Gast
#356956
Hab gerade auf die mühsame Art lernen müssen dass der Skin Effekt bei Speicher Spulen u.U. nicht zu vernachlässigen ist: Bei meinem Buck Boost (Inverting) SNT (18Vin, -15V 350mA out) wurde die Spule sehr heiss (ca. 60°C) und ich wunderte mich warum? Als Rinkern benutzte ich ein T50-18 66µH (=58turns) 0.3mmCu bei 90Khz mit einem MC34064. Da ich nicht wusste ob das Kernverluste, Sättigungseffekte oder Ohmsche verluste waren wickelte ich einen T68-18 66µH (=48turns) 0.5mm Cu... Nahezu identisch heiss. Bei 0.5mm Cu und 48turns = 960mm sind das 0.087 Ohm und bei 1.28 I.peak wären das 0.14W als obere Abschätzung der ohmschen Verluste. Das kanns also nicht sein. Irgend wie kamm mir dann der Gedanke Skinneffekt, fand eine Formel die bei 100kHz eine Eindringtiefe von 0.2mm angab, d.h. von meinen 0.5mm bleibt nicht viel übrig. 48turns 0.2mm Cu ergeben 0.54 Ohm und 0.89W bei 1.28A das käme schon eher hin... Also neuer Kern T68-18 48turns 6 mal 0.2mm Cu die 6 mal 0.2mm sollten etwa den selben ohmschen Wid. wie die 0.5mm haben. Die Spule bleibt handwarm ! Irgend welche Anmerkungen aus der Praxis? Wie lösst ihr das Problem? Der34063 geht nur bis 100kHz was dann wenn mann sehr hohe Peak Ströme vermeiden möchte (wegen Elko Rippelstrom Belastung, 34063 1.5A Limit) zu grösseren L Werten führt und dann ist 6 mal 0.2mm graussam zu wickeln, zumal mann auch noch den nächst grösseren Kerndurchmesser braucht.
