Hallo
das man das ganze Arbeitsleben beim gleichen Arbeitgeber (bzw. der
gleichen Firma) bleiben darf ist mittlerweile leider(!) sehr selten
geworden.
Aber für Facharbeiter(außerhalb der direkten Produktion) die schon viele
Jahre in einer "krisenarmen" Firma arbeiten ist es auch heute gar nicht
so selten wenn man mal mehr als 10 Jahre hinter sich gebracht hat das
man auch noch viele Jahre (durchaus öfter bis zur Rente) bei diesen
Arbeitgeber bleibt und auch sehr froh darüber ist, und einen "neuen"
Arbeitgeber auch gar nicht vermisst sondern sogar glücklich ist sich
nicht mehr mit solchen negativen Stressfaktoren wie Bewerbungen,
Probezeiten usw. auseinandersetzen zu müssen.
Jetzt lese ich hier im Forum und höre aus aus anderen Quellen das das im
Ingenieur Bereich wohl alles andere als üblich ist, und nicht nur aus
zwingenden Gründen durch Kündigung durch den Arbeitgeber, Insolvenz,
schlechter Bezahlung / Arbeitsbedingungen, sondern auch öfters (?) aus
eigener Entscheidung um "nur" mal was anderes zu machen, was neues
kennen zu lernen usw.
In wie weit entspricht das der Realität?
Gibt es auch bei den Ingenieuren welche (in Nennens werter Anzahl) die
ihr gesamtes "echtes" Arbeitsleben, soweit nicht selbständig, bei einen
bis vielleicht vier Arbeitgebern verbringen (also ohne irgend welche
Praktika oder Studentenjobs in der Ausbildungs/Studienphase)?
Arbeiter
Als Junger gibt es mehr Lohn bei Stellenwechsel. Praktisch
ausschlisslich bei Stellenwechsel. Ausser man sei mit irgendwelchen von
Gewerkschaften ausgehandelten 3% zufrieden. Bis 40 sollte man alle paar
Jahr wechseln und jeweils 30% rausholen. Dann ist man Spezialist die
hohen Kosten sollten dann auf das Projekt passen, sonst ist man zu
teuer.
Als Junger muss man alles fehlende innert minimaler Zeit aufarbeiten,
deswegen wird man auch nicht so gut bezahlt. Wenn man dann teuer ist,
ist man zu teuer um sich erst mal einzuarbeiten.
Ich bin nun bei den Senior Ingenieuren, werde weniger gut bezahlt wie
die Highperformance Typen, kann mich dafuer weiterentwickeln und in
vieles neues Zeug einarbeiten. Ich mache das Geld fuer die Firma nicht
mit produktiver Arbeit sondern durch hin und wieder meine Meinung zu
aeussern : und schon wieder eine Viertel Million gespart.
Arbeiter schrieb:> ndere als üblich ist, und nicht nur aus> zwingenden Gründen durch Kündigung durch den Arbeitgeber, Insolvenz,> schlechter Bezahlung / Arbeitsbedingungen, sondern auch öfters (?) aus> eigener Entscheidung um "nur" mal was anderes zu mac
Das klingt doch stark nach keinen Klitschen. Bastelbuden wo ein paar
wenige Leute arbeiten und der Chef von Betriebswirtschaft kaum Ahnung
hat. Sowas endet häufig in Insolvenzen. Das gleiche bei kleinen
Handwerksbetrieben, wo der Chef sich zu wenig um Bürokrams und
Zahlungseingange gekümmert hat.
Zwölf M. schrieb:> Als Junger gibt es mehr Lohn bei Stellenwechsel. Praktisch> ausschlisslich bei Stellenwechsel.
Genau das.
Für Karriere ist Wechseln ein Turbo, auch mal mehr als nur den
Tellerrand sehen.
Für Facharbeiter ist es eh Jacke wie Hose, da es keine Karriere gibt.
Wer da einen Sicheren Platz hat bleibt wo er ist.
Wurzelpeter schrieb:> Was ist denn Karriere? Geld? Stelle/Position?
Alles das. Für mich in erster Linie Geld.
> GF oder Vorstand?
Selten. Eher Senior, Senior Spezialist, Gruppenleiter, Abteilungsleiter,
xyz "Manager"...
Ich habe Wechseln auch immer für einen Turbo gehalten. Und für
notwendig, um kein Fachidiot zu werden.
Mittlerweile bin ich aber nicht sicher, ob nicht einfach nur die
Intelligenteren unter den gleicheren wechseln, weil sie wissen, was
besseres als (den Tod) das hier bekommen sie überall.
Bei IGM-Konzernen bleiben Ingenieure auch mal länger, denn sie
befürchten bei einem Wechsel schlechtere Arbeitsbedingungen.
Bei anderen Firmen gibts für Ingenieure meist nur zeitlich befristete
bzw projektbezogene Anstellungen. Dementsprechend hoch ist dann auch die
Fluktuation.
Nun meine Jobs:
Anfang 1980 machte ich meine Diplomarbeit bei GRUNDIG.
Die machte ich mit riesigem Engagement und Spaß und erhielte die Note 1
von der Fachhochschule.
Damals wirkte Max Grundig im gleichen Standort.
Max erklärte mir "Du bleibst hier - basta - kein Widerstand!!"
Max war so resolut, dass ich mir keinen Widerstand traute.
Ich kriegte das übliche Entwicklungsingsgenieur-Gehalt.
