Technischer Fortschritt bei Klappstühlen über 1400 Jahre!

Gast #7513788
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Ein tolles Beispiel für den rasanten technischen Fortschritt unserer Zeit: Bitte selbst vergleichen:

https://www.merkur.de/bayern/nuernberg/spektakulaerer-jahrhundertfund-1400-jahre-alter-klappstuhl-nahezu-vollstaendig-erhalten-92572467.html

https://www.amazon.de/-/en/Camping-Aluminium-Folding-Fishing-Lightweight/dp/B0C5M7LDC1/ref=sr_1_54

Man sieht eindeutig den enormen technischen Fortschritt des Stuhls von Amazon 2023. Wow!

#7513879
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Joe schrieb:

Ein tolles Beispiel für den rasanten technischen Fortschritt unserer Zeit: Bitte selbst vergleichen:

https://www.merkur.de/bayern/nuernberg/spektakulaerer-jahrhundertfund-1400-jahre-alter-klappstuhl-nahezu-vollstaendig-erhalten-92572467.html

https://www.amazon.de/-/en/Camping-Aluminium-Folding-Fishing-Lightweight/dp/B0C5M7LDC1/ref=sr_1_54

Man sieht eindeutig den enormen technischen Fortschritt des Stuhls von Amazon 2023. Wow!

Irgendwann zwischen dem Jahr 600 und heute ist so ein Klappstuhl halt mal ausentwickelt. Komm damit klar.

Beitrag #7513882 wurde von einem Moderator gelöscht.
Persönliche Seite #7515297
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Hallo Peter F.

Peter F. schrieb:

Form follows Funktion. Das Konzept des Klappstuhls ist eben ziemliche ausgereizt.

"Form follows Funktion" ist hier das Stichwort, richtig. Dieses Motto, dem wohl schon seit Anbeginn der Menschheit aus praktischen Gründen gefolgt wurde, und das irgendwann im 19. JHd. ausformuliert wurde und seine bisher radikalste Ausbildung in der Kunstströmung des Bauhaus hatte, beschreibt die Situation sehr gut. Das Bauhaus legte bei der Interpretation von "Funktion" ein erhebliches Gewicht auf "Herstellbarkeit unter industriellen Bedingungen", während die alten Vorbilder das Gewicht auf eine Herstellbarkeit bei Handwerklicher- oder Manufaktur-Produktion legten.

Das Konzept ist uralt, und schon in der Antike sind Klappstühle aus Reliefs und auch durch archäologische Funde bekannt. Luxusausführungen waren aus Bronze. Wer sich so ein Teil leisten konnte, konnte sich auch den Sklaven leisten, der ihm das schwere Teil hinterher trug.

Auch das oben erwähnte mittelalterliche Modell war eine Luxusausführung, weil Eisen war auch damals kein billig Werkstoff, und Tauschierungen als Verzierungen sind sehr zeitaufwändig. In diesem Zusammenhang wäre auch interessant, ob der Rahmen massiv ist oder ein Rohr, und wenn Rohr, wie dick die Wandung ist. Dickwandige Eisenrohre wurden als Flintenläufe erst ab dem 15. Jhd. hergestellt, aber man möchte keinen Klapphocker aus Arkebusenläufen herumschleppen. ;O)

Neben diesen seltenen Beispielen dürfte es Unmengen von Exemplaren aus Holz für den Alltagsgebrauch gegeben haben, die aber wegen der mangelnden Haltbarkeit der Materialien im archäologischen Kontext nicht auftauchen.

Eine Weiterentwicklung eines solchen einfachen Konzeptes kann nur durch die Verwendung von neuartigen Materialien erfolgen. z.B. durch die Verwendung von dünnwandigen Metallrohren oder von Leichtmetall oder Faserverbundwerkstoffen beim Rahmen und von synthetischen Stoffen bei der Bespannung.

Alte Beispiele: https://de.wikipedia.org/wiki/Kurulischer_Stuhl https://de.wikipedia.org/wiki/Dagobert-Thron

Ganz altes Beispiel (3400 Jahre alt): https://de.wikipedia.org/wiki/Klapphocker_von_Daensen

Noch einfacher, dabei kompakter aber fummeliger und etwas unbequemer ist ein dreibeiniger Falthocker. Der besteht aus der dreieckigen Sitzfläche aus Stoff oder Leder. In die Ecken des Dreiecks sind Taschen eingearbeitet, in die (Holz)Stäbe als Beine eingesteckt werden. Die Beine werden dann in der Mitte durch einen Dreibund zusammengebunden. Beine, Sitzfläche und die Schnur für den Dreibund lassen sich platzsparend zusammenlegen.

Dreibund: https://www.scout-o-wiki.de/index.php/Knoten_und_B%C3%BCnde#Dreibeinbund

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de

(Firma: Autotronic) #7515412
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Bernd W. schrieb:

Eine Weiterentwicklung eines solchen einfachen Konzeptes kann nur durch die Verwendung von neuartigen Materialien erfolgen. z.B. durch die Verwendung von dünnwandigen Metallrohren oder von Leichtmetall oder Faserverbundwerkstoffen beim Rahmen und von synthetischen Stoffen bei der Bespannung.

