Hallo, ich habe vor 2 Tagen auf dem SWR einen Beitrag über die
Netzstabilisierung geschaut. Dort wurde berichtet, dass sowohl der Strom
immer teurer wird wie auch die Netzfrequenz nicht mehr so stabil ist wie
vielleicht noch vor ein paar Jahren.
Im Beitrag wurde ein Bäcker aufgeführt, der sich einen
Elektro(nik)backofen angeschafft hat, um damit seine Backwaren
herzustellen. Der Bäcker hat in dem Interview erzählt, dass der Ofen
regelmässig ausfällt und die Ursache dafür kleinste Störungen in der
Stromnetzfrequenz sind und dadurch die Elektronik nicht richtig
funktioniert - dies hätte auch die Fehleranalyse seitens des Herstellers
ergeben.
Hier ist der Beitrag, ungefähr zu Minute 10:00 kommt der Teil mit dem
Bäcker:
https://www.youtube.com/watch?v=TUkwNv8NJKU
Meine Frage ist nun, wie kann eine Elektronik so "anfällig" sein? Ich
hatte gedacht, dass man z.B. die Spannung auf 24V runtertransformiert,
gleichrichtet und mit Kondensatoren glättet. Gleichen denn Kondensatoren
keine Störungen der Netzfrequenz nicht aus?
Etwas anderes wäre natürlich, wenn der Strom kurz ausfällt und dann die
Elektronik ausfällt und neu starten muss wie ein Computer. In einem
solchen Fall würde ich eine USV in den Ofen mit integrieren. Wenn der
Strom kurz ausfällt, dürfte dies für die Heizstäbe kein Problem sein.
Da soll er mal dem Hersteller des Ofens auf Dach steigen. Die
Netzspannung hat eine erlaubte Toleranz von 5%. Auch wenn ein Ofen bei
10% rumzickt ist er miserabel designt.
Lernender schrieb:> - dies hätte auch die Fehleranalyse seitens des Herstellers ergeben
Den Heizwendeln eines Backofens machen Spannungs und
Frequenzschwankungen im Stromnetz rein gar nichts, wie werden sogar hart
ein und aus geschaltet um die gewünschte Temperatur zu regeln.
Wie anfällig die Elektronik des Backofens ist, wissen wir nicht, aber
sie muss nach CE Vorschriften in einem weiten Spannungsbereich (207-253V
mit Einbrüchen bis 160V) funktionieren, sonst ist sie in der EU nicht
marktfähig.
Deine Geräte zu Hause hängen am selben Stromnetz und funktionieren auch,
i.A. ohne Störungen, das zeigt, dass unser Stromnetz nicht unzumutbar
gestört ist.
Es klingt nach einem Hersteller, der die Verantwortung für seine miese
Technik abschieben will.
Es gibt Netz-Logger, die eine Aufzeichnung machen und dann knallhart
sagen können ob das Gerät nach geltenden Vorschriften hätte
funktionieten müssen oder nicht.
Lernender schrieb:> Der Bäcker hat in dem Interview erzählt, dass der Ofen> regelmässig ausfällt und die Ursache dafür kleinste Störungen in der> Stromnetzfrequenz sind und dadurch die Elektronik nicht richtig> funktioniert - dies hätte auch die Fehleranalyse seitens des Herstellers> ergeben.
Humbug! Wenn dem so wäre, dann wäre das ein massiver
Konstruktionsfehler.
Und die Netzfrequenz schwankt nicht relevant anders als früher.
Danke für eure Antwoten, für mich war das auch etwas unverständlich,
warum die Elektronik so "empfindlich" ist.
Ich finde auch die Berichterstattung in diesem Fall etwas problematisch.
H. H. schrieb:> 10%!
Stimmt. Irgendwie hatte ich im Kopf daß die Toleranz mit der Erhöhung
der Netzspannung von 220 auf 230V von 10 auf 5% verringert wurde. Wo das
jetzt wohl herkommt?
Lernender schrieb:> Ich finde auch die Berichterstattung in diesem Fall etwas problematisch.
Ich auch. ;-)
Andreas B. schrieb:> Irgendwie hatte ich im Kopf daß die Toleranz mit der Erhöhung> der Netzspannung von 220 auf 230V von 10 auf 5% verringert wurde.
War ja auch so, zumindest fast. Zunächst -10%/+6%, und seit 2009 +/-10%.
Das hat überhaupt nichts mit Frequenz- oder Spannungsschwankungen zu
tun, sondern nur mit:
Abdul K. schrieb:> Fail by DesignAndreas B. schrieb:> Auch wenn ein Ofen bei 10% rumzickt ist er miserabel designt.
Selbst bei kurzfristige (Sekundenbereich) Spannungsausfällen habe ich
kein Verständnis für eine Fehlfunktion. Auch das kann man bei richtigem
Design im Griff haben. Zustände und Daten kann man puffern um dann an
der Stelle weiter zu machen.
Dass der Bäcker von Schwankungen der Netzfrequenz redet, ist seiner
Unkenntnis geschuldet (oder dem Gelaber des KD-Technikers).
Unser Geschirrspüler hat gerade auch mal rumgezickt. In dem Zusammenhang
hat ein KD-Mensch meiner Frau mal erzählt: 'Ja, man sollte nicht immer
das selbe Programm verwenden ...'
Zufällig habe ich den Kommentar von dem Bäcker auch gesehen. Er hat zwar
von Netzfrequenzschwankungen gesprochen, meinte aber in Wirklichkeit die
Netzspannung! (er ist nun mal Bäcker und kein Elektriker). Der Ofen ist
over engineered und schaltet sich bei Unterspannung ab, weil er denkt,
dass er das Netz zu stark belastet.
Der Ladevorgang einiger E-Autos wird ebenso geregelt, nur dass sich der
Ladevorgang bei Unterspannung nicht abschaltet, sondern der Ladestrom
wird dann einfach nur verringert.
Die Netzfrequenz schwankt übrigens nur im mHz-Bereich. 1Hz wäre schon
viel!
Lernender schrieb:> Ich finde auch die Berichterstattung in diesem Fall etwas problematisch.
Das ist heute, in Zeiten von fake news zur Hetze^WMeinungsmache, halt
üblich und ersetzt die objektive Berichterstattung mit journalistischer
Sorgfaltspflicht von früher.
Ist auch viel einfacher für die Journaille, man braucht keine
Fachkenntnis mehr.
