Li-Ion Akku am Netzteil laden

OP #1413117
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Hallo!

Ich habe bei ebay folgendes Li-Ion Ladegerät gekauft.

"
8.4V Li-ion quick charger
Charge current 1A
Input voltage 100~240V AC 50~60Hz

The charger have a American plug.

the charger will be delivered with a US to European adapter"


(Bild im Anhang)
 Hat nur 10 EURO gekostet und jetzt frage ich mich, ob das genauso gut 
funktioniert wie das 35 € teure Ansmann Ladegerät vom blauen C. 
http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flN0YXRlPTQyMzI1Mjk1OTM=?~template=PCAT_AREA_S_BROWSE&glb_user_js=Y&shop=B2C&zhmmh_lfo=&zhmmh_area_kz=&product_show_id=510741&gvlon=&p_init_ipc=X&p_page_to_display=fromoutside&~cookies=1&cookie_n[1]=b2c_insert&cookie_v[1]=U1&cookie_d[1]=&cookie_p[1]=%2f&cookie_e[1]=Sat%2c+17-Oct-2009+05%3a26%3a35+GMT&cookie_n[2]=b2c_hk_cookie&cookie_v[2]=WW2&cookie_d[2]=&cookie_p[2]=%2f&cookie_e[2]=Sat%2c+17-Oct-2009+05%3a26%3a35+GMT&scrwidth=1280

Braucht man zum Laden überhaupt eine Ladeschaltung? Schließlich haben 
die Akkus doch alle eine eingebaute Schutzschaltung, oder?
Angehängte Dateien:
#1413631
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Wenn der TL431 wirklich das einzige IC auf der Platine ist, dann 
übernimmt der die Spannungsregelung. Mit seiner Genauigkeit von 2% liegt 
er schonmal außerhalb dem was die Hersteller von Liion empfehlen (4,2V 
+/- 0,05V pro Zelle, also etwa 1%.) Wenn R7 und R8 der Spannungsteiler 
sind, die die Spannung einstellen, und ich den goldenen Toleranzring 
richtig sehe, dann kommen hier nochmal 5% Toleranz dazu. Die 
Ausgangsspannung kann somit irgendwo zwischen 4 und 4,4V pro Zelle, also 
hier bei 8-8,8V liegen.
Wenn der Akku gut ist, schaltet dessen Schutzschaltung spätestens bei 
4,3V ab. Wenn nicht gibts mit etwas Pech ein kleines Feuerwerk.
Weiterhin sollte ein Liion Lader abschalten, sobald der Strom unter etwa 
2-5% des max. Ladestroms fällt. Dies scheint hier auch zu fehlen.

Mit anderen Worten: Als Liion Lader ist das Ding nicht brauchbar.
#1413642
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Sven Petersen schrieb:
> Hallo!
>
> Du hast Recht, der IC2 ist ein WST TLA431A 633SD!!!
>
> Auf der Rückseite der Platine befindet sich nichts. Was meinst Du mit
> einer anständigen Laderegelung und Abschaltung?

Strombegrenzung und vor allem präzise Lade-Endspannungs-Einhaltung


> Die Schutzschaltung im
> Akku selbst, oder etwas anderes?

Etwas anderes, denn die Schaltung im Akku sorgt (fast) nur für die 
Schadnesbegrenzung bei Kurzschluß des Akkus.

> Das einzige Chipartige ist ein IC mit 4 Kontakten. Reicht das?

Das ist ein Optokoppler, in Zusammenhang mit dem Rest der Bauteile 
könnte es eine sehr einfach gestrickte Endspannungs-Begrenzung ergeben. 
Wie gesagt kann, muß nicht.


> Hat nur 10 EURO gekostet und jetzt frage ich mich, ob das genauso gut
> funktioniert wie das 35 € teure Ansmann Ladegerät vom blauen C.


 Wie gesagt kann, muß nicht.

You get what you pay for ;-)
OP #1413953
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Okay, jetzt will ich es aber wissen und habe noch ein Netzteil für ein 
ferngesteuertes Auto vergewaltigt. Hier sind schonmal Texas Instruments 
Chips verbaut.
Was sagst Du denn dazu?

Der Chip ganz oben heißt:   SM8002c  0833K

Der Chip an U2 heißt: B0832  8176 und der Chip an R14 ist von Texas 
Instruments und heißt:

58ADVSH LM 358P

daneben ist ein C1815  Gr331
Angehängte Dateien:
Gast #1413959
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> Ich habe bei ebay folgendes Li-Ion Ladegerät gekauft

Diese Ladegeräte sind für LiIOn Akkus mit eingebauter Schutzelektronik, 
das sind allerdings die allermeisten, ob für Kameras, Handys oder 
DigiCams. Nur Paltop-Ersatzakkus haben manchmal keine Elektronik.
Man kann 2-zellige Akkus sowieso nicht anders laden,
denn woher will man von aussen bei legalen 8.4V wissen, ob die eine 
Zelle schon 4.4V hat und gnadenlos überladen werden würde und die andere 
noch 4.0 ?