3 Monate später sagte Max "Du kriegst eine Gehaltsstufe höher - sonst
hauste woanders hin - basta!"
Das war die Zeit in der GRUNDIG noch Tonbandgeräte und Videorekorder
entwickelten ...
Der Max war aber so schlau, dass er den gesamten Laden an Philips
verkaufte, Max kriegte dafür 3 Mrd DM.
10 Jahre später war GRUNDIG praktisch pleite.
Philips erklärte mir: "Du kommst zu uns - baste".
20 Jahre später wurde mein Philis-Standort geschlossen und ich mit allen
anderen rausgeworfen.
Ich hätte noch 4 Jahre bis zur Rente gehabt aber eine Abfindung war
höher als 4 Jahresgehälter! So gründete ich mein erstes Ingenieurbüro.
Sowas schönes gibt es wohl niemals geben.
Niemals in meinem Leben hatte ich irgend eine Bewerbung.
Danke, Max!
Die Beweise sind lesenswert:
https://www.youtube.com/watch?v=GqGf2TOWbJUhttps://www.youtube.com/watch?v=meFDI0KIlGI
Ja, der Umsatz war gewaltig - der Gewinn auch!
Aber das ging nur bis ca 1981.
Das waren goldene Zeiten.
Sowas ähnliches erlebte später Microsoft und Apple.
Wer wird der nächste?
Zu GRUNDIG:
„Bis heute wurden in den Grundig-Werken 27 Millionen Rundfunkempfänger,
11 Millionen Schwarz-Weiß Empfänger, 12 Millionen Farbfernseher, 16
Millionen Tonbandgeräte, zwei Millionen Videorecorder hergestellt. 40
Milliarden Umsatz wurden geschaffen und 11 Milliarden Mark Löhne, 4,4
Milliarden Mark Sozialversicherung bezahlt und 1,7 Milliarden Mark
investiert.“
Arbeiter schrieb:> das man das ganze Arbeitsleben beim gleichen Arbeitgeber (bzw. der> gleichen Firma) bleiben darf ist mittlerweile leider(!) sehr selten> geworden.
Es gibt alle Varainten. Ich kenne Leute, die ab Lehre bis zur Rente im
selben Betrieb waren. Wir haben Softwareingenieure, die "schon immer da
waren" - also ab Studienabschluß.
Extrem war ein guter Bekannter, der immer, wenn ihm etwas quer ging,
gekündigt und gewechselt hat. Er konnte, weil in einem gesuchten
Spezialbereich aktiv - absoluter Spezialist.
Ich sehe auch mehrere ex-Kollegen, die gekündigt haben, weil man ihre
Arbeit nicht gewürdigt hat bzw. ihnen den nötigen Freiraum nicht
eingeräumt hat. Das waren Softwerker, die direkt einen neuen Job in der
Tasche hatten, aber auch ein Facharbeiter (Meister Maschinenbau).
Ich erinnere auch jemanden, der gekündigt wurde, weil er zu gut war und
sich von seiner Abteilungsleitervollpfeife nichts bieten ließ.
Ich sehe auch Kollegen, die schon (zu) lange da sind, es sicherlich auch
bleiben, weil sie niemand haben will.
Also: Es gibt sehr viele Varianten, überwiegend sehe ich sie in der
Person begründet. Wer wollte, könnte seit gut 45 Jahren in umserem Laden
sein.
Für angestellte in IGM-Betrieben lohnt sich ein Wechsel oft nicht und da
diese Firmen meist recht gut dastehen, hat man ganz gute Chancen bis zum
Ende dort tätig zu sein.
Als Ing. sollte man allerdings mehr oder weniger Regelmäßig die
Tätigkeit wechseln, sonst läuft man Gefahr einzurosten und auf dem
Abstellgleis zu landen. Wenn die Firma dann doch mal entlässt oder hops
geht, dann wars das für diese Leute.
Es gibt natürlich auch Leute, die nicht wechseln, weil sie nicht können.
Ingenieurarbeit ist oft Projektarbeit und wenn das Projekt endet
ist sinnvollerweise ein Wechsel nötig. So weit können Firmen auch
gar nicht vorausschauend planen und wollen das auch gar nicht.
Hallo
Danke für den Einblick in der doch recht anderen Welt der
"Ingenieurkaste".
Also es ist wohl tatsächlich fast üblich als Ingenieur den Arbeitgeber
öfter zu wechseln.
Auch scheint es mir, abgesehen von großen Konzernen, das "der" Ingenieur
letztendlich "immer" irgendwie Selbstständig ist, ohne sich allerdings
um den ganzen Fach fremden Rattenschwanz kümmern zu müssen die eine
echte Selbstständigkeit verlangt.
Es ist aber auch ein Privileg von einen Arbeitgeber zu den nächsten
Arbeitgeber übergangslos wechseln zu können und immer wieder neue
interessante Aufgaben und oft auch mehr Einkommen zu haben.
Davon darf ein "normaler" Facharbeiter trotz angeblichen (?)
Facharbeitermangel nur träumen (Ausnahmen bestätigen wieder mal die
Regel).
Was mich noch interessieren würde:
Es wurde mehrfach geschrieben das ab einen bestimmten Alter oder
Karrierestufe auch "der" Ingenieur dann möglichst lange beim Arbeitgeber
bleibt.