Wahrscheinlich wird der Backofen eine Art Selbsthale-Schaltung haben,
damit er nach einem Stromausfall nicht wieder selbsttätig anläuft und
ewig weiterheizt.
Bin auch mal drauf reingefallen, als ich beim Schwager einen normalen
Küchen-Backofen angeschlossen habe und das Ding nicht zum Laufen
gekriegt hab, bis ich die Uhrzeit eingestellt habe facepalm
Den Beitrag hatte ich auch gesehen, der Zusammenhang zur Enegiewende ist
schon irgendwie an den Haaren herbeigezogen.
Für den Bäcker ist es natürlich schwierig festzustellen, ob die
Versorgung tatsächlich nicht den Vorgaben entspricht. Das muss ja noch
nichtmal am Netz liegen, könnte auch seine eigene Verteilung zu
schwachbrüstig sein. Er wird Sachverständige einschalten müssen, eine
einfache Handwerkermeinung wird den Hersteller nicht besonders
interessieren. Der Bäcker hat jetzt den Weg über die Öffentlichkeit
gewählt, vielleicht hilfts ihm ja.
Ich frag mich trotzdem, ob der Hersteller überhaupt so argumentiern
könnte. D.h. ob er sich tatsächlich zu 100% auf die Toleranzen verlassen
dürfte und nicht etwas robuster auslegen muss. Auf jeden Fall schafft
man sich mit empfindlichen Versorgungen keine zufriedenen Kunden.
Scheinbar haben auch manche Vorwerk Geräte Probleme:
https://www.photovoltaikforum.com/thread/56190-st%C3%B6rung-von-elektroger%C3%A4ten-durch-pv-anlage/
Ich kann mir das so vorstellen, dass die Wechselrichter den Netzsinus
mit PWM nachbilden und "empfindliche" Geräte damit nicht klar kommen.
(bei Kaco kann man zwischen 9 und 18KHz Arbeitsfrequenz umschalten, je
nachdem fiept er lauter oder ist im Wirkungsgrad etwas schlechter)
Wer hier Mist gebaut hat, wäre zu klären.
Ich hab auch mal in einem Betrieb gearbeitet, da ging bei ein 0815
Radiowecker die Uhr zu schnell, wenn er in der Nähe von bestimmte
Maschinen angesteckt wurde. Hier vermute ich, dass die Frequenzumrichter
der Motoren was auf das Netz "aufmodulieren"
Gruß Roland
Maxe schrieb:> der Zusammenhang zur Enegiewende ist> schon irgendwie an den Haaren herbeigezogen.
Oder es ist eine vernünftige Erklärung: Großverbraucher ab x kW müssen
die Netzfrequenz überwachen und notfalls die Leistung reduzieren oder
abschalten. Das war schon immer (min. seit 1980) so. Im Rahmen der
Energiewende wird x immer kleiner...
Bauform B. schrieb:> Oder es ist eine vernünftige Erklärung: Großverbraucher ab x kW müssen> die Netzfrequenz überwachen und notfalls die Leistung reduzieren oder> abschalten. Das war schon immer (min. seit 1980) so. Im Rahmen der> Energiewende wird x immer kleiner...
Da sind wir aber von den paar 10kW eines Handwerksbackofens noch weit
weg, sehr weit weg...
Maxe schrieb:> Das muss ja noch> nichtmal am Netz liegen, könnte auch seine eigene Verteilung zu> schwachbrüstig sein.
Hi,
kenne 32 kW Pommes-frittes-Öfen für eine Großküche. Nie derartige
Probleme damit gehabt. Und in der Halle hat auch nie das Licht
geflackert.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> kenne 32 kW Pommes-frittes-Öfen für eine Großküche. Nie derartige> Probleme damit gehabt.
So sollten gut konstruierte Pommes-Frittösen auch laufen. Außer einen
Thermostat und ein RCD, sollte da im Idealfall nix elektronisches drin
sein.
MaWin schrieb:> Das ist heute, in Zeiten von fake news zur Hetze^WMeinungsmache, halt> üblich und ersetzt die objektive Berichterstattung mit journalistischer> Sorgfaltspflicht von früher.
Ich vermute mal, das liegt an dem Rückgang der Printmedien die früher
mal Geld eingebracht haben. Heute reicht es nur noch für die Gehälter
von Praktikanten.
Dazu kommt, daß ohne Sensationen niemand mehr etwas liest. Der ständige
Internetkonsum stumpft da etwas ab.
Michael M. schrieb:> So sollten gut konstruierte Pommes-Frittösen auch laufen. Außer einen> Thermostat und ein RCD, sollte da im Idealfall nix elektronisches drin> sein.
Und wie machst Du das dann mit dem Bräunungssensor? ;-)
Karl B. schrieb:> Maxe schrieb:>> Das muss ja noch>> nichtmal am Netz liegen, könnte auch seine eigene Verteilung zu>> schwachbrüstig sein.
Geh mal in den Keller und guck nach.
Für fünfstöckige Häuser in der Innenstadt durchaus so noch anzutreffen.
Und dann den Ofen dran. Hmmm.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Für fünfstöckige Häuser in der Innenstadt durchaus so noch anzutreffen.> Und dann den Ofen dran. Hmmm.
Da schließt keiner so einen Ofen an.
H. H. schrieb:> Karl B. schrieb:>> Für fünfstöckige Häuser in der Innenstadt durchaus so noch anzutreffen.>> Und dann den Ofen dran. Hmmm.>> Da schließt keiner so einen Ofen an.
Irgendein Leihe (also einer der sein Wissen nur geliehen hat), schon.
Harald W. schrieb:> Irgendein Leihe (also einer der sein Wissen nur geliehen hat), schon.
Trotz aller bunten Ideen, scheint mir doch der Ofenhersteller der
"Bösewicht" zu sein! Warum der Ofen im normalen Betrieb abschaltet, ist
zwar noch nicht geklärt, der Hersteller mit seiner Mutmassung
Netzspannung zu klein/schwankt oder Netzfrequenz neben der 50Hz gehört
allerdings an den Ohren zur Tür herausgezerrt. Zu einer sauberen Analyse
der Probleme gehört u.a. sicher gleich am Anfang eine Netzüberwachung,
die jeder Energieversorger umgehend bereitstellt. Dann kann man
weitersehen. Es ist natürlich nicht auszuschließen, das der frisch
eingestellte BWL'er ein ganz besonderes Gimick für den Ofen eingebracht
hat, das jetzt nicht so spielt, wie vorgesehen! Wäre nicht das erste Mal
:-)
Gruß Rainer
HildeK schrieb:> Dass der Bäcker von Schwankungen der Netzfrequenz redet, ist seiner> Unkenntnis geschuldet (oder dem Gelaber des KD-Technikers).
