Hallo!
Ich habe zwei Videokameras, die ein Composite Video/FBAS Signal (PAL)
ausgeben. Dieses Signal hat ja ca. 5Mhz.
Jetzt möchte ich die beiden Kameras an einem mit einem Umschalter
Monitor betreiben.
Eignet sich als Umschalter ein Reed-Relais, falls ja, welcher Typ ist
geeignet dafür? Ich weiß das es von Maxim den MAX454 gibt, aber der ist
nicht gerade günstig.
Geschalten soll das Relais dann mit einem Mikrocontroller.
Danke.
Max
Es gibt da die ganz kleinen Print-Relais die ein paar mOhm
Kontaktwiderstand haben. Mit denen habe ich sowas realisiert. Das zweite
Kontaktpaar schließt dabei die jeweils nicht gewählte Quelle gegen Masse
um Störungen zu verhindern. Das ganze funktioniert seit ca. 7 Jahren im
Dauerbetrieb.
Vielen Dank für Eure Antworten.
@Ich: Hast du zufällig noch die Bezeichnung und Typ der Relais die du
verwendet hast?
Ich hab bei Omron ein HF Relais gefunden G6Y. Gibts auch bei Reichelt.
Das sollte ja funktionieren.
Max
Falls Du das Umschalten öfters machst (automatisch, bei Überwachung oder
so), denk aber daran das das Schalten nicht schön aussieht und der
Fernseher jedesmal neu syncen muss (Bild läuft ein paar mal
hoch/runter).
>Falls Du das Umschalten öfters machst (automatisch, bei Überwachung oder>so), denk aber daran das das Schalten nicht schön aussieht und der>Fernseher jedesmal neu syncen muss (Bild läuft ein paar mal>hoch/runter).
Und was schlägst du vor?
Das ist nun mal das Problem, wenn man zwischen zwei unsynchronisierten
Videoquellen umschalten will.
Dagegeb hilft nur synchronisieren entweder mit einem GENLOCK-Eingang an
einer der Quellen, wo das Taktsignal der anderen eingespeist wird oder
das Synchronisieren per TBC/(Halb-)Bildspeicher.
Übrigens arbeiten die meisten Überwachungsanlagen nach diesen
"Extrem--Hartschnitt-Prinzip"...
> Das ist nun mal das Problem, wenn man zwischen zwei unsynchronisierten> Videoquellen umschalten will.
Hallo zusammen,
das gleiche Problem habe ich zur Zeit. Ich muss gleich dazu sagen, dass
ich blutiger Anfänger in Sachen Videotechnik bin.
Wir haben hier ein Projekt, bei dem wir Basketballspiele live ins
Internet übertragen. Damit der 1-Kamera-Look nicht zu langweilig wird,
haben wir jetzt ausgediente Camcorder an der Decke montiert, schneiden
die FBAS-Signale (wir haben ziemlich große Kabellängen) live mit einem
Hama-Videomischer und digitalisieren anschließend das Ausgangssignal.
Das funktioniert ganz gut, aber ich habe immer diesen Sprung im Schnitt,
weil die Zeilenfrequenzen der Kameras (natürlich) nicht synchron sind.
Gibt es bei dieser vorhandenen Technik und einem begrenzten Budget
überhaupt eine Möglichkeit, die Signale zu synchronisieren oder einen
sauberen Schnitt hinzubekommen?
Gruß, oskar-lima
Erst digitalisieren, dann schneiden? Oder ein Videomischpult benutzen
dass das kann. Es gibt zwar Geräte die ein Videosignal an externe
Syncsignale anpassen, aber ich befürchte das wird nicht billig... und
bewusst iwo gesehen habe ich das für privat auch noch nicht.
Das mit dem "erst digitalisieren" ist an sich eine gute Idee, scheitert
dann aber auch wieder am Kostenfaktor. Ich müsste 4 Videograbber oder
AV-Konverter für die 4 Kameras haben, dann eine Software für den
Liveschnitt (z.B. VJDirector für 300,-) und nicht zuletzt einen Rechner,
die die 4 Datenströme auch parallel verarbeiten und gleichzeitig das
gemische Signal in Flash codieren kann. Mein 1,6-GHz-Dualcore-Notebook
schafft das nicht :-(
Die günstigste Lösung ist da doch der Analogmischer - leider mit dem
Problem der Synchronität.
Hallo Leute,
ich bräuchte auch so einen Umschalter, der mir 2 oder sogar 3 FBAS
Quellen auf einen Ausgang umschaltet.
Leider kenn ich mich in Elektronik recht wenig aus. Aber löten kann ich
gut :)
Also möchte ich mal fragen, ob jemand vielleicht eine Schaltung hat für
meine Angelegenheit. Also am besten eine, wo man 3 Eingänge und einen
Ausgang hat. Durch einen Taster soll man nacheinander zwischen diesen
Eingängen umschalten können. Die Synchronisierung ist mir in diesem Fall
nicht wichtig.