Aber arbeitet "der" Ingenieur dann typischer Weise noch in seinen
erlernten Fachbereich, oder ist "der" Ingenieur mittlerweile soweit
Aufgestiegen bzw. durch den Lauf der Dinge dahin gesteuert worden das er
jetzt ein Chef ist und sich um Sachen wie Organisation, Kundenbetreuung,
erstellen von technischen Vorschriften und ähnliches kümmert?
Wenn ja, ist man das als Ingenieur dann "wirklich freiwillig" oder
ergibt sich so ein Weg fast zwangsläufig?
Arbeiter
Arbeiter schrieb:> Wenn ja, ist man das als Ingenieur dann "wirklich freiwillig" oder> ergibt sich so ein Weg fast zwangsläufig?
Kann man nicht Verallgemeinen. Hängt vom Betrieb und der
Personalstruktur, bzw. der -fluktuation ab. In manchen
Betrieben gibts so was wie Karriere einfach nicht.
Arbeiter schrieb:> Es ist aber auch ein Privileg von einen Arbeitgeber zu den nächsten> Arbeitgeber übergangslos wechseln zu können und immer wieder neue> interessante Aufgaben und oft auch mehr Einkommen zu haben.> Davon darf ein "normaler" Facharbeiter trotz angeblichen (?)> Facharbeitermangel nur träumen (Ausnahmen bestätigen wieder mal die> Regel).
Ob immer mit einem Bein in der Arbeitslosigkeit zu stehen und für einen
Umzug immer vorbereitet zu sein so erstrebenswert ist? Da hat ein
Facharbeiter weit mehr Planungssicherheit für sein Leben. Zumal ein
Ingenieur ab 40 schon zum alten Eisen gezählt wird und ihm
unberechtigter Weise keiner mehr etwas zutraut. Ein Jobwechsel ist da
ohne besondere Beziehungen nur noch schwer möglich. Es gibt eben zu
viele erfahrene Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt. Da ist es für die
Arbeitgeber ein Leichtes, die Alten herauszueklen und billigere
einzustellen. Aber direkt welche von der Uni will auch keiner, denn
diesen fehlt ja die Berufserfahrung.
Ing schrieb:> Zumal ein> Ingenieur ab 40 schon zum alten Eisen gezählt wird und ihm> unberechtigter Weise keiner mehr etwas zutraut.
Ich warten nun schon seit Jahren darauf, warum das so sein soll,
erklären konnte das bisher keiner.
genervt schrieb:> Ich warten nun schon seit Jahren darauf, warum das so sein soll,> erklären konnte das bisher keiner.
Konnte mir auch noch keiner erklären.
Ing schrieb:> genervt schrieb:>> Ich warten nun schon seit Jahren darauf, warum das so sein soll,>> erklären konnte das bisher keiner.>> Konnte mir auch noch keiner erklären.
Ich tippe auf ein Hirngespinst der Jammerlappen.
Nur wenn du +40 bist UND nichts drauf hast, bekommst du ein Problem.
Dann stellt natürlich jeder ökonomisch denkende Unternehmer einen
30-jährigen für weniger ein.
Unsere Alten z.B. sind aber fast ausschließlich ziemlich gut.
IAVler schrieb:> Nur wenn du +40 bist UND nichts drauf hast, bekommst du ein Problem.> Dann stellt natürlich jeder ökonomisch denkende Unternehmer einen> 30-jährigen für weniger ein.
Na was für eine Überraschung. ;)
Es kommt aber bei den Jammerlappen immer so rüber, als könnten die
nichts dafür.
Arbeiter schrieb:> Aber arbeitet "der" Ingenieur dann typischer Weise noch in seinen> erlernten Fachbereich, oder ist "der" Ingenieur mittlerweile soweit> Aufgestiegen bzw. durch den Lauf der Dinge dahin gesteuert worden das er> jetzt ein Chef ist und sich um Sachen wie Organisation, Kundenbetreuung,> erstellen von technischen Vorschriften und ähnliches kümmert?
Mitunter rutscht man in Augaben rein, die man eigentlich nicht wollte.
Ich habe auch Kollegen, denen man Aufgaben gegeben hat, die sie
eigentlich nicht beherrschen. Wer dann nicht wechseln kann oder will,
braucht starke Nerven.
> Wenn ja, ist man das als Ingenieur dann "wirklich freiwillig" oder> ergibt sich so ein Weg fast zwangsläufig?
Es gibt einen in meinem Umfeld, der sich vom Leiharbeiter zum
Entwicklungsleiter hochgeschleimt hat - dazu muß man der passende Typ
sein. Kann klappen, kann auch schief gehen.
Ing schrieb:> Ingenieur ab 40 schon zum alten Eisen gezählt wird und ihm> unberechtigter Weise keiner mehr etwas zutraut. Ein Jobwechsel ist da> ohne besondere Beziehungen nur noch schwer möglich. Es gibt eben zu> viele erfahrene Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt.
Es gibt erfahrene Ingenieure, die trotz hohem Alter dank Beziehungen
eine Stelle bekommen haben und damit gnadenlos überfordert sind.
Es gab einen Ing., der nach ewigen Jahren Hardwarelogik im Alter an die
60 mit Mikrocontrollern anfing - ich habe ihn bewundert. Es kann also
gehen, ein Beweis gegen Vorurteile des Alters.
> Da ist es für die Arbeitgeber ein Leichtes, die Alten> herauszueklen und billigere einzustellen.
Ja, das Ergebnis deren Arbeit erlebe ich beinahe täglich. Das doppelte
Gehalt für jemanden, der seinen Job versteht, käme der Firma billiger.