Vermutlich. Ich gehe eher davon aus, das die Elektroverteilung
hundsmiserabel ist. Wenn die Verteilung zu klein ausgelegt wurde bricht
die Spannung zusammen oder eine Last schaltet ab und die Spannung steigt
schlagartig an. Habe solche Fälle schon erlebt. Oder Einspeiser die
erhebliche Oberwellen produzieren...
Auch war ich schon in einer Schlosserei, da ist aus dem Zählerschrank
der Metallstaub gerieselt. Auf den Reinigungshinweis kamen nur dumme
Kommentare. Ein Produktionsausfall über Tage war denen wohl vielen
lieber als ein Staubsauger + Putzlappen...
Von daher schiebe ich die Probleme eher auf die Elektroverteilung, als
auf's Verteilnetz...
H. H. schrieb:> Karl B. schrieb:>> Für fünfstöckige Häuser in der Innenstadt durchaus so noch anzutreffen.>> Und dann den Ofen dran. Hmmm.>> Da schließt keiner so einen Ofen an.
Wenn ich dürfte würde ich dir jetzt ein Foto einer Anlage eines
Einkaufszentrums aus den 50ern zeigen, die heute noch in Betrieb ist.
Eine 2kA Verteilung komplett aus Blech, 10 Meter Breit, blanke
Sammelschinen mit offen hintergreifbaren "Abdeckungen", 8
Wandlermessungen, 20 100A Zählerplätze. Kein Schaltplan, keiner kann
nachvollziehen was Untermessungen sind. Direkt messende Zähler, dessen
Vor- und Abgangssicherungen sind oft mehr 5 Meter entfernt. Murks hoch
10, zig mal umgebaut und erweitert. Aber nie nach Norm. Zwischen
Verteilung und Wand sind auch nur 80cm frei. Also ein 10x0,8m Korridor
zum "arbeiten"...
Und um den Zähler eines Drogeriemarktes alle 8 Jahre wechseln zu können,
muss fast alles abgeschaltet werden, da dessen Vorsicherungen hinter
NH2-Abgangssicherungen von diversen anderen Zählern sitzen. Es sind
mehrere Trenner auf einem Feld. Und ohne die 8-12 NH-Trenner zu ziehen
kann man die Blechabdeckungen nicht abnehmen, kommt also nicht an die
Vorsicherungen. AuS geht nicht, da Blechtafel und bei DER Anlage viel zu
gefährlich.
Das Beste daran: An besagtem NH-Trenner hängt auch die Verbundkühlanlage
eines sehr großen Supermarktes. Also ALLE Kühltruhen plus Metzgerei plus
Bäckerei. Warenwert in den Truhen laut Marktleiter ca. 100.000€. Das war
kurz vor Weihnachten. Den Zählerwechsel musste ich am 2. Advent 2019
(das ist ja noch normal) zusammen mit 10 Mitarbeitern von Fremdfirmen
wechseln. Drei vom Markt, vier vom Kühlanlagenhersteller und nochmal
drei von einer Elektrofirma, falls etwas kaputt geht. Das war ein Spaß.
Und zurück zum Thema: Die Verbundkühlanlage ist wenige Jahre alt. Deine
Aussage würde ich also nicht unterschreiben. Aber ich stimme dir zu: so
ein Scheiß darf nicht sein, sowas macht man neu!!!
Überraschender Weise gab es kein Notstromaggregat für die
Verbundkühlanlage. Der drohende Ausfall der Verteilung ist doch mehr als
absehbar. Manche halsen sich ganz schöne Risiken auf. Aber gut, der
Supermarkt ist nicht der Eigentümer, sondern nur Mieter...
HildeK schrieb:> Das hat überhaupt nichts mit Frequenz- oder Spannungsschwankungen zu> tun, sondern nur mit:> Abdul K. schrieb:>> Fail by Design> Andreas B. schrieb:>> Auch wenn ein Ofen bei 10% rumzickt ist er miserabel designt.
Ich habe diesen Fernsehbeitrag vor ein paar Wochen gesehen und den Kopf
geschüttelt.
> Dass der Bäcker von Schwankungen der Netzfrequenz redet, ist seiner> Unkenntnis geschuldet (oder dem Gelaber des KD-Technikers).
Ich gehe einen Schritt weiter: Das Fernsehteam hat das Thema der Sendung
und eine Vorgabe des gewünschten Ergebnisses. Natürlich hat der
Bäckermeister keine Fachkenntnisse der Energieversorgung, der Reporter
hat sich immerhin etwas Halbwissen angelesen. Da spricht man erstmal
über die Probleme und bekommt dann, wenn die Kamera an ist, die
erwartungsgemäßen Aussagen.
Egal, wie schlecht das Netz ist, bleibt die Frequentoleranz
vernachlässigbar gering unter 0,4%, bei mehr erfolgen Abschaltungen.
Eine Regelung, die wegen 0,x% abfliegt, kann man nicht bauen.
Ich habe seit Jahren mehrfach im Jahr kurze Wischer, die
Schreibtischlampe (ESL mit Drossel) flackert und ich höre die USV
schalten. Das sind sehr kurze Einbrüche, eher ein paar Perioden als eine
Sekunde. Internetbox und Bildschirm habe ich nicht an der USV, die
überstehen das einfach so.
Sowas kann ich mir auch beim Bäcker vorstellen. Da sind wir dann wieder
beim Schaltungsdesign der Ofensteuerung, die muß das wegstecken.
Spannung wie Bolle schrieb:> Überraschender Weise gab es kein Notstromaggregat für die> Verbundkühlanlage. Der drohende Ausfall der Verteilung ist doch mehr als> absehbar. Manche halsen sich ganz schöne Risiken auf. Aber gut, der> Supermarkt ist nicht der Eigentümer, sondern nur Mieter...