Falls es nicht schwer umzusetzen ist, soll die Schaltung auch noch neben
den FBAS Eingängen, Audio (Stereo) Eingänge haben, welche auch auf einen
Ausgang gesteuert werden.
Vielen Dank an euch!
Taster entprellen -> 4017 -> 3 Treiber -> 3 Relais mit jeweils 3
Einschaltern.
Der 4. Ausgang des 4017 muss mit dem Reseteingang verbunden werden.
Viel Spaß
Gruß
Jobst
Hallo Jobst,
danke schonmal für die Antwort. Ich hatte schon an den 4017 gedacht, nur
ist mir nicht eingefallen, wie ich nach dem 3. Ausgang wieder zum ersten
springen soll, danke dafür :)
1. Was ich nicht ganz verstehe ist, was die 3 Treiber (in Elektronik)
bedeuten?
2. Kann man statt den Relais nicht einen 4066 verwenden?
3. Und mit den 3 Einschaltern meinst du die 4066?
Mir ist noch etwas eingefallen. Ich würde gerne diesen Umschalter
ausschalten können.
4. Ist es möglich, eine 12V Spannung als Eingang zu haben, und diese
dann an die 3 Geräte weiter zu leiten? Das soll dazu dienen, dass ich
mit dem Aussschalten des Umschalters auch die Geräte ausschalte.
Danke nochmals
1.) Transistoren, um Relais zu treiben. Ist beim 4066 nicht nötig.
2.) Jain. Wenn Du das Signal aufbereitest (also Videoverstärker), kannst
Du es hochohmig mit dem 4066 schalten. Einfach im Videosignal (75 Ohm)
bringen Dir 4066er Signalpegelverlust und Störungen (Reflektionen).
Relais sind einfacher. Audiosignale hingegen sind mit 4066ern kein
Problem.
3.) Ich meinte ein Relais mit 3 Schaltkontakten, die bei Stromfluss
durch die Spule eingeschaltet werden.
4.) Ja. Entweder gibst Du das Signal des 4017 direkt aus (solange es
kein 74HC4017 ist kann er auch 12V ab) oder Du benutzt einen weiteren
Schaltkontakt eines Relais. Oder Du setzt eine kleine
Verstärkerschaltung hinter die Ausgänge des 4017.
Gruß
Jobst
@ Jobst M.
1) Ok zu den Transistoren als Treiben muss ich nochmal nachlesen wie es
funktioniert.
2) Haben die Relais den kein Widerstand und keine Störungen? Oder ist es
so niedrig, dass es nicht stört?
@ Ralf Greinert
Danke für die Tips, aber das was ich brauche sollte nicht so viel Kosten
wie das Fertiggerät. Ich möchte einfach so einen Umschalter um nicht per
Hand den Stecker jedesmal ziehen zu müssen mehr nicht. Das ganze sollte
nicht viel kosten.
Paul schrieb:> 2) Haben die Relais den kein Widerstand und keine Störungen? Oder ist es> so niedrig, dass es nicht stört?
Das ist wie ein Schalter ...
Der Widerstand ist für diesen Zweck zu vernachlässigen.
Gruß
Jobst
zu 1) Da würde auch ein ULN2803 (oder je nach Spannung auch
ULN2801/ULN2802/ULN2804) passen. Der enhält gleich 8 derartige Treiber
mit allem was da sonst noch zu gehört (Widerstände/Dioden/...).
... schrieb:> zu 1) Da würde auch ein ULN2803 (oder je nach Spannung auch> ULN2801/ULN2802/ULN2804) passen. Der enhält gleich 8 derartige Treiber> mit allem was da sonst noch zu gehört (Widerstände/Dioden/...).
Da er ja sowieso nur 3 Kanäle schalten möchte, reicht auch ein ULN2003
Gruß
Jobst
@ Max E.
LT1260CN
ist hervorragend zum umschalten von Videosignalen geeignet.
wenn mal Synchron umschalten möchte muss man es hin bekommen, ein
Videosignal zu verzögern, "Eimerkettenspeicher" heutige ICs sind sogar
in ihrer Verzögerung einstellbar, Verzögerungsleitung sind fest
eingestellt.
vor dem umschalten müssen die beiden Signale (Sync-Signale)
synchronisiert werden.
Man den Unterschied über eine Analog Delay Line verzögern ( SAD1024 )
ist bestimmt nicht einfach zu realisieren, sollte aber möglich sein.
Gruss Ralf
Bevor ich mit Verzögerungsleitungen und deren Syncronisation arbeiten
würde, würde ich das Bild gleich digitalisieren, dekodieren und
Bildweise im RAM eines DSP ablegen. Dann kann ich sogar Überblendungen
machen ...
Gruß
Jobst