Arbeiter schrieb:> Jetzt lese ich hier im Forum und höre aus aus anderen Quellen das das im> Ingenieur Bereich wohl alles andere als üblich ist, und nicht nur aus> zwingenden Gründen durch Kündigung durch den Arbeitgeber, Insolvenz,> schlechter Bezahlung / Arbeitsbedingungen, sondern auch öfters (?) aus> eigener Entscheidung um "nur" mal was anderes zu machen, was neues> kennen zu lernen usw.> In wie weit entspricht das der Realität?> Gibt es auch bei den Ingenieuren welche (in Nennens werter Anzahl) die> ihr gesamtes "echtes" Arbeitsleben, soweit nicht selbständig, bei einen> bis vielleicht vier Arbeitgebern verbringen (also ohne irgend welche> Praktika oder Studentenjobs in der Ausbildungs/Studienphase)?
Klar gibt es das, schaue Dir einfach mal an, seit wann gewisse Firmen
existieren und wenn es die seit 50 oder 100 Jahren an dem Standort gibt,
wird es da auch sicher Leute geben, die dort seit 30 oder 40 Jahren
arbeiten und keinen AG-Wechsel vollzogen haben bzw. vollziehen werden.
Bei einer Firma, die erst seit 10 Jahren existiert und die es in 5
Jahren nicht mehr gibt, kann es logischerweise niemanden geben, der dort
sein ganzes Berufsleben verbringt, aber viele Leute (auch Ingenieure)
sind wechselfaul und bleiben bei einem AG, wenn es geht.
Aus karrieretechnischer Sicht wird das in der Regel nicht empfohlen, da
man mit steigender Verweildauer bei einem AG (so ab 15-25 Jahren und
mehr) als unflexibel abgestempelt wird und es somit schwerer hat,
woanders unterzukommen, wenn die Firma dann doch plötzlich mal pleite
geht. Heißt aber nicht, dass das ein Nogo wäre, auch viele
leistungsstarke/karriereorientierte bleiben ihr ganzes Leben lang bei
einem AG, wenn die Bedingungen dort dauerhaft stimmen.
Die Sache ist ganz einfach: Eine Karriere ist wie die Durchsteigung
einer alpinen Nordwand.
Wer signifikante Gehaltssteigerungen möchte, muß wechseln, und zwar
vertikal, nicht horizontal. Horizontale Wechsel sollte man nur bis
allerhöchstens 10 Jahre BE in Betracht ziehen, um perspektivisch einen
besseren Weg nach oben zu finden.
Personaler haben eine groteske Pi-mal-Daumen-Regel, nach der die
"employability" einer Fachkraft in Sekundenschnelle beurteilt werden
kann:
Haltbarkeitsdatum = 5-7 Jahre.
Zeigt der Lebenslauf mehrere kurzfristigere Arbeitsverhältnisse
hintereinander, also unter 5 Jahren, fragt sich der Personaler "Warum?!"
und läßt so etwas nur mit solider Begründung gelten.
Ist man länger als 7 Jahre beim aktuellen Arbeitgeber oder hat man
mehrere langfristigere Arbeitsverhältnisse, also über 7 Jahre, dann
fragt sich der Personaler "Was stimmt mit dem nicht? Warum ist der nicht
zu gebrauchen?".
Klingt doof und pointiert -- scheint aber leider zu stimmen. Habe ich in
dieser Form bereits von mehreren Leuten in vier verschiedenen
Unternehmen (1x NL, 3x USA) gehört, die in leitender Position mit "Human
Resources" aneinandergeraten sind. Die wollten Leute (u.a. mich) halten,
konnten aber nicht, weil HR nicht bereit war, das P Portemonnaie
aufzumachen.
Mit den langen technischen Karrieren ist es lange vorbei. Im 21.
Jahrhundert heißt es: Wer nicht wechselt, wird stecken bleiben.
Das ist wieder mal so eine Diskussion, die ergebnislos enden wird.
Warum? Ganz einfach: Weil es nicht "die" Stelle gibt. Wer z.b. als
Ingenieur bei Siemens gelandet ist und freiwillig geht, ist ein Idiot.
Da fährt man einfach unterm Strich und über die Jahre am oberen Level,
ohne sich ein Bein auszureissen. Andererseits bringt es aber auch nicht
viel, sich ein Bein auszureissen, weil das Kosten/Nutzen Verhältnis
schlecht ist.
In einer kleinen Klitsche, so <250 Leute, vielleicht sogar noch
Inhabergeführt, sieht das schon ganz anders aus. Da ist alles drin, von
komplett beschissen bis besser als bei Siemens. Nur hängt das da von
1000 Faktoren ab. Am Ende des Tages muss jeder für sich entscheiden was
für ihn das Beste ist.
Das eigentliche Problem ist der menschliche Faktor. Wenn man jung,
ehrgeizig und ungebunden ist, weiss man noch nicht, wie schnell sich die
Prioritäten im Leben verschieben können. Es geht im Handumdrehen und der
langweilige 35h Job bei Siemens mit 90000€ Zielgehalt wäre wesentlich
interessanter als die 50h Tretmühle mit Option auf 100000€, irgendwann
mal, wenn Ostern und Weihnachten zusammen fallen.
Ulli hat Recht!
Außer auf Vorstandsebene sind meiner Meinung nach bei den großen
Konzernen die Führungskräfte schon lange im Unternehmen.