Ich kann einfach nicht verstehen, dass solche Anlagen tatsächlich eine
Abnahme bekommen. Beim Neubau unserer Industriehalle hat der
Geschäftsführer ein Riesen-Fass aufgemacht, weil er die Bauabnahme,
speziell die Elektrik, vor einem bestimmten Stichtag erledigt haben
wollte, um neuere Normen, die angeblich das berühmte "Vermögen" gekostet
hätten, nicht erfüllen zu müssen. Das haben wir von der Belegschaft
natürlich akzeptiert, denn wer möchte seinen Chef schon ruiniert
sehen...als dann aber in den diversen Laborräumen pausenlos die
C-Sicherungen ausgestiegen sind, haben wir den Einbau von B-Automaten
beantragt, was promt abgelehnt wurde. Begründung: diese Änderung würde
würde den Umbau der gesamten elektrischen Anlage nach besagter Norm nach
sich ziehen! Das Elektrounternehmen, dass unsere Anlage gebaut hat, ließ
sich nicht davon überzeugen, dass das alles nicht stimmt und unser
Geschäftsführer hat schlicht "Nein" gesagt. Und so springen denn jeden
Morgen zig Sicherungsautomaten zu Arbeitsbeginn raus und keiner will's
wissen!
Gruß Rainer
Spannung wie Bolle schrieb:> Überraschender Weise gab es kein Notstromaggregat für die> Verbundkühlanlage.
Das ist wohl die Abschätzung Kosten zu Risiko.
Garnicht so lange her, waren im Lidl die beiden langen Kühlregale mit
Trassierband und handgemalten Schildchen gekennzeichnet, mehrere
Mitarbeiter beförderten die Ware in Kartos zur Entsorgung! Da gab es
zuvor einen längeren Stromausfall, alles raus und neu - eigenes Risiko
oder Versicherungsschaden weiß ich nicht.
Irgendwie auch schade, einige Artikel hätte ich gerne zu 50% zum
zeitnahen Verzehr gekauft, die Ware verdirbt ja nicht binnen weniger
Stunden. Andererseits nachvollziehbar, der Laden darf sich keinem Risiko
aussetzen.
Rainer V. schrieb:> Trotz aller bunten Ideen, scheint mir doch der Ofenhersteller der> "Bösewicht" zu sein!
Natürlich, wer denn sonst. Wenn der Bäcker als Eigentümer dieses Ofens
dieses von ihm unerwünschte Verhalten reklamiert und der Hersteller es
nicht abschafft, ist es aus meiner Sicht ganz eindeutig das Problem des
Herstellers. Ob das rechtlich so haltbar ist, kann ich nicht beurteilen.
Gerade im gewerblichen Bereich sieht es mit Gewährleistung usw. nicht so
rosig aus...
Rainer V. schrieb:> Ich kann einfach nicht verstehen, dass solche Anlagen tatsächlich eine> Abnahme bekommen. Beim Neubau unserer Industriehalle hat der> Geschäftsführer ein Riesen-Fass aufgemacht, weil er die Bauabnahme,> speziell die Elektrik, vor einem bestimmten Stichtag erledigt haben> wollte, um neuere Normen, die angeblich das berühmte "Vermögen" gekostet> hätten, nicht erfüllen zu müssen.
Ich kann das schon verstehen: Der, der die Rechnung zum Schluss zahlt,
sagt, was gemacht wird. Eigentlich ein ganz normaler Sachverhalt...
Lars R. schrieb:> Ich kann das schon verstehen: Der, der die Rechnung zum Schluss zahlt,> sagt, was gemacht wird. Eigentlich ein ganz normaler Sachverhalt...
Du verstehst es eben nicht. Wenn Normen am Bau eingehalten werden
müssen, dann ist das so! Und gerade auch bei elektrischen Anlagen gilt,
dass eine (vielleicht erhebliche) Änderung auch das "Update" auf neu in
Kraft getretene Normen erzwingt! Bestandschutz gibt es immer nur, wenn
nichts, aber auch Nichts verändert wird. Ist aber etwas weg vom
Thema...wenn die Lage aber so wie beschrieben ist, dann ist für mich
ganz klar der Hersteller in der Pflicht.
Gruß Rainer
MaWin schrieb:> Wie anfällig die Elektronik des Backofens ist, wissen wir nicht,
Es könnte ja sein, dass der Ofen seine Zeitbasis aus den 50Hz bezieht
und da irgendwie ins Schwanken gerät. Sollte aber eigentlich nichts
machen, wenn die Brötchen ein paar % länger drinne sind.
Eher schon kann ich mir vorstellen, dass der Strom dort komplett
einbricht und zwar ausserhalb dessen, was der Hersteller angenommen hat
und das E-Werk angibt.
Olipolli schrieb:> Es könnte ja sein, dass der Ofen seine Zeitbasis aus den 50Hz bezieht
Das ist alles ziemlich wurscht. Der Ofen ist schlecht designt oder nicht
richtig angeschlossen. Die Netzfrequenz schwankt am allerwenigsten.
Interessant finde ich ja die Kommentare unter diesem Video. Kein
einziger der verstanden hat um was es eigentlich geht. Alle stimmen in
die Mär vom schlechten Stromnetz ein.
Manfred schrieb:> Ich habe diesen Fernsehbeitrag vor ein paar Wochen gesehen und den Kopf> geschüttelt.
Ebenso.
Der Bäcker will sein Brot backen und der Hersteller/Installateur des
neuen Ofens hat für stabile Zustände zu sorgen.
Mir scheint, die Entwicklung hat nur in der Simulation stattgefunden.
Dafür gibt es ja bestimmt tolle Programme. Arduino? ;-)
Andreas B. schrieb:> Der Ofen ist schlecht designt
hi,
Steuerungs- und Lastkreise sind nicht umsonst möglichst getrennt zu
führen.
Steuerung bekommt eine Extra-Strippe. Festinstallation.
Aber wahrscheinlich ist der Backofen an eine CEE-Form 32A
steckbar/flexibel ausgeführt. Spannungsschwankungen auf der Zuleitung
sind dann stärker, was die Steuerung nicht mag.
Und dann:
Heizelement-Steuerung müsste das auch wegstecken.
Offensichtlich hat laut Video die Timing-Geschichte nicht funktioniert.
Jede Waschmaschine hat auch "Vorwäsche/Einweichen" mit Zeitvorwahl. Das
hat bei mir trotz gelegentlichen Umschaltspitzen/lücken immer fehlerfrei
funktioniert.
Auch da "merkt" sich die Wama, wo Programm unterbrochen wurde und setzt
es dann an der Stelle fort, ohne von vorne anzufangen.
Vielleicht holt sich der Gerätehersteller einmal ein paar Tips von den
Wama- Herstellern.
ciao
gustav
"Früher war nicht alles besser" -
jedenfalls das, was noch nicht mal "digital" war.