Ein Einbein, der wie eine Teleskopantenne ausgefahren werden kann, wenn man am Bahnsteig auf den Zug warten muss.

Passt im eingefahrenen Zustand, wie ein "Knirps" in jede Jackentasche.

Angehängte Dateien:
Persönliche Seite #7515436
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Hallo Dieter D.

Dieter D. schrieb:

Neulich in der U-Bahn (die neuen habe weniger Sitzplätze) war jemand auf der Rückfahrt von IKEA froh einen Klappstuhl von dort nach Hause zu schleppen.

Da ich häufiger mit Rückentragegestell und schwerer Last darauf unterwegs bin, begrüße ich die Reduzierung der Sitzplätze. Da komme ich mit sperrigen Traglasten dann auch besser durch.

Nach dem Konzept "bring your own device" wird es vielleicht noch "bring your own seat" im ÖPNV und am Schluss in die Arbeit auch noch.

"bring your own device" galt für mich schon vor 25 Jahren beim Verleiher. Wenn ich irgendwo Crimpungen mit Hammer und Schraubendreher auf dem Betonboden gemacht habe, weil kein Crimpwerkzeug vorhanden war, fiel das immer auf mich zurück. Weder Verleiher noch Ausleihender haben sich den Schuh angezogen. Also habe ich meine eigene Crimpzange (und anderes Werkzeug auch) zur Arbeit mitgebracht.

Vor 10 Jahren sah das dann schon deutlich anders aus. Alle waren froh, das ich mit einem stumpfen Meissel und einem Hammer Crimpverbindungen auf dem Betonboden gemacht habe, und nicht die Drahtenden einfach irgendwo herumgewickelt habe. ;O)

Also habe ich die Crimpzange zuhause im Schrank gelassen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de

Persönliche Seite #7515463
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Hallo Michael M. und (prx) A. K.

Michael M. schrieb:

Ein Einbein, der wie eine Teleskopantenne ausgefahren werden kann, wenn man am Bahnsteig auf den Zug warten muss.

Passt im eingefahrenen Zustand, wie ein "Knirps" in jede Jackentasche.

Mmmh. Ich habe meine Zweifel an der Robustheit des Teleskopsschaftes und noch mehr an dem Arretierungsmechanismus. Wie reagiert der, wenn irgendwo ein Sandkorn hineingerät? Oder Lehm? Für mich bei meiner Nutzung ist oft Lehm das größere Problem. Denn Sand kann herausrieseln, aber Lehm klebt. Fettet man gut gegen rosten, klebt der Lehm nicht mehr so sehr, aber dafür der Sand.

Auch "Knirpse" waren nicht für Robustheit bekannt. Ein Statussymbol für Schlipsköpfe die wasserscheu sind.

(prx) A. K. schrieb:

Angesichts des heute so ungemein freundlichen Umgangs miteinander würde ich allerdings gepolsterte Kleidung und einen Schutzhelm nahe legen.

Wenn der oben erwähnte Teleskopschaft robust genug ist, könnte man damit auch hauen.

Deinem Sarkasmus zum Trotz: Wenn ich heutzutage im ÖPNV unterwegs bin, erlebe ich die Menschen als deutlich freundlicher als noch z.B. vor 20 oder gar 40 Jahren.

Die Fahrer sind wegen der gestrafften Fahrpläne allerdings etwas wüster geworden. Ich habe hier mal eine ältere Busfahrerin erlebt, in beigem Pullover mit Perlenkette, die mich irgendwie an "Miss Marple" erinnerte. Die hat den Buss rallymäßig gefahren, per Poweslide in die Haltestellen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de

Gast #7515768
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(prx) A. K. schrieb:

Bissel was geht immer. Für "bring you own seat" ist so einer besser: https://www.louis.de/artikel/faltstuhl-extrem-kompakt-2-0/10061153?filter_article_number=10061153

100 kg max! Wie die E-Tretrollerchen nur fuer Leute mit schlankem Fuss :-( Ich wette der alte Eisenstuhl mit den schoenen Verzierungen hat wesentlich mehr ausgehalten. Voellerei war halt damals bei Adel und Klerus ein beliebter Zeitvertreib.

#7527529
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Joe schrieb:

Insbesondere Sozialp..... z.B. darf ich das Wort nicht ausschreiben, sonst laufe ich Gefahr, dass der Fred behandelt wird.

Wir hatten tatsächlich mal einen Sozialpädagogen bei uns in der Gesprächsrunde. Der hatte seinen eigenen Stuhl von zu Hause mitgebracht, aber nur weil wir nicht genug Stühle hatten.

Das Wort Sozialpädagoge darf man auch ausschreiben, nur der hieß nicht Fred, sondern Rolf.

Gast #7528734
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Korax K. schrieb:

Joe schrieb:

Fred! Sowas unanstaendiges, das

du uns Fred nicht vorstellen magst. Weiß er etwas über deine Klappstühle? Oder fehlt ihm was und

Joe schrieb:

Fred

sollte

behandelt

werden?

Hallo Fred! Wie gehts Dir denn so? War nicht so gemeint, aber ich lispele immer, wenn ich ein Tih-Aehtsch schreibe also vermeide ich das moeglichst.

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