Es bringt auch nichts, wenn Führungskräfte nach 5-7 Jahren immer durch
neue Opportunisten ersetzt würden, die den Konzern gar nicht kennen.
Man stelle sich vor, daß in regelmäßigen Abständen bei VW, BMW, MAN oder
Siemens immer neue, den Konzern und seine Kultur nicht kennende Leute
auf einmal dessen Werte und Gene vertreten soll.
Ich selbst bin nächstes Jahr seit 20 Jahren im gleichen Unternehmen,
habe keine Führungsaufgaben, bin aber Spezialist in meinem Gebiet.
Wenn ich die Zeit zurückblicke, denke ich auch, ich hätte vielleicht
mehr sehen können.
ABER: Was war denn in den 20 Jahren noch alles? Wirtschaftskrisen,
dot.com-Blase, Bankenkrise, mehr als 5Mio. Arbeitslose usw.
Das alles ging an mir spurlos vorbei, nie habe ich auch nur Angst
gehabt, meinen Job zu verlieren. Mir ist das sehr wichtig, da bin ich
konservativ. Ich habe ein Haus gekauft, Familie gegründet und bin hier
verwurzelt. Ich WILL GAR NICHT woanders arbeiten müssen, vielleicht in
einer anderen Stadt oder gar Bundesland.
Durch die lange Zugehörigkeit bin ich praktisch unkündbar (IGM- Betrieb
:-) ) oder nur teuer loszuwerden, außerdem habe ich Anspruch auf eine
Betriebsrente. Nur ein Jahr nach meiner Einstellung gab es die schon
nicht mehr...
Allerdings hat sich der Familienkonzern seit 2010 zum Aktienkonzern
gewandelt, aus dem kuscheligen Betrieb ist ein kurzfristig denkender
geworden.
MEIN Job hat sich nicht geändert, aber der der Führungskräfte. Und die
sind tatsächlich nur noch 3-5 Jahre im Betrieb, wirbeln alles
durcheinander, tauschen die alteingesessenen Leute durch ihre aus, die
sie ihrer ehemaligen Firma mitnehmen, und verschwinden dann wieder, wenn
das Chaos am größten ist.
Auf so einen Job kann ich gut verzichten, immer am Rödeln und Tun, aber
trotzdem keine Perspektive und Planbarkeit für das Privatleben.
Ich werde so lange bleiben, wie es geht und erträglich ist, auskömmlich
ist es auf jeden Fall. Einzige Alternative wäre die Selbständigkeit, da
ich bereits einen sehr gut gepflegten Kundenstamm habe, den ich betreue
und den ich zu großen Teilen "mitnehmen" kann. Noch ist mir das Risiko
wegen der sozialen Absicherung zu groß, aber das wäre der einzige Grund,
mein Nest zu verlassen...
D. I. schrieb:> In Konzernen trifft man das öfters noch an. Hängen regelmäßig Aushänge> der Sorte "Wir gratulieren Kollege xy zur 30jährigen> Firmenzugehörigkeit".
Wobei es in Konzernen auch die Sorte gibt, die trotzdem alle paar Jahre
mal die Stelle wechselt. In größeren Konzernen hat man da schon eine
große Auswahl, das ist jedesmal wie ein Firmenwechsel.
Es kann aber auch vorkommen, dass man häufiger den Arbeitgeber wechselt,
ohne seinen Arbeitsplatz gewechselt zu haben. Gerne wird mal in eine
Tochterfirma ausgegliedert, ein paar Jahre später wird die
Zentralabteilung wieder in den Mutterkonzern integriert, bis man dann
die Zentralabteilung wieder in ein Tochterunternehmen verwandelt und
dann kann das Spiel wieder von vorne los gehen. Das passiert z.B. bei
Eon gerade wieder (Uniper-Ausgliederung).
D. I. schrieb:> In Konzernen trifft man das öfters noch an. Hängen regelmäßig Aushänge> der Sorte "Wir gratulieren Kollege xy zur 30jährigen> Firmenzugehörigkeit".
Es gibt bei dieser Betrachtung ein paar systematische Probleme, weshalb
man bei dem Versuch einer solchen Statistik recht leicht in die Irre
läuft:
Jene, bei denen man das sinnvoll sagen kann, sind unweigerlich von der
Generation 50+, soweit nicht in Führungsebene. Man kann also eigentlich
nur sagen, wie es in der "guten alten Zeit" war, nicht wie es jetzt ist
oder gar in Zukunft für heute junge Leute sein wird.
Junge Unternehmen, oder solche, die stark zugelegt haben, und die nicht
nur aus Frischlingen bestehen, haben zwangsläufig einiges Personal, das
schon einmal gewechselt hat. Eine 30-Jahre-Perspektive schränkt also den
Fokus auf bestimmte Unternehmen ein. Nicht notwendigerweise aber auf
Konzerne.
Solches Personal findet sich unten häufiger als oben und im schlechter
bezahlten Bereich häufiger als im besser bezahlten. Aufstieg in
Hierarchie und Gehalt sind seit jener oft mit einem Wechsel des
Unternehmens verbunden. Somit spielen auch Charaktereigenschaften und
Lebensumstände wesentlich mit hinein.
Das Problem sind aber auch die Firmen.
Wenn man lange bleibt, dann bekommt man mehrere Wechsel im
Führungspersonal, und oft der Firmenkultur mit.
Damit erwischt man schon mal statistisch gesehen alle 10 Jahre einen
absoluten Vollhonk als Chef, oder man wird "abgebaut" oder "umgebaut",
weil der Chef die Ausrichtung ändern will.
