RS232 belauschen

#865622
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Moinsen,

Theoretisch könnte man auch auf die RxD bzw. TxD Leitung einen 
Optokoppler schalten und das ganze dann mit zwei seriellen Ports eines 
PC's mitschneiden.

Ich weiß jedoch nicht wie sich die LED des Optokopplers auf die Signale 
auswirkt (bezüglich der Belastung).
Ein Impedanzwandler wäre sicher auch ne mögliche Lösung und schon wegen 
des hohen Eingangswiderstandes ganz gut.


Mfg Bouni
Persönliche Seite #865623
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> als Idee schwebt mir vor dies Impedanzwandler bzw.
> RS422-Empfänger zu bewerkstelligen.

Wozu sollte das erforderlich sein?

Erprobt und funktionierend ist die Verwendung stinknormaler 
RS232-Pegelwandler wie SN75189/MC1489. Deren Eingänge werden mit den 
abzuhörenden Leitungen verbunden - et voilà. Deren Ausgänge werden mit 
den zwei zum Abhören erforderlichen UARTs verbunden.

Die Ausgangsleistung üblicher RS232-Schnittstellen ist ausreichend, um 
mehr als einen RS232-Empfänger anzusteuern. Daher ist weitergehende 
Aufwand nicht erforderlich.
Gast #865629
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Benutz eine Terminalprogramm auf einem weiteren PC und klemm nur
RXD (Masse nicht vergessen) an die zu belauschende Datenleitung
an (RXD oder TXD). Dann müßte es bei gleicher Einstellung
eigentlich gehen.  Einige Zeichen werden nicht dargestellt z.B.
Steuerzeichen CR und LF. Wenn mehr Daten gesendet werden als das 
Terminalprogramm wiedergeben kann muß gegebenfalls die Leitungen
RTS, TSD noch beschaltet werden (Handshake).
Wenn man alle Daten(auch die Steuerzeichen)angezeigt bekommen will
brauch man ein Terminalprogramm das dies auch kann.
Normalerweise eine Aufgabe von RS232-Datenmonitore der Profimesstechnik.
Impedanzwandler nach RS422 kannste,glaub ich, knicken, da die Pegel
wahrscheinlich nicht stimmen. Allerdings kenne ich einerseits
deine Schaltung nicht, andererseits hab ich mit RS422 nur einmal
was gemacht was schon Jahre her ist.
Nach der Spezifikation gilt für High~=(-3V)-(-15V)und für
Low~=(+3V)-(+15V). Lesen der Leitung dürfte kein Problem sein.
Beim Schreiben von bereits beschriebenen Leitungen mußte vorsichtig
sein und dir evtl. ne Schaltung ausdenken die verhindert das der
Schnittstellenbaustein abraucht.

Irrtum vorbehalten.
Gast #865653
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> Wenn mehr Daten gesendet werden als das Terminalprogramm wiedergeben
> kann muß gegebenfalls die Leitungen RTS, TSD noch beschaltet werden
> (Handshake).

Dat is ja man auch eine Schnapps Idee, da der abhörende PC nicht in die 
Datenkomunikation eingreifen kann.
Persönliche Seite #866543
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> Machs besser.

Nein, Martin hat vollkommen recht. Der mithörende PC muss in der Lage 
sein, die anfallenden Daten zu verarbeiten, ohne die Kommunikation zu 
stören. Finge er an, an den Handshakeleitungen herumzufummeln, geschähe 
aber genau das: Er würde die Kommunikation stören.

Stell' Dir mal vor, Du triffst Dich mit 'nem Kumpel in der Kneipe an der 
Ecke. Ihr quatscht so vor euch hin, und plötzlich ruft jemand "Moment 
mal, nicht so schnell, ich muss noch den letzten Satz aufschreiben". 
Etwas konsterniert macht Ihr 'ne kurze Pause, um dann weiterzureden. 
Kurz darauf ruft wieder jemand "Moment, nicht so schnell" ...

Nein. Abhören sieht anders aus.
Gast #866673
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Ein PC (genauer, eine zusätzliche RS232 Schnittstelle) reicht nur aus, 
um halb-duplex Kommunikation mitzuhören.

Für Risikofreudige geht dass mit einer Diode und einem Widerstand: DTEs 
Pin 2 (Rx Eingang) über einen Widerstand 2,2K mit Abhör-PCs Pin 2 (Rx 
Eingang) verbinden. DTEs Pin 3 (Tx Ausgang) über eine Diode ebenfalls 
mit Abhör-PCs Pin 2 (Rx Eingang) verbinden. Kathode an Abhör-PC Pin 2 
(Rx Eingang).

Für Voll-Duplex braucht man zwei Eingänge und eine Software, die beide 
Eingänge im richtigen zeitlichen Zusammenhang darstellt.

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