>>
Viele uralte, mittels zweipunktregeldem Thermostat
(ohne 'smarter' Elektronik, trotzdem immerhin "digital")
betriebene Backöfen laufen immer noch ...
Der Ofenhersteller wird sein Produkt eben nie an einem instabilen Netz
getestet haben. Von batteriebetriebenen Geräten kennt man das ja
täglich. Fangen an zu spinnen, wenn Batterie oder Akku das Ende ihrer
Lebensdauer erreichen.
Abdul K. schrieb:> Der Ofenhersteller wird sein Produkt eben nie an einem instabilen Netz> getestet haben.
Wenn die angesprochenen Probleme überhaupt an den Netz liegen, was ich
nicht glaube.
So etwas glaube ich erst wenn ich einen U/f-Log am Hausanschluß dazu
gesehen habe.
Ich könnte mir auch vorstellen,
dass der Hersteller auch noch an immer wichtiger werdenden
Netzfiltern spart.
Zu gering dimensioniert oder auch garnicht vorhanden.
Nochmal im Video geschaut:
MIWE Ideal-Ofen.
Zitat:
"...Einfachste Bedienung dank der modernen Touch Control Steuerung MIWE
TC
mit großem Farbdisplay und intuitiver Benutzerführung.
Jederzeit möglich: manueller Eingriff in den Backvorgang.
[...]
Zugriff geregelt: Klare Benutzerrechte durch integrierte
Benutzerverwaltung.
Vernetzen leicht gemacht: in die Front integrierte USB-Schnittstelle zur
Übertragung von Back-programmen sowie Ethernet-Schnittstelle..."
/Zitat
Quelle:
https://www.miwe.de/media/docs/produkte/prospekt/de/produktinformation-ideal-b-de.pdf
BTW: Vermutung:
Vielleicht war gerade das Internet down.
Hat garnichts mit "Strom" zu tun.
Oder einfach mit dicken Fingern den Touchscreen nicht korrekt
eingestellt.
Ich könnte auf Anhieb mich in den Programmen auch nicht auskennen.
Dazu sollte man schon eine (kurze) Einweisung vor Ort bekommen.
Ist genauso wie beim PC. Meistens liegt das Problem 1m davor.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Touch
ist für mich bis aufs Händy ein Ausschlusskriterium.
Ich hab mal einem einem Herd mit Touchbedienung gestanden.
-grausam!
Da werden auch viele Autos für mich ausscheiden.
Bei letzteren kann ich schon fast hoffen, dass
ich keine Karre aus Altersgründen mehr fahren darf,
wenn es nur noch welche mit Tatsch gibt
Eigentlich ist das ein ganz mieses Spiel. Der Hersteller drueckt erst
mal den Aufwand der Fehlersuche ab indem er es auf das Netz schiebt. Der
Baecker weiss nicht, wie er sich helfen soll, weil er die technischen
Kenntnisse nicht hat. Wenn er zu einem Gutachter geht, wird das nichts
helfen, weil dieser meistens auch Auftraege von Herstellern hat und auf
dieses Einkommen nicht verzichten kann.
Wer sich auskennt, wird bei der Auswahl eines Backofens dies
beruecksichtigen. Aus dem Grunde hat sich der Hersteller hier selbst
einen Baerendienst erwiesen.
Hi,
wenn man jetzt eine Steuerung mit PC-Technik vergleicht, dann fällt mir
auf,
dass beim Notebook offenbar bei Abnippeln des Akkus keine Datenverluste
entstehen.
Ich ziehe daraus die Schlussfolgerung, dass die derartigen Steuerungen,
wahrscheinlich mit solch einer "Notebook" Technologie ausgestattet, rein
versorgungsspannungsmäßig derart immun sind, dass sie sogar ein totales
Fehlen locker wegstecken, ohne mit Bluescreen oder sonstiger
Fehlfunktion zu reagieren. Fahren einfach wieder hoch, wenn wieder
Spannung da ist.
Und die Software erkennt dann den letzten Programmschritt und fährt da
weiter. Allerdings mit Fehlerprotokolldatei, sowas wie der
Schuhverlässisch-Anzeige Bildschirm der Wartung bei Win.
(Stecke ich Netzteil rein, liefert mir Netzteil Strom für den Betrieb
und zusätzlich den Ladestrom für den Akku. Dabei erwärmt sich das
Netzteil ein wenig mehr.)
Wie gesagt, es gibt schon Lösungen für Netzinstabilität, wenn das
überhaupt als Störungsursache in Frage kommt.
Und die Steuerungs-PCs-, falls vorhanden, haben doch Schaltnetzteile
drin mit Weitspannungsbereich.
Was nicht passieren darf, Spannungseinbruch auf 0V über eine Sekunde,
dann direkt wieder voll auf 230V und das beim DVD-Brennvorgang. Das ist
nicht gut.
Aber beim Bäcker werden Brötchen und keine DVDs gebacken.
ciao
gustav
Das ist dann der Vorteil,
wenn der Bäcker meint, dass der 50Jahre alte Backofen nicht mehr taugt.
Der wäre definitiv an geblieben.
Karl B. schrieb:> und das beim DVD-Brennvorgang
macht das echt noch einer?
●DesIntegrator ●. schrieb:> macht das echt noch einer?
Hi,
die neueren Notebooks haben weder DVD-Laufwerke noch RJ45 LAN-Buchse.
Heute geht alles easy mit Dongles über externes Gedöns via USB.
Ja mir ist beim DVD-Brennen im PC mal eine DVD im Laufwerk zersplittert.
Da wird halt Netzteil voll beansprucht, so dass sich ein
Spannungsausfall fatal auswirken kann. Keine Reserve.
Meine letzte DVD war eine Notfall DVD. Irgendein iso-Image.
Ab und zu muss das Laufwerk angesprochen werden, sonst rostet es ein.
ciao
gustav
Es hilft an der Stelle mal den gesamten Bericht anzusehen - und auch die
Einleitung zu berücksichtigen.
Die Aussage zieht sich durch alle Sätze des Skriptes und es werden alle
möglichen Ausreden dafür genutzt.
Als erstes wird ein Aluminium-Hersteller genannt, der in 2009 einer
falshen Prognose gefolgt ist (Strompreis entwickelt sich günstiger als
Gaspreis). Jetzt lag die Prognose falsch und Schuld ist - der böse
Strompreis... weil
Dann kommt ein Chemiehersteller, der 'empfindliche Geräte' (~8:00) hat
und der beschwert sich, dass er selber dafür sorgen muss, dass seine
Sensibelchen ordentlich funktionieren.