Dazu kommt, dass man in 30 Jahren Firmengeschichte vermutlich mehrere
Übernahmen mitmacht.
--> Es ist schon schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden, der überhaupt
30Jahre lang besteht.
Und noch schwieriger ist es, es darauf 30 Jahre auszuhalten.
Die mangelnde Kontinuität liegt also nicht nur an den Arbeitnehmern...
D. I. schrieb:> In Konzernen trifft man das öfters noch an. Hängen regelmäßig Aushänge> der Sorte "Wir gratulieren Kollege xy zur 30jährigen> Firmenzugehörigkeit".
Wobei man aber nicht die aushängt die z.B. vor der Unkündbarkeit per
Tarifvertrag "entsorgt" hat.
Stichwort TvöD!
In meinem Konzern ist es die Ausnahme, dass ein MINTler nach extern
wechselt.
Fast die komplette Führungsriege unterhalb des Vorstandes sind in der
Firma großgeworden.
Die Arbeitsbedingungen bei uns könnten kaum besser sein, außer
vielleicht noch höherer Jahresbonus bei diversen Autokonzernen.
Mein Plan ist es deshalb bis zur Rente dort zu bleiben, auch wenn
schlaue Karriereratgeber und einige in diesem Thread etwas anderes
empfehlen.
Ulli N. schrieb:> Wer z.b. als> Ingenieur bei Siemens gelandet ist und freiwillig geht, ist ein Idiot.
Quark. Siemens hat über die Jahre heftig umgebaut, abgebaut,
umstrukturiert - da kann man schon mal weg, bevor viele Kollegen auf dem
lokalen Markt frei verfügbar sind.
Ein Motiv kann auch sein, ein anderes und evtl. mehr befriedigendes
Arbeitsgebiet zu bekommen.
Das sage ich als jemand, der nie bei Siemens war, aber sehr dicht dran
und viele Kollegen von dort kenne.
Wer als Ingenieur länger als bis 55 arbeiten MUSS, hat im Leben eh
einiges falsch gemacht. Mein Worst-Case-Szenario ist mit 50 unabhängig
zu sein. Ob man dann tatsächlich aufhört oder nur die Stunden reduziert
ist ne andere Geschichte.
Die 40% gesetzliche Rente kann man jedenfalls gut durch Immobilien und
andere Investments ersetzen.
Manche können sich dann auch selbstständig machen. Ich für meinen Teil
werde dann wahrscheinlich nur von April bis September in DE sein und
sonst im Ausland (wie schon oft im Beruf).
> Sehr lange oder sogar Berufslebenslang beim selben Arbeitgeber
Ziemlich oft bestimmt das der Arbeitgeber:
Z.B. wenn er pleite geht, oder umstrukturiert bzw. "gesundschrumpft" ...
Geht es nur mir so oder ist der vertikale Wechsel aus einem IGM Betrieb
sehr schwer möglich?
Ich arbeite seit 10 Jahren in einem sehr großen IGM Konzern in
Süd-Deutschland. Mein Gehalt ist entsprechend hoch (Projektleiter)
leider sind meine Aufstiegs-Chancen im IGM Betrieb gering, da ich nicht
zur "Trainee" oder "Potential" Gruppe gehöre. Deshalb habe ich mich die
vergangenen 2 Jahre nach Alternativen umgeschaut. Viele Headhunter boten
mir "Chief-Engineer" oder "Direktor Entwicklung" Stellen an, aber immer
wenn's um die Gehaltsforderung (mit HR) ging war recht schnell Ende als
ich mein jetziges Gehalt (und Aufgabengebiet) nannte, das es natürlich
zu übertreffen galt.
Seltsamerweise trat dieses Phänomen auch in DAX Konzernen auf, nicht nur
in Klitschen.
Geht das nur mir so oder habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Zwischenzeitlich glaube ich sogar, dass dies eine bewusste Masche der
Headhunter / HR ist: "oh sie müssen alle paar Jahre wechseln, auch wenn
sich der Gehalt nicht steigert, dann haben Sie wenigsten die
höherwertige Position inne". Äähh?
War nützt mir der Titel "Direktor" wenn ich weniger Geld verdiene und
kein/weniger Budget habe?
Und nur wegen dem (von HR) versprochenen "großem Entwicklungspotential"
oder "viel Weiterentwicklungschancen" zu wechseln sehe ich nicht ein.
Wäre nett wenn ihr eure Erfahrung teilt.
Ilusion schrieb:> Ich arbeite seit 10 Jahren in einem sehr großen IGM Konzern in> Süd-Deutschland. Mein Gehalt ist entsprechend hoch (Projektleiter)> leider sind meine Aufstiegs-Chancen im IGM Betrieb gering, da ich nicht> zur "Trainee" oder "Potential" Gruppe gehöre.
D.h. anders ausgedrückt, nur um es klar zu stellen: Du hast nicht
geringe Aufstiegschancen, weil es keine entsprechenden Stellen in dem
Unternehmen geben würde, sondern weil man der Meinnung ist, dass Du für
diese Positionen nicht geeignet bist. Natürlich kann man selber der
Meinung sein, dass man trotzdem geeignet ist und es daher in anderen
Unternehmen versuchen. Es kann aber auch sein, dass die Vorgesetzten und
Personaler Recht haben und man mit dem jetzigen Job schon das höchste
der Fahnenstange erreicht hat, wozu man geeignet ist.
