Liebes Forum :)
Für Vorabtests beim EMV Labor bestrahle ich in der Werkstatt fertig
aufgebaute Baugruppen mit geringer Leistung im Bereich von 80Mhz bis
2Ghz.
als Sonde habe ich mir ein kleines Stück RG174 abisoliert und dort herum
einige Windungen 0.22er Cul drumgewickelt und gleich am Ende mit dem
Schirm verlötet. Ganz klitzeklein eben.
Die Messbedingungen schreiben AM Modulation mit 80% vor.
Das kann ich am Willtek einstellen. Leider - und nun komme ich endlich
zum Thema - bis max.500mV an 50Ohm. (sind ja gerademal 5mW)
Ich möchte diese 0.5V nun gern anheben. Aber eben als
Breitbandverstärker.
Eine 2Meter PA habe ich schon mal (um)gebaut (UFS600 ex.Y23ND) und als
70cm Endstufe stehen mir aus Bündelfunkgeräten diverse Hybridendstufen
zur Verfügung.
Meine Frage ist nun: Wie baue ich einen Breitbandverstärker im
interessierenden Frequenzbereich (bis 2Gig muss es nicht gehen)?
Kann man die Hybridenstufen auch außerhalb ihres spezifierten Bereiches
verwenden?
Ich hätte außerdem noch ein-zwei 2N5109 und einige BFW16A zur Verfügung.
Nach verschiedenen Schaltungen speziell mit dem 2N5109 habe ich schon
ausschau gehalten.
z.B.: http://www.k5dkz.com/2n5109.html
Allerdings ist im Kollektor ein 4:1 Übertrager drinn.
Hier bin ich mir nicht sicher, welches Ringkern/Doppelloch-Material ich
verwenden soll. Die Manifer-Zeiten sind ja vorbei ;-)).
Ich kann aber auch was kaufen, das nicht wirklich das Problem;-)
Elv bietet was an mit 100mWatt, Hittite mit ihrem ECG003 usw.
Das ganze muss doch aber auch noch sehr linear arbeiten, damit keine
Oberwellen großartig entstehen. Ich will ja wissen, ob mein Baustein zum
Beispiel bei 200Mhz empfindlich reagiert und nicht bei 400 oder 600. Da
drehe ich dann schon noch hin, um das zu testen...
Das es kommerzielle Lösungen gibt, weiss ich. Steht ja schließlich beim
EMV-Dienstleister.
Evtl hat ja jemand ne Idee, mit vorhandenem Zeug selbst was zu bauen.
Ich bedanke mich,
bis dahin
Axel Rühl
Bei Vorhandensein eines Faradaykaefigs wuerd ich mir einen 1W
Breitbandverstaerker goennen. zB einen Minicircuits ZHL Serie. Selbst
EMV Messungen machen zu koennen hat etwas fuer sich. Mann muss isch aber
im Klaren sein, dass das erst mal kostet. Ein Faraday raum gehioert dazu
wenn man B mit Leistug drauf will, aber auch um empfindliche Messungen
machen zu koennen. Dann braucht man einen Satz Breitbandantennen. Die
Loopantenne ist als Messantenne passend sonst ist die nicht brauchbar.
Zum Anregen ? Was soll das ? Ja, man kann irgend ein Nahfeld erzeugen,
aber ob das realistisch ist... Dann wuerde ich doch eher etwas in die
Gehaeusetechnologie investieren, um Felder im Gehaeuse zu verhinden.
Auch bei im Konsumermarkt ueblichen Plastikgeaheusen laesst sich etwas
machen.
Dann kann man auch etwas Geld in Simulation stecken. Es gibt zugegeben,
nicht ganz guenstige software, die kann Felder an realen Leiterplatten
in Gehaeusen simulieren. Das spart Wochen oder sogar Monate gegenueber
einer Messung. Diese Software kann ab Gerberfiles arbeiten.
