Ich persönlich hab mich für den Proxxon entschieden.
Bei den Dremeln fand ich die Anfassqualität nicht so berauschend.
Letztlich natürlich Geschmackssache.
Wenn du die Möglichkeit hast, guck dir die Dinger vorher mal an.
Proxxon IB/E, mein Favorit.
Das Gerät hat vorne einen Alu-Kopf, dadurch ist die Lagerung sehr stabil
und man kann es auch mal einspannen.
Leider ist auch die Lagerung das größte Problem an der Maschine. In vier
Jahren muss ich jetzt schon zum zweiten mal das Lager wechseln,
wahrscheinlich werde ich die Maschine wieder einschicken.
Verwendet wird dort ein billiges Standard-Lager, das du im
Modellbau-Laden einfach nachkaufen kannst.
Wenn du die Maschine nicht überforderst, sollte die sehr lange halten.
Meine beiden Lagerschäden sind auch (leider) selbst verschuldet.
Einmal brauchte ich dringend einen kleinen Ausschnitt in 2mm Stahlblech.
Hat die Maschine auch geschafft, war nix anderes greifbar. Danach wurde
sie allerdings immer lauter und heisser -> 1. Lagerschaden.
Dieses mal habe ich etwas das Drehmoment unterschätzt, das man spielend
mit einem 30mm-Rollgabelschlüssel zustande bringt. Der Bohrständer war
zu fest zugedreht, Lagersitz hat sich minimal verformt, heiss gelaufen
und nach 10 Minuten fing die Maschine an zu kreischen -> 2.
Lagerschaden.
Ich hoffe, dass sich nichts dauerhaft verzogen hat. Wenn ich eine
passende Sicherungsring-Zange finde, werde ich mal den Sitz messen,
eigentlich sollte aber nichts passiert sein.
Der Vorteil ist aber, dass du das Lager überhaupt 3-4 mal tauschen
kannst. Im Kopf ist das Lager mit einem Sicherungsring (leider sehr
tief drin) fixiert und auf die Welle gepresst. Ein billiges
Plastik-Gehäuse hätte nach dem ersten Lagerwechsel schon den ersten
Knacks weg.
Ein weiterer Vorteil steckt auch wieder in dem Alu-Kopf. Die Welle wird
über ein Zanhrad-ähnliches Profil mit dem Motor verbunden. Du kannst
also den Kopf entfernen, ohne das dir gleich der ganze Motor entgegen
fällt.
Wenn du irgendwann mal einen eigenen Kopf bauen willst (hat in einem
anderen Forum mal jemand gemacht), kannst du den einfach vorne
anschrauben.
Als Platinenbohrmaschine sind alle drei gleichermaßen ungeeignet, sofern
Du nicht einen Bohrständer verwendest. Für das Proxxon-Modell wäre das
der MB 140S.
Wenn Du mit den Geräten nicht auch noch was anderes vorhast, sind sie im
Grunde genommen Overkill; für das Platinenbohren reicht auch so etwas
wie Proxxon Micromot 50 (und eben jener Bohrständer).
Nur mit einem Bohrständer hast Du eine Chance, Bohrungen unter 1 mm ø
ohne allzu großen Bohrerverschleiß anzufertigen. Aus der Hand halte ich
das für mutig.
Ich hab zum Platinenbohren nen Dremel Stylus.
Geht ohne Bohrständer wunderbar.
Und Bohrer hab ich bisher nur 3 abgebrochen. (2x verkantet, 1x blöd
hingelegt)
Mit der billigstens Conrad-Bohrmaschine (um die 12€) und passenden
Bohrern gehts auch ohne Ständern. Bei meiner war eine Art 'Verlängerung'
dabei, die man wie einen Gravier-Griffel halten kann. Den Bohrer
eingespannt und AUSGESCHALTET auf die angekörnte (oder mit Drill-Aid
geätzte) Bohrung halten und einschalten. Hab bisher erst ~100 Bohrungen
gemacht, allerdings ist mir dabei noch kein Bohrer abgebrochen.