Also liefert das Netzteil stromlimitiert mehr als 8.4V, nicht viel mehr, 
aber ausreichend mehr, sie muss allerdings nicht sonderlich genau und 
stabil sein, und die Schutzelektronik im Akku, die vor Kurzschluss, 
Tiefentladung und eben Überladung schützt, klemmt den Akku ab, wenn er 
voll ist. Manche Ladenetzteile signalisiseren die absackende 
Stromaufnahme dann noch mit einer LED "Akku voll".

Das ist eine durchaus übliche Lademethode bei LiIon Geräten.

Wenn du nur rohe LiIon Zellen hast, kommst du um einen Lade-IC der jede 
Zelle einzeln misst (und möglichst noch Balancing betreibt) nicht 
drumrum.
OP #1413969
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MaWin schrieb:
>> Ich habe bei ebay folgendes Li-Ion Ladegerät gekauft
>
> Diese Ladegeräte sind für LiIOn Akkus mit eingebauter Schutzelektronik,
> das sind allerdings die allermeisten, ob für Kameras, Handys oder
> DigiCams. Nur Paltop-Ersatzakkus haben manchmal keine Elektronik.
> Man kann 2-zellige Akkus sowieso nicht anders laden,
> denn woher will man von aussen bei legalen 8.4V wissen, ob die eine
> Zelle schon 4.4V hat und gnadenlos überladen werden würde und die andere
> noch 4.0 ?

Das leuchtet ein, dann sind diese superteuren Ladegeräte also nur ein 
doppelter Schutz?

>
> Also liefert das Netzteil stromlimitiert mehr als 8.4V, nicht viel mehr,
> aber ausreichend mehr, sie muss allerdings nicht sonderlich genau und
> stabil sein, und die Schutzelektronik im Akku, die vor Kurzschluss,
> Tiefentladung und eben Überladung schützt, klemmt den Akku ab, wenn er
> voll ist. Manche Ladenetzteile signalisiseren die absackende
> Stromaufnahme dann noch mit einer LED "Akku voll".


Das hatte ich mir auch so gedacht, aber leider habe ich wenig 
Hintergrundwissen, was die Elektronik anbelangt.
>
> Das ist eine durchaus übliche Lademethode bei LiIon Geräten.


Also lag ich richtig mit der Annahme, dass längst nicht alle Ladekabel 
für Handys etc. so aufwendig sind?

> Wenn du nur rohe LiIon Zellen hast, kommst du um einen Lade-IC der jede
> Zelle einzeln misst (und möglichst noch Balancing betreibt) nicht
> drumrum.

Das ist klar, aber die Zellen haben alle einen Schutz eingebaut.
Gast #1413985
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> Das leuchtet ein, dann sind diese superteuren Ladegeräte also nur ein
> doppelter Schutz?

Noch nicht mal, denn auch superteure Ladegeräte können von aussen nicht 
erkennen, ob die Zellen im 2-Zellen-Akku intern 4,4 und 4.0 haben, also 
eine schon überladen ist.

Auch teure Ladenetzteile für 2-zellige Akkus können also nicht anderes 
machen, als "genug" Spannung bereitzustellen, die dann wenn "genug" 
Strom fliesst automatisch runtergeregelt wird, damit der Ladestrom nicht 
überschritten wird.

In Bezug auf den Abschaltmoment müssen sich auch die auf die Elektronik 
im Akkupack verlassen.

Allerdings ist deine eBay Schaltung, wie man an den offensichtlich nicht 
mal halb bestückten Sekundärseite sieht, schon grausam. Das war offenabr 
mal mit mehr Aufwand gedacht. Die anderen gezeigten Netzteile sind schon 
besser ausgeführt. Aber am Ladeprinzip ändern die nichts, auch die 
stellen nur strombegrenzte Spannung bereit.

Anders ist es z.B, bei Ladern im Modellbau, dort ist aber jede Zelle 
angeschlossen.
Gast #1414015
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Wirklich lustig was da in wahrscheinlich sauteuren Ladereglern verbaut 
wird.
Explosionsgefahr besteht da, wenn man nur eine Zelle anschliesst!

Ich habe auch schon solche regler für Liion-akkus gebaut. Jeder würde 
mich warnen sowas zu verwenden. Die funktionieren zwar, aber alleine 
würde ich mich nicht getrauen, die laufen zu lassen. Ausserdem ist mir 
der Verlust in linear geregelten Teilen (Stromverbrater) zu hoch.

Seitdem ich ein paar MIC5158 erstanden habe, die einen FET relativ genau 
regeln, bin ich dieses Problem los.
Gast #1414145
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Einen 2 Zellakku mit 8,4 V Ladeschlussspannung- ja. Und immer schau'n ob 
der Lipo warm wird. Ich messe zusätzlich die Spannung mit einem 
Multimeter. Und habe PTC und Kurzschlusssicherungen verbaut. Die 
Spannung darf 4,2 V pro Zelle nicht überschreiten.
gruß min

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