Am Ende der Bäcker der 'auf einmal' Probleme hat... genau seitdem er
seinen neuen Ofen hat. Schuld ist natürlich das Netz, das hat sich
sprunghaft zum gleichen Zeitpunkt massiv verschlechtert. Udn der Service
hat ja auch eine 'minimale Stromschwankung' (~9:10) festgestellt mit der
sein neuer Ofen nicht klar kommt. und die 'kleinen
Spannungsschwankungen' (~9:20) sorgen bei dem Teil ja schon für völliges
Versagen. Und alles was er zu den 50Hz erzählt klingt eher als 'Argument
vom Vertreter' der eine Ausrede gefunden hat.
Und das alles garniert mit 'Befürchtungen für die Zukunft' und schon ist
der Panik-Bericht fertig...
Und Grund ist eben dass die Erneuerbaren ab 2017 blockiert wurden (siehe
~2:30), aber das wird schön verdreht... abgesehen davon dass die ganzen
industriellen Verbraucher eben keine EEG-Umlage zahlen... das geht schön
an die privaten Verbraucher. Immer schön die ganzen Zahlen vermischen
und eine Story draus machen. Das macht sich immer gut für ein paar
Klicks...
Aber jetzt mal zum Netz - da gibt es Normen und die werden vond en
Energieversorgern eingehalten (mit minimalen Ausnahmen). Kurzzeitieg
Unterbrechungen kommen vor (seit Jahrzehnten), ernsthafte Ausfälle sind
eher selten (und lokal begrenzt). Spannungsschwankungen von ±10% sind
einzurechnen, werden aber fast nie erreicht. Und die Frequenz steht auch
weitgehend stabil - bis auf konzertierte Maßnahmen der europäischen
Energieerzeuger weil ein paar Mitspieler ihre Zusagen nicht einhalten...
dann gehen aber auch in ganz Europa die (netzsynchronisierten) Uhren
falsch! (war vermutlich Anfang 2018)
Zur Not kann man sich auch online informieren... dann muss man nicht auf
solche Panik-Berichte zurückgreifen.
https://www.netzfrequenzmessung.de/
Icke schrieb:> dann muss man nicht auf> solche Panik-Berichte zurückgreifen.
Zitat Quelle Presse
"...Das Versorgungsunternehmen Westfalen Weser Energie in Paderborn
teilte auf Anfrage mit, dass die Unterbrechung von 5.38 Uhr bis 7.01 Uhr
gedauert habe. Um 6.31 Uhr sei ein Großteil der Kunden wieder versorgt
gewesen.
"Bei Westfalen Weser Netz wird jede Versorgungsunterbrechung genau
analysiert, um daraus Erkenntnisse für die weitere Optimierung der
Fehlervermeidung zu ziehen...[...] Westfalen Weser Netz habe
allein im vergangenen Jahr 67 Millionen Euro in Instandhaltung und
Modernisierung des Netzes investiert. Mit einer durchschnittlichen
Ausfallzeit von rund 10 Minuten läge der heimische Netzbetreiber nicht
einmal bei der Hälfte des bundesweiten Durchschnitts..."
Soweit ein Faktencheck.
ciao
gustav
Na da kann ich ein paar 'alternative Fakten' aus der entsprechenden Norm
nachliefern...
[Zitat]
Die Merkmale der Versorgungsspannung sind in der europaweit geltenden
Norm EN 50160 beschrieben [6]. Darin sind unter anderem für den
Normalbetrieb in der Niederspannung folgende Merkmale gelistet (Auszug):
Netzfrequenz 49,5 Hz bis 50,5 Hz
Langsame Spannungsänderung 230 V ± 10 %
Schnelle Spannungsänderung 230 V ± 5 % (selten bis 10 %)
Spannungseinbrüche (≤ 1 min) Einige 10 bis 100 pro Jahr Einbruch (10-60
%)
Kurze Versorgungsunterbrechung (<3 Min) Einige 10 bis mehrere 100 pro
Jahr (Spannung < 1 % Uc)
[/Zitat]
entnommen aus
https://www.vde.com/resource/blob/824912/2a9a511f3dd6da0e5c00dab2d4db4398/fnn-fakten-versorgungsqualitaet-2013-03-11-data.pdf
Oder einfach mal auf der Wikipedia-Seite nachschauen, da gibt es auch
eine Auflistung bezüglich der Netzausfälle über 12 Jahre sowie
internationale Vergleiche...
Fazit: Wer nicht mit dem relativ stabilen Netz entsprechend der
zugehörigen Norm in Deutschland klar kommt kann ja gerne ins Ausland
gehen (wo es möglicherweise billiger, aber noch instabiler ist). Und wem
eine 99,7% Verfügbarkeit nicht ausreicht und meint, mindestens 100%
Verfügbarkeit zu brauchen muss eben selber dafür sorgen. Es war halt
schon immer etwas kostspieliger / aufwändiger einen exquisiten
Lebenswandel / Anspruch zu haben ;)
Krankenhäuser und andere Einrichtungen funktionieren komischerweise mit
dem 'Norm-Strom', wie die das wohl machen muss ein gut gehütetes
Geheimnis sein ...
Abdul K. schrieb:> Von einem längeren Stromausfall sprach der Bäcker nicht. Naja, egal. Er> lernt dazu.
Er muss lernen, dass der Ofenhersteller ihn belügt.
Icke schrieb:> Krankenhäuser und andere Einrichtungen funktionieren komischerweise mit> dem 'Norm-Strom', wie die das wohl machen muss ein gut gehütetes> Geheimnis sein ...
Heißt UPS und Notaggregate. ;-)
Hallo
Icke schrieb:> Es hilft an der Stelle mal den gesamten Bericht anzusehen - und auch die> Einleitung zu berücksichtigen.>> Die Aussage zieht sich durch...
Schön zu sehen das es auch Leute mit Medienkompetenz gibt - wobei
zwischen Medienkompetenz und generelle Vorurteile (nett gesagt - was
z.B. im Zusammenhang mit der Pandemie von so manchen Zeitgenossen auch
in diesen Forum hier abgelassen wurde und wird ist schon deutlich mehr
und gefährlicher als "nur" einige Vorurteile...)
Um Medienkompetenz zu Erlangen braucht es aber neben einigen anderen
universellen Fähigkeiten aber oft auch Fachwissen:
Tja und wie viele Menschen sind z.B. Kraftwerktechniker,
Nuklearphysiker, Immunsologen oder auch nur einfach Elektriker,
Straßenbauarbeiter, Fernfahrer...?