Einen Spktrumanalyzer hat der Poster schon ? Schwupp, schon wieder einen
20er draussen...
Die UKW-Berichte hatten in Heft 2/1997 genau so einen Verstärker.
Bauteile: ERA4SM, MGF0904, MGF0905. Die untere Grenze liegt allerdings
erst bei ca 300 MHz, bei 200 ist er schon um 20 dB abgesunken,
vielleicht läßt sich das erweitern.
Die Platine bietet auch Michael Kuhne auf seinen Seiten an:
http://www.kuhne-electronic.de/de/32_Produkte_und_Service
-> Leiterplatten
Christoph Kessler (db1uq) schrieb:
> Die UKW-Berichte hatten in Heft 2/1997 genau so einen Verstärker.> Bauteile: ERA4SM, MGF0904, MGF0905. Die untere Grenze liegt allerdings> erst bei ca 300 MHz, bei 200 ist er schon um 20 dB abgesunken,> vielleicht läßt sich das erweitern.> Die Platine bietet auch Michael Kuhne auf seinen Seiten an:> http://www.kuhne-electronic.de/de/32_Produkte_und_Service> -> Leiterplatten
wie naheliegend - vielen Dank, habe ich doch schon den 12Ghz
Frequenzteiler von DB6NT erfolgreich ans Laufen bekommen.
Den Artikel aus UKW-Berichte 2/1997 muss ich mir mal ansehen. Die
Ausgaben, die ich habe, sind allesamt aus den 70ern.
Herr Kuhne wird beim Platinenangebot hoffentlich auch ein, zwei Sätze
geschrieben haben.
besten Dank einstweilen :)
Axelr.
::: schrieb:
>Bei Vorhandensein eines Faradaykaefigs wuerd ich mir einen 1W>Breitbandverstaerker goennen. zB einen Minicircuits ZHL Serie.
Minicircuits ZHL Serie geht leider erst ab 800Mhz los, vielen Dank
trotzdem.
> ... Es gibt zugegeben,> nicht ganz guenstige software, die kann Felder an realen Leiterplatten> in Gehaeusen simulieren. Das spart Wochen oder sogar Monate gegenueber> einer Messung. Diese Software kann ab Gerberfiles arbeiten.
welche Software ist das?
> Einen Spktrumanalyzer hat der Poster schon ? Schwupp, schon wieder einen> 20er draussen...
Was soll der überhebliche Tonfall?
Wie Du hast lesen können, habe ich einen Willtek (ehem. Stabilock4032)
als Messsender. Ja da ist auch ein Spktrumanalyzer drinn enthalten.
Axelr.
HildeK schrieb:
>>Minicircuits ZHL Serie geht leider erst ab 800Mhz los>> Das stimmt so nicht:> http://www.minicircuits.com/cgi-bin/modelsearch?model=ZHL-20W-13%2B&search_type=info>> 20-1000MHz, +43dBm Output (=20W), 50dB Gain, allerdings: 1400.--USD
Super, vielen Dank. Bei den 20Wättern war ich nicht ;-))
Aber ganz schön heftig "laut", oder?.
Weiss ich erstmal Bescheid.
Den ZHL-20W-13 lege ich vor, der wirds wohl (inklusive Dämpfungsglied)
werden.
Ich werde mir unabhängig davon mal die Ausgabe der UKW-Berichte besorgen
und nebenher selbst basteln.
Vielen Dank für die schnellen Reaktionen.
Axelr.
Tipp : Breitbandverstärker für Selbstbauer -
CATV (Kabelfernseh) Leistungsverstärkermodule (z.B. NXP oder RFMD) -
verhältnismäßig flacher Frequenzgang im Bereich zwischen 50 MHz und 800
MHz.
Wurde hier letztens schonmal diskutiert, Module sind eigentlich schon
intern breitbandig an 75 Ohm angepasst, der Leistungsverlust bei Abgabe
an 75 Ohm sollte sich jedoch in Grenzen halten.
mfg Maik