Hallo Zusammen,
ich habe hier ein Problem und steh irgendwie ziemlich auf der
Leitung..viell. kann mir ja jemand weiter helfen ;)
Also, ich will einen Tyristor mit einem AVR schalten/zünden lassen. Der
AVR-Ausgang soll 1-zu-1 dem Signal nach dem Transistor entsprechen, i.e.
keine Invertierung. Eigentlich ganz einfach...
Ich habe die Schaltung "nach" dem Transistor, also was ich schalten
will, angehängt.
NPN Emitter-Schaltung habe ich jetzt mal ausgeschlossen, da ich damit
mein AVR-Schaltsignal invertiere.
Ist die Kollektorschaltung für einen derartigen Anwendungszweck geeignet
oder gibts bessere Alternativen?
Danke im Vorraus!
danny
R4 und R5 sind irgendwie sinnfrei in Deiner Zeichnung. Für die Zündung
wären die überflüssig, aber vielleicht hast Du ja noch mehr
Schaltungsteile.
Wenn der Thyristor die per Diode einweggleichgerichteten 350V AC nach
der ThyristorZündung kurzschließen soll: Ja, geht so wie von dir
Angedacht mit npn T in Kollektorschaltung, Emitter dann an den
"Zündimpulseingang"-Pin.
Zweck der ganzen Mimik ist zwar noch nicht so ganz einleuchtend,
erinnert mich aber irgendwie stark an die Zündungsprüfgeräte für PKW,
die z.B. Bosch in den Werkstätten hatte.
Mit denen wurde gezielt für einen Zylinder der Zündfunke unterdrückt
zwecks Prüfung.
Hast Du Ähnliches vor?
> Kannst du dich nicht klar ausdrücken?> Der Ausdruck "irgendwie sinnfrei" ist einfach doof!
Hast du einen großen D-Anteil in deiner mentalen Regelschleife? Das ist
ziemlich überreagiert... :-/
>> R4 und R5 sind irgendwie sinnfrei ...> Kannst du dich nicht klar ausdrücken?
Du kannst sie herauslassen, sie tragen nicht zur Schaltungsfunktion bei.
> Also, ich will einen Tyristor mit einem AVR schalten/zünden lassen. Der> AVR-Ausgang soll 1-zu-1 dem Signal nach dem Transistor entsprechen
Im Schaltplan ist kein AVR und kein Transistor, deshalb kann keiner
sagen, wie das funktionieren kann oder soll.
Wieso steuerst du den Thyristor nicht direkt mit dem AVR an? Mit dem
richtigen Thyristor geht das (z.B. BT151 Vgt=1,5V, Igt=15mA). Hast du
ein Datenblatt zu dem Motorola PA234?
Also, es sieht so aus:
- Die Schaltung in der Anlage kann ich nicht und will ich auch nicht
abändern. Ihr habt recht, R4+R5 sind sinnfrei. Es gibt auch keine
Datenblätter für den Tyristor
- Es handelt sich um eine Zündung eines Zweitakters.
- Ich habe vor den Zündzeitpunkt (gesteuert mit dem Triggereingang der
angehängten Schaltung) zu variieren
Die Schaltung würde dann etwa wie in der Anlage aussehen:
- AVR an R1
- Emitter an Trigger-Eingang der Zündbox
- D1 ist optional
OK?
Ja, paßt so wie Du es ergänzt hast.
Und, wie schon gesagt: R4 und R5 kannnst Du auch noch aus Deiner
Zeichnung löschen.
R1 würde ich ändern auf 470 Ohm, um auch in Grenzfällen den vollen
Zündstrom am Gate bereitstellen zu können.
Das Problem mit dem Zündstrom ist, dass ich nicht weiß wie hoch er
ist...da kein Datenblatt :(
Ich werde auch den Spannungspegel über einen Spannungsteiler an den
Pegel des eigentlichen Gebers anpassen müssen...
... schrieb:
>> R1 würde ich ändern auf 470 Ohm>> von 10 Ohm auf 470 Ohm um den Strom zu erhöhen?
Augen auf!
R1 gibt es 2 mal im Schaltbild.
Ich nehme den linken ,-)
> an den Pegel des eigentlichen Gebers anpassen müssen...
Ich denke der Pegel des eigentlichen Gebers wird höher sein als du mit
deiner Schaltung jemals erreichen wirst.
danny schrieb:
> Das Problem mit dem Zündstrom ist, dass ich nicht weiß wie hoch er> ist...da kein Datenblatt :(
Startwert so per Daumen: 50 bis 100 mA
Der Rest ist aber nicht nachvollziehbar:
>> Ich werde auch den Spannungspegel über einen Spannungsteiler an den> Pegel des eigentlichen Gebers anpassen müssen...
Und weiter oben:
> Also, ich will einen Tyristor mit einem AVR schalten/zünden lassen. Der> AVR-Ausgang soll 1-zu-1 dem Signal nach dem Transistor entsprechen, i.e.> keine Invertierung. Eigentlich ganz einfach...
