Hallo Leute,
ich habe vor diesen Step-Up-Regler für kleine Nixieröhren zu verwenden.
Jede Röhre braucht ca. 3,5mA bei 150V.
Ich will die Röhren im Multiplexbetrieb betreiben.
Somit habe ich, wenn ich richtig gerechnet habe:
P = 0,525W
Strom durch Spule bei 12V Eingangsspannung:
I = P/Uin = 43,75 mA
Nun zur eigenentlichen Frage:
Brauche ich diesen MOSFET wirklich? Denn ich habe keinen einzigen
gefunden, der ihn nicht eingebaut hat. Laut Datenblatt ist der maximale
Schaltausgangsstrom bei 1,25A. Da liege ich doch weit drunter. Oder habe
ich etwas vergessen?
Viele Grüße
Meike
> Jede Röhre braucht ca. 3,5mA bei 150V.
Das erzeugen von 150V aus 12V mit einem boostconverter ohne
Anzapfung der Spule ist schon sehr grenzwertig. Da wird dir
der Wirkungsgrad schon in den Keller gehen. Und es ist wichtig
schnell zu schalten. Schalte dem 34063 doch mal zwei Transistoren
als Push/Pull Treiber nach bevor du einen Mosfet ansteuerst.
Und rechne deine Schaltung mal so durch wie es im Datenblatt steht!
Du wirst dann wohl auf einen anderen Strom kommen!
Dein Widerstand R16 ist 0Ohm. Warum? Goettliche Eingebung?
Natuerliche Abneigung den richtigen Wert auszurechnen?
> Brauche ich diesen MOSFET wirklich?
Hast du den Eindruck das der arme MC34063 deine 150V verkraftet?
Und vom Strom reden wir da noch garnicht.
> Oder habe ich etwas vergessen?
Ja, es gibt eine Abhaengigkeit zwischen Schaltfrequenz, Ausgangspannung,
Einschaltdauer des Transistors und damit auch den Strom.
Das was du berechnet hast waere der Eingangstrom vor dem Eingangselko
bei 100% Wirkungsgrad.
Lies dir mal die Applikation zum 34063 durch. Es gibt da ein
Beispiel mit einer Spule mit Mittenanzapfung. Das koennte eventuell
auch ohne Mosfet gehen.
Olaf
Diese Schaltung tut es seit 3 Jahren bei mir in mehreren Uhren (auch
IN-18 Röhren, die mehr Strom benötigen als 3,5mA) sehr gut. Wirkungsgrad
aber nicht geprüft.
http://www.stefankneller.de/elektronik/nixieuhr/nixiebauanleitung.html>Jede Röhre braucht ca. 3,5mA bei 150V.
Das klingt eher nach der Betriebsspannung, wenn die Röhren gezündet
haben. Die Zündspannung ist sicherlich höher (Datenblatt deiner Röhren
lesen).
Gruß Joachim
Da ein MC34063 nicht mehr als 40 V gegen Ground an seinen Pins verträgt,
einschließlich Kollektor und Emitter der eingebauten Darlington-Stufe,
wird das ohne externe Schaltung am MC34063 nichts.
Hallo Leute,
Danke für die vielen Antworten.
Joachim (900ss D) genau deine Schaltung habe ich übrigens nachgebaut und
in betrieb. Ich wollte meine Nixieuhr neu und etwas Platzsparender
aufbauen. Deshalb dachte ich, ich werfe die zwei Transistoren, die Olaf
genannt hat einfach raus. Da sie eigentlich kaum einer in seiner
Schaltung verwendet. Scheint wohl so, als sollte ich nicht versuchen
Teile zu reduzieren.
Da ich wenigstens die höhe etwas verringern will und der IRF830 stehend
doch sehr hoch ist, könnte ich anstelle diesen Typs auch den IRFU420
verwenden?
Meine letzte Frage bezüglich der Schaltung von Joachim ist. Brauche ich
R1 und warum? Momentan habe ich R1 eingebaut, aber auch ihn habe ich
bisher in keiner anderen Schaltung gesehen.
Viele Grüße
Meike
Hallo,
mir ist noch eine Frage eingefallen. Ich schalte die Ziffern der Uhr ab
0 Uhr aus. Allerdings höre ich dann ein ganz leises, sehr hohes Piepsen.
In zwei Jahren höre ich das bestimmt sowieso nicht mehr ;) Momentan
stört es mich jedoch.
Ich hatte vor die Spannungserzeugung abzuschalten indem ich Pin 1 des
MC34063 über einen Pull-Up-Widerstand auf 12V lege und über einen
Transistor bei bedarf auf Masse schalte. Ist das so in Ordung?
Viele Grüße
Meike
Meike schrieb:
> mir ist noch eine Frage eingefallen. Ich schalte die Ziffern der Uhr ab> 0 Uhr aus. Allerdings höre ich dann ein ganz leises, sehr hohes Piepsen.
Ohne Last lässt der MC34063A etliche Schaltzyklen aus. Infolgedessen
liegt die Schaltfrequenz dann im hörbaren Bereich. Frequenz höher drehen
wird nicht gehen, da dann die Spule nicht mehr passt.
> könnte ich anstelle diesen Typs auch den IRFU420> verwenden?