Und wenn die 12€ Bohrmaschine irgendwann wegen des dauernden AN/AUS den
Geist aufgibt kommt eine Neue ran. Bis man den Dremel+Ständer im Preis
hat kann man schon ein paar Maschinen verschleissen ;)
Gastino schrieb:
> Ich denke, der Proxxon Micromot 50 bzw. Micromot 50/E ist für das Bohren> von Platinen in Verbindung mit dem Bohrständer MBS140/S gut geeignet.
Dem kann ich nur zustimmen. Ich benutze diese Kombination jetzt seit ein
paar Jahren und habe schon viele Platinen damit gebohrt. Und selbst bis
zu 0,6mm Bohrer geht es sehr gut ohne großen Verschleiß an Bohrern. Man
benötigt dafür aber noch einen kleinen Schraubstock, da ansonsten die
Platine auf dem Boden des Bohrständers schnell mal wegrutscht.
Ciao,
Rainer
Hallo zusammen!
Ich will mich dann auch mal zum Thema äußern:
Ich habe ca 3 Jahre lang mit einem Dremel + Bohrständer gebohrt, war
auch angenehm, jedoch war danach das Gehäuse von Innen her
ausgeschliffen, also konkret, wenn man den Dremel sehr oft aus und ein
schaltet (ca >5000) geht irgendwann das Gehäuse am Kugellager in die
Wicken, da sich das Kugellager wohl am Anfang ein bisschen mitdreht,
also der Teil, der sich normalerweise nicht drehen soll. Ich kann nicht
ausschließen, dass es vielleicht auch am Bohrständer lag, dass dieser
den Kunststoff des Gehäuses ein wenig "verbogen" hat und dadurch das
Kugellager mit gedreht hat.
Danach habe ich mit zwar ohne Probleme ein neues Gehäuse besorgen
können, jedoch habe ich mit dann auch eine Proxxen (IB/E), halt das
beste Dingen, was Proxxon hat geholt und bin weitaus mehr zufrieden (mit
Bohrständer natürlich). Also wenn schon eine Proxon, dann eine, die
vorne eine Metalleinfassung hat, in der das Kugellager sitzt.
Die Maschinen halten nämlich, was ich auch von einem Kollegen bestätigt
bekommen hat, der bohrt mit so einer seit über 10 Jahren.
Die Maschine ist gut, dafür aber auch entsprechend teuer.
Der Vorteil bei meiner alten Dremel Maschine war der, dass sie
wesentlich schneller drehen konnte(33000upm, die Proxxon 20000upm). Aber
es geht auch so, ist wohl nur nicht so gut für die Bohrer.
In conclusio würde ich dir keine von den Maschinen empfehlen, ich würde
die IB/E nehmen.
Der doppelte Preis zahlt sich aus!!!
Gruß
Marius
Also ich benutze zum Bohren meiner Platinen einen Proxxon. Aber nicht
das große Modell, sondern das kleinere MICROMOT 50/E. In Kombination mit
dem Proxxon Bohrständer und den Bohrern von Proxxon. Meiner Meinung nach
sind die so gut, wie sehr viel teurere Platinenbohrer.
Meine Empfehlung:
Proxxon FBS 240/E oder die 12V-Version FBS 12/E mit entsprechendem
Trafo. Und unbedingt den Bohrständer MB 140/S dazu kaufen.
Gastino schrieb:
> Ich habe es noch nicht probieren müssen, aber die Bedienungsanleitung> des Micromot erweckt den Eindruck, dass man bei Proxxon auch ohne> Probleme Ersatzteile für die Maschine bekommen kann.
Ich schon. Ich habe bei einer Maschine durch Überlastung das vordere
Lager geschrottet. Von Proxxon gab es auf Mail-Anfrage hin sehr schnell
und recht preiswert das vordere Wellenende mit Lager.
Läuft wieder wie neu :-)
Reinhard
Hi
>Meine Empfehlung:>Proxxon FBS 240/E oder die 12V-Version FBS 12/E mit entsprechendem>Trafo. Und unbedingt den Bohrständer MB 140/S dazu kaufen.
Genau so wichtig: Spannzangen verwenden!