Übrigens:
Bei den "leichten" 3 Minuten bis 15 Minuten Berichten, in der
Unterhaltung und Filme kommen solche normalen Berufe äußerst selten vor
- maximal in irgendwelchen Komparsenrollen - dafür wird man von Ärzten,
Juristen, Handwerkern in Nischenbereichen die in wenigen Fällen überlebt
haben (Hufschmidt, Korbflechter...)und eventuell noch Landwirten (gerne
aber in "Bio" oder mit vielen Tieren) vor.
Das sagt durchaus etwas darüber aus wie "die" Medienbranche und
"Künstler" im den Bereichen ticken, aber auch was das Publikum
verlangt...
Mediennutzer
Mediennutzer schrieb:> Schön zu sehen das es auch Leute mit Medienkompetenz gibt - wobei> zwischen Medienkompetenz und generelle Vorurteile (nett gesagt - was> z.B. im Zusammenhang mit der Pandemie von so manchen Zeitgenossen auch> in diesen Forum hier abgelassen wurde und wird ist schon deutlich mehr> und gefährlicher als "nur" einige Vorurteile...)
schon ein großer Unterschied besteht.
....
Nochmal Hallo :-)
Icke schrieb:> Netzfrequenz 49,5 Hz bis 50,5 Hz> Langsame Spannungsänderung 230 V ± 10 %> Schnelle Spannungsänderung 230 V ± 5 % (selten bis 10 %)> Spannungseinbrüche (≤ 1 min) Einige 10 bis 100 pro Jahr Einbruch (10-60> %)> Kurze Versorgungsunterbrechung (<3 Min) Einige 10 bis mehrere 100 pro> Jahr (Spannung < 1 % Uc)> [/Zitat]> entnommen aus> https://www.vde.com/resource/blob/824912/2a9a511f3dd6da0e5c00dab2d4db4398/fnn-fakten-versorgungsqualitaet-2013-03-11-data.pdf
Wenn man das liest sollte sich jeder schämen (besser aber schön sein
Mundwerk halten...) der auch nur ansatzweise behauptet das unser
Stromnetz anfällig oder gar schlecht ist.
Diese Normen werden hier in Deutschland, wohl aber auch ganz Nord- und
Westeuropa kaum ausgenutzt und das Netz ist dort viel besser (was die
privaten Endkundenpreise aber nicht Rechtfertigt - daran sind aber nicht
die Energieanbieter schuld sondern letztendlich etwa 15%-20% der
Bevölkerung die solche Preise im wörtlichen Sinne gewählt haben...) als
es die Normen eigentlich zulassen.
Wobei, ganz egoistisch:
In einer Sternenklaren Nacht würde ich einen gelegentlichen Stromausfall
der mal über 30min bie 2 Stunden geht richtig gut finden, wobei leider
die Einrichtungen die ich gerne "off" haben würde besonders oft mit
"Notstrom" betrieben werden (weil sie halt wenig Energie benötigen) bzw.
von Prinzip her unabhängig vom Netz sind.
So jetzt kann wer will mal raten welche Auswirkung mir über 30min bis 2
Stunden in ->Sternenklaren Nächten<- hin und wieder gefallen würden...
;-)
Mediennutzer
Mediennutzer schrieb:> So jetzt kann wer will mal raten welche Auswirkung mir über 30min bis 2> Stunden in ->Sternenklaren Nächten<- hin und wieder gefallen würden...> ;-)
Du willst die Starlink Satelliten beobachten?
Krieg ich jetzt 'nen Keks?
Mediennutzer schrieb:> So jetzt kann wer will mal raten welche Auswirkung mir über 30min bis 2> Stunden in ->Sternenklaren Nächten<- hin und wieder gefallen würden...> ;-)
Das ist doch gaaaanz einfach. Am nächsten Morgen gibt es ungewöhnlich
viele ausgeschlafene Kids in Kindergarten und Schule, ausgeschlafene
Jugendliche in Schule und Lehre, ausgeschlafene Erwachsene morgens am
Frühstückstisch und in der Arbeit, weniger Unfälle auf der Straße.
(Mangels Dattelmöglichkeit oder Glotze bis in den frühen Morgen gucken,
blieb nichts anderes übrig als schlafen zu gehen. Je länger der Strom
weg bleibt über Nacht, desto besser die positive Wirkung.)
gustav schrieb:> Zitat Quelle Presse> "...Das Versorgungsunternehmen Westfalen Weser Energie in Paderborn> teilte auf Anfrage mit, dass die Unterbrechung von 5.38 Uhr bis 7.01 Uhr> gedauert habe.
Hi,
Zusatz: Das war 2017. Im genannten Zeitraum wurden im
Mittelspannungsnetz in der Region umfangreiche Neu-Leitungen gelegt.
Unter anderem wurde schlussendlich eine Freileitung endgültig vom Netz
genommen und rückgebaut. Lediglich der zugehörige Trafo-Turm blieb
stehen und wurde zur Storchennest-Refugium umfunktioniert.
Was hier los ist: Wenn die Sonne scheint, ist Netzspannung ein wenig
höher, ist es Nacht oder schlechtes Wetter, ein bisschen niedriger. Aber
immer im Toleranzbereich. Die 2 x 2 MW Solarfelder und die Windräder
liefern ins Mittelspannungsnetz.
ciao
gustav
Angst verkauft sich immer gut, seltsamerweise in einem Land, welches mit
eine der stabilsten Energieversorgungen weltweit hat. Ok auch die
teuerste.
Noch dazu sind diese TV-Berichte oft fachlich falsch, Unkenntnis oder
Absicht, wahrscheinlich von beidem etwas.
Wer sich beschwert, dem empfehle ich, mal eine Weile in Südeuropa bzw.
dem Westbalkan zu leben, aber nicht in den extra für Touristen
rausgeputzten Ecken.
Albanien erzeugt zwar fast seinen gesamten Strombedarfe aus Erneuerbaren
Energien (95% Wasserkraft, 2% PV, lediglich 3% stammen aus einem
Ölkraftwerk), muss aber Kohlestrom aus dem Kosovo importieren. Und die
haben dort keine Rauchgasreinigung...
Eigentlich schade, dass PV bei Privatleuten in AL keinen Anklang findet.