Du wirst vermutlich auch einen kleinen SMD Typ verwenden
koennen. Er muss nur die Spannung abkoennen und den Strom,
viel Leistung wird da nicht abfallen. Das haengt aber letztlich
davon ab wie schnell du den schaltest.
Ich habe einer aehnlichen Schaltung, Stromversorgung 100V/60mA
fuer Kopfhoehrerverstaerker, alles in SMD etwa in der Groesse
einer Streichholzschachtel in SMD aufgebaut.
Wenn du es noch kleiner haben willst dann musst du einen moderneren
Schaltregler verwenden der mit einer hoeheren Frequenz arbeitet.
Dann koennen Elkos und Spule kleiner werden. Ausserdem kannst
du dann einen Typ nehmen der mit konstanter Frequenz arbeitet.
Olaf
Meike schrieb:
> Joachim (900ss D) genau deine Schaltung habe ich übrigens nachgebaut und
Ich möchte mich ungern mit fremden Federn schmücken. Es ist nicht
meine Schaltung, sondern ein Bekannter hat sie entwickelt, eben der
Webseitenbetreiber. Ich habe in diesem Fall nur den Link dazu spendiert
:)
Olaf schrieb:
> Ich habe einer aehnlichen Schaltung, Stromversorgung 100V/60mA> fuer Kopfhoehrerverstaerker, alles in SMD etwa in der Groesse> einer Streichholzschachtel in SMD aufgebaut.
100V für einen Kopfhörerverstärker? Für Halbleiter etwas viel und für
Röhren schon fast zu wenig.... Ich bin neugierig :)
Und in SMD aufgebaut bekommt man die Schaltung tatsächlich in ein sehr
kompaktes Format. Eine Streichholzschaltel ist da fast schon viel.
Gruß Joachim
900ss D. schrieb:
> 100V für einen Kopfhörerverstärker? Für Halbleiter etwas viel und für> Röhren schon fast zu wenig.... Ich bin neugierig :)>> Und in SMD aufgebaut bekommt man die Schaltung tatsächlich in ein sehr> kompaktes Format. Eine Streichholzschaltel ist da fast schon viel.
Frag mal Deinen Bekannten, den Webseitenbetreiber!;-)
> 100V für einen Kopfhörerverstärker? Für Halbleiter etwas viel und für> Röhren schon fast zu wenig.... Ich bin neugierig :)
Muttu lesen d.s.e, dann du wissen mehr. Ist ein Verstaerker mit
zwei PCL86. Allerdings warte ich immer noch auf die Roehrensockel,
daher steht der Test noch aus.
Ich verwende im uebrigen als Eingangsspannung 16-18V (die ueblichen
Laptopnetzteile) und mache daraus die 100V und die Heizspannung/strom.
Daher finde ich 150V aus 12V schon echt sportlich, auch wenn man
weniger Strom braucht.
Olaf
Ingolf O. schrieb:
> 900ss D. schrieb:>> 100V für einen Kopfhörerverstärker? Für Halbleiter etwas viel und für>> Röhren schon fast zu wenig.... Ich bin neugierig :)>>>> Und in SMD aufgebaut bekommt man die Schaltung tatsächlich in ein sehr>> kompaktes Format. Eine Streichholzschaltel ist da fast schon viel.>> Frag mal Deinen Bekannten, den Webseitenbetreiber!;-)
Hmmm... den versteh ich jetzt nicht. Was soll ich ihn denn fragen?
Olaf schrieb:
> Muttu lesen d.s.e, dann du wissen mehr. Ist ein Verstaerker mit> zwei PCL86.
Also doch...... Röhren. :-)
> Daher finde ich 150V aus 12V schon echt sportlich, auch wenn man> weniger Strom braucht.
Nööö. Das geht gut. Das Netzteil (s.o.) macht aus 12V 220V wenn man
möchte. Ich nutze es mit 200V. Geht prima. Wirkungsgrad?? OK, weiß ich
nicht. Ist auch egal. Die ganze Uhr benötigt bei 12V ca. 250mA. Da kann
ich mit leben.
Hallo,
herzlichen Dank für die vielen Antworten.
Eine letzte Frage bleibt noch offen. Ich habe an meiner Uhr ein DCF77
Empfänger. Er funktioniert auch prima, wenn der MC34063 ausgeschaltet
ist oder die Antenne ca 30cm Abstand zum MC34063 hat.
Gibt es eine Möglichkeit den MC34063 abzuschirmen? Wenn ja, was muss
alles mit abgeschirmt werden. (Spule, MOSFET, ...)
Viele Grüße
Meike
Meike, Du mußt alles abschirmen. Der Empfänger ist sehr empfindlich
gegen Störungen. Auch in der Versorgungsspannung. Das er schon bei 30cm
Abstand funktioniert, wundert mich schon fast.
Hier findest du ganz unten links ein Foto von einem abgeschirmten
Wandler.
http://www.sax.de/~joerg/nixieclock/
Joachim
Meike schrieb:
> Brauche ich> R1 und warum? Momentan habe ich R1 eingebaut, aber auch ihn habe ich> bisher in keiner anderen Schaltung gesehen.
Der Widerstand dient der Strombegrenzung, wenn ich mich recht entsinne.
Ob du ihn weglassen kannst?? Hmmm.. kann ich dir leider auch nicht
sagen. Ich vermute ja, aber dann ist das ganze auch nicht mehr gegen
Kurzschluß geschützt.
Joachim