MfG Spess
Also ich hab mit dem Bohrständer und dem Bohrschleifer IB/E jede Menge
Vollhartmetallbohrer geschrottet, da sich die Bohrmaschine nie genau
senkrecht in den Bohrständer einspannen ließ oder sich immer wieder
verstellte.
Mein Tipp : Tischbohrmaschine TBM220 die ist zwar teurer, aber
funktioniert.
Auf jeden Fall Proxxon (Ob 40/E oder FBS oder IB/E liegt an dir), der
Bohrständer von Dremel taugt nichts.
Und wenn du nicht nur Hartpapierplatinen frei Hand mit 1mm HSS Bohrern
wie Ronny und Stefan bohren willst,
sondern Epoxyplatinen mit Vollhartmetallbohrern (billigst bei eBay als
diejenigen, die die Industrie aussondert), dann brauchst du einen
spielfreien Bohrständer wie MBS140 und das Spannzangenset mit der 3.2mm
Spannzange (die liegt bei IB/E gleich dabei, das reduziert dessen
Preisaufschlag, beim FBS gibt's zwar ein Bohrfutter, aber das wird man
auch gegen das Spannzangenset ersetzen).
Vergiss die 2.4mm Bohrer von Proxxons "Elektroniker-Set", die sind
ungeeignet für Epoxy.
Wer ein mal ein Loch mit VHM in Glasfaser gebohrt hat, wird nie mehr mit
stumpfen HSS (und spätestens nach dem 5. Loch ist er stumpf) versuchen
sich dort durchzuschleifen.
Hm... diese biegsamen Wellen sind mir etwas suspekt, seit sich so'n Teil
mal gefressen hat. Gibts da eigentlich irgendwie ne Art Schutz, ne
Kupplung o.ä.?
Also wenn sich die Welle z.b. vorn irgendwo frisst, dass der Dremel
hinten kein Breakdance aufführt?
> ich hab mir jetzt den Dremel 300 gekauft...> mit der biegsamen Welle super per Hand bohren...
Gib zu, du weisst nicht genau, was an VHM Bohrern so toll ist und wozu
man Platinen aus laminierter Glasfaser eigentlich braucht.
http://www.mycci.de/bohren/bohrer.html
St.S. schrieb:
> ich möchte mir gern einen der beiden Geräte zum bohren meiner Platinen> kaufen.
Ich habe selbst eine Proxxon + Ständer für den Zweck. Kann man
nehmen, aber mit der Zeit wird sie ganz schön laut, und bei voller
Pulle (ist die 230-V-Version) doch auch ziemlich heiß. Die Maschine
ist ganz OK, der Ständer erfüllt für den Zweck eher die Minimal-
anforderungen. Insbesondere war mir der Knebel der Schraube vom
Spannhals gleich am ersten Tag so sehr im Weg, dass ich ihn in der
Mitte der Bohrung mit Heißkleber fixiert habe.
Ich würde dir einen Gegenvorschlag machen:
Beitrag "Praxistest Platinenbohrmaschine"
Daniels Arbeit ist Ia, wenn du die Maschine nur zum Platinenbohren
brauchst, dann lohnt das allemal mehr als Proxxon oder Dremel. (Diese
wiederum sind natürlich vielseitiger benutzbar.)
Mal ein anderer Aspekt: Welche Loesung ist die leiseste (muss dafuer
nicht unbedingt schnell sein. Fuer nachtaktive Bastler eben...)? Ein
moderner Akkuschrauber tuts zwar aber der laesst sich so schlecht
einspannen, und mit der Hand macht man doch viele Bohrer kaputt.
faustian schrieb:
> Mal ein anderer Aspekt: Welche Loesung ist die leiseste (muss dafuer> nicht unbedingt schnell sein. Fuer nachtaktive Bastler eben...)?
Daniel Meiers Platinenbohrmaschine, würde ich sagen (zumindest im
Vergleich mit der Proxxon im Ständer, aber ich denke nicht, dass
eine Dremel da leiser wäre -- die habe ich bislang nur in der Hand
gehabt, nicht im Ständer).