> Deshalb habe ich mich die> vergangenen 2 Jahre nach Alternativen umgeschaut. Viele Headhunter boten> mir "Chief-Engineer" oder "Direktor Entwicklung" Stellen an,
Hört sich erstmal hochtrabend an, aber entscheidend ist doch, wie viele
Mitarbeiter würde man fachlich und disziplnarisch führen und wie sind
die qualifiziert. Daran erkennt man dann, was Direktor, Chefentwickler
etc. wirklich bedeutet in der Sprache des jeweiligen Unternehmens.
> aber immer> wenn's um die Gehaltsforderung (mit HR) ging war recht schnell Ende als> ich mein jetziges Gehalt (und Aufgabengebiet) nannte, das es natürlich> zu übertreffen galt.
Es ist durchaus eine Strategie von Unternehmen, Leute überzubezahlen, so
dass sie draußen keine Stellen mit ähnlichem Gehalt finden und
dementsprechend ans Unternehmen gebunden sind. Insbesondere in
IGM-Betrieben sind Leute oft überbezahlt. Muss jetzt nicht heißen, dass
Du auch überbezahlt bist, vielleicht hast Du ja bisher nur schlechte
Stellenangebote/Ausschreibungen erwischt, aber vieles spricht schon
dafür.
> Seltsamerweise trat dieses Phänomen auch in DAX Konzernen auf, nicht nur> in Klitschen.
Wenn es die großen wie Daimler, VW etc. waren und Du Dich da auf
Positionen beworben hast, die höherwertiger als Deine aktuelle waren,
dann sollten die Dir auch ein Gehalt anbieten können, dass über Deinem
jetzigen liegt. War das nicht der Fall, ist dies ein Indiz mehr, dass Du
aktuell überbezahlt bist.
> Geht das nur mir so oder habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?>> Zwischenzeitlich glaube ich sogar, dass dies eine bewusste Masche der> Headhunter / HR ist: "oh sie müssen alle paar Jahre wechseln, auch wenn> sich der Gehalt nicht steigert, dann haben Sie wenigsten die> höherwertige Position inne". Äähh?
Eine höhere Position sollte sich natürlich auch in einem höheren Gehalt
wiederspiegeln. Wenn Du aktuell allerdings überbezahlt bist und, darfst
Du Dein aktuelles Gehalt nicht als Maßstab nehmen.
> War nützt mir der Titel "Direktor" wenn ich weniger Geld verdiene und> kein/weniger Budget habe?> Und nur wegen dem (von HR) versprochenen "großem Entwicklungspotential"> oder "viel Weiterentwicklungschancen" zu wechseln sehe ich nicht ein.
Ich würde weniger aufs Geld schauen, sondern gucken, ob der Wechsel aus
sachlicher Perspetive wirklich eine Weiterentwicklung ist (mehr
Mitarbeiter, mehr Verantwortung etc.).
Die Frage, ob man sehr lange oder sogar Berufslebenslang beim selben
Arbeitgeber beschäftigt sein sollte oder ist, kann man doch so pauschal
gar nicht beantworten.
Es gibt doch gar nicht DEN Ingenieur, DEN Großkonzern oder DEN
Kleinbetrieb. Mein Chef sagt dazu immer "Die Summe der Scheiße ist
konstant". Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Mir persönlich sind eine interessante Arbeit, gute Kollegen und Chefs
viel wichtiger als Geld und Karriere. Andere sind geldgeil und
karrieresüchtig. Soll halt jeder glücklich werden wie es ihm beliebt.
Zu glauben man könnte DEN einen Weg wählen, den man nur gehen muss, um
alles zu erreichen und in jeder Firma angestelt zu werden, wo man nur
will, dass ist ein Irrglaube.
> Re: Sehr lange oder sogar Berufslebenslang beim selben Arbeitgeber - bei> Ingenieuren sehr ungewöhnlich?
Bei Zuckerle lag die Bandbreite zwischen einer Stunde und zehn Jahren.
Meist waren es ein paar Jahre, Projektbezogen eben.
Zocker_50 schrieb:> Bei Zuckerle lag die Bandbreite zwischen einer Stunde und zehn Jahren.
Schon ewig nichts mehr von dem gehört.
Ebenso von Ferkes.
Was ist aus denen geworden?
Chris schrieb:> Zocker_50 schrieb:>> Bei Zuckerle lag die Bandbreite zwischen einer Stunde und zehn Jahren.>> Schon ewig nichts mehr von dem gehört.> Ebenso von Ferkes.> Was ist aus denen geworden?
Der Erste hat ne neue Identität im Forum, der Zweite ist vermutlich tot.
Andre schrieb im Beitrag #4873535:
> Selbst die Bezahlung stimmt, weil hier pro Mitarbeiter viel Umsatz> gemacht wird.
Und, was würde man dir zum Einstieg bieten?
Zwölf M. schrieb:> Bis 40 sollte man alle paar> Jahr wechseln und jeweils 30% rausholen.
genau - und alle zwei Jahre wechseln, dann ist man ruck zuck beim
doppelten Gehalt - und der Arbeitgeber ziemlich schnell pleites
Wo bitte soll denn die Gehaltssteigerung verdient werden - wenn da jeder
so macht oder wenn das funktonieren sollte ?!?
