amazon.de/gp/product/B00FU9FDSA/ref=oh_aui_detailpage_o07_s00?ie=UTF8&psc=1
(Nichrom Nickel-Chrom Heizdraht Ø 0,50mm - AWG 24
Nickel-Chrom 80/20
Widerstand: 5,6 Ohm/m
Legierungsbestandteile: Ni 80%, Cr 20%
max. Arbeitstemperatur: 1200°C)

Normales Feuerzeug Benzin wird von der Pumpe über den Heizdraht (direkt 
an der Luft) gepumpt und entsprechend dann entzündet.

Meine Spannungsquelle ist einfach nur ein 7,2V (5000mah) Racing 
Akkupack.
Als Querschnitt der Leitungen nehme ich 0,6mm cu Leitung.

Nutzen kann ich ca. 5-10mm des Heizdrahts, je nachdem wie gut ich 
wickel.
Leider raucht mir der Heizdraht immer relativ schnell durch.. < 1min
Das soll er natürlich nicht.

Was würdet ihr empfehlen um das durchbrennen zu verhindern?
Poti vorschalten? Wobei ich dann glaube, dass das Poti dann heiß wird.

Anderen Heizdraht mit größerem Querschnitt nehmen?

Könntet ihr mir helfen oder helfen eine Berechnung aufzustellen oder die 
Formel zu finden?
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4661598
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Andreas S. schrieb:
> Was würdet ihr empfehlen um das durchbrennen zu verhindern?
Das Schlüsselwort heißt "PWM". Du musst die Versorgung des Drahts mit 
"hoher Geschwindigkeit" ein- und ausschalten, so dass insgesamt weniger 
Leistung am Draht ankommt...

Und in Pausen, wenn nicht geworfen werden muss, kannst du die Leistung 
auf "Vorglühen" zurückdrehen, um im Bedarfsfall schnell auf "Vollglut" 
zu kommen.
Gast #4661624
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Andreas S. schrieb:
> Widerstand: 5,6 Ohm/m
> Nutzen kann ich ca. 5-10mm des Heizdrahts

10cm=0,56 Ohm
1cm=0,056 Ohm
Herr Ohm meinte I=U/R
Damit sind 1cm rund 125A, was mir etwas viel für den dünnen Draht und 
den armen Akku zu sein scheint. Statt PWM und und Hochstrom-MOSFET würde 
ich erst mal eine geringere Akkuspannung versuchen.
Gast #4661719
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Aus dem Modellbaubereich kenne ich noch diese Glühkerzen:

http://www.rc-forum.de/content.php?104-Die-Gl%FChkerze-und-die-10-Regeln

Für Dauerbetrieb sind die aber sicherlich auch nicht ausgelegt. Die 
werden, wenn ich mich recht erinnere, mit nur einer Zelle betrieben (ca. 
2 V?).

Die könntest du auf jeden Fall schnell wechseln, wenn mal etwas 
passiert, und die gibt es in verschiedenen Drahtstärken.

Klappt das mit der Pumpe übrigens gut?

Ich dachte man würde da "in Wirklichkeit" nicht pumpen, sondern einen 
Überdruck im Brennstofftank erzeugen und dann nur ein "Ablassventil" (in 
deinem Fall ein kleines Magnetventil) öffnen...
#4661736
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Andreas S. schrieb:
> Widerstand: 5,6 Ohm/m

Andreas S. schrieb:
> Nutzen kann ich ca. 5-10mm des Heizdrahts, je nachdem wie gut ich
> wickel.

Andreas S. schrieb:
> Meine Spannungsquelle ist einfach nur ein 7,2V (5000mah) Racing
> Akkupack.

Meiner Meinung nach sind die maximal (nur) 10mm Heizdraht sehr wenig.

Mal angenommen dein Akku wäre eine ideale Spannungsquelle ohne 
Innenwiderstand und die Zuleitung wäre auch zu vernachlässigen ergibt 
sich bei 10mm folgendes:

Strom: I = U/R => 7,2V / 56mOhm = 128A => sehr viel und auch definitiv 
zu viel für 0,5mm² Kupferleitung

Leistung: P = U²/R => (7,2V)² / 56mOhm = 925W => ebenfalls zu viel für 
10mm Draht

Die naheliegendste Lösung wäre wohl ein Draht mit einem größeren 
Widerstand pro Meter und/oder eine längere Wicklung.

Es gibt auch NiCr-Heizdraht mit 35 Ohm/m da fließt dann bei gleicher 
Länge nur noch ein Fünftel des Stroms. Gleiches gilt für die Leistung 
(25A , 185W). Schaffst du es dann noch 20mm statt 10mm zu wickeln kommst 
du Langsam in einen Bereich wo das ganze funktionieren könnte.

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