Das Wetter ist allemal zigfach besser als in Deutschland, wo man jedes
Dach damit zupflastert, aber einfach im Jahresmittel zu wenig
Sonnenstunden.
Liegt halt am Preis. Strom kostet fast nichts (auch für albanische
Verhältnisse) und daher ist auch keiner besonders sparsam. Was dann
wieder in Stromausfällen resultiert, wenn das Netz überlastet ist.
Ach so, Danke an die Impfgegner! So konnte Deutschland erst letzte Woche
im Rahmen des CoVax Programmes 117.000 Impfdosen nach Albanien liefern.
Die freuen sich nämlich darüber!
;)
Wenn ich wieder nach AL zurückgehe, werde ich mir aber eine eigene
PV-Anlage installieren, alleine aus Technikinteresse und um unabhängig
zu sein. Sonne gibt's genug und nachts kann ich den ohnehin günstigen
Strom beziehen bzw. mit einem Akku überbrücken. Dann wird auch der
obligatorische Spannungskonstanthalter (den nur wohlhabende sich leisten
können, leider) überflüssig. Ach ja, in den wenigen TV-Berichten über
Albanien wird das Ding oft als "Stromverstärker" bezeichnet. Sag ich ja,
Unkenntnis gibt es in allen Medien.
Also genießt das Leben in Deutschland und weniger schwarzmalen. Es hilft
eh nix, man ärgert sich nur und Ärger kostet Lebenszeit. Ist es das
wert?
Arben N. schrieb:> Also genießt das Leben in Deutschland und weniger schwarzmalen. Es hilft> eh nix, man ärgert sich nur und Ärger kostet Lebenszeit. Ist es das> wert?
Eine Kernkompetenz der Deutschen: Jammern auf allerhöchstem Niveau.
H. H. schrieb:> Eine Kernkompetenz der Deutschen: Jammern auf allerhöchstem Niveau.
der deutschen Unternehmer?
Die Lohnnebenkosten sind zu hoch, komisch dabei nur das ausgerechnet
Unternehmer die höchsten Vermögen haben, eben mal einen 100k PKW als
Firmenwagen steuerlich absetzen können, nicht jeden € der Steuer melden
müssen, es zu wenig Steuerprüfer gibt.
Klingt wie Sozialneid, ne soll es nicht, mich nervt nur das ich von
Anbegin meiner Arbeitstätigkeit steuerlich immer offen war und seit
Jahrzehnten erlebe wie Selbstständige Steuern hinterziehen können und es
auch ohne wirtschaftliche Not tun
Joachim B. schrieb:> und es> auch ohne wirtschaftliche Not tun
...gerade auch! Das ist bei vielen ein Sport, über den man trefflich
beim Essen im Golfklub palavern kann...
Merke: mit wirtschaftlicher Not hast du ganz sicher nichts mehr, um
Sport treiben zu können...
Gruß Rainer
Manche Leute sind erst zufrieden, wenn sie ganz oben angekommen sind.
Wenn die eine eigene Ferieninsel haben, für jeden Zweck das passende
Auto in der Garage, und Personal für Haushalt und Garten.
Andere sind bereits sehr zufrieden, wenn sie ihre Miete bezahlen können
sich im Supermarkt das Essen kaufen können, das ihnen schmeckt.
Das wird sich nie ändern.
Bauform B. schrieb:> Wesentliche Nachteile> sind jedoch Netzrückwirkungen und die hohe Sensitivität> gegenüber Änderungen von Spannungsmerkmalen. Hierdurch lässt> sich die wahrgenommene Verschlechterung der Spannungsqualität> bei nahezu stetiger Qualität aus dem Netz erklären.
Hi,
die Installationen sind eben oft nicht nicht auf die erhöhten
Anforderungen ausgelegt.
Beispiel:
Aufzugsanlagen produzieren beim Anfahren das Aufzugs Spannungseinbrüche,
die im ganzen Haus wahrnehmbar sind.
Bekommt der Aufzugsmotor eine Extra Zuleitung bis zum Hausanschluss
verschwinden diese Effekte vollständig.
Oder der Röntgenapparat in der Arztpraxis...bekommt eine
Extra-Zuleitung.
Unter Umständen sogar ein Austausch der Leitung vom Haus bis zum
Staßenverteiler nötig. (Statt 35 qmm 50 qmm)
Wenn allerdings im Schnellverfahren einige EVUs Genehmigungen erteilen,
ohne dass etwas am bestehenden Verteilnetz geändert wird, dann trifft
diese das.
Beliebiges Beispiel:
Pizzaöfen wurden genehmigt auf "altem" Netz.
Es wurde von einem Gleichzeitigkeitsfaktor weniger als 1 ausgegangen.
Zeitweise war aber dort sogar Faktor 2 anzusetzen, weil der andere
Bäcker auch sich auch einen Pizzaofen angeschafft hatte, der auch
genehmigt wurde.
Und dasselbe Problem tritt dann z.B. bei den Wallboxen auf. Hier sollte
GZF
nicht 0,1, 0,5 sondern besser 1 angesetzt werden.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Und dasselbe Problem tritt dann z.B. bei den Wallboxen auf. Hier sollte> GZF> nicht 0,1, 0,5 sondern besser 1 angesetzt werden.
Deswegen sollen für 22kW Wallboxen (3×32A) auch 10qmm Kabel eingesetzt
werden und nicht 6qmm, obwohl dieser Querschnitt auch genügen würde.
Eine eigene Leitung bis zum Sicherungskasten ist für Wallboxen schon
deshalb ein Muss, weil der RCD im Sicherungskasten durch den möglichen
DC-Anteil im Fehlerstrom erblinden könnte!
Stefan ⛄ F. schrieb:> Manche Leute sind erst zufrieden, wenn sie ganz oben angekommen sind.> Wenn die eine eigene Ferieninsel haben, für jeden Zweck das passende> Auto in der Garage, und Personal für Haushalt und Garten.>> Andere sind bereits sehr zufrieden, wenn sie ihre Miete bezahlen können> sich im Supermarkt das Essen kaufen können, das ihnen schmeckt.>> Das wird sich nie ändern.
Ein sehr guter Satz, +1 dafür!
Würde ich mir glatt ausdrucken, aber die Farbe ist alle. Egal, schreib
ich ihn halt ab ;)
PS. Deine Bücher zum Thema Mikrocontroller hab ich gelesen, eine echte
Hilfe, wenn man wie ich zwar in Elektronik fit ist, aber bisher noch
nichts mit µCs zu tun hatte. Danke nochmal für den Link.