Kopfschüttel
Wolfram L. schrieb:> Wo bitte soll denn die Gehaltssteigerung verdient werden - wenn da jeder> so macht oder wenn das funktonieren sollte ?!?> Kopfschüttel
Wenn der neue Arbeitgeber damit pleite ginge würde er das Gehalt nicht
zahlen.
Dieser Weg entspricht auch meiner Erfahrung: Wenn man bei einen
Arbeitgeber auf Gehaltserhöhungen hofft, kann man warten bis man schwarz
wird.
Das ist leider oft der einzige Weg im in den Genuß von
Gehaltsteigerungen zu kommen
Gruß
Andreas
Wolfram L. schrieb:> Zwölf M. schrieb:>> Bis 40 sollte man alle paar>> Jahr wechseln und jeweils 30% rausholen.>> genau - und alle zwei Jahre wechseln, dann ist man ruck zuck beim> doppelten Gehalt - und der Arbeitgeber ziemlich schnell pleites> Wo bitte soll denn die Gehaltssteigerung verdient werden - wenn da jeder> so macht oder wenn das funktonieren sollte ?!?> Kopfschüttel
Was soll denn der wirre Gedankengang?
Chris schrieb:> Zocker_50 schrieb:>> Bei Zuckerle lag die Bandbreite zwischen einer Stunde und zehn Jahren.>> Schon ewig nichts mehr von dem gehört.> Ebenso von Ferkes.> Was ist aus denen geworden?
LOL, echt! Der Ferkes Willem war schon speziell, aber das absolute
HB-Männchen 'Zuckerle' oder später 'Zocker_xy' war das Highlight
schlechthin.
Wahrscheinlich haben sie ihm H4 gestrichen und er muss wieder arbeiten.
Ich meine gelesen zu haben, dass sie bei Porsche eine neue
Reinigungskraft speziell für die Flecken auf der Herrentoilette
eingestellt haben ;-)
Ilusion schrieb:> Viele Headhunter boten> mir "Chief-Engineer" oder "Direktor Entwicklung" Stellen an, aber immer> wenn's um die Gehaltsforderung (mit HR) ging war recht schnell Ende als> ich mein jetziges Gehalt (und Aufgabengebiet) nannte, das es natürlich> zu übertreffen galt.
Normal. Die Headhunter gebrauchen doch immer so 'tolle' Jobbezeichnungen
für den Mist, den sie da anbieten, damit du eben anspringst. Aber wie
überall: kosten darf es nichts ;-)
Behalt den Job, wenn's halbwegs akzeptabel ist, besser wird's selten.
Andreas B. schrieb:> Dieser Weg entspricht auch meiner Erfahrung: Wenn man bei einen> Arbeitgeber auf Gehaltserhöhungen hofft, kann man warten bis man schwarz> wird.> Das ist leider oft der einzige Weg im in den Genuß von> Gehaltsteigerungen zu kommen
Und auch meiner Erfahrung!
Abteilungsleiter, Teamleiter bis auf ein paar seltene Ausnahmen, mit
denen ich zu tun hatte, waren halt selten sämtlich bis "saudeppert"
meistens hatten die nicht mal einen Abschluss, war auch eine Klitsche.
Sparen, sparen sparen.
Horizont war bei denen 1 Monat, was auch deren geistigen Horizont
entsprach. Nicht nachhaltig.
Keinen Cent in Mitarbeiter investieren. Keine Weiterbildung, keine
Beförderung, kein Anreiz. Hauptsache sparen.
>...waren halt selten sämtlich bis "saudeppert">meistens hatten die nicht mal einen Abschluss, war auch eine Klitsche.
Da du offenbar bei den Guten nicht mitspielen darfst, glaubst du
trotzdem, du wärst besser?
Erstklassige Chefs stellen erstklassige Mitarbeiter ein. Zweitklassige
Chefs drittklassige MA.
Wie das weiter geht, darfst du gerne selber herausfinden.
damit keine falschen Schlüsse gezogen werden:
Der "Arbeiter", der den Thread hier gestartet hat, ist nicht der
"Arbeiter" aus dem anderen Thread, bei dem es um die Kürzung der EG16
Stelle geht ;-)
Ich komme ja aus einem komplett anderen Bereich, und zwar der
Versicherungsbranche. Ich war dort lange in leitender Position tätig
(Schadensregulierung), und kenne viele MA, die schon 40 Jahre dort
arbeiten.
Aber mir ist vor allem auch das Menschliche schon immer besonders
wichtig gewesen, deshalb habe ich irgendwann gesagt: "Schluss jetzt, das
reicht, hier arbeite ich nicht mehr länger". Und genau da sehe ich auch
eine meiner Stärken, sich zum richtigen Zeitpunkt nochmal
umzuorientieren. Gerade wenn man nicht mehr ganz jung, aber auch noch
nicht alt ist.
Die besten Jahre kommen eben nach 45. War mit Deutschland ja genauso!
Bernd Stromberg (Firma: Capitol Versicherung) schrieb im Beitrag
#4908557:
> leitender Position tätig (Schadensregulierung)
Ooh, Herr Stromberg xD Wir für die Capitol :D
Bernd Stromberg (Firma: Capitol Versicherung) schrieb im Beitrag
#4908557:
> und zwar der Versicherungsbranche.
Versicherungen.. gähn.. wie langweilig muss man sein um dort arbeiten zu
können?
Sind das nicht meistens die Typen, auch privat so drauf sind: ja kein
Risiko eingehen, immer schön bravo, für alles ne Zusatzversicherung, am
besten immer schön jeden Tag derselbe Ablauf.