Der AVR liefert 5V, da macht der neue Spannungsteiler keinen Sinn.
Nebenbei: Ändere mal all Deine Widerstandsnummern dringend auf nur
einmalig vorkommende Zahlen.
Sonst wird es von Posting zu Posting noch unübersichtlicher.
Mit "AVR-Ausgang soll 1-zu-1 dem Signal nach dem Transistor entsprechen"
meinte ich die Polatität und nicht den Pegel!
Ich habe das Signal vom Geber gemessen (Oszi) und es liegt etwa bei
1,5V.
Wenn ich jetzt einen BC547A (I_c @ 100mA, h_FE = 120) nehme, komme ich
auf einen Basiswiderstand von ~4500Ohm:
I_b = I_c / 120 = 0.833mA
R_b = ((U_b - Toleranz) - 0.7V) / I_b = 4560 Ohm
Also deutlich mehr als 470Ohm!?
zu dem Thyristor hab ich die Information gefunden, dass es sich um eine
Spezialanfertigung für Ducati-elektronik handelt. Etwas Ähnliches ist
wohl der TPA0234:
This part,
TPA0234, is a maverick in that it has a very tight Igt, 8uA min-50uA max
versus the standard MCR106-6 with no min and 200uA max. Also the max
Vgt of 660mV at 25C and min of 300mV at 110C versus that of 1.0V at 25C
on the MCR106-6 make this a more difficult part to manufacture and yield
to.
Tja nu, aber Du willst doch den AVR Ausgang nutzen um den Zündimpuls zu
haben. Oder etwa nicht? Du schriebst:
> Also, ich will einen Tyristor mit einem AVR schalten/zünden lassen. Der> AVR-Ausgang soll 1-zu-1 dem Signal nach dem Transistor entsprechen,AVR macht 0 nach 5V, Dein Transistor sorgt dafür das mehr Strom fließt.
Dein Sensor wird am EINGANG des AVR angebracht, und das hat auf die
Ausgangsbeschaltung erstmal keinen Einfluß.
Davon scheinst Du auch auszugehen, denn Deine Beispielrechnung geht
nicht von den 1,5 V des Gebers aus.
Ich sehe in Deiner Schaltung einen 2n2222, rechne mit dessen übelsten
hfe21 von 100 und Sicherheitsfaktor 5 und komme auf einen Daumenwert von
470 Ohm überschlagsmäßig.
Ich schlage daher vor Du setzt mal die Halbleiter (BC547A oder 2n2222
oder...) ein die Du wirklich besprechen willst, sonst reden wir einfach
weiter aneinander vorbei.
... schrieb:
> zu dem Thyristor hab ich die Information gefunden, dass es sich um eine> Spezialanfertigung für Ducati-elektronik handelt. Etwas Ähnliches ist> wohl der TPA0234:> This part,> TPA0234, is a maverick in that it has a very tight Igt, 8uA min-50uA max> versus the standard MCR106-6 with no min and 200uA max. Also the max> Vgt of 660mV at 25C and min of 300mV at 110C versus that of 1.0V at 25C> on the MCR106-6 make this a more difficult part to manufacture and yield> to.
Wenn dem so wirklich ist (einige uA Triggerstrom), kann man sich
überlegen ob der Ausgang des AVR das Gate direkt ansteuert. Und den
ganzen Bauteilefriedhof dazwischen wegläßt.
> Ich habe das Signal vom Geber gemessen
Was für eine Bauart ist denn der Geber? Induktiv, Kapazitiv, Opto ..?
1,5V.. (was?) erscheint mir recht wenig.
Andrew Taylor schrieb:
> Und den ganzen Bauteilefriedhof dazwischen wegläßt.
Wie schon gesagt: Beitrag "Re: Kollektorschaltung geeignet?"
uC-Pin --> 1..10k-Widerstand --> Gate. Fertig.
Das würde ich einfach mal ausprobieren. ;-)
Der 2N2222 in der Schaltung ist durch einen BC547A zu ersetzen; im
Schaltungssimulator mit dem ich die Schaltung gezeichnet habe, gibt es
keine BCxxx.
Der induktive Sensor (gelber Signalverlauf siehe Anlage) hängt an einem
Eingang des AVR. Der AVR soll den einen Ausgang verzögert schalten und
am Ausgang der Schaltung brauche ich das gleiche/ ein ähnliches
Verhalten wie vom eigentlichen Sensor. Der AVR Ausgang wird dann an die
Zündbox angeschlossen.
>Ich sehe in Deiner Schaltung einen 2n2222, rechne mit dessen übelsten>hfe21 von 100 und Sicherheitsfaktor 5 und komme auf einen Daumenwert von>470 Ohm überschlagsmäßig.
@Andrew Taylor
Ich kann deine Rechnung nicht nachvollziehen!
Wenn ich in die Formeln:
I_b = I_c / 120 = 0.833mA
R_b = ((U_b - Toleranz) - 0.7V) / I_b = 4560 Ohm
einsetze kriege ich 4K5!?!?